< Seltsame Dinge um Gold und Silber - Finanzmarktkrise beschleunigt sich | Die wundersame Geschichte der IKB und Josef Ackermann im Glück >
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• Meine ersten Erfahrungen mit identi.ca
• Die Geschichte vom König mit dem Steingesicht
• Bildungsauftrag
• Die SPD sucht einen Wunderheiler
• Was darf eine Jüdin in Deutschland gegen Israel sagen?
Meine ersten Erfahrungen mit identi.ca
Mein erster allgemeiner Eindruck von identi.ca ist positiv. Ein frisches Microbloggingtool, dass erst vor sechs Wochen gelauncht worden ist und dass sich schon jetzt einer kleinen, aber sehr agilen, deutschsprachigen Community erfreuen kann.
identi.ca sieht gut aus, ist übersichtlich und sehr schnell. Der Charme des Produkts liegt aber eigentlich woanders:
1. identi.ca ist ein Microblogging-Service, der auf der Open Source Software Laconica aus dem gleichen Haus basiert. Mit Laconica kann jeder seinen eigenen Microblogging-Service nach dem Vorbild von identi.ca betreiben.
2. Alle User auf den weltweiten Laconica Servern können, falls gewünscht, unabhängig von den Servern auf denen sie registriert sind, miteinander kommunizieren. Damit entsteht ein echtes, verteiltes, intelligentes, offenes, serverübergreifendes Microblogging. Das ist ein sehr modernes Konzept. Damit wird auch klar, dass identi.ca kein weiterer Twitter-Clone ist, sondern etwas sehr eigenständiges. Dieses offene Konzept soll in der nahen Zukunft auch auf andere Microblogging-Plattformen ausgeweitet werden, sodass ein grosser plattformübergreifender Microblogging-Raum entsteht. Grossartig.
identi.ca ist so frisch und jung, dass die wesentliche Entwicklung noch andauert. Wobei das weitere interessante ist, dass diese Entwicklung vollkommen öffentlich und transparent abläuft. Keine Geheimlabors mit grossen versteckten Teams oder Megabudgets. Die Entwickler führen im Gegenteil einen recht lebendigen Dialog mit den Usern. Das macht die Sache mir sehr sympatisch.
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Die Geschichte vom König mit dem Steingesicht
Sein breites Lächeln hatte etwas unangenehm Ergötzliches, und man wußte nicht, ob man ihm Prügel oder Beifall zollen sollte. - Heinrich Heine
Es wird spät manchmal. Ich streife dann durch die Fernsehlandschaft auf der Suche nach der Erlösung durch die Müdigkeit, welche jedoch zuweilen auf sich warten und mich mit meinen Qualen alleine lässt. Doch dieser Nächte trifft man häufig auf ein Reich voller Wunder und Magie. Jenseits auch der rezeptionsmäßig längst ausgetretener Pfade voller Schmutz, Sex und Abzockkriminalität gibt es eine kleine Welt, die so heil ist, so wunderschön, dass man sich endlos in ihr verlieren möchte.
In einer idyllischen Berghütte inmitten einer wunderschönen Landschaft erschien mir ein Fabelwesen, so rein und voller Güte, so voller Glanz, dass ich Tränen in den Augen hatte. Es war eine zauberhafte, androgyne Fee, welche sich mir als Ekki vorstellte. Nicht nur ihr Aussehen war sagenhaft, nein, auch die Stimme so lieblich, dass ich Angst hatte, sie könnte an meinen Ohren in kleine, wunderschöne Kristalle zerschellen. Doch sie sprach in eigenen, vor Schönheit nicht wörtlich wiederzugebenen Versen: “Nicht ich bin es, den Du suchst. Ich bin nur die Dienerin das Höchsten von uns. Des Königs. Ich werde Dich nun durch sein Reich führen, und am Ende wirst auch Du ihn lobpreisen!” Und so sollte es sein…
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Bildungsauftrag
“Papi, Papi! Was ist Ironie?”
“Ironie ist, wenn du etwas sagst, manchmal sogar extra doll übertreibst, obwohl du doch das Gegenteil meinst. Wie vorhin beim Mittagessen, als Mami gefragt hat, ob ich noch Spaghetti haben will. Ich war ja schon total satt, habe aber gesagt: ‘Natürlich, noch drei Teller mindestens!’ Verstehst du?”
“Ah ja. Glaub’ das hab ich verstanden. Und was ist Sarkasmus?”
“Sarkasmus… Na du stellst Fragen. Sarkasmus ist irgendwie trockener, provokanter, entstammt extremeren Situationen. Galgenhumor, der ist meistens sarkastisch. Weißt du noch, als wir zu Tante Gabi nach Mannheim fahren wollten und uns auf der Autobahn der Motor abgeraucht ist? Da meinte Mama zu mir ‘Na immerhin müssen wir uns jetzt keine Ausrede einfallen lassen, warum wir zu spät kommen’. Ich glaube, das war schon recht sarkastisch.”
“Kapiert. Und was ist dann Zynismus?”
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Die SPD sucht einen Wunderheiler
Wer krank ist und spürt, dass gegen sein Leiden nichts anschlägt, geht in seiner Verzweiflung mitunter seltsame Wege. Sind alle konventionellen Heilmethoden ausprobiert, ist der Kranke versucht, ins Irrationale die letzte Hoffnung zu setzen. Vielleicht gibt es ja einen Wunderheiler, der doch noch ein Mittel gegen das unaufhaltsame Siechtum weiß.
In einer solchen Lage wähnt sich gegenwärtig – nicht ganz zu Unrecht – die SPD. Sie fühlt sich krank, von einer Art Schwindsucht befallen. Sie glaubt, alles Menschenmögliche dagegen getan zu haben – aber umsonst. Also greift sie nun zu etwas, das sie zuvor zum Übermenschlichen erklärt hat; es trägt den Namen Franz Müntefering. Wohl wahr: Der Name dieses Mannes ziert an prominenter Stelle alle Stationen der SPD in den vergangenen zehn bis 15 Jahren. Es sind dies allerdings überwiegend Stationen ihres Verfalls, zu dem Müntefering spätestens seit seinem Bündnis mit Gerhard Schröder maßgeblich beitrug. So als wollte er in seiner unnachahmlichen Art sagen »Ich kann auch kaputt …«, hat er die SPD immer mehr auf einen Kurs geführt und dort gehalten, der die Partei mittlerweile am Rand ihres Ruins ankommen ließ.
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Was darf eine Jüdin in Deutschland gegen Israel sagen?
Evelyn Hecht-Galinski ist die Tochter von Heinz Galinski, dem verstorbenen Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Berlin und des Zentralrats der Juden in Deutschland. Sie meldet sich immer wieder mit kritischen Meinungsäußerungen zur israelischen Politik und Staatsräson zu Wort. So veröffentlichte diese Zeitung am 26. Juli einen Leserbrief (Israels unterschiedliche Maßstäbe), in dem Frau Hecht-Galinski dem früheren Botschafter Israels in Berlin Shimon Stein vorwarf, sein Artikel zum sechzigsten Geburtstag seines Staates (Shimon Stein: Ein Kampf für Sicherheit und Frieden) biete „Geschichtsverdrehung und Mystifizierung“, da er von der „Vertreibung und Enteignung der Palästinenser“ schweige, „die mit der Gründung des Staates Israel einherging“.
Die Autorin appellierte an die deutsche und internationale Öffentlichkeit: „Wo bleibt der Aufschrei der Welt, wo der Hinweis auf die Verpflichtung Israels, nach internationalem Recht ohne Diskriminierung für die öffentliche Ordnung und Sicherheit in den besetzten Gebieten zu sorgen?“ Der letzte Satz des Briefes lautet: „Gerade im Angesicht unserer gemeinsamen Vergangenheit müssen kritische Anmerkungen zu begangenem Unrecht möglich sein, auch wenn sie Israel betreffen.“
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