< Versuch eines Frontberichtes | Asse II und die unendliche Verantwortungslosigkeit der Atomwirtschaft >
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• Amerikaner lassen Bio-Lebensmittel in den Regalen
• Intel demonstriert Stromübertragung ohne Kabel
• Mit Sat.1 bei den Sozialschmarotzern
• mini serie: warum liebe bahn? - heute: sitzplatzreservierungen #1
• Schreiben im WWWeb
Amerikaner lassen Bio-Lebensmittel in den Regalen
Die von der US-Wirtschaftskrise ausgelöste Konsumzurückhaltung hat dazu geführt, dass die Gewinne der größten Öko-Supermarktkette Whole Foods http://www.wholefoodsmarket.com im dritten Geschäftsquartal um 30 Prozent eingebrochen sind. Wie der Spiegel berichtet, stieg auch der Umsatz nur noch leicht um 2,6 Prozent an. Zudem leidet der Whole-Foods-Kurs massiv unter dem Umstand, dass die Amerikaner scheinbar nicht länger bereit sind, teurere Bio-Lebensmittel einzukaufen. So könnte der langjährige und eher scherzhaft gemeinte Kosename Whole Foods mit "Whole Paycheck" ("gesamter Gehaltscheck") in Anlehnung an die Preise für Bio-Nahrungsmittel der bislang erfolgreichen Supermarktkette bald zur Realität für den Konzern werden. Ein erstes Indiz lässt sich bereits darin erkennen, dass sich der Aktienkurs im vergangenen Jahr von mehr als 53 auf nun mehr unter 20 Dollar verringert hat.
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Intel demonstriert Stromübertragung ohne Kabel
Wie sich Notebooks, Handys und andere mobile Geräte eines Tages wie von selbst und ohne Kabel aufladen lassen könnten, hat Intel am Mittwoch zum Abschluss seines Entwicklungsforums IDF in San Francisco demonstriert.
Der weltgrößte Chiphersteller hat dafür eine Technologie weiterentwickelt, mit der Strom drahtlos übertragen wird, sobald man ein Gerät in die Nähe der Stromquelle hält.
Intel-Technologie-Chef Justin Rattner zeigte zur Demonstration eine Lampe mit 60-Watt-Glühbirne, die ohne jeden Kontakt zur Stromquelle zum Leuchten gebracht wurde. Ein mit dieser Technologie ausgestattetes Notebook könnte seinen Akku ohne Kabel aufladen, sobald es sich wenige Meter von der Energiequelle befindet, sagte Rattner.
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Mit Sat.1 bei den Sozialschmarotzern
Man muss nur einen Satz kennen, um alles über die neue Sat.1-Dokureihe “Gnadenlos gerecht” zu wissen. Der Satz steht in der Pressemitteilung des Senders und lautet:
Helena und Helge sehen sich aber nicht als fiese “Sozialbullen”, sondern als die Stimme der Ehrlichen: Schließlich ist nicht jeder Hartz IV-Empfänger auch ein Betrüger.
Das ist eine ebenso subtile wie wirkungsvolle Variation des alten Prinzips, dass es in jeder Gruppe einzelne Schwarze Schafe gibt. Bei Hartz-IV-Empfängern gilt offenbar das Umgekehrte: Es gibt auch einzelne Weiße Schafe.
Und Sat.1 feiert diese Aussage, die man wahlweise für eine Banalität oder eine Ungeheuerlichkeit halten kann (man teste sie in Variationen wie “Schließlich ist nicht jeder Schwule auch ein Pädophiler” oder “Schließlich ist nicht jeder Ausländer auch ein Krimineller”) noch als Ausdruck von Fairness und Gerechtigkeit.
Es fällt mir schwer, nicht hinzuzufügen: Soweit sind wir schon gekommen. Mit unserem Umgang mit den Bedürftigen in unserer Gesellschaft. Und mit dem Fernsehen.
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mini serie: warum liebe bahn? - heute: sitzplatzreservierungen #1
Heute der erste Teil der bereits angekündigten Mini-Serie “Warum liebe Bahn?”. Thema: Sitzplatzreservierungen - Teil 1. Hier gibt es gleich mehrere Fragen die sich mir in den letzten Wochen und Monaten gestellt haben, die ich aus Zeitgründen in einzelne Artikel zerlegen möchte. Als Hintergrundinformation möchte ich noch anmerken, dass ich Sitzplatzreservierungen vornehmlich über das Portal www.bahn.de oder das Handy vornehme. Meine Zeit ist mir viel zu kostbar, als dass ich in einem DB Reisezenrum in einer Schlange stehe oder die Nerven an einem Buchungsautomaten verliere… und ihn im Wahn kurz und klein schlage…
Lass Dich überraschen… tralala… ohne Reservierung geht des Öfteren gar nix.
Auf einer stark frequentierten Strecke, wie z.B. Frankfurt - München, weiss man als alter Bahnpendler und ICE Veteran welcher Zug voll wird und welcher nicht. Das geht einem, bis auf einige wenige Aussnahmen, fast ins Blut über. Deswegen sind Sitzplatzreservierungen gerade bei den ICE Zügen manchmal unerlässlich, andernfalls kann man stundenlang im Gang stehen und wird zum Spielball der Weichenknaller, ICE-Neigetechnik oder der teils heftigen Bremsmanöver - ganz abgesehen von marodierenden Superdupergünstigfahrern mit bahntastischen Vorstellungen. Die sind dann völlig überrascht, dass sie ihren Hintern neben der Toilette platzieren dürfen und beschweren sich in einer stundenlangen Kakophonie wie &%§”! das doch alles sei… schließlich habe man ja bezahlt. Pah.. Anfänger…
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Schreiben im WWWeb
Ich beschäftige mich jetzt schon eine Weile mit den Eigenarten des Schreibens im Netz und habe mir mittlerweile selbst ein paar grundlegende Regeln auferlegt, denen ich mal mehr, mal weniger folge. Jakob Nielsen, der olle Usability-Guru, schrieb schon 1997 darüber, wie Menschen im Netz lesen: „They don’t“. Darüber kann man vortrefflich streiten, denn tatsächlich lese ich im Netz ziemlich viel. Das folgt allerdings anderen Grundlagen, als offline, wo ich mich auch mal durch ein Buch kämpfe, dessen Thema mich nur periphär interessiert.
Der Unterschied zwischen Online- und Offline-Rezeption: offline bin ich grundsätzlich auf ein Medium fokussiert, während ich im Netz einem diffusen Info-Strom ausgesetzt bin. Den scanne ich, streckenweise (wie bei Seiten wie Reddit oder Digg) in einer abartigen Geschwindigkeit und ich halte in diesem Fall nur dann an, wenn ich von der Idee, die hinter einer Headline liegen könnte, wirklich überzeugt bin. In meinem Feedreader habe ich die amerikanischen Massenposter von Gawker über Digg bis Reddit in drei Ordner sortiert: The Good, The Bad und The Ugly. Und bei allen lese ich maximal die Headline. Denn was online maximal zählt, ist die Idee hinter einem Posting, und die sollte in der Headline (nicht zu sehr, aber dann eben doch:) detailliert enthalten sein.
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Tags für diesen Artikel: bahn, biologischer anbau, internet, lebensmittel, medien, schreiben, usa, web
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Mit Sat.1 bei den Sozialschmarotzern.
Zitat Ende
Ich lass jetzt mal meine Gute Erziehung weg -
ich habe noch nie so miese Darsteller, noch nicht einmal in fünftklassigen E-Movies gesehen. Die haben sich gegenseitig Mut gemacht, die Texte gegenseitig wiederholt und dergl., dagegen sind Seifenopern kulturelle Highlights mit sinnigem Tiefgang.
Jeder Blinde konnte fühlen, daß die Nummer durch und durch gestellt war. Welcher "Sozialschmarotzer" würde sich für so einen Scheiß hergeben, demjenigen würde sofort die Leistung gekürzt bis gestrichen (die haben sicherlich für Ihre "protagonisterei" Geld bekommen) und was es sonst noch so an Repressalien in diesem unseligen Hartz-Monster so gibt.
Die hochqualifizierten und hochmotivierten Mitarbeiter der argen Argen warten nur auf so eine Nummer, DA können die Jungs und Mädels, meist selbst nur mit einem Zeitvertrag und durch diesen mit einem Fuß schon auf der Bittstellerseite stehend zu Hochform auflaufend dem Dienstherrn zeigen, wer gut schmiert der gut fährt.
Es kann und darf einfach nicht angehen, daß die ganze Nation SO DUMM IST und nicht erkennt, welche miesen Spiele hier getrieben werden.
Die Spaltung der Gesellschaft nimmt ja schon kriegerische Ausmasse an. Aber viele "glauben" den Reality-Schow's am Nachmittag, Gerichtsverfahren aus dem richtigen Leben zeigend und den üblichen Dreck.
Und, JEDER kann in aus den wunderlichsten Gründe in diese Situation kommen - 1 Jahr arbeitslos, sofort Hartz IV und schon weinen die, welche ein Jahr und ein Tag auf den "Sozialschmarotzern" rumgehackt haben - ich krieg' mich nicht mehr ein .... - schlechte Manieren Ende.
Es war mir nur kurz möglich, diese Sendung anzusehen.
Der Inhalt entsprach nicht den Tatsachen, die Darstellung peinlich - in der Gänze reinste Agitation. - Thema verfehlt, setzen, sechs.
Ich kenne zwar durch Freunde die Situation in Offenbach. Aber die Fahnder waren im falschen Kreis - das war nicht Offenbach!
Stellt sich nun die Frage:
Wie viel Stellung vertragen solche Wirklichkeitsverfälscher? 'Brave new world' oder '1984' lassen grüßen. Die sind doch bekloppt oder so was.
In jedem Fall zeigt dies, das die Asozialen die Macht haben - und wenn sie einen Bürgerkrieg wollen, machen sie es schon einmal grundsätzlich verkehrt.
Jetzt haben sie zwar die schlafenden Hunde geweckt - und mit der Türkenhetze in der Sendung haben sie das Gegenteil erreicht - nur kommt es jetzt zur großen Solidarisierung. So was fegte schon einmal ein undemokratisches System hinweg (in Polen nämlich) - und wenn sie das hier genauso haben wollen, werden sie von uns kleinen Bürgern an die 1000 umbringen müssen, um uns zum offenen passiven Widerstand zu zwingen.
Ich warte auf den Tag, an dem zum Generalstreik aufgerufen wird. An dem Tag werde ich jeden Streikenden mit Tee über den Tag helfen! Es dauert nicht mehr lange, zudem sind die 12 Jahre Halbwertzeit für dieses kranke Regime schon fast um. Jetzt begräbt es sich selbst!
Und die Couchpotatoes, die es sowieso nicht gebacken kriegen, werden erst merken, wenn der Widerstand am laufen ist, wenn in ihrer Glotze nichts mehr läuft!
MfG
leicht angesäuert ist
Das nimmt nicht nur solchen Ausmasse an, sondern es herrscht eigentlich faktisch Krieg in den reichen Ländern gegen die Armen - und die Reichen in diesen Ländern wiederrum steuern den Krieg der reichen Länder gegen die armen Länder.
So arbeitet man auch hierzulande schon fast zwanghaft gegen alle, die irgendwie sozial benachteiligt sind, steuert alles so, dass sie ja schön unten bleiben, um am Ende auf sie mit dem Finger zu zeigen und sie zu Sündenböcken zu machen. Deshalb wird nicht nur die Spaltung in der Arbeitswelt in Arbeiter 1. und 2. Klasse voran getrieben, sondern auch die Spaltung innerhalb der Bildung, wo die Verlierer von vorne rein schon feststehen: Kinder der Ungebildeten und Kinder der Migranten. Letzteren sind auch nützlich bei der Debatte um die kriminelle Ausländer, wo man erstmal viele in Restschulen, ähm tschuldigung, in Hauptschulen abschiebt und mit einem fast wertlosen Abschluss aus der Schule entlässt, um sich dann darüber zu echauffieren, dass diese Leute perspektivlos sind und aus ihrer Perspektivlosigkeit heraus eine 'Scheiss-egal-Mentalität' entwickeln.
Willkommen in der gnadenlosen Welt der Kapitalisten, die sich gerne selbst gegenseitig alles zuschustern, aber penibel darauf achten, dass ja kein sozialer Ausgleich dabei entsteht, denn dann müssten sie womöglich noch fürchten, dass das Volk merken würde, dass sie alle keine Kleider tragen. Gerade in der Welt der sog. 'Eliten' laufen so viele dumme und beschränkte Leute herum, dass so viel Dummheit einfach nur wehtut und diese dummen Leute fürchten umso mehr, dass von unten intelligente Leute kommen könnten, die ihnen richtig in die Hintern treten. Kapital ist halt vererbbar, Intelligenz hingegen nicht, auch wenn manche immer noch solche Thesen vertreten.