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Kurzkommentar 2008-08-23
• Die verlogene Sprache des Wolfram Weimer - eine Erledigung
• US-Tankflugzeugauftrag - Boeing erwägt Rückzug
• Milliarden-Vergleich der Deutschen Bank
• "Angriff auf die christliche Leitkultur"
• Wennemer auf verlorenem Posten
Die verlogene Sprache des Wolfram Weimer - eine Erledigung
Selten besuche ich aus freien Stücken die Webseite von Cicero - in diesem Politmagazin finden sich auch bessere Texte, meist aber solche, die mich langweilen. Diesmal war ich auf der Suche nach einem Interview mit Leander Hausmann. Eine Vorabveröffentlichung von drei Halbsätzen im SPON hatte mich neugierig gemacht. Das war nichts, denn es fand sich nicht. Dafür stolperte ich über eine politischen Grundsatzschrift des Cicero-Chefredakteurs Wolfram Weimer (Link anonymisiert).
Zunächst stolperte ich über das Bild, mit dem er sich seinen Lesern präsentierte - es brüllt den Betrachter an: "Schau her, ich bin so selbstbewusst, so überzeugt - ich könnte dein Chef sein". Gut, denke ich mir, das muss ein Irrtum meinerseits sein, ein Ausdruck meiner Vorurteile - aber ein etwas nachdenklicheres Foto von sich selbst hätte ihm trotzdem gut getan. Nachdenklichkeit täte einem Chefredakteur gut, der sich der politischen Analyse verschrieben hat.
Verschrieben hat er sich in seinem Text nun wirklich. Unserem Land stehen schlechte Zeiten bevor, wenn solche Artikel ein Ausdruck der Urteilsfähigkeit unserer politischen Eliten wären. Worüber schreibt Dr. Wolfram Weimer?
"Grünsprech"
Es geht aber nicht um die Wirrungen und Irrungen grüner Sprache - dazu ließe sich manches sagen, sondern am Ende nur um seine hässliche und hassende Sprache, sobald bei ihm von Grünen die Rede ist.
Der Hass des Wolfram Weimar ist verständlich. Er hat sich und seine Seele früh an die neoliberale Religion verkauft, der er jetzt beim Zusammenbrechen zusehen kann und muss. Er weiß schon seit einiger Zeit, dass alles für das er gelogen und betrogen hat, keinen Bestand haben wird. All die Chancen die er leichten Herzens vertan hat, all die verdrehten Ansichten, kleinen und großen Unwahrheiten. Nutzlos, vertane Zeit. Er wird mit seinem Blättchen untergehen und niemand wird ihn vermissen. Schlimmer noch die Neoliberalen sortieren jetzt auch ihre Handlanger aus. Er weiß das er bald auch dran ist. Neolberalismus kennt weder Dankbarkeit noch Verantwortung. Neoliberalismus frisst und scheidet ohne zu Verdauen aus. Nur Maul und Arsch.
Es bröckelt bei Weimar wie bei anderen die ihr Unheil ahnen die Fassade. jetzt werden ihre Hasstiraden immer überschlagender. Sie wollen nicht wahr haben, dass sie nicht nur das Spiel sondern alles verloren haben. Jetzt rächt er sich. Dafür dass er in der Schule immer ausgeschlossen war. Dass ihn im Studium keiner mochte und das er heute verachtet wird. Es geht nicht um die Grünen. Es geht um die menschlichen Menschen die er so stark hasst, wie er sie fürchtet. Er weiß um seine eigene Wertlosigkeit. Das sind echte Qualen. Er hat sie verdient.
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US-Tankflugzeugauftrag - Boeing erwägt Rückzug
Der US-Flugzeughersteller Boeing will sich eigenen Angaben zufolge eventuell aus dem Vergabeverfahren um die Neuausschreibung des milliardenschweren Tankflugzeugauftrags für die US-Luftwaffe zurückziehen. Sollte das Pentagon nicht den von Boeing geforderten neuen Zeitplan bewilligen, sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der US-Konzern keine Offerte abgeben wird, sagte der Chef der Militärsparte des Konzerns, Jim Albaugh, dem "Wall Street Journal".
Guter Trick. Sechs Monate Zeit für Bestechung und Lobbyarbeit. Ja so kann man die Konkurrenz aushebeln. Amerikanische Interessen werden in den USA eh immer hoch gehandelt. Vielleicht sollte Europa ähnliche Hürden einrichten. Gleiches mit gleichem vergelten. Aber Europa unterwirft sich ja lieber. Das wird besonders deutlich an Monsanto und dem Gendreck.
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Milliarden-Vergleich der Deutschen Bank
Die Deutsche Bank wird in den USA wegen des Verkaufs umstrittener Anleihen zur Kasse gebeten, kommt aber vergleichsweise glimpflich davon. Das Institut einigte sich in einem außergerichtlichen Vergleich mit den US-Behörden auf den Rückkauf von Papieren im Wert von etwa 1 Milliarde Dollar und muss 15 Millionen Dollar Bußgeld zahlen, wie der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo mitteilte.
Ackermann hat auch in den USA wieder einmal Glück gehabt. Das ist nichts im Verhältnis zu dem was die Bank in den USA an Schaden angerichtet hat, aber zum Glück laufen ja noch andere Verfahren. Ich hatte und habe die Hoffnung das die US-Justiz das schaffen könnte, wofür die deutsche Justiz viel zu feige und faul ist. Aber im Moment ist wieder eine günstige Gelegenheit entgangen. Aber der Krug geht nur solange zum Brunnen, bis er bricht. Der Zeitpunkt wird kommen. Übrigens gilt der Vergleich nicht für andere Bundesstaaten. Da kommt noch einiges nach.
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"Angriff auf die christliche Leitkultur"
Die CSU schäumt: Grünen-Fraktionschef Dürr stellt das Verhältnis zwischen Staat und Kirche in Bayern in Frage - für Ministerpräsident Beckstein ein Angriff auf "gläubige Christen".
Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) hat den Grünen einen weiteren "frontalen Angriff auf die christliche Leitkultur und die gläubigen Christen" in Bayern vorgeworfen. Mit der Kritik des Landtagsfraktionschefs Sepp Dürr an dem seit 1924 bestehenden Staatsvertrages zwischen Bayern und dem Vatikan gehe der "Kirchenkampf" der Grünen in die nächste Runde, erklärte Beckstein laut Mitteilung.
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Nach Informationen des bayerischen Kultusministeriums werden laut der Zeitung jährlich rund 60 Millionen Euro aus dem allgemeinen Staatshaushalt für die Gehälter der bayerischen Bischöfe und anderer katholischer Würdenträger ausgegeben. Spitzenverdiener sei mit gut 10.000 Euro monatlich der Münchner Erzbischof Reinhard Marx, schreibt die tz.
Natürlich kann man das was Bayern hat Kultur nennen, muss man aber nicht. Leiden tun daran viele. Aber das Bayern die katholischen Bonzen mit 60 Millionen Euro subventioniert, ist wirklich gut. Deshalb gibt es in den bayrischen Diozösen auch so viel Kindesmissbrauch und so wenig verantwortliche Bischöfe. Die haben ja eine staatliche Kindesmissbrauchsförderung. Bayern eben. Marx wäre mir persönlich keinen Cent Subvention wert. Der müsste bei mir zahlen wenn er dummschwatzen will.
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Wennemer auf verlorenem Posten
Um 1:42 Uhr ist es so weit. Das Hannoveraner Dax-Unternehmen verkündet den Abschluss einer "weitreichenden Investorenvereinbarung" mit der fränkischen Schaeffler-Gruppe. Der Abwehrkampf gegen den dreimal kleineren Angreifer aus Herzogenaurach ist verloren. Und nur neun Minuten später folgt der nächste, einzig logische Schritt: In zwölf dürren Zeilen teilt Conti den Abschied von Manfred Wennemer mit - zwölf Zeilen nach sieben Jahren als Vorstandschef. Wennemer hat seinen Rücktritt angeboten, und die 20 Conti-Aufsichtsräte haben im Rahmen einer Telefonkonferenz angenommen. Eine Ära ist zu Ende.
Finanziell kann sich Wennemer wohl gesundrechnen. Die Details des Auflösungsvertrages sind zwar geheim. Doch wäre er gefeuert worden, hätten ihm gut zehn Millionen Euro für den Rest seiner Vertragslaufzeit bis 2011 zugestanden. Das sei wohl kein schlechter Anhaltspunkt für die Höhe seiner Abfindung, sagen Insider.
Aber ideell ist Manfred Wennemer der große Verlierer. Der Traum des Managers von einem starken niedersächsischen Konkurrenten des weltgrößten Autozulieferers Bosch ging in den frühen Morgenstunden des 21. August 2008 zu Ende.
Eigentlich war er schon ausgeträumt, als Wennemer am 11. Juli vom Angriff der Schaeffler-Gruppe erfuhr. Nur wusste Wennemer das damals wohl selbst noch nicht. Allenfalls ahnte er die Gefahr; wie groß sie wirklich war, blieb ihm verborgen.
Das witzige an Wennemer ist, dass einer der führenden Neoliberalen, der keine Gnade für seine Arbeitnehmer kannte, nun von einem noch stärkeren und klügeren Hai aufgefressen wurde. Natürlich macht ihm das finanziell nichts aus, aber in seinem übersteigertem Selbstgefühl ist er geknickt und das ist gut so. So ist er ein gutes Beispiel an dem die anderen neoliberalen Wirtschaftsfaschisten sehen können, wie sie selbst enden werden. Als Geschlagene über die alle nur noch lachen.
Denn wer die Armen und Schwachen nicht schützt, der kann auch kein Mitleid erwarten, wenn er selbst zum Opfer wird. Natürlich müsste es Regelinstrumente geben die viele, wenn auch nicht unbedingt diese Übernahmen verhindern. Aber Wennemer selbst wollte ja den freien Markt, dessen Opfer er nun geworden ist. Schade dass er nicht Hartz IV bekommt.
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Tags für diesen Artikel: ackermann, boeing, deutsche bank, eads, kirche, medien, missbrauch, rüstung, subvention
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