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• Der pinkfarbene Paris Hilton Wachtraum…
• Rassenbasierte Medizin ist Unsinn
• Olympia ist vorbei…
• Gehalts-Flüstertüten
• Uhlenbergs Eigentor
Der pinkfarbene Paris Hilton Wachtraum…
Gestern stolperte eine Blondine in mein Büro. Als sich die Türe öffnete blinzelte ich erst, denn ich sah nur ein pinfarbenes Etwas. Das könnte ein Anya-Bunny1 sein, ein wandelndes Törtchen oder eine lebendig gewordene Barbiepuppe, dachte ich so bei mir, da begann der Sahnetraum den Mund zu bewegen und es entwichen Laute.
Eine Wolke schob sich vor die Sonne und verdunkelte die Räume. Und da erkannte ich sie. Vor mir stand eine Paris Hilton. Nur in dumm.
Aber das wußte ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht.
Frau Hilton (die ihre Mutter mitbrachte) hatte ein paar Fragen zu ihrer Zukunft. Sie mache eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin, wolle jetzt aber abbrechen und studieren. Ja, das ist doch spitze!
“Weshalb?” fragte ich etwas zweifelnd. Pflegen, sagte sie, das sei eigentlich so gar nicht ihres. Und auch die Gesundheit spiele nicht mehr mit.
Ich fragte dezent nach dem Alter.
20 sei sie und am Anfang der Ausbildung.
Hmmm, brummte ich und warf einen Blick auf ihre mit Hello-Kitty Aufklebern verzierten Fingernägel.
In der Tat, für ein Studium benötigt man meistens ein Abitur. Es geht auch ohne, aber das ist reichlich kompliziert. Ich erklärte ihr also den zweiten Bildungsweg, entwarf Zeitmodelle und überschlug die Finanzierung. Ihre großen Kulleraugen fixierten mich, ihr Mund stand etwas offen. Menschen, die den Mund nicht schließen können, wirken überaus beängstigend auf mich…
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Rassenbasierte Medizin ist Unsinn
Die Hautfarbe sagt nichts darüber, wie jemand auf ein Medikament reagiert. Das haben US-Forscher durch Genomdaten ihrer berühmten Kollegen Craig Venter und James Watson herausbekommen. Zwar sind beide weiß, doch wirken manche Pillen jeweils komplett unterschiedlich.
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"Eine rassenbasierte Medizin hat keine wissenschaftliche Grundlage", sagte Craig Venter dem Magazin "New Scientist". "Die Hautfarbe eines Menschen sagt Ihnen nicht zwangsläufig etwas über den Rest seines Genoms, oder wie er auf Medikamente reagieren wird oder ob er überhaupt reagieren wird."
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Bei einem anderen Gen namens CYP2D6 fanden die Wissenschaftler den größten Unterschied zwischen den beiden Wissenschaftlern. Dieses Gen bestimmt, wie manche Antipsychotika, Antidepressiva und das Krebsmittel Tamoxifen wirken. Watson besaß hier zwei Kopien einer Mutation, die bei Weißen sehr selten ist und üblicherweise bei Ostasiaten vorkommt. "Das zeigt, dass James Watson etwas koreanisches Blut in sich trägt - oder zumindest asiatisches", sagte Howard McLeod, Pharmakologe an der University of North Carolina in Chapel Hill. "Codein würde bei ihm keine schmerzlindernde Wirkung haben."
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Olympia ist vorbei…
Es ist soweit, die Olympischen Spiele 2008 gehen morgen mit der Abschlusszeremonie vorbei. Peking hat sich für die Spiele verändert, Peking hat sich durch die Spiele verändert. Über diese Veränderungen zu schreiben bleibt wohl ein aussichtsloser Versuch, die Änderungen sind manchmal offensichtlich, manchmal versteckt aber immer vielschichtig und wahrscheinlich für einen Ausländer kaum zu begreifen. Auch wenn jeder Journalist bescheid zu wissen scheint, sind es in den Medien immer noch die Vorurteile, die die Berichterstattung verzerren. In den letzten Wochen wurde so viel Falsches über China und den Alltag in Beijing geschrieben, dass man es aufgibt, sich darüber aufzuregen. Was mich jedesmal wieder erstaunt, ist die völlig unterschiedliche Wahrnehmung von Journalisten und Nicht-Journalisten. In den letzten drei Wochen war die Stadt voll mit Ausländern. Nicht nur in den Stadien, sondern auch in den Cafes, Bars, auf der Strasse bin ich oft mit Menschen aus der ganzen Welt ins Gespräch gekommen. Amerikanern, Mexikanern, Brasilianer, Ungarn, Polen, Deutsche, Österreicher und, und, und… Die meisten mit denen ich so gesprochen habe, habe ich gefragt, was sie von China halten, von Beijing, der Organisation, etc… also all das, was in den deutschen Medien als der irgendwie faszinierende, aber dennoch allgegenwärtige Feind oder Konkurrent dargestellt wird. Wo die meisten Journalisten in den deutschen Medien, die ich hier verfolge, kaum ein gutes Haar an China gelassen hat, habe ich nicht einen Olympia-Tourist getroffen, der nicht vollauf begeistert war.
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Gehalts-Flüstertüten
Dass ich die Einrichtung der Personaldienstvermittlungsagenturen und Zeitarbeitsfirmen mehr als schlimm und abartig finde, sollte jedem regelmäßigen Leser dieses Blogs hier bekannt sein.
Im Nachgang zu meinem Posting zur "Wiedervereinigung" bekam ich über eine Flüstertüte anonym einen Link zu einem Artikel geschickt, dessen Inhalt mich nur noch entsetzte und fassungslos machte.
Dass sowas möglich ist, dass hier im Westen nach Osttarif bezahlt wird, dies mit "marktüblichen Gegebenheiten" begründet wird, lässt sich bei mir die Nackenhaare aufstellen! In diesem Fall überstrapaziere ich einmal das Zitatrecht über alle Maßen, zumal der Text nur recht kurz ist und sowieso komplett hier im Artikel erschienen wäre.
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Uhlenbergs Eigentor. Ermittlungen im Wirtschafts- und Innovationsministerium.
NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) hat mit seinen Anzeigen gegen den ehemaligen Abteilungsleiter aus seinem Haus ein richtiges Eigentor geschossen. Zunächst konnte bis heute nichts wirklich verwerfliches gefunden werden, was dem Mann angehängen.Und dass, obwohl seit Jahren mittlerweile die beiden Belastungszeuginnen D. und F-H. teilweise in Privatermittlungen jeden Stein umgedreht haben und die absurdesten Sachen behauptet haben. Auch im neuen Fall, den ich nun aufgearbeitet habe, versuchte das Landeskriminalamt nach den Uhlenberg-Anzeigen, Missetaten de ehemaligen Abteilungsleiters aufzudecken. Doch was die Ermittler fanden, hatte wieder nichts mit Friedrich zu tun. Stattdessen geraten jetzt in dem Verfahren das Wirtschaftsministerium von Christa Thoben (CDU) und das Wissenschaftsministerium von Andreas Pinkwart (FDP) wegen des Verdachts auf Korruption in das Fadenkreuz. Nach meinen Informationen haben Beamte des LKA die Ministerien als "Durchsuchungsobjekte" bereits im Juni "aufgesucht" und Dutzende Akten sichergestellt.
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