< Statusbericht zum Dritten Weltkrieg | Bundesamt für Statistik oder besser Volksverarschung und Betrug >
Aufgelesen: 65
• "Banken haben total versagt"
• Meine Herrentitte und ich
• In 31 Tagen um die Welt - Teil 6: YAOUNDE
• Die untaugliche Frankenbremse
• Ficken im Feuilleton
"Banken haben total versagt"
Die globale Finanzkrise erschüttert die Bankenbranche. Doch das Schlimmste kommt erst noch, sagt Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz im Interview - und wundert sich, mit welchem Gleichmut die Steuerzahler für die Fehler der Geldkonzerne geradestehen.
manager-magazin.de: Professor Stiglitz, wir stecken mitten in einer der schlimmsten Finanzkrisen, die Generationen von Menschen seit dem Zweiten Weltkrieg durchstehen mussten. Warum musste es so weit kommen?
Stiglitz: Weil die Banken sie selbst heraufbeschworen haben. Und warum? Weil sie ihr eigenes Geschäft nicht verstanden haben. Weil sie sehr, sehr schlechte Risikoanalysen zu dessen Grundlage gemacht haben.
mm.de: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sagt, dass sie genau die über Jahre immer weiter verfeinert hätten.
Stiglitz: Das müssen sie im Stillen gemacht haben. Selbst die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat die Geldhäuser erst kürzlich aufgefordert, sie sollten ihre Risikovorsorge verbessern. Basel II wird die Mahnung genannt.
mm.de: Aber Risikoanalysen sind doch das Kerngeschäft der Banker. Und das muss denen noch mal vorgeschlagen werden?
Stiglitz: Das ist schockierend, nicht wahr? Es gibt tatsächlich keine einzige Entschuldigung für diese Burschen. Die hatten einfach keine rechte Ahnung von ihrem eigenen Geschäft. Sie haben total versagt. Und wissen Sie, was beinahe noch schlimmer war?
---
Meine Herrentitte und ich
Es gibt zwei Möglichkeiten, mit seinen körperlichen und charakterlichen Schwächen umzugehen: sie abstellen oder mit ihnen leben lernen. Ich ziehe Alternative 2 vor. Das unterscheidet mich von vielen Männern, die sich lieber Men´s Health kaufen als sich selbst so zu akzeptieren, wie sie sind. Doch weil Menschen wie ich eher selten sind, gibt es keine Zeitschriften, die Artikel wie “Mein Penis ist klitzeklein - na, und?” oder “Wie ich beim Sprechen noch mehr spucke” anbieten. Diese Blog ist nicht nur eines über das Taubenvergrämen, sondern auch eine letzte Bastion des selbstbewussten Mannes.
Ich zum Beispiel leide unter einer Herrentitte. Aber nur links. Durch überzogenen Biergenuss und zu wenig Workout baumelt meine linke Zitze schlaff herunter. Das ist hässlich, keine Frage. Dafür ist meine rechte Brust ganz attraktiv. Seltsamerweise hat das Bier nur in die linken Brust Fett angesetzt. Ich habe es schon mit einer Diät versucht, um meine linke Herrntitte wieder in Form zu bringen. Das hat sogar geklappt, allerdings hat sich dadurch auch meine rechte Brust zurück gebildet. Die war aber schon flach, nun hatte sie sich in meinen Brustkorb zurück gestülpt.
---
In 31 Tagen um die Welt - Teil 6: YAOUNDE
Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, besassen sie die Bibel
und wir das Land. Sie forderten uns auf zu beten. Und wir schlossen die Augen.
Als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt:
Wir hatten die Bibel und sie das Land.
Desmond Mpilo Tutu
Die rote Erde ist überall. Sie klebt an den Autos, an den Schuhen und vermutlich auch am Flugzeug. Das ganze Land Kamerun sieht aus wie ein verwahrloster Tennisplatz. Uneben, überall spriesst Grünzeug aus dem Boden und dazwischen eben diese rote Erde. Die Metapher vom Tennisplatz passt überhaupt zu diesem Land. Umgeben von unendlich vielen Balljungen wohnen die Spieler im Hotelpalast indem ich gerade diese Zeilen verfasse und holen mit Hilfe ihrer Bediensteten das Letzte aus dem Boden heraus.
Dass die Länder im afrikanischen Äquatorgürtel eigentlich die reichsten der Welt sein sollten, sieht man auf den ersten Blick, wenn man die Tabelle der Rohstoffvorkommen betrachtet. Auf die Frage, warum Kamerun in der Rangliste der «pro Kopf Einkommen» am hinteren Ende anzutreffen ist, findet man die Antwort beim Studium der Herkunftsländer der Industriebetriebe.
Die Folgen davon sind offensichtlich. Sowohl das Geld, als auch die Rohstoffe und die Regierungsfamilie zieht es nach Europa. So sehr wir diese Willkommen heissen, umso abweisender reagieren wir auf die Einwohner, die im Sog ihrer Rohstoffe den Weg nach Europa suchen. Wir laufen gerne barfuss über unser Parkett aus Tropenholz, bieten dem Geldfluss unkompliziert Asyl, sparen aber nicht mit harschen Worten und Taten, wenn sich ein Einwohner Kameruns innerhalb unserer Grenzen verirrt, weil er vielleicht einmal seinen Präsidenten aus nächster Nähe betrachten möchte.
---
Die untaugliche Frankenbremse
Der Franke hat eine neue kulinarische Theorie. Je mehr er zum Frühstück äße, behauptet er, desto heißhungriger müsse er sich zwangsläufig aufs Mittagessen stürzen. Anders gesagt: Viel hilft wenig.
Bisher begründete er allerdings die Tonnen an Lebensmitteln, die er zum Lunch in sich hineinschaufelte, stets mit dem genauen Gegenteil: einem höchst kargen Frühstück nämlich, welches lediglich aus einer Tasse Espresso bestanden habe.
Heute früh aber sah man ihn bereits zum Arbeitsantritt mit zwei kapitalen Mettbrötchen von der Größe je eines Turnschuhs ins Büro hetzen. Schon unterwegs hatte er sich gierig in eins verbissen wie ein Zombie in Tine Wittlers Oberschenkel, und am Schreibtisch setzte er diesen unästhetischen Vorgang auf eine Weise fort, deren Beschreibung jeden augenblicklich zum Gebrauch von Kernseife zwänge.
---
Ficken im Feuilleton
Was dem Boulevard die Titten sind, ist dem Feuilleton das Besprechen von als Kunst verbrämter Pornographie. Pimpern passt permanent, Vögeln vinden vir voll vöhn, sei es als Aufhänger für konservative Moralergüsse.
Das Thema Tackern trägt die Leser zum Text. Deshalb heute was übers Bumsen:
Ficken wird so was von überbewertet. Wer auch immer die Idee hatte, dass das zu mehr als nur Fortpflanzung dienen soll, glaubt wohl auch, dass es in Swingerclubs aussieht, wie bei olle Hefner in der Villa. Dieser soziale Druck, beim Nackich-ineinander-Rumfuhrwerken Spaß zu haben, wird uns noch alle fertig machen. Leider sind wir keine Elefanten, bei denen meldet sich der Trieb wirklich nur zur Paarungszeit. Wir haben andere Bedürfnisse und zwingen uns dafür regelmäßig auf die Pirsch nach Frischfleisch. Dabei machen wir uns lächerlich, ziehen uns aus, performen wie der verhinderte Goldjunge Florian am Reck und bekommen am Ende nicht mal Bronze. Im Gegenteil, auf StudiVZ erfährt jeder, dass wir zu früh gekommen sind oder es aus anderen Gründen nicht bringen. Bettgeschichten sind Selbstmord auf Raten.
Zum Glück wurde das Internet erfunden. Hier können wir endlich den lästigten Trieb abschütteln, ohne echte Menschen dazuzuholen. Hier interessiert es niemanden, ob wir wirklich total rasiert sind oder ob das Silikon ist, was da aus dem BH quillt.
---























Wirklich ein guter Mix an Nachrichten heute.