Warum soll Doktor Tod plötzlich für tot erklärt werden
Doktor Tod ist Dr. Aribert Heim geboren 28.6.1914 in Bad Radkersburg, Österreich. Er war auch als "Schlächter von Mauthausen" bekannt und ist einer jener Nazi-Ärzte, deren Gedankengut, zumindest in Teilaspekten, bei einigen Medizinern bis heute noch vorkommt. Deshalb ist es wichtig diesen Fall mit besonderem Augenmerk zu betrachten. Die wesentlichen Elemente seiner Lebensgeschichte sind in Wikipedia sehr ruhig zusammengefasst.
Heim wurde als Sohn eines Polizeibeamten und einer Hausfrau geboren. Er studierte in Graz Medizin, promovierte in Wien zum Doktor der Medizin, seine ärztliche Bestallung erfolgte im Januar 1940. Bereits 1935 war Heim in die zu dieser Zeit in Österreich illegale NSDAP und die SA eingetreten. Nach dem so genannten „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde Heim am 1. Oktober 1938 Mitglied der SS, in der er 1944 den Rang eines SS-Hauptsturmführers erreichte.
Im April 1940 meldete sich Heim freiwillig zur Waffen-SS. 1940 war er Lagerarzt im KZ Sachsenhausen, dann im Juni und Juli 1941 im KZ Buchenwald. Seit April 1941 wurde Heim beim Inspekteur der Konzentrationslager (IKL) geführt. Ab 1. Oktober 1941 war er Lagerarzt im KZ Mauthausen. Eigenhändige Einträge im Mauthausener Operationsbuch dokumentieren seine Tätigkeit im Oktober und November 1941. Nach Zeugenaussagen eines Revierschreibers und eines Operationsgehilfen soll Heim gemeinsam mit dem Lagerapotheker Erich Wasicky hundertfach Juden durch intrakardiale Giftinjektionen (etwa mit Phenol) ermordet haben. Zudem soll Heim zu Übungszwecken, aus Langeweile oder Sadismus Häftlingen bei Operationen Organe entnommen haben. Nach einigen Wochen wurde Heim in ein SS-Lazarett in Wien versetzt.
Am 15. März 1945 wurde Heim von US-amerikanischen Militärs festgenommen und im Kriegsgefangenenlager Ludwigsburg interniert. 1947 arbeitete er im Bürgerhospital im hessischen Friedberg, gleichzeitig spielte er in der Saison 1947/48 Eishockey für den VfL Bad Nauheim. Schon 1938 und auch während seiner Tätigkeit im KZ Mauthausen hatte Heim für Wiener Clubs Eishockey gespielt.
Heim heiratete, ließ sich 1949 als Arzt in Mannheim nieder und bemühte sich mehrfach vergeblich darum, seine österreichische Staatsangehörigkeit abzulegen, um die deutsche zu erlangen.[2] Ab 1954 praktizierte er als Gynäkologe in Baden-Baden. Kurz vor der Vollstreckung eines 1961 in Wien ausgestellten Haftbefehls[ tauchte Heim 1962 unter.
1979 wurde Heim von der Spruchkammer in Berlin zu einer Geldstrafe von 510.000 DM verurteilt, da er durch die Morde im KZ Mauthausen die Herrschaft des Nationalsozialismus in besonderer Weise gefördert habe. Die Verurteilung erfolgte nach dem nur in Berlin aufgrund der damals de facto fortbestehenden Alliierten Kontrollratshoheit gültigen Zweiten Gesetz zum Abschluss der Entnazifizierung. Zur Begleichung der Geldstrafe wurde ein Wohnhaus im Berliner Stadtteil Moabit zwangsversteigert, das sich seit 1958 im Eigentum Heims befunden hatte und dessen Mieteinnahmen bislang dem Flüchtigen zugeflossen waren.
Im Rahmen der Operation Letzte Chance, bei der die letzten noch lebenden nationalsozialistischen Kriegsverbrecher aus der Zeit des Nationalsozialismus gefasst werden sollen, sucht das Simon Wiesenthal Center nach ihm. Im Oktober 2005 verdichteten sich Hinweise, dass er an der spanischen Mittelmeerküste nahe Dénia lebe. Über einen Freund der Familie (vermutlich Fritz Steinacker, Rechtsanwalt aus Frankfurt am Main, ehemaliger Verteidiger bei den Nürnberger Prozessen und im Frankfurter Auschwitz-Prozess, jeweils zusammen mit Laternser) flossen wiederholt größere Beträge in diese Region sowie auch nach Dänemark, angeblich zu Investitionszwecken. Es gab Hinweise, dass Heim Ende Oktober 2005 nach Bekanntwerden genannter Vermutungen über Madrid nach Südamerika flüchtete. Anfang 2006 wurde er in Chile vermutet, wo seine Tochter Waltraud seit Beginn der 1970er Jahre lebt. Im April 2008 legte das Simon Wiesenthal Center 2008 eine neue Liste vor, auf der SS-Arzt Aribert Heim als der weltweit meistgesuchte nationalsozialistische Kriegsverbrecher geführt wurde.
Seinen Taten im KZ Mauthausen sei noch hinzuzufügen, dass er den Häftlingen Organe entnahm und amputierte ohne dabei Betäubungsmittel einzusetzen. Es gibt Berichte über die Schreie, aber viel schlimmer ist das Entsetzen, das auch heute noch in den Augen jener zu lesen ist, wenn sie über das, was sie hörten berichteten.
Deshalb ist es folgerichtig vom Jerusalemer Wiesenthal-Zentrum einen letzten Versuch zu unternehmen Aribert Heim doch noch festnehmen zu lassen. Wie auch immer er es geschafft haben mag, sich aus der amerikanischen Gefangenschaft zu lösen, ob aus Fahrlässigkeit oder gegen Geld, ist heute zweitrangig. Seine Taten sind so unvorstellbar grausam, dass einfach nicht nachgelassen werden kann und darf. Es ist all die Jahre über leider viel zu wenig, gerade von deutscher Seite getan worden.
Für die Häftlinge im Konzentrationslager Mauthausen war er „Doktor Tod“. Dr. med. Aribert Heim, gebürtiger Österreicher und Mitglied der Waffen-SS, stand seinem sadistischen Kollegen Josef Mengele im Lager Auschwitz in nichts nach. Während seines zweimonatigen Aufenthalts in Mauthausen 1941 injizierte er Hunderten Häftlingen Benzin oder Gift direkt ins Herz und nutzte eine Stoppuhr, um festzustellen, wie rasch sie starben. Mit Amputationen ohne Narkose wollte Heim zudem herausfinden, wie viel Schmerz ein Mensch ertragen kann. „Von all den Lagerärzten in Mauthausen war Heim mit Abstand der schrecklichste“, sagte Karl Lotter, ein politischer Häftling, der im Lagerlazarett arbeiten musste, nach dem Krieg.
Egal ob die Mittel für den Lebensunterhalt über den Rechtsanwalt Fritz Steinacker aus Frankfurt oder über Gudrun Burwitz, der Tochter von SS-Chef Heinrich Himmler stammen, die von München aus den Verein „Stille Hilfe“ leitet, der ehemalige SS-Mitglieder in Notlagen unterstützt, muss die Quelle wohl aus dem Vermögen Heims stammen. Aufgrund der Summen um die es gehen soll, ist anzunehmen das, neben dem Berliner Konto noch eine Reihe nicht entdeckter Konten Heims in Deutschland und anderswo existieren.
In der Hafenstadt Puerto Montt lebt Heims Tochter Waltraud, die Zuroff rund um die Uhr beobachten lässt, denn er ist überzeugt davon, dass Heim nicht ohne fremde Hilfe leben kann. Es war auch die Tochter, die 1993 versuchte, an das Konto des Vaters bei der Sparkasse Berlin heranzukommen, angeblich weil der Inhaber verstorben war. Die Bank weigerte sich, weil kein amtlicher Totenschein vorgelegt wurde. Da die stattliche Summe von 1,2 Millionen Euro noch immer unangetastet auf dem Konto liegt und Zinsen abwirft, ist Fahnder Zuroff überzeugt davon, dass Heim noch lebt.
Schon 1993 stellte sich die Frage nach dem Totenschein. Nun nachdem Efraim Zuroff einen "letzten Versuch" gestartet hat, Dr Aribert Heim doch noch zu fassen, passiert etwas sehr seltsames.
Rüdiger Heim, der Sohn des meistgesuchten Nazi-Verbrechers, möchte seinen unauffindbaren Vater für tot erklären lassen. Dabei geht es um viel Geld.
In einem Interview mit «Bild am Sonntag» erklärt Rüdiger Heim, er wolle seinen Vater Aribert Heim für tot erklären lassen. Zurzeit kläre er mit seinem Anwalt ab, ob man Aribert Heim als «verschollen» erklären lassen kann, obwohl es keine Leiche, keinen Totenschein und kein Grab gibt.
Auf dieser Weise könnte er endlich über das Geld verfügen, das aus dem Verkauf eines Hauses des Nazi-Verbrechers stammt. Auf diesem Konto, von dessen Existenz Heim Junior erst seit 1997 weiss, liegen 1,2 Millionen Euro. Das Konto ist allerdings vom Staat gesperrt und wird von einem Treuhänder zwangsverwaltet.
Rüdiger Heim will dieses Geld spenden, behauptet er im Interview, «für die historische Aufarbeitung der Leiden, die im KZ Mauthausen geschehen sind». Er selber distanziert sich vehement von den schrecklichen Taten seines Vaters.
Ja, das könnte ein guter ehrenhafter Grund sein, seinen Vater für tot erklären zu lassen.es könnte allerdings auch ganz anders sein.
"Doktor Tod" hat ein Konto in Deutschland
Der "Schlächter von Mauthausen", auch als "Doktor Tod" bekannt, ist seit 46 Jahren auf der Flucht. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum sucht den KZ-Arzt Aribert Heim seit Jahren. Jüngste Spuren führen nach Südamerika. Dort läuft nun die letzte große Fahndung nach dem NS-Verbrecher. Bislang kamen die Fahnder stets zu spät.
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So stießen deutsche Ermittler vor gut vier Jahren auf ein Konto der Sparkasse Berlin. Kontostand: 1,2 Millionen Euro. Kontoinhaber: Aribert Heim. Daneben sind für den Verschollenen noch 800.000 Euro in Wertpapieren angelegt. Wäre er tot, hätten die Erben das Vermögen abrufen können. Nur eine Sterbeurkunde wäre nötig. Doch die fehlt bis heute. Stattdessen werden die Gelder von einem Vermögensverwalter gehütet. Und es wird noch skurriler: Ein Anwalt arbeitet noch für Heim. Beim Finanzamt Berlin ist ein Steuerstreit anhängig, bei dem es nicht etwa darum geht, ob der Altnazi noch lebt, sondern nur, ob er im In- oder Ausland steuerrechtlich ansässig ist.
Was ich nicht begreife ist, dass der deutsche Staat das Konto nicht sofort beschlagnahmt und verlangt das Aribert Heim nach Deutschland kommt um sich zu erklären. Wenn er das nicht innerhalb von vier Monaten macht, muss das Geld an den Staat fallen, der es z.B, für die Opfer die noch in Israel leben weiterleiten kann.
Mit 94 Jahren könnte Heim natürlich wirklich tot sein. Allerdings ist er schon ein bisschen oft gestorben.
Denn glaubt man einem israelischen Offizier, wurde Heim schon 1982 in Kanada exekutiert. Auch die beiden noch in Deutschland lebenden Söhne beteuern, der Vater sei tot. Doch nach ihrer Version ist Heim Anfang der 90er-Jahre in Argentinien eines natürlichen Todes gestorben.
Wer öfter gestorben ist gewöhnt sich vielleicht daran und lebst deshalb länger. Aber auch wenn nicht. Ein Totenschein Aribert Heims wäre schon eine praktische Sache. Selbst wenn man das Berliner Konto verloren geben müsste. Der Vermögensverwalter wird sicherlich mehr als die 2 Millionen Euro da auf diesem einen verwaltet, könnte als Treuhänder wirklich etwas spenden und dafür die anderen Konten freigeben. Mit so einem Totschein käme man an alles Geld was Heim gebunktert hat.
Die Bundesrepublik Deutschland braucht keinen Totenschein. Sie sollte das Vermögen einfach einziehen und abwarten was passiert. Außerdem müsste Der Rechtsanwalt der Heim vertritt doch eine Vollmacht haben. Von wem mag die wohl sein und ist sie überhaupt gültig. Wer sagt übrigens dass der Sohn Heims entscheiden soll, was mit dem Geld passiert. Dafür gibt es sicherlich kompetentere und vor allem befugtere Menschen.
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