... dann denke ich immer daran wie schade es doch eigentlich um die SPD ist. Wie konnte das nur passieren, dass die größten Pfeifen, wie Clement und Steinbrück, es in der Sozialdemokratie so weit bringen konnten. Aber dann tröste ich mich. Das alte Lied gibt es ja immer noch. Es hat soviel überlebt. Es überlebt auch die neoliberale SPD und die Leute die sie vernichten. Es wird auch den Oskar und Greogor überleben die würdevolle Erben der SPD sind und für die Macht auch alles tun werden.
Die Ypsilanti mag in Hessen nicht die beste Figur machen. Aber wenn ein führender SPD-Onkel - den nenne ich nicht Sozialdemokrat, den benenne ich lieber gar nicht - alles tut, um eine SPD-geführte Regierung in Hessen, zugunsten einer Regierung Koch zu verhindern, dann ist klar wo bei der SPD der Wurm drin steckt.
Sie beginnt, wie alter Fisch, am Kopf zu stinken. Dort stinkt sie aber schon so lange, das es schon über den ganzen Fisch übergangen ist. Da lässt sich nicht einmal die Schwanzflosse retten, um Pfeile zu befiedern. Nein, die SPD muss niemanden mehr ausschließen. Sie kann sich nur noch auflösen. Ich beneide allerdings die Leute nicht, die den Kadaver wegräumen müssen.
Frei nach Heraklit, wonach alles im Fluss ist, schlage ich statt "Selbstauflösung" die Fusion mit der Christlich Demokratischen Union Deutschlands vor.
Die weiß nämlich bestens, wie man mit "stinkenden Kadavern" umzugehen hat.
Vor allem besonders lustig finde ich, dass in der SPD manche immer noch nicht begreifen wollen was da eigentlich genau schief läuft. Als ehemaliges Mitglied könnte ich darüber lange genug referieren was mich dazu getrieben hat mein Parteibuch zurück zu geben und ich kann nur zynisch darüber lachen, wenn manche gerade von Steinbrück und Clement so reden, als wären sie die Retter der Sozialdemokratie. In Wirklichkeit sind die Totengräber dieser Partei, die spätestens seit der Agenda 2010 faktisch im Koma liegt und durch ihr Mitwirken an der inhumanen Politik der Union sich selbst letztendlich ad absurdum geführt hat.
Für mich ist die Sozialdemokratie als Ideologie deshalb noch lange nicht tot, aber die Partei, die sie unter die Menschen gebracht hat, hat ihre eigenen Ideale verraten und ihre Basis gleich mit. So schade ich es auch finde, dass eine so alte sozialdemokratische Partei immer mehr ihren Status als Volkspartei verliert, ab nach all dem haben ihre Protagonisten es einfach nicht besser verdient.
In Hessen wird jedes Parteimitglied rausgeschmissen, das intelligenter als Ypsilanti ist. Und das sind in dem Fall sehr viele Neumitglieder bei der LINKE.
@Jochen: Jo, so sehe ich das mittlerweile auch, weil man einfach so kaum eine glaubwürdige sozialdemokratische Politik machen kann.
@Aristoteles: Ich habe ein Problem mit der Linken, auch wenn ich echte Schadensfreude jedes Mal empfinde, wenn sie in die westdeutschen Landtage stürmt und das Theater in Hessen, einfach nur herrlich. Der Umgang mit der Linkspartei seitens der Union und der SPD ist total schändlich, denn man tut hier so, als ob die Wähler der Linkspartei alle nicht ganz bei Trost wären und zeigt aber damit das verquerte Verhältnis einiger Politiker dem Volkswillen gegenüber, aber keiner macht sich nur ansatzweise darüber Gedanken warum die Linkspartei so erfolgreich darin ist Wähler zu mobilisieren - dabei sind sie die Einzigen, die es überhaupt noch schaffen. Wenn dann noch die Union mit den Gedanken spielt sich der NDP zu zuwenden, dann fällt mir dazu wirklich nichts mehr ein... ausser, dass es nun endlich für alle klar ist, welche faschistischen Tendenzen diese Partei hat.
Nun, wie schon gesagt, ich habe zu der Linken ein etwas gespaltenes Verhältnis, liegt ein wenig an der Person von Oskar Lafontaine, aber mehr noch daran, dass einige dort sich z.B. nicht wirklich zu dem antidemokratischen Konglomerat der EU distanzieren. Wer aber heute in der allgemeinen Politiklandschaft etwas verändern will, muss in diese verkrusteten und vom Lobbyismus zersetzen Strukturen eingreifen und diese massiv bekämpfen. Ansonsten hat man nämlich am Ende das gleiche Spiel, nur in tiefrot, aber verändert hat damit noch lange nicht viel, denn viele Probleme, die wir heute haben, haben ihr Zentrum in Brüssel und nicht in Berlin.
Die weiß nämlich bestens, wie man mit "stinkenden Kadavern" umzugehen hat.
Für mich ist die Sozialdemokratie als Ideologie deshalb noch lange nicht tot, aber die Partei, die sie unter die Menschen gebracht hat, hat ihre eigenen Ideale verraten und ihre Basis gleich mit. So schade ich es auch finde, dass eine so alte sozialdemokratische Partei immer mehr ihren Status als Volkspartei verliert, ab nach all dem haben ihre Protagonisten es einfach nicht besser verdient.
Da haben wir die gleiche Erfahrung gemacht.
In Hessen wird jedes Parteimitglied rausgeschmissen, das intelligenter als Ypsilanti ist. Und das sind in dem Fall sehr viele Neumitglieder bei der LINKE.
@Aristoteles: Ich habe ein Problem mit der Linken, auch wenn ich echte Schadensfreude jedes Mal empfinde, wenn sie in die westdeutschen Landtage stürmt und das Theater in Hessen, einfach nur herrlich. Der Umgang mit der Linkspartei seitens der Union und der SPD ist total schändlich, denn man tut hier so, als ob die Wähler der Linkspartei alle nicht ganz bei Trost wären und zeigt aber damit das verquerte Verhältnis einiger Politiker dem Volkswillen gegenüber, aber keiner macht sich nur ansatzweise darüber Gedanken warum die Linkspartei so erfolgreich darin ist Wähler zu mobilisieren - dabei sind sie die Einzigen, die es überhaupt noch schaffen. Wenn dann noch die Union mit den Gedanken spielt sich der NDP zu zuwenden, dann fällt mir dazu wirklich nichts mehr ein... ausser, dass es nun endlich für alle klar ist, welche faschistischen Tendenzen diese Partei hat.
Link dazu: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/cdu-will-npd-einbinden/
Nun, wie schon gesagt, ich habe zu der Linken ein etwas gespaltenes Verhältnis, liegt ein wenig an der Person von Oskar Lafontaine, aber mehr noch daran, dass einige dort sich z.B. nicht wirklich zu dem antidemokratischen Konglomerat der EU distanzieren. Wer aber heute in der allgemeinen Politiklandschaft etwas verändern will, muss in diese verkrusteten und vom Lobbyismus zersetzen Strukturen eingreifen und diese massiv bekämpfen. Ansonsten hat man nämlich am Ende das gleiche Spiel, nur in tiefrot, aber verändert hat damit noch lange nicht viel, denn viele Probleme, die wir heute haben, haben ihr Zentrum in Brüssel und nicht in Berlin.