Kurzkommentar 2008-08-30
• USA - das große Wirtschaftswunder
• Kaukasuskonflikt - China versagt Russland Rückendeckung
• Der Mohnanbau in Afghanistan geht zurück
• Ulfkotte zeigt nochmals seine Unkenntniss
• Drohkulisse: Russland setzt auf die Ölkarte
USA - das große Wirtschaftswunder
Nein, liebe Leser, Sie haben richtig gesehen und gelesen. Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal gewachsen. Die Nachrichten aus der realen Welt erzählten zwar von ganz anderen Dingen, aber dank offenbar betrunkener Taschenrechner hat man eine fabelhafte Zahl aus dem Hut der bunten Hasen gezaubert und den Dow Jones einen Schubs nach oben verpasst. Vielleicht hat man sich einfach ver-rechnet. Doch der S&P500 hat sich schnell ein Bullenhorn aufgesetzt und die Bären in die Flucht geschlagen. Der Tag scheint gerettet. Wir lesen auf yahoo.de
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte auf Jahresbasis um 3,3 Prozent zu, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag in einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Berechnung war von 1,9 Prozent ausgegangen worden. Ökonomen hatten erwartet, dass die US-Regierung diese Zahl auf 2,7 Prozent nach oben korrigiert. Im ersten Quartal war die Wirtschaft um 0,9 Prozent gewachsen.
Das Zauberministeriun führt diese Daten vor allem auf Rekordexporte (+13%) und eine vorübergehende (???) Stimulierung durch Steuerrückzahlungen im Rahmen des Konjunkturprogramms der Regierung zurück. „Die Daten sind besser als erwartet“, kommentierte HSBC-Volkswirt Stefan Schilbe. „Das ist aber nur ein Strohfeuer, das von dem Konjunkturpaket der US-Regierung ausgelöst wurde.“
Man sollte den Artikel von Frank Meyer ungebedingt ganz lesen. Das ist nicht mehr zum Kopfschütteln, das ist zum Haare ausreißen. In der Fachpresse sind die meisten zu feige um überhaupt einmal nachzufragen. Soviel Glauben findet man selbst in den Kirchen nicht mehr.
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Kaukasuskonflikt - China versagt Russland Rückendeckung
Die im Schanghaier Kooperationsrat (SCO) vereinte Gruppe verabschiedete am Donnerstag bei einem Treffen in Duschanbe eine Erklärung, in der sie die Achtung der territorialen Integrität eines jeden Staates fordert und die Anwendung militärischer Gewalt in Georgien verurteilt.
Zugleich kritisierte die chinesische Regierung Russland für die staatliche Anerkennung der abtrünnigen georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien. China nahm auch erstmals öffentlich zum Kaukasuskonflikt Stellung. Die Regierung sei "besorgt über die jüngsten Änderungen in Südossetien und Abchasien", erklärte das Außenministerium in Peking. "Wir hoffen, dass die Konfliktparteien die Fragen angemessen und im Dialog lösen."
Damit ist es jetzt quasi amtlich. China wird die zweite Front gegen Russland eröffnen sobald die USA den Krieg beginnen. China ist damit nicht gut beraten, hat aber keine andere Chance, da es Öl und Rohstoffe braucht, die es nur von Russland rauben kann. Für die USA ist das ein guter Weg, da China und Russland geschwächt werden.
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Der Mohnanbau in Afghanistan geht zurück
Die Vereinten Nationen bezeichnen 18 von 34 Provinzen als opiumfrei
Druck auf die Bauern und eine grosse Trockenheit haben im Jahr 2008 den Mohnanbau in Afghanistan erheblich schrumpfen lassen. Die Drogenwirtschaft konzentriert sich laut der Uno noch stärker auf die Provinzen, in denen die Taliban ihre Hochburgen haben.
Gute Nachrichten aus Afghanistan sind derzeit selten. Eine Ausnahme macht der Uno-Drogenbericht für das Jahr 2008: Danach ging die Anbaufläche für Schlafmohn in den letzten zwölf Monaten um fast ein Fünftel zurück. Der historische Höchststand betrug 193 000 Hektaren im Jahr 2007, unterdessen dienen nur noch 157 000 Hektaren der Produktion von Opium. Da jedoch der Ertrag pro Fläche im gleichen Zeitraum stieg, nahm die Opiumgewinnung nur um 6 Prozent ab, von 8200 auf 7700 Tonnen.
Ja. Das ist einge gute Nachricht. Wenn die 18 Provinzen opiumfrei wären und nicht als solche bezeichnet würden, wenn es die Trockenheit nicht gegen hätte und wenn der Rückgang der Produktion signifikant gewesen wäre. So bleibt nur die Botschaft, das die Taliban 14 von 34 Provinzen kontrollieren, was einem so auch noch keiner gesagt hat.
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Ulfkotte zeigt nochmals seine Unkenntniss
Gestern veröffentlichte Die Welt (Debatte) Folgendes:
Gastkommentar
Dulden wir die Islamisierung Europas?
(539)
Von Udo Ulfkotte
28. August 2008, 06:45 Uhr
Vor wenigen Tagen wurde in Ingelheim eine neue Moschee eingeweiht. Bundestagsabgeordnete und Kirchen applaudierten bei der offiziellen Festveranstaltung. Daran merkt man, wie gering die Kenntnisse über den islamischen Kulturkreis auch nach Jahrzehnten der Zuwanderung inmitten Europas noch sind.Die in Ingelheim frisch eingeweihte und von Politikern und Kirchenvertretern euphorisch gefeierte Moschee heißt „Fatih-Sultan-Moschee“. Der Name ist wohl nicht „zufällig“ gewählt.
Der türkische Sultan Mehmet II. trug den Beinamen „Fatih“ („der Eroberer“). Im Jahre 1453 hat dieser Christenhasser das bis dahin christliche Konstantinopel überrannt, alle Christen zusammentreiben, pfählen und köpfen lassen. Er zerstörte das christliche Byzantinische Reich. Das von ihm angeordnete Blutbad war grauenvoll.
Udo hat sich wieder einmal geirrt. Der Sultan Mehmet II war ein echter Renaissance-Fürst. Er hat nicht, wie die Kreuzfahrer im Jahre 1204, die Stadt geplündert, sondern de Christen in Ruhe gelassen, wie die Juden und anderen Einwohner der Hauptstadt des christlichen Ostens. Ulfkotte wird sich nicht entschüldigen. Er verwendet die Lüge wie er es andern Journalisten ("So lügen Journalisten", 2000) nachgetragen hat.
Ulfkotte hat bei der "Welt" Raum bekommen, um sein neues Buch, das (mit Verspätung) am 1. September erscheinen soll, zu vermarkten. Das Buch soll heissen:: „SOS Abendland – Die schleichende Islamisierung Europas“. Die erst gewählte Titel war: "Europa kapituliert vor dem Islam", aber das war zuviel wie Broders "Hurra wir kapitulieren!". Islambasher unter einander...
Wie mehrere Kommentatoren in der Debatte gesagt haben, ist es skandalös, dass "Die Welt" dem Ulfkotte veranlasst hat seinen Lügen und Panikerregenden Erörterungen zu veröffentlichen.
Ich glaube übrigens nicht das es um Udo Ulfkottes Unkenntnis geht. Es geht ihm viel mehr darum mit seiner Islamophobie richtig Geld zu verdienen. Indem er in den Niederungen der CDU - die sich jetzt wohl mit der gleichgesinnten NPD verbrüdern will - ständig Angst und Hass gegen Muslime schürt, oder dies auf seinen und anderen Websites tut, schafft er ein Klima der Angst, das ihm hilft, sich zum einen als Sicherheitsexperte zu vermarkten und zum anderen als Buchautor von relativ kruden Werken zu Autorenhonorar bringt.
Es ist wohl nur zum kleineren Teil Gesinnung, der größte Teil ist Geschäft. Das geht auch gut auf, weil die Islamophoben und zumeist ja auch gleichzeitig Homophoben, nicht sonderlich intelligent sind. Das ist aber üblich dort, wo Wissen durch Vorurteil ersetzt wird.
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Drohkulisse: Russland setzt auf die Ölkarte
Die Regierung in Moskau habe mindestens einen der Ölkonzerne des Landes aufgefordert, sich auf eine Verringerung der Durchleitung ab Montag vorzubereiten, berichtete das britische Blatt "Daily Telegraph" am Freitag unter Berufung auf eine hochrangige Person aus der Branche. Es seien bereits Berichte im Umlauf, dass die Lieferungen nach Polen und Deutschland über die Pipeline Druschba eingeschränkt werden könnten und führende Vertreter des Lukoil-Konzerns darüber informiert worden seien.
Ein Vertreter des Unternehmens erklärte der Zeitung zufolge nichts von Plänen für eine Lieferkürzung zu wissen. Das russische Präsidialamt habe sich nicht dazu äußern wollen, berichtete das Blatt weiter. Die französische EU-Präsidentschaft hatte am Donnerstag erklärte, auf dem Georgien-Sondergipfel der Europäischen Union am Montag werde auch über Sanktionen gegen Russland beraten. Die EU und die USA haben Russland wegen seines militärischen Vorgehens gegen Georgien und der Annerkennung der abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien scharf kritisiert.
Ja wie denn nun. Die USA und Israeli bringen Georgien soweit, dass es zwei unabhängige Gebiete überfällt die nur deshalb mal bei Georgien waren, weil es im stalinistsichen Russland für Georgien nichts gab, was es nicht bekommen hätte. Stalin war Georgier, aber Abchasien und Südossetien nie Teil von Georgien, außer unter der sowjetischen Diktatur. Außerdem muss das, was für das Kosovo recht und billig war, auch für andere Regionen gelten.
Warum Russland den frechen Polen, die Russland bestrafen wollen Öl oder den dummen Balten die das ebenfalls wollen Öl und Strom liefern soll, ist nicht ersichtlich. Sollen die Balten sich doch eine Stromleitung aus den USA legen lassen und die Polen ihr Öl dort kaufen. Dann ist die Freundschaft sehr schnell zu Ende.
Das Deutschland das Wendehals Merkel und Bürokrat Steinmeier vertreten kläfft doch nur aus dem Darmausgang von Bush. Warum einem kläffenden Pfurz Öl und Gas liefern, das man anderswo teurer verkaufen kann.
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Guck dir mal genau an wohin die Pipelines laufen, Richtung Westen.
Unsere Wirtschaft ist auf das russische Öl und Gas angewiesen, genau wie die Wirtschaft Russlands auf das Geld für dieses Öl und Gas. Einfach alle Hähne zudrehen können sich die Russen nicht leisten.
Die Lieferungen Richtung China und Indien erfolgen meist per Bahn und das bietet bei Weitem nicht die Kapazitäten von Pipelines.
Ja woher hat denn der Westen vor dem Fall vom Eisernen Vorhang sein Öl und Gas bezogen, wo vor allem in nicht unwichtigen Teilen die Gastrasse (Druschba) die durch die DDR gebaut wurde, noch nicht fertig war? Da musste es doch auch gehen und es ging und wie. Der Westen war doch nicht auf die Bodenschätze der bösen kommunistischen Russen (der ja jeden Tag auf's neue vor der Tür stand) angewiesen!
Als aber die Rohstoffe nicht mehr für ein Appel/Ei zu haben und die ersten Energiekrisen da waren, gab's auf einmal eine politische Wende im Ostblock, an die vorher niemand nie und nimmer gelaubt hat...
Nun kann es aber nicht schon wieder eine Wende geben, oder?
Du erwähnst es ja auch selbst. Die Nachfrage ist in den letzten 20 Jahren enorm gestiegen und am Ende wird Deutschland halt mehr für russische Rohstoffe zahlen, schon alleine weil es der bequemste/direkteste Weg der Beschaffung ist.
Aber letzendlich müssen wir vollständig von den fossilen Energieträgern los kommen.
die (bisher) größte Moschee Deutschlands, in Mannheim (und die in Essen), sind beide nach einem Massenmörder aus dem Mittelalter benannt, "Sultan Selim der I.", auch genannt, "Yavuz der Grausame".
Er hat mindestens 40.000 Menschen auf dem Gewissen, hauptsächlich Aleviten - und ließ sogar seine eigenen Brüder, Neffen und vier seiner Söhne umbringen.
Wie kann man eine KIRCHE nach einem solchen Schlächter benennen?
Aber noch besser ist: bei der Eröffnung verkauften die "Grauen Wölfe" Hitlers "Mein Kampf" auf türkisch. Nur ein Narr kann glauben, daß so etwas der "Völkerverständigung" dient.
Tatsächlich ging es natürlich nicht um Religion sondern nur um Politik. Die Aleviten hatten nicht nur den falschen schiitischen Glauben, sondern sie hatten auch zuviel Einfluss. Außerdem wollte Selim Persien unterwerfen und konnte eine starke alevitische Minderheit in seinem Rücken nicht gebrauchen. Den Päpsten ging es bei ihren Kriegen mehr darum ihr ausschweifendendes Leben zu bewahren.
Die Moschee in Mannheim wird dir sicherlich gerne Auskunft geben warum sie sich nach diesem Selim benannt hat. Wahrscheinlich wegen seiner Ausweitung des osmanischen Reiches. Er war da ja sehr erfolgreich. http://www.ditib-ma.de/moschee/index.html
Deine Behauptung mit den grauen Wölfen lässt sich nicht verifizieren, sie haben aber sicher nichts mit der Moschee zu tun, sondern sind wie die Nazis bei uns, Scheiße am Schuh, die man nicht los wird.
Ich finde es übrigens gut das die Mannheimer eine deutsche Website haben und selber Sprachkurse anbieten.
Du solltest einfach weniger bei Ulfkotte und seinen Genossen lesen. Die sind nicht gut für deine Ansichten.