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• Bürgerjournalismus'
• Helferlein Rechtschreib
• Der beste Freund des Menschen
• So lügt Udo Ulfkotte
• Sie hatte zehn Taschen
'Bürgerjournalismus'
Alle paar Wochen stürzt sich die Presse auf die 'böse' Bloggerszene. Sie versuchen die Blogger als Dilettanten zu bezeichnen. Die wenigsten Blogger sind Didaktiker oder Journalisten. Ich gehe davon aus, dass sie den Anspruch nicht haben. Die Bloggerszene konnte nur deshalb entstehen, weil die Bürger gemerkt haben, dass die Medien einseitig berichten, entscheidende Dinge in der Berichterstattung 'vergessen' werden, wichtige Themen vernachlässigt oder wenig behandelt werden. Frei nach dem Motto: das Volk darf zwar alles essen, aber nicht alles wissen.
Dass die Blogger die gleichen Fehler wie die Presse machen, ist nicht abzustreiten. Vor Einseitigkeit sind wir alle nicht gefeit. Der Vorteil bei den Blogs ist aber, dass die Kommentatoren meistens ergänzen, was der Schreiber vergessen oder übersehen hat und die Blogger diese Anregungen und die Kritik einstellen. Gerade durch die Ergänzungen in den Kommentaren kommt eine Fülle von Informationen zustande. So wie ich der Presse noch längst nicht alles glaube, was sie schreibt, handhabe ich das bei den Politikbloggern. Aus den vielen verschiedenen Informationen (Presse und Blogs) und den automatisch eingebauten Meinungen, muss sich jeder selber die entscheidenden Info's filtern und für sich verwerten und bewerten.
Indem die Presse Online gegangen ist, hat sie sich selbst ein Bein gestellt und ihre eigene Konkurrenz geschaffen. Bei den leerer werdenden Konten und Geldbörsen, bedingt durch die enormen Lebensmittel- und Energiekosten, wundert es nicht, dass die Menschen sparen und ihre Info's gratis aus dem Netz beziehen. Die Schuld einseitig den Bloggern zuzuweisen, wäre falsch.
In einem Artikel in 'Zeit online' bestätigt sich das, was ich in meinem letzten Beitrag zu dem Thema ironisch angedeutet hatte. Die 'seriöse' Presse fürchtet die Bloggerkonkurrenz. Die Auflagenzahlen der Tageszeitungen gehen kontinuierlich zurück. Weiterlesen bei Kinder-Alarm
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Helferlein Rechtschreib
Heute hat das Helferlein eine besonders schwere Aufgabe. Und diese lautet kompakt formuliert: Spandau
Im Fall von Spandau ist es nämlich besser, wenn man das nicht kennt.
Als es die Mauer noch gab, sagten wir immer "Spandau - das ist Westdeutschland in Berlin". Gemeint war: Die Spandauer könnten das ganze Phänomen "Provinz" überhaupt erst erfunden haben, jedenfalls würde ihnen das ähnlich sehen. Und im Gegensatz zur Provinz machen sie darin keine halben Sachen.
Spandau, das ist ein besonders schlimmer zurückgebliebener Vorort - und man ist stolz darauf. Leider gehört Spandau zu Berlin, zumindest postalisch, auch steuerlich und sonst verwaltungstechnisch.
Intellektuell befindet sich Spandau etwa auf der Höhe der Kaiserzeit (deutsche Kaiser, nicht römische) und wenn es ein unsympathisches Nachbarland gäbe, an das man Spandau zum Selbstkostenpreis abgeben könnte, würden das viele Berliner gerne tun. Bedauerlicher Weise ist das einzige verfügbare unsympathische Nachbarland Brandenburg ("die neue DDR") nicht blöd genug dafür. Clever wie sie waren haben die Brandenburger damals auch die Vereinigung mit Berlin abgelehnt. Wahrscheinlich haben sie geahnt, dass sie mit Berlin unweigerlich auch Spandau bekommen würden. Weiterlesen bei GOLDFISCHLI
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Der beste Freund des Menschen
Manchmal spürt unser Hund instinktiv, Herrchen könnte jetzt Ruhe brauchen, um sich zu konzentrieren. Etwa auf einen Text, dessen Deadline mit mörderischem Tempo näherrückt. Ich starre auf den Monitor, sehe eine hakelige Stelle, zwei Gedankengänge in aufeinanderfolgenden Absätzen, denen irgendwie noch die gemeinsame Klammer fehlt. Ich webe im Geiste Wortverbindungen, versuche Sinnlöcher zu stopfen, ich suche nach dem Wort, das die Brücke zwischen den Kerngedanken der beiden Absätze tragen kann, ich weiß, gleich fällt es mir ein...
...und was macht der Hund?
Der trippelt in einer Tour durch die Wohnung, hin und her, getrieben wie von einem Zehnerpack Duracell-Batterien, er legt sich kurz ins Körbchen, springt wieder heraus, die Pfoten setzen ihr unermüdliches Trippel-Trappel übers Parkett fort, dann geht es (mal wieder) in die Küche, es könnte sich ja im Fressnapf in der Zwischenzeit irgendeine interessante Veränderung ergeben haben. Dem ist aber nicht so, Abendmahlzeit ist ja auch erst anderthalb Stunden her, und der nächste Versuch, im Körbchen zur Ruhe zu kommen, endet genau schnell wie der vorherige: Trippel, Trappel, Trippel, Trappel. Und muss ich erwähnen, dass es keine Stunde her ist, seit wir zuletzt Gassi waren? Doch, pst, eben kommt anscheinend die Wanderung doch zu einem vorläufigen Ruhepunkt. Diesen Moment muss ich nutzen, also weiter im Text. Weiterlesen bei "Die dunkle Seite"
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So lügt Udo Ulfkotte
Vor zwei Wochen hat sich die britische Boulevardzeitung „The Sun” bei Arunas Raulynaitis entschuldigt. Im März hatte sie unter der Überschrift „Everyone off my bus, I need to pray” berichtet, dass der muslimische Londoner Busfahrer seine Fahrgäste aufgefordert habe, seinen Bus zu verlassen, damit er beten konnte. Und dass sich die Fahrgäste hinterher geweigert hätten, wieder einzusteigen, weil sie gesehen hätten, dass er einen Rucksack dabei hatte, und ihn für einen potentiellen Attentäter gehalten hätten.
Nun räumte die „Sun” öffentlich ein, dass ihre Verdächtigungen „komplett unwahr” waren:
Mr Raulynaitis is not a fanatic and he did not ask passengers to leave his bus to allow him to pray.
In fact, he was praying during his statutory rest break.
(Herr Raulynaitis ist kein Fanatiker und hat die Fahrgäste nicht dazu aufgefordert, den Bus zu verlassen, damit er beten konnte.
In Wahrheit hat er während seiner gesetzlich vorgeschriebenen Pause gebetet.)
Aber wer glaubt schon, was ein im Zweifel rassistisches und notorisches Lügenblatt wie die „Sun” schreibt?
Udo Ulfkotte. Udo Ulfkotte, Autor des Buches „So lügen Journalisten”. Ex-FAZ-Redakteur, Möchtegern-Politiker, Islam-Kritiker, Kreuzretter, Seher des bevorstehenden Untergangs des Abendlandes. Weiterlesen bei Stefan Niggemeier
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Sie hatte zehn Taschen
Eigentlich wollte ich diesen Eintrag mit einer ausufernden Selbstbeschimpfung beginnen. Ich plante mich Noppensohle zu nennen, alternativ auch Rumpelhirn und Leergutverwalter, Intelligenzlemming, IQ-Funzel, Hirnrisspfleger und Glatzenbatzen.
Dann entschied ich mich doch dafür, damit erst mal zu warten, und lieber mit dem Essen bei Senait anzufangen. Während sie uns meisterlich bekocht (Viktoriabarsch), lasse ich ihren Sohn immer wieder Richtung Decke fliegen. Der Kleine quiekt vor Glück – genau wie ich nur wenige Stunden später, aber aus ganz anderen Gründen.
Bei Esprit in der Mönckebergstraße plane ich eine Jacke zu kaufen. Mein wichtigstes Jackenkaufkriterium, welches sich übrigens exakt deckt mit meinem wichtigsten Hosenkaufkriterium, ist folgendes: viele Taschen. Und Esprit hatte mich per Mail mit der Aussicht auf zehntaschige Jacken in die Mö gelockt. Zehn Taschen!
Trunken vor Vorfreude radle ich hin und probiere eine um die andere Jacke an, doch jede hat irgendeinen Makel. Weiterlesen bei "Die Rückseite der Reeperbahn"
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