Kurzkommentar 2008-09-02
• Bye-bye Israel, hello USA
• Notenbanken ermöglichen liquideren Geldmarkt
• Vorstände stimmten gegen Verkauf
• Putin will Usbekistan von West-Kurs abbringen - „Kommersant“
• Putin, der Tigerbändiger
Bye-bye Israel, hello USA
Israelische Wissenschaftler erliegen dem Lockruf der US-Eliteunis - und ein Ende des "Brain Drain" ist nicht in Sicht. In Israel wächst die Sorge, bald nicht mehr genügend Dozenten zu haben. Dabei würden die Exil-Forscher am liebsten in die Heimat zurück.
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Die angespannte Sicherheitslage, Kriege oder die ständige Terrorgefahr sieht Ben-David nicht als Gründe für die Abwanderung von Akademikern. "Wir haben immer mit der Gefahr gelebt, die hat sich zwar nicht reduziert, ist aber auch nicht gestiegen."
Oded Galor würde sofort nach Israel zurückkommen, wenn die Berufschancen für Akademiker attraktiver wären. "Wenn ich meine gesamte Energie in die akademische Forschung investieren könnte anstatt mich nach nebenberuflichen Einkommensquellen umschauen zu müssen, um mich und meine Familie über Wasser zu halten, wäre ich eher heute als morgen wieder da", sagt Galor.
Ja wenn es nur um das liebe Geld ginge könnte Israel durchaus attraktiv sein, weil die Lebenshaltungskosten um ein vielfaches niedriger liegen als in den USA. Es ist allerdings deutlich sicherer ein israelischer Wissenschaftler in den USA zu sein, als ein israelischer Wissenschaftler in Israel zu sein. Da niemand weiß wohin die neue Siedlungswelle das Land bringt, ist es verständlich, wenn sich die Klügeren vorsichtig absetzen.
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Notenbanken ermöglichen liquideren Geldmarkt
Die Pläne verschiedener Notenbanken, den Fluss des Geldmarkts in Zukunft auch in Krisenzeiten zu sichern, dürfen sowohl als Konsequenz aus dem Subprime-Debakel als auch als Präventivmaßnahme vor künftigen Krisen verstanden werden. Der Zugang zu Liquidität soll erleichtert werden, um ein Austrocknen des Geldmarkts auch bei schwierigen Bedingungen zu verhindern, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Die Europäische Zentralbank (EZB) http://www.ecb.int und die US-amerikanische Notenbank Fed sowie weitere große Zentralbanken würden künftig Sicherheiten für Anleihen auch in Fremdwährungen akzeptieren. Dadurch wollen die Institute auch eine Vertrauenskrise abwenden.
Das ist ein wirklich toller Gedanke. So bekommen die schon völlig toten amerikanischen Wertpapiere doch noch einen Wert, indem man sie bei der EZB als Sicherheit für gute Euros hinterlegt und dann nie zurückzahlt. Wäre es nicht einfacher die EZB würde gleich ihr Geld an die USA überweisen?
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Vorstände stimmten gegen Verkauf
Die Angst vor dem drohenden Jobkahlschlag treibt nicht nur die Arbeitnehmervertreter um. Sie war offensichtlich auch der Hauptgrund für die Weigerung der Vorstände, dem Verkauf zuzustimmen. Denn auch für sie bietet des neue Unternehmen nach Informationen von "manager magazin" keinerlei Perspektive.
Die Zustimmung war deshalb nur unter großem Druck zu erreichen. Juristen der Dresdner-Bank-Eigentümerin Allianz hätten den rebellierenden Bankvorständen, unter ihnen Privatkundenchef Andreas Georgi und Investmentbanker Stefan Jentzsch, mit der sofortigen Entlassung gedroht, schreibt das Magazin.
Ja da werden die Herren Neoliberalen empfindlich wenn es plötzlich auch um die eigene Pfründe geht. Ob die Bosse bei den anderen Banken jetzt ein wenig ins Nachdenken kommen oder einfach weiterhin glauben, das Schicksal ginge an ihnen vorbei. Sie sollten einfach mal vor die Tür treten und sehen ob das Mal es Untergangs nicht auch schon an ihre Türen gemalt worden ist. Dresdner und Cobank waren erst der Anfang. Hinter vorgehaltener Hand spricht man von 40.000 Jobs im Bankgewerbe in Deutschland die bis Ende 2009 wegfallen sollen.
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Putin will Usbekistan von West-Kurs abbringen - „Kommersant“
Moskau ist besorgt über die schleichende Annäherung Usbekistans an den Westen, die nach dem Krieg in Georgien schneller voranschreitet. Darüber schreibt die Zeitung „Kommersant“ vom Montag.
Vor dem russischen Premier Wladimir Putin, der heute nach Usbekistan reist, steht eine komplizierte Aufgabe: Er muss das zentralasiatische Land dazu bewegen, in die Einflusssphäre Russlands zurückzukehren und keine US-Stützpunkte auf seinem Territorium zuzulassen.
Das Treffen Ende August zwischen dem Befehlshaber des US-Zentralkommandos (CENTCOM), Martin E. Dempsey, und dem usbekischen Verteidigungsminister Ruslan Mirsajew bestätigte Russlands Verdacht, Usbekistan wolle sich für US-Stützpunkte öffnen. Der Kreml war auch nicht glücklich damit, dass der usbekische Präsident Islam Karimow auf dem SOZ-Gipfel (Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit) die Moskaus Kaukasus-Politik und insbesondere die Anerkennung Abchasiens und Südossetiens nicht öffentlich unterstützte.
Um Usbekistan davon abzuhalten, einen Partner im Westen zu suchen, will Moskau die europäische Preisformel für das gesamte usbekische Gas anbieten, was langfristig aufgrund eines Vertrages für den Zeitraum von 2009 bis 2020 geschehen soll. Wie eine regierungsnahe Quelle behauptet, ähnelt dieser Vertrag jenem, den Gasprom-Chef Alexej Miller mit Turkmenistan im Juli in Aschchabad unterzeichnet hatte. Den exakten Preis wollte der Informant aber nicht nennen wollen.
Die Idee den Usbeken mehr Geld für ihr Gas zu bieten ist sicherlich nicht schlecht, aber es wird nicht ausreichen. Die Usbeken wollen an die Amerikaner glauben und da dürfte es auch auf Dauer kein halten mehr geben. Die USA ihrerseits brauchen die Stützpunkte in Usbekistan um ihre Einschnürung von Russland zu verstärken. Für Usbekistan wird das Ganze Krieg und Vernichtung bedeuteten.
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Putin, der Tigerbändiger
Nun auch noch Tigerbändiger: Der russische Regierungschef Wladimir Putin hat sich seinem Volk nach Auftritten als Angler mit freiem Oberkörper und als Judoka jetzt als Beschützer bedrohter Tierarten präsentiert. "Die Zwei in der Taiga", schwärmte die seriöse Wirtschaftszeitung "Wedomosti" auf ihrer Titelseite über das Bild mit Putin im Tarnanzug, wie er eine betäubte Tigerin streichelt.
"Putin legte einem Tiger das Halsband an", lobte die Boulevardzeitung "Komsolmolskaja Prawda". Russland kennt seit langem einen Personenkult um seinen "nationalen Führer" Putin.
Der Regierungschef reiste trotz der internationalen Debatte um den Kaukasuskonflikt zwischen Russland und Georgien in den Fernen Osten, um sich im Naturschutzgebiet Ussurijsk bei Wladiwostok über das Artenschutzprogramm der Regierung zu informieren.
Ach ja. Dieser böse Putin. Er tut der Mohn/Bertelsmann Journaille einfach nicht den Gefallen sich vor Europa und den USA zu fürchten, will sich nicht unterwerfen, ist Mann wo unsere Bundeskanzlerin nicht einmal Frau sein kann und ihre Minister bestenfalls Männchen sind. Wie gemein von Putin. Natürlich ist das Personenkult und wenn er mich mitgenommen hätte um einen betäubten Tiger zu streicheln wäre ich gerne mitgekommen.
Was die Versuchjournalisten von n-tv natürlich nicht begreifen ist, dass der persönliche Einsatz Putins auch den Tigern nützt. Wenn die Tiger für Putin wichtig sind, sind sie es plötzlich auch für viele Russen. Das ist nämliche die positive Seite dieses "Personenkults". Aber keine Sorge liebes n-tv. Christoph Mohn würde selbst bei einem ausgestopften Tiger versagen. Personenkult ist da nicht zu befürchten und nun legt euch wieder hin.
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Ach die Armen! Aufwachen, die Figuren bekommen derart hohe Abfindungen, die ganze Hartz IV Familien ein Leben lang ernähren könnten. Null Komma gar keine Erwähnung wert. Außerdem fallen diese Erfüllungsgehilfen und in meisten Fällen "Nieten in Nadelstreifen" (ich grüße G. Ogger) immer wieder auf die Beine. Beispiele gibt's genug dafür. Die sind nicht nur (Auftragnehmer) Heuschrecken, die leben es auch. Heute hier, morgen da. Bei den Banken ist es eben ein wenig neu.
Und, jetzt kommt etwas, wo vielleicht viele aufheulen, aber denkt mal nach dem ersten Entrüsten nach! Ich habe gar kein, aber nicht einen Millimeter Mitleid mit den Bankangestellten! Jeder von denen ist im einzelnen Erfüllungsgehilfe des Schweinesystems. Nun ernten sie ihren Lohn. Klasse, Beifall! Wie wurden und werden Abertausende von den Banken (an vorderster Front von den Filialmitarbeitern) täglich beschissen (sinnlose Verträge der sog. Allfinanz, die sich zumindest bei ALlianz und Dresdner jetzt ausgeträumt hat), terorrisiert (z.B. Anruf- und Postterror bei überzogenen Konto) und in ihrer Existenz (Zwangsversteigerungen) bedroht!
Putin, der Tigerbändiger
Es geht einzig und allein um den Erhalt der wohl nur noch in 500 Exemplaren vorhanden Tigerart. Und dafür ist jede, aber auch jede "Werbekampagne" gerechtfertigt. Ich fand es schon rührend, dass der "kalte" Putin die Tigerdame geküsst und Doswidanja gemeint hat. Sehr schön Wladimir!
Und das die deutschen Medienverbrecher sowieso vom Fisch bespukt sind, ist ja klar. Die ARD macht ein Interview mit Putin und sendet es dann in Bruchteilen (ganze Länge im russischen TV über 20 min.).
Ach der Putin, erst mit nacktem Oberkörper beim (ich glabue) angeln und jetzt auf Safari. (Dt. Politiker will ja auch niemand mit nacktem Oberkörper sehen.)
Übrigens wird jedes Interview bei den öffentlich rechtlichen Bedürfnisanstalten zurechtgeschnitten. Es sei denn es ist live.