Feuer frei am Hindukusch
Am 1. September, dem Antikriegstag, ging das Morden in Afghanistan weiter. Soldaten der sogenannten NATO-Schutztruppe ISAF haben im Osten des Landes beim Artilleriebeschuß eines Hauses drei Kinder getötet. Sieben weitere Personen wurden verletzt. »Versehentlich«, wie das ISAF-Kommando verlauten ließ. Zu dem »Zwischenfall« im Bezirk Gajan der Provinz Paktika sei es gekommen, nachdem »Aufständische« eine Patrouille beschossen hätten. Ebenfalls am Montag protestierten Hunderte Menschen in Kabul gegen die Besatzer und zeigten Journalisten die Leichen zweier Kinder, die zusammen mit ihrem Vater und einer Frau bei einer Razzia getötet worden seien. In diesem Fall bestritt ISAF jegliche Verwicklung. Statt dessen werfen die Militärs den Taliban vor, eine »Propagandakampagne« zu führen, weil sie angeblich die Zahl der zivilen Opfer in die Höhe treiben. Bei einem Luftangriff vorige Woche seien nicht, wie von der UNO ermittelt, 90, sondern nur fünf Zivilisten ums Leben gekommen. Das will eine – garantiert unabhängige – Untersuchung des US-Militärs herausgefunden haben.
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Ukraine rückt in Richtung Russland
Skurrile Konfliktfolgen: Im Gefolge des südossetisch-georgischen Krieges positioniert sich die Ukraine näher an Russland. Der Grund dafür: Timoschenko hat in diesem Konflikt eine neutrale Position eingenommen und gilt damit im "prowestlichen" Lager von Juschtschenko als furchtbare Hochverräterin. Die ukrainische Regierungskoalition ist geplatzt und Timoschenko wird in der Folge - voraussichtlich - sich dem prorussischen Lager von Janukowitsch anschließen.
Sollte der Überfall auf Südossetien durch den georgischen Nationalisten und Wahlbetrüger SaakaSchwili tatsächlich von den USA in Teilen gedeckt gewesen sein (das ist unbewiesen), dann war das an dieser Stelle machtstrategisch ein Schuss, der nach hinten los ging.
Ich vermute, dass ein geschickteres und weniger einseitiges Agieren der Außenpolitik-Amateurin Merkel (z.B. mit Kritik an Putin und SaakaSchwili) hilfreich gewesen wäre, um manches Zerwürfnis in Folge dieses Konfliktes zu vemeiden. Eventuell sogar in der Ukraine. Meine Behauptung (ich zweifle selber daran...) lässt sich schwer überprüfen, aber: Die Aussicht auf eine westlich orientierte Ukraine dürfte zunächst erledigt sein.
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Klischees verboten
Weil das Europaparlament kaum Befugnisse hat, will da auch keiner rein, der auch andersweitig Karriere machen kann. Deswegen fasst das Europaparlament auch ganz oft seltsame Entschlüsse.
Heute z.B. hat das Europaparlament mit etwa 80% seiner Stimmen gefordert, Klischees in der Werbung zu verbieten. D.h. im Prinzip will das Europaparlament schlicht Werbung verbieten. Klischees zwängen Menschen (Frauen, kommt nämlich vom Frauenausschuß) nämlich in Rollen, in denen sie sich ganz unwohl fühlen. Den Männern gehts natürlich auch so (SpOn). Gemeint sind natürlich nur diskriminierende Klischees (?). Also alle.
Der eine fühlt sich schlecht, weil er werbebedingt ein dickes Auto fahren sollte, die andere weil sie seit Jahren keine Wäsche mehr gewaschen hat. Der Kerner-Typ fühlt sich furchtbar, weil er keine gesunde Wurst ist. Die sekt-begeisterte Frau fühlt sich mies, weil es einfach nicht ihre Art ist, mit ihrer besten Freundin dem Stallburschen dekadent beim Arbeiten zuzuschauen.
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Pro Sieben Sat.1 kämpft weiter für die “Promotion”
Pro Sieben Sat.1 ist ein lustiger Verein. Einer, der es nicht so toll findet, dass es Mediengesetze gibt, an die man sich halten muss, zum Beispiel bei der Kennzeichnung von Werbung. Und weil den Werbezeitenverkäufern in Unterföhring das Wort “Promotion” besser gefällt als das Wort “Dauerwerbesendung”, hat der Konzern kürzlich einen recht eindeutigen Beschluss kassiert: Dauerwerbesendungen müssen “Dauerwerbesendung” heißen, und nicht “Promotion”.
Eigentlich ganz leicht zu verstehen.
Aber natürlich ist das bei Pro Sieben Sat.1 nicht so gut angekommen: Dass die Medienregulierung tatsächlich Recht bekommen könnte mit dem, was im Rundfunkstaatsvertrag steht, und nicht der Konzern, der sich lieber seine eigenen Regeln machen mag.
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Ent-Schuld der Krieger
Der deutsche Verteidigungsminsiter Franz Josef Jung ruft öffentlich zum Schweigen auf.
Entschuldigung - Handschlag - Geld
Der deutscher Verteidigungsminister Franz Josef Jung tingelt gerade Sprüche klopfend durch Afghanistan, um die Gemüter zu beruhigen. Entschuldigung von Jung bei Afghanistans Präsidenten Hamid Karsai, in einer Agenturmeldung als “diplomatischer Kniefall” bezeichnet[1], Handschlag beim Stammesführer und eine angebliche Entschädigungszahlung[2] für die getöteten Zivilisten[3].
Wir kennen das doch aus dem normalen Leben. Geht einmal etwas schief, dann schreiten wir zur Entschuldigung. Entschuldigung ist ein Wort, das sich auf “Ent” und “Schuld” zusammensetzt, was man als Weg- oder Rücknahme einer Schuld deuten kann. Gut, eine Entschuldigung kann angebracht sein, wenn sie ehrlich gemeint ist. Aber genau genommen verfliegt die Schuld durch eine Entschuldigung nicht. Die Schuld bleibt, wie immer sie charakterisiert ist. Eine Entschuldigung ist kein Freispruch.
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deutsche Jungs sind eben immer noch die Tapfersten!
Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein. kotz