Friedbert Pflüger ist solch eine Person, bei der es Spaß macht ihren Untergang zu dokumentieren, wobei er ja nicht wirklich untergehen wird. Leute wie Pflüger schwimmen in der Kloake die sich Politik nennt immer oben. Deshalb war es so witzig, dass man sofort an die
Pflüger-Weltmeisterschaft im niederösterreichischen Grafenegg denken musste, die ja weniger als einen Monat vorbei war, als Pflüger seinen politischen Selbstmord beging. Hätte er sich ein wenig beeilt, hätte er sich dort gleich unterpflügen lassen können.
Natürlich ist das ein billiger Witz mit Pflügers Namen. Aber mal im Ernst. Was war denn dieser Pflüger jemals anderes als ein billiger Witz. Gut manchmal war er auch ein böser Witz. Er war für Krieg, gegen Muslime und gegen multikulturelle Gesellschaften. Damit wollte er dann Bürgermeister in Berlin werden und scheiterte jämmerlich. Dann wollte er noch einen Flugplatz für die Reichen erhalten, in einer Stadt, die sich kaum noch einen Unterschlupf für die Obdachlosen im Winter leisten kann.
Pflüger stand immer gegen die Interessen der Berliner und meist auch gegen die Interessen der Menschen in Deutschland. Selbst die Leute, deren Interessen er vertrat, waren mit ihm nicht zufrieden, weil er als Elefant im Porzellanladen, mit dem Hintern in Sekunden mehr zerstörte, als er in Jahrhunderten mit den Händen hätte aufbauen können.
Natürlich kann Merkel ihn jetzt nicht tot in Berlin rumstehen lassen. Mittlerweile hat ja sogar der Pflüger gemerkt, das er in
Berlin politisch tot ist. Wenn die Merkel ihn hier verfaulen ließe, besteht die Gefahr, dass er aus dem Nähkästchen plaudert und Pflüger ist in seiner Wut nicht zu kontrollieren, weil er sich selbst nicht unter Kontrolle hat.
Das hat ja auch die CDU gemerkt, die ihm schon seit langem vorsichtig signalisierte, dass er in Berlin überflüssig war. Er hat die Signale nicht verstanden und zum Angriff ausgeholt und ist auf die Schnauze gefallen, machte einen Rückzieher und dann einen Rückzieher vom Rückzieher, um dann hart aussortiert und vollständig untergepflügt zu werden.
Er hat das politische Geschick eines
Asinus und wird schon in kurzer Zeit wieder anfangen zu blöken, wenn er keine Rettungsleine zugeworfen bekommt. In Berlin würde er nicht einmal mehr einen Wahlkreis für den Senat bekommen. Also muss die Außenkanzlerin ran und ihn unterbringen, zumal er auch Geld braucht. Der hässliche Prozess, mit seiner Frau, die er verlassen hat, zeigt deutlich, wie tief sein Niveau sein kann.
Nach unbestätigten Aussagen hat sich das Generalsekret der CDU, Pofalla, schon für seinen "persönlichen" Freund Pflüger eingesetzt und will ihm dem Vernehmen nach ein Europamandat verschaffen. Pofalla und Pflüger, da fällt einem gleich ein weiteres Bild ein, so von einer Tür, in zwar kein Herz geschnitzt wurde, aber auf der die Buchstaben PP angebracht sind.
In Wirklichkeit aber geht es um größeres. Wer ein wenig in alten
Erinnerungen verweilt, der vermag sich noch an einen siegessicheren Pflüger zu erinnern, dem viel Unterstützung zuteil wurde.
Samstag, 7. Januar 2006
Berliner Treppenwitz
Pflüger soll Wowereit kippen
Bei der Suche der Berliner CDU nach einem Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl im Herbst ist nun der Bundespolitiker Friedbert Pflüger im Gespräch. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, ist der aus Niedersachsen stammende Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium von der Hauptstadt-CDU als Bürgermeister-Kandidat vorgesehen. Von der Spitze der Bundes-CDU wurde allerdings die weitergehende Information der Zeitung dementiert, wonach sich die Bundeskanzlerin und Parteivorsitzende Angela Merkel für diese Lösung einsetze.
Kein Treppenwitz war mit Sicherheit das schon damals umlaufende Gerücht, dass Pflüger für den Fall seines Scheiterns eine Rückkehr in die Bundespolitik versprochen worden sein solle. Deshalb will Pflüger auch noch nichts von einem Europamandat wissen. Europa ist doch die Stelle, wo abgewirtschaftete, erfolglose und unleidliche Politiker wie Pflüger abgekippt werden So eine Art Asse II. Ein Sondermülllager für nicht strahlenden Abfall.
Allerdings wird ihm nichts anderes übrig bleiben. Niemand will ihn für etwas anderes. Er hat wirklich total abgewirtschaftet. Es gibt allerdings noch die deutsche
Pflügermeisterschaft an diesem Wochenende, wo er sich endgültig unterpflügen lassen könnte.
Und nein, eine Zurückhaltung zur "CDU-Persönlickeit" Pflügner ist nicht geboten - schon aufgrund seines "erfolgreichen Engagements" (mit dem meines Erachtens das nachdrücklichste Türeöffnen zur Mediendemokratur erfolgte), als sich Anne Will bei Pfügner (und seiner Berliner CDU) entschuldigte.
... und wo eigentlich war Pflügners ruhmreiches Engagement, als sich bei A. Will das FDP-Mitglied Rita Knobel-Ulrich austobte, als diese erneut gegen eine ganze Bevölkerungsschicht hetzte? - Aber naja (und sorry), das MUSS mir wohl entgangen sein ...
Viel interessanter scheint mir aber die Tatsache, dass auch die Anwesenheiten bei den Bilderberger-Treffen der letzten Jahre Herrn Pflüger so überhaupt nicht weiter geholfen haben.
Ist das der Start, wie machtgeile Politiker künftig aus den reichlich be-trogten Ämtern vertrieben werden ???
Würde passen.
Ich weiß ja nicht, wie die anderen EU-Mitgliedsstaaten das machen (vermutlich nicht naders), aber Deutschland nutzt das EU-Parlament ja konsequent als Abstellgleis für abgehalfterte Politiker.
Was auch die Qualität der EU-Politik erklärt.
Ob nun die Berliner CDU untergeht oder der unsägliche Pflüger, der sich bei seinem letzten Wahlkampf mit SED-Parolen schmückte...
Wem ich von beiden meine Freude schenken soll, weiß ich genauso wenig, wie ich weiß, was ich "retten" würde: Die Ratte oder den Kanal, aus dem sie kroch.
Wegen eines abgehalfterten Politiker - Friedbert Pflüger - mit Ihnen zu streiten, sehe ich nicht ein! Die Definition des Begrffs "Hass" will ich hier darum auch nicht weiter vertiefen.
M.E. verdient ein solcher Politiker eigentlich mehr den Begriff kalte Verachtung. Denn gerade diese ist ihm durch die Abwahl sichtbar zuteil geworden. (Wobei ich das Verhalten Hauptstadt-CDU gar nicht kommentieren will.)
Die seltsamen, dement anmutenden Statements des FP nach der Abwahl zeigten doch klar, dass der Mann so gar nicht begriffen hat, WARUM ihm WAS widerfahren ist.