von einem Leser seines Blogs, der absolut nicht verstehen kann, wieso Dietmar - womit er ja nicht alleine steht - die österreichischen Wahlgewinner nicht für rechtsextrem hält.
Der Mann klingt ja echt verzweifelt in seinem Ringen um die Wahrheit,was man auf dem Blog "Politischkorrekt" nachhören kann. Dietmar hat einiges an Belegen geliefert, und das finden wir gut. Wir wollen diese Wahrheitssuche gerne unterstützen und machen unser Schatzkästlein auf:
Die Herrschaften hatte ich
hier ja schon einmal thematisiert.
Hier wird ausführlich über ihn berichtet.
Hier ist der Wikipedia-Eintrag.
Als Pars-pro-toto für die FPÖ steht Andreas Mölzer. Herr Mölzer hat der National- und Soldatenzeitung Anfang 2005 ein Interview gegeben, in dem er sich wie folgt äusserte:
•zum Türkei-Beitritt:
„Ich glaube, dass das US-Amerikanische Interesse, das israelische Interesse, das Interesse des Bundeskanzlers Schröder...sich bündeln.“
•die „Deutschnationale Sache“:
Ich habe seit meinen Jünglingstagen unbeirrbar für die rechte, die Deutschnationale Sache in Österreich gearbeitet.
Der damalige Bundeskanzler Schröder als Sachwalter "israelischer Interessen"? Hallo?
Und was die "Deutschnationale Sache" betrifft: Es gibt einen
Staatsvertrag betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, gegeben zu Wien am 15. Mai 1955, wurde am 15. Mai 1955 in Wien im Schloss Belvedere von Vertretern der alliierten Besatzungsmächte USA, der Sowjetunion, Frankreichs und Großbritanniens sowie der österreichischen Regierung unterzeichnet und trat am 27. Juli 1955 offiziell in Kraft.
Guckst Du hier. Der enthält einen Paragraphen 4, das
Anschlussverbot:
Artikel 4. Verbot des Anschlusses
1. Die Alliierten und Assoziierten Mächte erklären, daß eine politische oder wirtschaftliche Vereinigung zwischen Österreich und Deutschland verboten ist. Österreich anerkennt voll und ganz seine Verantwortlichkeiten auf diesem Gebiete und wird keine wie immer geartete politische oder wirtschaftliche Vereinigung mit Deutschland eingehen.
2. Um einer solchen Vereinigung vorzubeugen, wird Österreich keinerlei Vereinbarung mit Deutschland treffen oder irgendeine Handlung setzen oder irgendwelche Maßnahmen treffen, die geeignet wären, unmittelbar oder mittelbar eine politische oder wirtschaftliche Vereinigung mit Deutschland zu fördern oder seine territoriale Unversehrtheit oder politische oder wirtschaftliche Unabhängigkeit zu beeinträchtigen. Österreich verpflichtet sich ferner, innerhalb seines Gebietes jede Handlung zu verhindern, die geeignet wäre, eine solche Vereinigung mittelbar oder unmittelbar zu fördern, und wird den Bestand, das Wiederaufleben und die Tätigkeit jeglicher Organisationen, welche die politische oder wirtschaftliche Vereinigung mit Deutschland zum Ziele haben, sowie großdeutsche Propaganda zugunsten der Vereinigung mit Deutschland verhindern.
ich verstehe das doch richtig, oder? Herr Mölzer ist für einen erneuten Anschluss? Nun ja, nachdem Herr Vilimsky jetzt so böse ist und so sehr mit dem Botschafter geschimpft hat, ist der erneute Anschluss sicher nicht mehr so beliebt. Hier ist das Interview.
InterviewmitAndreasMlzerFP-EuropaabgeordneterundHera...pdf
Weiter hat er 2002 ein "Positionspapier" verfasst: Zu den Unterzeichnern gehörten:
Udo Voigt (Parteivorsitzender der NPD), Nick Griffin (Obmann der British National Party), Herve van Laethem (Obmann des Mouvement pour la Nation), Peter Marx (Landesvorsitzender der
saarländischen NPD) und der durch seine antisemitischen Tiraden bekannte NPD-Aktivist Horst Mahler.
Hier:
DW-DokumentationsarchivdessterreichischenWiderstandes.pdf
Herr Mölzer ist sehr engagiert in Sachen "Vernetzung der Euro-Rechten". Hier ein Beispiel aus
2005. Und damit niemand denkt, wir hätten uns seine Vernetzungen ausgedacht, haben wir hier eine von ihm selbst zusammengestellte
Buddy List:
Sloweniens Sozialdemokraten und die deutschen Republikaner, Sinn Féin – der politische Arm der IRA und die Lega Nord, Schottlands Nationalisten und Serbiens Ultranationalisten, die Dänische Volkspartei und die Union für Südtirol, der Eidgenosse Christoph Blocher und Bruno Gollnisch – der Vordenker des Front National, der Vlaams Blok und die Gruppe der Alessandra Mussolini und noch viel mehr.
Eine weitere Personalie wäre Susanne Winter -
erinnert sich noch jemand?
Dieser Ausfall kostete die FPÖ Anfang des Jahres noch Stimmen, zumal Winter von ihren Herrchen zu spät und zu wirkungslos zurückgepfiffen wurde. An der Anklage wegen
Volksverhetzung ist sie offenbar trotzdem nicht vorbeigekommen. Natürlich zog sie auch die Karte "
ich werde bedroht", aber das trägt man ja, so als Islamkritiker.
Ist das jetzt alles rechtsextrem oder zählt das tatsächlich schon zur Mitte?
Nun ja, heute trudeln dann endlich die Glückwünsche ein.
Judith Wolter war auf der Siegesfete in Wien, was stolz auf der Seite vermerkt wird. Der Vlaams Belang hat auch endlich seinen
Jubelartikel fertig. Die Reihe der Gratulanten gibt noch einiges her, aber wir wollen uns auf einen ganz prominenten beschränken: den französischen
Front National.
Die Glückwünsche spricht aus: die Nummer 2,
Bruno Gollnisch. (2.v.r.) Drei Tage nach Gründung der Fraktion ITS wurde Gollnisch wegen Holocaustleugnung verurteilt. Bernhard Schmid berichtet
hier darüber, was Gollnisch so alles von sich gegeben hat. Was er am 23.03.07 der Nationalzeitung mitgeteilt hat, findet sich hier :
InterviewmitBrunoGollnis....pdf Was er am 06.07.07 zu sagen hatte, findet sich hier:
InterviewmitBrunoGollnis...06.07.07.pdf
Neben Strache steht Le Pen und der ist ja bekannt genug. Eine Sache noch: Musels mochte der schon zu Zeiten des Algerienkrieges, an dem er als Leutnant teilnahm, offensichtlich nicht; er
soll sich an Folterungen beteiligt haben, allerdings:
Als die satirische Wochenzeitung Le Canard enchaîné in den achtziger Jahren berichtete, dass der Rechtsradikale Jean-Marie Le Pen als Fallschirmjägerleutnant in Algerien aktiv an den Folterungen teilgenommen hatte, wurde die Zeitung vor Gericht gezerrt und verlor den Prozess in letzter Instanz.
Quelle.
2. von links ist der ehemalige Vorsitzende und heutige Europaabgeordnete des Vlaams Belang, Frank Vanhecke. Der belgische Politologe Marc Spruyt hat bei seiner Wahl, bzw. Ernennung zum Vorsitzenden des damaligen Vlaams Blok über ihn
ein Portrait geschrieben, aus dem ich einiges berichte (was im verlinkten Niederländischen Original gelb markiert ist
Blokwatch-Nationalewebst....pdf): Am 12. Dezember 2004 quasi durch den Gottvater des VB ernannt, was durch 500 von 20.000 "kaderleden" abgesegnet wurde. Die zunächst in ihn gesetzten Hoffnungen, den VB zu einer ganz normalen Partei umformen zu können, hat er nicht erfüllt, und das wollte er auch nicht:
Besser Pitbul als Schoßhund.
Stellvertreter bleibt für lange Roland Raes, der erst zurückgezogen wird, als er sich einem Prozess wegen Holocaustleugnung gegenübersieht.
Der 1959 geborene Vanhecke engagierte sich in einer Reihe von rechten und nationalistischen Zusammenhängen, wie dem
Taal-Actie-Komitee, gegen den
Egmont-Pakt, einen frühen Versuch, die belgischen Probleme in den Griff zu bekommen, und landet schließlich über die Volksunion beim Vlaams Blok. Seine Examensarbeit in Kommunikationswissenschaften schreibt er über die
Neue Rechte und
GRECE und teilt in der Einleitung seiner Examensarbeit mit, daß er sie in Theorie und Praxis interessant findet. Später wird er das, was er da gelernt hat umsetzen - zunächst als Pressesprecher, später als - zweiter - Europaabgeordneter. Er setzt seine Einsicht um, den Gramscismus von rechts, daß die politische Hegemonie nicht erungen werden kann ohne kulturelle Hegemonie. Im Parteiblatt hat er eine aussenpolitische Kolumne, outet sich alsbald als Fan von Pinochet und anderer Lateinamerikanischer Diktatoren und steht für einen rabiaten Antikommunismus, einen primären Anti-Islamismus, die weltweite Solidarität der weissen Rasse und einen "abgedrehten Ethnizismus und Nationalismus.
Er setzte sich für David Duke, den Führer des Ku-Klux-Klans ein und das Europäische Parlament ist für ihn eine praatbank ("Schwatzbude"), und auf diesen Ausdruck hat definitiv jemand anderes das copyright.
Anlässlich eines Interviews mit der National-Zeitung lobt er die Befreiung von Mussolini als die bewundernswerteste Militäraktion der Geschichte, teilt mit, er hätte gerne im Spanischen Bürgerkrieg mitgekämpft und er äussert, was ihn in der Geschichte am meisten mit Abscheu erfülle:
Die Geschichtsfälschungen in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg.
Der ganz links stehende Herr ist
Wolen Siderow von der bulgarischen
Ataka.
Ist das alles rechts genug?
Disclaimer: Durch meine persönliche Linksetzung und die vom System vorgenommene Linksetzung auf ähnliche Artikel dokumentiere ich diese nur und mache sie mir nicht "zu eigen". "Ähnlich" ist ein weiter Begriff...
Warum hast du das eigentlich nicht gemacht?
Übrigens konnte man mich nicht 60 umerziehen, ich sehe nur so alt aus.
Zur Sache gibt es nichts zu sagen, denn der Artikel gibt da nicht so viel her, der Rest ist doch deutlich genug.
Ja, schon klar: Nürnberg war Siegerjustiz und es war doch nicht alles schlecht und Autobahn und man wird doch noch sagen dürfen - nicht wahr? Tja, und daß der Artikel für bestimmte Leute zur Sache nichts hergibt (sie würden das, was ich da verlinkt habe, gerne widerlegen, aber schaffen es nicht), will ich Dir gerne glauben. Und das ist wirklich deutlich genug.
Ja, so schaut's aus...
belef