< Die Islamische Jihad Union - ausser Spesen nichts gewesen | Medizin-Nobelpreis für deutschen Krebsforscher >
Guter Markt, du gehst so krachend, volle Kraft vor jede Wand
Eigentlich wollte ich mich nicht auch noch mit Herrn Koppelin und der FDP beschäftigen. Gestern Morgen habe ich noch gesagt, wenn man über die nicht mehr schreibt gehen die vielleicht irgendwann weg. Aber sie gehen nicht weg, weil sie das Geld des Steuerzahlers brauchen. Sie können ja sonst nichts anderes als Politiker sein.
Drei Blogs haben fröhlich über den neuesten Schwachsinn von Jürgen Koppelin hier, hier und hier berichtet und hier ist auch noch das Interview als mp3. Das müsste reichen denn schließlich ist Koppelin der Haushaltsexperte der FDP und die hat von Wirtschaft noch nie Ahnung gehabt. Schließlich ist sie nur der Selbstbedienungsladen der Besserverdienenden und des Großkapitals, sowie deren dümmsten Helfern.
Aber an einer solchen Sternstunde deutschen Politikerblödsinns kommt man nicht vorbei, wenn man in Deutschland über Politik und Wirtschaft schreibt. Es macht nämlich den grundsätzlichen Webfehler des System deutlich. Die absolute Ignoranz der Wirklichkeit. Kopplin sagte:
Koppelin: Der Markt ist in Ordnung, das ist, liegt ja teilweise … überwiegend auch an den Managern. Das hat daran gelegen, das muss man ja auch offen sagen, dass die Krise ja in den USA begonnen hat. Wir wollen ja mal die Urheber nennen. Das ist in den USA gewesen, das große Problem, damals mit den Niedrigzinsen. Dann hat man unglaublich vielen Menschen billige Hypotheken angedreht, die sie anschließend nicht bezahlen konnten, und unsere Banken, unsere Manager der Banken, sind auf diese Geschichte, diese Geschäfte reingefallen.
Moderator: Das ist doch der Markt.
Koppelin: Das ist nicht der Markt, das ist das Verhalten der Manager. Wenn ich Treu und Glauben mache, oder wenn ich, wie ich fordere, sage, oder warum müssen unsere Bankmanager, das hat sich in den letzten Jahren so eingebürgert, müssen zum Jahresende noch Boni kriegen, nach Umsatz, und die haben sich die Taschen gefüllt, nachdem sie vorher schon die dicken Gehälter bekamen. Das ist nicht Markt, das ist ein Fehlverhalten bei den Banken, das ist ein Fehlverhalten auch bei den Aufsichtsgremien von Banken …
Natürlich wird immer wieder laut gerätselt was unsere Politiker eigentlich so an Pillen und Pülverchen nehmen um solche Sätze zu generieren. Aber es ist vermutlich schlimmer. Die sind so dämlich. Die FDP ist eine Partei die glaubt dass der radikale Markt sich selbst organsiert. Das stimmt auch in einem radikalen Marktumfeld gibt es zum Schluß nur noch Monopole die fast nichts mehr für ihre Bürger produzieren, aber ständig Krieg führen müssen um das wenige, das die Menschen anderer Monopole besitzen, zu stehlen.
Das ist logisch. Am einfachsten lässt sich Markt am Wochenmarkt erklären. Dort würde am Ende der am meisten Geld einnehmen, dessen Gewichte größerund schwerer aussehen, als die der anderen und dabei nur einen Bruchteil dessen wiegen, was andere ehrliche Gewichte wiegen. Um diesen Betrug zu verhindern, wurde schon früh ein Marktrecht eingeführt. Nur dieses Marktrecht oder die Marktordnung, war in der Lage den gröbsten Betrug zu verhindern.
Die Jungs und Mädels von der FDP wollen einen radikalen und ungeregelten Markt. In diesem Markt gewinnen die größten Betrüger am meisten und alle ehrlichen Händler und Kunden gehen unter. Wieder ist es übrigens nicht gelungen die Begriffe Ehrlichkeit und FDP in seinem Satz unterzubringen, sodass ein künstlicher Folgesatz gebildet wurde. Aber man sieht in diesem Satz wie Ehrlichkeit und FDP auseinanderstreben.
Koppelin hat sich seine Welt fein zurecht gemacht. Er trennt zwischen dem Markt und den Marktteilnehmern. Ach Herr Nachbar haben sie ein schönes Haus. Gut. Es hat kein Dach und die Wände fehlen auch, genau wie die Fenster. Aber dafür die Aussicht. Sie sind wirklich zu beneiden. Der Nachbar hat kein Haus, aber in Koppelinsprech kann er dafür sogar beneidet werden.
Die Manager, die er jetzt so böse beschimpft, sind die Manager die die Regeln des Marktes bestimmt haben, weil so Politiker wie dieser Koppelin zu faul, zu dämlich oder zu gekauft waren um den Markt zu regulieren. Dafür hätten die Bürger im Mittelalter ihren Stadtvogt und den Bürgermeister gerädert und gevierteilt. Bei uns kann man nur weinen.
Später im Text kommt Koppelin noch auf Ackermanns Josef zu sprechen, der jetzt doch bitte schön die richtigen Regeln machen soll. Na toll. Es war doch gerade Josef Ackermann, der die Regel der gesunden Rendite verletzt hat und alle anderen verführte. Wenn Koppelin, dann auch noch sagt, dass diese Manager nicht bestraft werden können, weil sie dann ihr Vermögen auf Verwandte verteilen, dann ist klar was er will.
Er wollte mal wieder was im Radio sagen. Mehr nicht. Er weiß weder worüber er spricht, noch um was es geht. Der glaubt wirklich das morgen früh die Welt wieder genau so ist wie sie immer war. Der hat gar nicht begriffen was passiert. Eine Bank nach der anderen wird abrauschen. Dabei werden sie die Großindustrie und viele kleine Firmen bis hin zum Handwerker mitreißen.
Er versteht nicht, das es kein Halten mehr gibt. Heute Island, morgen Irland übermorgen England. Don Alphonso gibt dem ganzen System maximal noch ein paar Wochen. Aber auch der Don liegt falsch. Er glaubt nämlich das die Politiker dann vernünftig handeln und den ganzen Mist verstaatlichen. Erwartet irgendjemand von Jürgen Koppelin Vernunft. Oder von Westerwelle. Von irgendeinem dieser Politfuzzis aus einer beliebigen Partei.
Dafür können wir aber einen richtigen Oldie wieder auf der aktuellen Liste begrüßen. Das Wort Stamokap ist heute aktueller denn je.
Staatsmonopolistischer Kapitalismus (SMK) oder Staatsmonopolkapitalismus ist die marxistisch-leninistische Bezeichnung für die Verschmelzung des imperialistischen Staats mit der Wirtschaft – die in dieser Phase nur noch aus dünn maskierten Monopolen bestehe – zu einem einzigen Herrschaftsinstrument unter Führung einer Finanzoligarchie, die in der Endphase des Kapitalismus erfolge; diese Phase sei gegenwärtig erreicht. In der Bundesrepublik Deutschland (nicht aber in der DDR) war hierfür das Kürzel Stamokap gebräuchlich. Daneben wurde auch der Ausdruck der Kapitalismus in seiner (gegenwärtigen) Endphase verwendet.
Die dünn maskierten Monpopole der Neoliberalen und Spekulanten sind kaum noch maskiert. Die Bundesaußenkanzlerin Angela Merkel und ihr Totenkopfäffchen von Finanzminister machen das, was ihnen von den Neoliberalen und Spekulanten eingetrichtert wird. Der geistig nicht ganz so rege Arbeitsminister Scholz, hat das Bertelsmanngesetz gegen die arbeitenden Menschen durchgebracht und unser Innenminister hat den Kabinettsbeschluss um die Bundeswehr auf die Bürger schießen zu lassen. Wir sind wahrlich in der absoluten Endphase des Kapitalismus angekommen.
Allerdings offenbart sich jetzt auch ein grundsätzlich Fehler der Stamokap-Theorie. Die Monopole sind nicht mit ihrem Monopolstatus zufrieden, sondern wollen mehr. Sie wollen alles. Das Ende ist nämlich der Kanibalismus. Natürlich sind die Brocken viel zu groß, als das einer den anderen wirklich fressen könnten, aber sie können einander tödliche Bisswunden zufügen und dann in einem letzten tödlichen Ringen, sich ineinanderverkrallen, bis alle tot sind.
Genau das wird das Ende sein. Nachdem Barclays noch ein wenig von der Leiche der Lehman Brothers genascht hatte, stand sie vorgestern abend selbst mit offenen Händen vor der Britischen Regierung und barmte um Hilfe. Natürlich werden die Briten zahlen. Der Finanzplatz London muss doch gerettet werden. Allein sie retten gar nichts mehr.
Es ist diese unvernünftige und verdammte Gier die ähnlich wie ein Krebsgeschwür den Geist vernebelt hat. Da gibt es keine Treue und keinen Glauben mehr. Nicht Schillers Bürgschaft sondern der Untergang im blanken Entsetzen wird hier gespielt. Solange noch ein Arm ein Schwert führen oder ein Nagel kratzen kann, wird gekämpft.
Don Alphonso glaubt das die Reichen sich den Frieden und die Rettung ertrotzen werden. Ich hoffe er hat recht. Aber ich glaube das die Schuldzuweisungen schneller sind. Da werden die Regierenden der Nationen sich vor ihr jeweiliges Volk stellen und auf die bösen anderen Völker zeigen. Der Ackermann wird auf die Amerikaner zeigen und die Amerikaner auf die Deutschen.
Es ist soviel einfacher Krieg zu führen. Gegen die Schweizer Banken, die Bruthöllen der Steuerhinterziehung. Da würden Deutsche, Italiener und Franzosen mit Freuden marschieren und auch die Österreicher nicht nein sagen. Haben sie denn nicht allen Grund gegeben. Da wird sich Russland den Flugzeugträger Island sichern und Pakistan vielleicht aus Versehen mal eben eine Atombombe auf Indien werfen.
Die Menschheit hat immer wenn sie die Wahl zwischen Vernunft und Krieg hatte, den Krieg gewählt. Warum sollte sie diesmal anders handeln. Früher haben die "Geldjockeys" mit wertlosen Papierchen spekuliert, warum sollen sie jetzt nicht auf Sieg oder Niederlage setzen. Sie haben doch schon alles verloren. Auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen.
Vielleicht gibt es am Ende dann eine Entschädigung. Auf jeden Fall aber geht es weiter. Man muss sich nicht verantworten.




















belef
Hart aber Fair (Plasberg) würde jetzt sagen:
"Push the button"
Ich hab da mal eine Frage Herr Koppelin?
Was sind Sie eigentlich für ein VOLLDEPP!
Weiterhin müsste dastehen. Ihre Anzeige nehme ich jetzt gerne entgegen und wir sehen uns vor Gericht. Dort wiederholen wir das ganze noch einmal. Möglicherweise kommt dann Ihre gesamte Blödheit zum Vorschein.
END - "Push the button"
ES IST WIRKLICH UNGLAUBLICH. ER IST TATSÄCHLICH DAS PERSONIFIZIERTE WESEN UNSERER GESCHEITERTEN POLITIK.
> Die Probleme, dieses Recht mit friedlichen Mitteln in die Tat umzusetzen,
> bestehen zunächst einmal finanziell und zum anderen organisatorisch. Wer
> macht den Anfang und ist bereit sehr viel zu opfern und findet dieser auch
> genügend Mitstreiter mit den richtigen "Eiern" in der Hose, die wirklich
> auch aktiv das durchzusetzen bereit sind.
> Dazu gehört meiner Meinung nach eine klare Linie mit dem Verzicht auf
> Gewalt, wie bei dem Fall der Mauer. Eine Notversorgung von elektrischem
> Strom, Wasser- für Krankenhäuser und Altenheime müssen jederzeit gesichert
> sein und Lebensmittelvoräte für die Bevölkerung müssen in ausreichendem
> Maße bereitstehen.damit nicht auch nur ein Unbeteiligter zu Schaden kommt.
>
> Jeder muß sich ständig bewußt sein, das vermummte Gewalt oft von der
> anderen Seite provoziert wird und jeder muß ein wachsames Auge auf seinem
> Nachbarn haben.
>
> So weit, so gut- die Planung überlasse ich allzugern anderen, die davon
> verstehen, nennt mir nur Zeit und Ort-
> bei der Umsetzung durch Druck ohne jede Gewaltanwendung bin ich dabei.
> mit freundlichen Grüßen
> wolfgangpatzer@Yahoo.de
Die Merkel-Regierung hat versagt. Das geht auf keine Kuhhaut. Die muss weg!
Genug der neoliberalen Ferkeleien.