Duckhome hat nichts gegen Schnaps und auch nichts gegen Kommunisten. Selbst besoffene Kommunisten werden nicht grundsätzlich als Problem angesehen. Besonders interessiert sind wir natürlich dann, wenn Udo Ulfkotte uns wieder einmal mit seinen seltsamen Freuden, Freunden und Ansichten beglückt. Per
Google Alert erreichte uns folgende Botschaft.
Ulfkotte warf den Muslimen vor, sich nicht in das Wertesystem hier einfügen zu wollen. Gleichzeitig berichtete er stolz, wie er, der Europäer, das muslimische Heiligtum Medina geschändet habe, indem er es trotz strengen Verbots besucht habe. Genauso offenbarte er, regelmäßig Alkohol in Länder zu schmuggeln, in denen striktes Alkoholverbot gilt.
Udo Ulfkotte als Schnapsschmuggler. Da werden sofort Bilder aus dem Film
The Untouchables – Die Unbestechlichen lebendig. Ulfkotte als Spritschmuggler. Einfach toll. Allerdings würde Eliot Ness in wohl gnadenlos erledigen. Ganz großes Kino.
In der Realität wird diese Geschichte allerdings sehr schwierig, weil in fast allen islamischen Ländern außer Libyen, Saudi-Arabien und Kuwait gestattet ist, Alkohol an Nichtmuslime zu verkaufen. Dort bringt also nur der, der die hohen Preise fürchtet seinen Schnaps selber mit. Wenn Dr. Ulfkotte Schnaps in diese Länder schleppt, sollte er seinen Alkoholkonsum überprüfen. Vielleicht meint er ja auch die trockenen Staaten in den USA.
Wir konnten ja schon an anderer Stelle feststellen, das
Muslime und Schnaps für ihn so wichtig sind, das er den Schnaps auch in Geschichten einbringt, in denen gar keiner vorkommt. Allerdings würde starker Alkoholkonsum manche Dinge erklären. Es muss aber eindeutig gesagt werden, das regelmäßiges Trinken von Alkohol nicht nur dem Gehirn, sondern auch der sonstigen Gesundheit schadet. Duckhome rät allen Menschen vom Saufen ab.
Erschreckend ist auch die Selbstanschuldigung das Heiligtum des Islams in Medina geschändet zu haben. Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen das Ulfkottes Anwesenheit einen jeden Standort zu schändigen vermag, aber solange er dort nicht in die Ecken gekackt hat, ist seine reine Anwesenheit eben keine Schändigung, sondern einfach nur ein Rechtsbruch, wenn er sich keinen Pilgerpass verschafft hatte. Der Kölner Dom hat auch schon so viele Leute wie ihn gesehen und wurde dadurch auch nicht wirklich geschändet. [Persönliche Erinnerung: Titelschutz beantragen für "Wenn Kirchen kotzen könnten ..."]
Es ist nicht anzunehmen das Medina durch Herrn Ulfkotte geschändet wurde, allerdings ist ihm nicht zu empfehlen, in nächster Zeit nach Saudi Arabien einzureisen. Es könnte sein, das dort ein Richter auf ihn wartet, der wenig Humor hat und ihn kurzerhand für ein paar Jahre in den Knast schickt. Ein kluger Richter würde aber wahrscheinlich Ulfkottes Selbstbezichtigung als das ansehen, was sie ist. Sie ist ein
typischer Ulfkotte.
Auch von den Freunden des Ulfkotte gibt es neues zu berichten.
Bart Debie hat seinen Wohnsitz nach Brüssel verlegt, ob der Liebe wegen oder weil seine elektronische Fußfessel in der großen Stadt weniger auffällt ist nicht bekannt. Leider konnte er seine schlagenden Argumente ja auch in Köln nicht beitragen.
Dafür operiert Ulfkotte zur Zeit oft zusammen mit
Mina Ahadi von der eher stalinistisch geprägten "Arbeiterkommunistischen Partei Irans" (API). Auch dagegen kann und darf es keine Einwände geben, zumal er nun vom Vlaams Belang am äußersten Rechten Rand bis zur API am äußersten linken erzkommunistischen Rand so ziemlich alles vereinigt.
Es zeigt allerdings auch wieder einmal wie verwegen er in der Wahl seiner Partner ist . Mina Ahadi hält alle Religionen, auch das Christentum für "Instrumente der Unterdrückung". Wie Ulfkotte das mit seiner eigenen Gläubigkeit, seiner kleinen Kapelle die ihm doch schon so viel Trost brachte und seinen Eintreten für christlich jüdische Werte zusammenbringt, ist wie schon so oft ein Rätsel.
Wie man sehen kann, ist die Zusammenarbeit auch sehr befruchtend. Bereits auf
Ulfkottes Kölner Großdemonstration kämpften die beiden schon unter dem neuen gemeinsamen Motto für "Die Dritte Kraft."
Auf der Website der
Arbeiterkommunistische Partei Irans ist
"Die Dritte Kraft" ein wesentliches Thema.
Man muss sich mit aller Kraft der Machtansprüchen der USA und ihrer Verbündeten entgegenstellen. Man muss den Verbrechen des Gegenpols, d. h. des islamischen Terrorismus ein Ende setzen und den Bevölkerungen der islamisch geschädigten Länder zur Befreiung aus den Fängen der islamisch-terroristischen Staaten und Kräfte helfen. Der staatliche Militarismus der USA und der islamische Terrorismus haben die Atmosphäre für die Menschheit in der ganzen Welt verdunkelt. Keiner dieser beiden Pole hat eine Lösung für die gegenwärtige Krise und die damit verbundenen Fragen, sondern sie sind selbst Verursacher dieser Krisen und ihrer Verschärfung und Vertiefung. Die zivilisierte Menschheit muss sich den beiden Polen und der Not, die sie der Welt aufgezwungen haben, entgegenstellen. Die menschliche und wirkliche Lösung der Frage der Kernwaffen, des islamischen Terrorismus mit seinen unbeschreiblichen Verbrechen gegen die Bevölkerungen der Welt, sowie der militaristischen Gewalttätigkeiten der USA und der westlichen Staaten liegt in unserer Hand, der zivilisierten Menschheit.
Duckhome könnte sich dem hier zu Tage tretenden Grundgedanken durchaus anschließen, aber Dr. Udo Ulfkotte als Gegner der USA. Allerdings wie kann man als Journalist bei Leuten mit denen man zusammenarbeitet solche Dinge übersehen. Der Seitenaufbau bei der kommunistischen Partei dauert länger als die Suche bei Google. Aber wer sich selbst hinter einem solchen Schild aufstellt sollte doch vorher geprüft haben, wofür er in diesem Zusammenhang damit steht.
Ob die CDU darüber glücklich sein wird und ob es Ulfkottes Weg zu einem Mandat dort hilft, bleibt allerdings fraglich. Genauso ist fraglich ob seine neue Position gegen die USA seinen Applaudierern bei PI wirklich gefallen wird. Bei Kewil ist man ja schon ein wenig auf Distanz gegangen und die Süddeutschen Patrioten mögen ihn gar nicht mehr.
Auch dem
Verfassungsschutz sind Ulfkottes neue Freunde schon aufgefallen und werten sehr hart bewertet.
"Arbeiterkommunistische Partei Iran" (API)
Die kommunistische API strebt ebenfalls einen revolutionären Umsturz mit dem Ziel der Errichtung eines kommunistischen Systems im Iran an. Die politische Arbeit der API wird von mehreren ihr nahestehenden ausländerextremistischen Organisationen in Deutschland unterstützt. So weisen die "Internationale Föderation der iranischen Flüchtlings- und Immigrantenräte" (IFIR) und die "Internationale Kampagne zur Verteidigung von Frauenrechten im Iran e.V." organisatorische und personelle Verflechtungen zur API auf.
Es war überhaupt keine gute Woche für Ulfkotte.
Huib Riethof zieht aufgrund eines Berichtes der
Schwäbisches Tageblatt Schlüsse, von denen sich Duckhome aufgrund des laufenden Prozesses mit Ulfkotte und Pax Europa distanzieren muss.
Es verwundert auch nicht, dass dieser Bericht dann gleich "richtiggestellt" werden musste. Er war übrigens nicht der einzige Zeitungsbericht den Ulfkotte nicht durchgehen ließ. Die
Stuttgarter Nachrichten bringen auch etwas, dass man mit viel gutem Willen als Richtigstellung bezeichnen kann, das von bösen Menschen auch als schallende Ohrfeige gedeutet werden könnte. Die Sache ist an sich nicht wichtig, bis auf einen Punkt:
Allerdings fanden sich darin einige aus Sicht von Ulfkotte "unwahre und vorsätzlich ehrenrührige Tatsachenbehauptungen", zu denen er nun Stellung beziehen möchte.
So sei er keineswegs der Vorsitzende der Bürgervereinigung Pax Europa, wie es in dem Text heißt. Ulfkotte ist zwar der ursprüngliche Gründer und noch immer Präsident des Vereins, der über die schleichende Islamisierung aufklären will. Vorsitzender ist aber der Wertheimer Unternehmer Willi Schwend.
Natürlich ist es wahrscheinlich nicht vorsätzlich ehrenrührig als der Vorsitzende der Bürgervereinigung Pax Europa bezeichnet zu werden. Aber es ist unwahr. Dr. Udo Ulfkotte ist der Präsident dieses Vereins und war der Gründer einer der beiden Vorgängervereine. Aber muss so etwas richtig gestellt werden. Normalerweise steht El Presidente noch über dem Vorstand.
Aber in diesem Fall geht es wohl um etwas anderes. Die Bürgerbewegung Pax Europa hat einen sehr engen Bezug zu der, mit großer Sicherheit rassistischen Kommentatorenschar um den PI-Gründer Herre, der ja jetzt offiziell auch nichts mit PI mehr zu tun haben will und dem deutschen Gesetz in die Weiten der USA ausgewichen ist, genau wie sein Freund Kewil. Da wird sogar offen für die Bürgerbewegung Pax Europa geworben.
Ulfkotte selbst kann das nicht tun, weil er dann die gegen ihn laufenden Vorwürfe bestätigen würde. Deshalb muss er sich zumindest in der Öffentlichkeit von PI fernhalten. Natürlich wird dort auch für sein neues Buch geworben, weil er ja dort genau das Zielpublikum trifft. Aber so wie er bei Pax Europa eben nur der Präsident ist, kann er als Autor nicht bestimmen, wo für sein Buch von seinem Verlag geworben wird.
Diese formale Absetzbewegung von Dr. Udo Ulfkotte zur
Bürgerbewegung Pax Europa ist geschickt gemacht. Sie erlaubt es letzendlich die Pro Bewegungen und Pax Europa in einer
gemeinsamen Bewegung zu vereinen, sodass Ulfkotte sich seiner schweren Aufgabe nicht entziehen könnte und schweren Herzen als Führer der Gesamtbewegung seines Amtes walten müsste.
Mit einer solchen Konstruktion wäre es dann vielleicht möglich, mit einer gemeinsamen Partei den Meister doch noch in den Bundestag, oder besser nach Europa ins Parlament zu bringen. Allerdings ist zur Zeit noch nicht ganz klar, ob und wie die kommunistische Parole ins Spiel passt. Vielleicht ist sie ja dem Schnaps geschuldet.
Es gibt noch mehr Länder mit striktem Alkoholverbot, z.Bsp. Sudan. Dort freut man sich dann auf ein sportliches Großereignis, um dann in der deutschen Botschaft ein Bier zu trinken.