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Hausmitteilung - Blogs und soziale Netzwerke
Es hat sich bei einigen Artikeln auf Duckhome gezeigt, das es schade ist, dass eine Diskussion in den Kommentaren immer nur für wenige Tage geführt werden kann, weil die Beiträge dann soweit nach hinten rutschen, das sie nur noch selten von neuen Lesern erreicht werden. Normalerweise beschäftigt sich ein Block mit Tagesereignissen und wenn etwas schon einmal hier gesagt wurde, wird auch auf alte Beiträge verlinkt.
Das reicht für das tagespolitische Geschehen vollständig aus. Allerdings bedeutet es auch, das Blogs immer nur reaktiv sind, vielleicht gedanklich etwas anstoßen, aber nach einer kurzen Welle alles wieder verebbt. Natürlich gibt es die Verlinkung der Blogs untereinander und auch eine gute Zusammenarbeit zwischen einigen Blogs. So werden einige Themen etwas länger hoch gehalten.
Einige Blogs wie Radio Utopie begreifen sich ja schon seit längerem als Medienstation. Durch die Kombination von Forum, Zeitung, Kommunikation und Rundfunk ist das sicher in vielen Teilen erreicht. Es bildet sich ein Cluster von Konsumenten, die im Rahmen der Möglichkeiten auch Mitgestalter sind. Radio Utopie ist auf dem Weg sich zu einem sozialen Netzwerk zu entwickeln und wird nach meiner Kenntnis, in dieser Breite eines der ersten sein.
Genau diese Forderung nach der Bildung von sozialen Netzwerken um die Blogs herum, stellt jetzt auch Six-Apart-Chef Chris Alden wie das upload Magazin berichtet. Jan Tißler der Autor steht Alden nicht unkritisch gegenüber, aber auch er kommt nicht umhin, die Sache an sich zu bejahen, zumal die Zahlen für sich sprechen.
Laut des Marktforschungsunternehmens comScore hatten in den USA im August 2008 alle Blogs zusammengenommen rund 77 Millionen verschiedene Besucher (”unique visitors”). MySpace hatte 75,1 Millionen und Facebook 41 Millionen (Quelle: eMarketer, via brainwash)
Word Press ist bereits im Boot und will noch in diesem Jahr entsprechende Plugins herausgeben. Aber andere haben längst ihre eigenen Elemente eines sozialen Netwerks geschaffen. F!xmbr hat mit seinem verbesserten Twitterclone Lallus.net auf identica Basis und der Jabber Lallus Bridge hervorragendes geleistet. In diesem Zusammenhang wäre eine Public-Timeline für alle Lallus-Mitglieder denkbar, die praktisch einen unendlichen Kommentarstrom der F!xmbr-Gemeinde bilden könnte.
Dazu Jabber als das freie Chatsystem.
Nicht unerwähnt bleiben soll auch der Hinweis von Jan Tißler auf Robert Basic.
Schaut man sich Blogs heute genau an, stellt man sehr bald fest: Sie sind bereits soziale Netzwerke, nur sie machen wenig daraus. Jedes Blog hat beispielsweise einen festen Kreis von Lesern. Viele davon haben den RSS-Feed abonniert und sind daher immer auf dem Laufenden über neue Artikel. Hat man eine gewisse Grenze bei den Leserzahlen überschritten und sind die Themen interessant und streitbar genug, kommen auch die ersten Kommentare. Bald stellt man fest, dass es Stamm-Kommentatoren gibt, die immer wieder dabei sind. Noch später kann es sein, dass man Fans gewonnen hat, die das eigene Blog sogar gegen Angriffe verteidigen oder Kommentar-Trolle bekämpfen.
Um einen Blogger wie Robert Basic scharen sich die Leser geradezu. Man erkennt es hier nicht nur an den immer wiederkehrenden Kommentatoren, sondern auch an den Verweisen auf sein Blog und vor allem an den “Blogroll” genannten Linklisten auf anderen Blogs. Denn mit einem solchen Link zeigt man nach außen: Das finde ich gut, das lese ich.
Man könnte sogar noch erweitern, dass es gar Angriffskriege und Abwehrschlachten unterschiedlicher Freundeskreise von Blogs gibt. Es ist soziales Netzwerk und am meisten durch die zu geringe Kommunikationsmöglichkeiten begrenzt. Teilweise wird da um Shoutboxen gekämpft, als ginge es um das eigene Leben. Sie sind eben ein Kommunikationsmittel und die User wollen sich keines nehmen lassen. Sie werden weitere verlangen und bekommen.
Robert Basic ist von der Idee nicht so sehr angetan. Das liegt natürlich auch daran, das Robert als Bloggott mit Infos zugeschmissen wird und schon mehr Kommunikation hat, als er wirklich abarbeiten kann. Aber er ergänzt die Geschichte um einen weiteren Gedanken.
Jan schreibt: Blogs: Viele, viele kleine Facebooks. Und greift die Idee auf, dass man den Lesern ein Mini-SN anbieten könnte, um sich besser austauschen und verbinden zu können. Bei einem Fachblog wäre das für mich das klassische Forum (siehe zB Netbook Forum vom EEE PC News Blog oder das PSP Forum zum Blog PSP Freak). Daher sehe ich keinen Nutzen, ein Mini-SN ans Blog dranzuflanschen, weil ein Forum erstens bekannt und zweitens ideal zum Austausch geeignet ist. Höchstens könnte man das Blog-Forum um ein SN-Modul erweitern, was absolut Sinn macht
Der Gedanke gefällt mir auch. Er gefällt mir vor allem für die vielen kleinen Blogs, zu denen ja auch Duckhome zählt. Obwohl die Blogsoftware Serendipity oder s9y sogar ein abgespecktes Forum mitbringt, bin ich nicht der Überzeugung, das dieses Forum von Duckhome alleine getragen werden könnte. Es ist einfach nicht genug Stoff da.
Duckhome hätte vielleicht fünf bis sechs Themen die langfristig disktutiert werden könnten und zu denen es immer wieder neues gibt. Da sich der Schwerpunkt von Duckhome auf die Errichtung eines neuen besseren gerechteren und verantwortlicheren Deutschlands richtet ist auch schnell klar, dass die Meinungen von Duckhome viel zu kontrovers sind um für sich alleine in einem Forum bestehen zu können. Das ist auch eine Zeitfrage. Man müsste den echten und vermeintlichen Trollen viel zu schnell die Tür vor der Nase zuschlagen, was der Sache an sich schadet.
Aber wenn es ein Fach-Forum zu einem Fach-Blog geben kann, dann muss es doch auch möglich sein, den Usern oder den sozialen Netzwerken vieler unterschiedlicher Blogs zu einem Fach-Forum zu verhelfen. In meiner Domainsammlung fand sich noch die Denkfabrik Deutschland, die ursprünglich mal zu ähnlichen Zwecken errichtet wurde, aber dann nach dem Zerfall der Initiative und mangels Datensicherung den Bach hinunterging.
Natürlich ist der Name "Denkfabrik Deutschland" ziemlich hochtrabend, aber vielleicht treten dort bessere Denker auf, als wir es damals waren. Die Denkfabrik Deutschland soll keine Erweiterung von Duckhome werden. Duckhome wird dort die gleichen Rechte haben, wie jeder andere Blog der mittun will. Ich wünsche mir basisdemokratische Entscheidungen und einiges steht dafür, das genau dies auch erreicht werden kann.
Selbstverständlich ist da noch alles öde und leer. Zwei mickrige Themen habe ich eingestellt. Aber es ging vor allem darum die Tür zu öffnen und dann gemeinsam etwas zu machen. Deshalb wurde auch so wenig wie möglich festgelegt. Selbst wenn jetzt einige Regeln erstellt, oder besser von anderen Foren abgekupfert werden, ist das nur ein Vorschlag, der einer Abstimmung bedarf.
Mal sehen ob das Angebot angenommen wird. Es wird der deutschen Blogwelt nicht zu mehr Ansehen und Einfluss verhelfen, aber wenn wir nur ein Thema aus der theoritischen Diskussion in die praktische Realisierung bringen können ist viel erreicht. Auch wenn es vielleicht Jahre dauert. Aber wenn wir heute nicht anfangen, dauert es noch ein paar Tage länger.
Tags für diesen Artikel: blog, identica, internet, jabber, radio utopie, soziale netzwerke, twitter, web
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Mir ist ein persönlicher Kontakt auf der Straße authentischer als die Anonymität des Internets.
Es hat sich bei einigen Artikeln auf Duckhome gezeigt, das es schade ist, dass eine Diskussion in den Kommentaren immer nur für wenige Tage geführt werden kann, weil die Beiträge dann soweit nach hinten rutschen, das sie nur noch selten von neuen Lesern erreicht werden. Normalerweise beschäftigt sich ein Block mit Tagesereignissen und wenn etwas schon einmal hier gesagt wurde, wird auch auf alte Beiträge verlinkt.
Möglicherweise würde eine intensive Diskussion erst dann zustande kommen, wenn es nicht alle Tage etwas Neues zu berichten gäbe. Es bleibt keine Zeit für einen ernsthaften Diskurs.
Eine PROFI-Software (Foren-Software) sollte Abhilfe schaffen. Dann wäre aber die BLOG-Sphären (Atmosphäre) möglicherweise dahin.
Dennoch darf darüber nachgedacht werden.
Zumindest ist ein Anfang schon mal gemacht.
Wikis gibt es zum Beispiel bei Mein Parteibuch.com. Aber leider nutzen wir sie, mich eingeschlossen viel zu wenig, bis auf Wikipedia. Das sollten wir im Rahmen eines eigenen Wörterbuchs vielleicht ändern. wenn wir nicht anderen die Hoheit über die deutsche Sprache überlassen wollen.
Aber du hast recht, ein Wiki könnte eine Ergänzung für ein Forum sein. Am Ende werden Blogs, Microblogging Foren,Wikis, Kommunikation wie Jabber und IP-TV wie IP-Radio zusammenfließen müssen um sich durchzusetzen.
Es gibt so viele gute Podcasts und Videocasts die zusammengefasst schon ein ganzes Vollprogramm füllen würden.
eine weitere Community, um die zerrissenen Kommentare in den verschiedenen Blogs übersichtlicher zu machen?
Hmm, das könnte funktionieren - aber nur dann, wenn man die Kommentare verlagern würde: aus den Kommentarspalten der Blogs in eben dieses Forum. Ansonsten läuft man Gefahr die Dinge noch komplizierter zu machen. Es gibt ja bereits zu jedem Themenbereich und jeder Lebenslage mindestens eine Internet-Community. Dies wäre dann eine Community über die Blog-Community...
Wenn ich mir die plumpe Werbung erlauben darf (ansonsten einfach löschen):
Meine Seite N-DEX.DE ist vor kurzem online gegangen (noch im Testmodus). Ich habe monatelang gegrübelt, wie man die Wirrungen innerhalb der News-Portal- und Blogszene übersichtlicher machen kann, wie man denjenigen Lesern einen wertvollen 'Einstieg' in die Matrix ermöglicht, die beispielsweise nicht die Zeit oder Lust haben sich durch die gesamte deutsche Bloglandschaft backzulinken und trackzubacken (so wie ich).
Was soll ich sagen, ich bin für mich persönlich zu dem Schluss gekommen, dass die 135647895402314. Kommentarspalte die Dinge nicht vereinfacht, und mich ganz gezielt GEGEN die Schaffung einer Diskussionsplatform entschieden.
Sollte die 'Denkfabrik Deutschland' aber Zulauf haben, kannst du auf mich als Mitleser definitiv zählen. Denn - und das ist kein Scherz - ich liebe die Diskussionen in Blogs und Foren so sehr, dass ich selbt sehr selten kommentiere, aus Angst ich könnte durch die vergeudete Zeit irgendetwas verpassen...
MfG
Die Denkfabrik Deutschland wäre ein Thinktank für Themen die sich mit der Weiterentwicklung eines besseren Deutschlands beschäftigt, aber nicht mit der Verbesserung der Brennstoffzelle.
Es geht darum das gemeinsam als Thema zu halten, was ein einzelner Blog nicht alleine schaffen kann. Synergie ohne Selbstaufgabe.
Ein von mehreren Blogs promotetes Forum wird vermutlich aktiver sein - was aber wäre daran NEU? Es gibt doch zig Diskussionsmöglichkeiten allüberall??
Mir persönlich gefällt die Konzentration auf einen aktuellen Artikel: da steht das Thema und weniger die Selbstdarstellung im Vordergrund, wenn sich ein Gespräch entwickelt. Und dass es auch mal wieder VORBEI ist, finde ich GUT, denn eine ÜBERSICHTLICHE Kommentarstrecke lesen die Leute noch, ewig lange, zeitlose Thread eher nicht. Da reihen sich dann alsbald die immerselben Inhalte untereinander und Newcomer wenden sich gelangweilt ab oder posten eben ohne das bisherige zu lesen ihren Senf darunter.
Das ist bei 3900 Artikeln nicht viel. Es würde sich also nicht lohnen dafür ein Forum offen zu halten.
Rechne das ganze aber mal auf die deutsche Blogosphäre hoch. Dann lohnt sich ein Forum für derartige Artikel.
Es geht darum, Themen die in vielen Blogs als wichtig erachtet werden, an einer Stelle zusammenzufassen, bevor sie wieder in der Versenkung verschwinden.
Die sog. Themen (Rezepturen für mögliche Entwicklungen) sollen dann ausführilch diskutiert werden. Um das zu gewährleisten benötigen Sie im Endeffekt ein Zusatzmodul zur Blogsoftware.
Oder man baut eine Art-News-System auf.
Software hier:
http://www.newsphp.com/
http://demo.newsphp.com/?skin=Aphrodite
... beinhaltet eine Blog-Software.
oder hier:
http://www.phpcow.com/
... beinhaltet ein Community-Forum.
Ein weitere Möglichkeit wäre dann eine reine Foren-Software wie bspws. vBulletin in Verbindung mit einem kleinen Content-Management-System (eigentlich ein Framework) namens vBCMS. Vorteil: vBCMS integriert sich komplett per Installation in die Forensoftware vBulletin.
Die letzte Möglichkeit - Zusatzmodul entwickeln lassen. Schwierig ist´s allemal.
Natürlich übernehme ich keine Haftung für meine Aussagen :-).
ich habe da etwas für Sie. Ist OpenSource-Software und die Blog-Software WordPress soll in kürze in das Content-Management-System ImpressCMS als Modul komplett integriert werden.
Hier das kostenfreie CMS. Stöbern Sie auch dort im Forum.
ImpressCMS:
http://www.impresscms.de/