Ich habe die taz schon lange nicht mehr auf dem Radar, weil sie ähnlich wie die Frankfurter Rundschau schon lange alles verraten hat, für das sie einmal stand. Aber wie weit sie heruntergekommen ist, durfte ich heute in einem Brechreiz erzeugendem Artikel von Waltraut Schwaab über Prof. Wolffsohn erfahren. Da schleimt sich Frau Schwab an einem Mann der nicht nur für Folter ist sondern auch Gnade vollständig ablehnt, weil
dem abendländischen Verständnis, nach dem Gnade allein Gott ausübe. Gnade durch Menschen und für Menschen sei daher «ein Widerspruch in sich selbst, eine kultur- und religionshistorisch geradezu ketzerische Anmaßung ist.
Frau Schwab ficht diese ekelhafte Seite des Wolffsohn allerdings nicht an, sondern ihre Zunge durchwandert das ganze Innenleben dieses Herrn und fördert zum Schluß auch noch seine übliche Ausrede zu Tage:
Schlimmer noch. "Keine Angst vor Deutschland" heißt eines seiner Bücher. Und er meinte es. Aber mittlerweile hat sich auch bei ihm Furcht eingeschlichen. Seit den 80er-Jahren nimmt der Antisemitismus stetig zu, sagt der Historiker. 15 Prozent der Deutschen seien antisemitisch eingestellt, 5 Prozent bereit, diese Haltung mit Gewalt durchzusetzen. Er denkt ans Auswandern. Nach Amerika. Wie Mascha Kaléko. "Sich Sisyphus als glücklichen Menschen vorzustellen - diese Souveränität habe ich nicht mehr", sagt er.
Der arme Herr Wolffsohn, wo er doch so ein Gutmensch ist fühlt er sich als Jude verfolgt. Aber da irrt er. Die Tatsache das er Jude stört bei ihm wie bei Michel Friedmann niemanden. Er wie auch Friedmann werden nicht als Juden abgelehnt sondern weil sie einen miesen, mißgünstigen Charakter haben und im Prinzip den Machenschaften der Naziverbrecher huldigen, solange diese sich nicht gegen Juden richten.
Den gnadenlosen folternden Wolffsohn unterscheidet nichts, aber auch gar nichts von einem gnadenlosen folternden Gestapomann. Allerdings können wir davon ausgehen das der Gestapomann mit einiger Sicherheit kein Jude war, sondern nur ein Arschloch. Aber die Tatsache das Wolffsohn Jude ist, macht ihn auch nicht besser, weil er aus dem Schrecken des Holocaust eben nichts gelernt hat.
Wolffsohn und Friedmann sind kein jüdisches Problem. Diese Art von Unglücksvögeln haben wir in jeder Religion und auch bei den Atheisten . Ich befürchte es noch nicht einmal ein deutsches Problem. Es gibt sie überall.























Ein Arschloch ist und bleibt nun mal ein Arschloch. Allenfalls ist es eine Charakterfrage.