Wir hatten es schon so oft: Antiislamsierungskongresse und -demonstrationen als populistisches event, aktuell um den Europawahlkampf zu eröffnen. Fällt man auf den Bauch, so hat man doch Presse, muss sich die NPD überlegt haben und zieht am Samstag durch Bochum und die Bochumer Polizei erlaubt das:, was die Bochumer Polizei erlaubt. Und das ist auch gut so.

Der Westen schreibt:
Bochum. Am 25. Oktober stehen Bochum eine Demo und Gegenkundgebungen ins Haus. Die Bevölkerung organisiert bereits eifrig Gegenveranstaltungen. Auch SPD-Chef Franz Müntefering hatte in Bochum dazu aufgerufen, gegen die "braune Soße" Flagge zu zeigen
Am Samstag, 25. Oktober, will sich die NPD zu einer landesweiten Kundgebung in Bochum sammeln, um vor "Überfremdung", "Islamisierung" und "Ausländerkriminalität" zu warnen. Der Treff der Rechtsgewirkten, vom NPD-Landesverband organisiert und angemeldet, soll um 12 Uhr am Hauptbahnhof sein. Eine Gegenkundgebung, die vor der "braunen Soße" (so jüngst Franz Müntefering) warnen will, soll um 10.30 Uhr auf dem Dr.Ruer-Platz im Zentrum Bochums stattfinden.
Auch die TAZ berichtet darüber:
Der Bochumer NPD-Aufmarsch gehört zu einer Strategie, mit der die rechtsextreme Szene für die Kommunalwahlen 2009 und die Landtagswahlen 2010 mobilisiert werden soll. "NPD und ,Pro NRW' wollen über die Rathäuser den Sprung in den Landtag schaffen", warnt Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP).
Dabei konzentriert sich die NPD auf das wirtschaftlich schwache Ruhrgebiet: Mit Slogans, die "vordergründig sozialpolitische Themen wie Hartz IV aufgreifen", solle "die Grenze zwischen Rechtsextremismus und sozialer Protestbewegung verwischt" werden, analysiert der Landesverfassungsschutz.

Doch es gab
breiten Protest dagegen, und das ist die wirkliche Nachricht: so, wie in Köln vorgemacht, wird es auch im Ruhgebiet nachgemacht, und so geht es anscheinend, denn, was man auf dem Weg durch das Internet erfährt: auch in
Dortmund gab und gibt es Neonazi-Aktivitäten und ein erfolgreiches breites Bündnis dagegen:
Dagegen hat sich ein großes Bündnis vieler Gruppen zusammengefunden, um gegen die "neue Hetzkampagne" ein deutliches Zeichen zu setzen. Das Bündnis, mitgetragen von der evangelischen und katholischen Kirche und der jüdischen Gemeinde, von Gewerkschaften und allen im Rat vertreten Parteien, aber auch von Ruhr-Uni, Kreishandwerkerschaft, amnesty international und IHK, sagt unmissverständlich: "Wir wollen keine Nazis in unserer Stadt, keine Alt- und keine Neo-Nazis."
3000, nach einer
anderen Quelle 2500 Bürger demonstrierten gegen den Aufmarsch, der dann
kläglich unterging. So geht es, wenn man den Nazis Paroli bieten will!
Und in den Medien erfuhr man nichts.