Die
Edelweisspiraten waren eine Gruppe widerständiger
Jugendlicher, überwiegend im Rheinland, aber auch im Ruhrgebiet. Der Dachdeckerlehrling
Bartholomäus (Bartel) Schink war zunächst einer von ihnen, schloss sich aber danach einer anderen Gruppe an, der "
Steinbrück-Gruppe".
Hier wird seine Biographie noch ausführlicher dargestellt:
Die Steinbrück-Gruppe wird heute noch
kontroverser diskutiert, als die Edelweisspiraten, wozu auch heute noch einigen alten Kölnern nur einfällt, das seien
Kriminelle gewesen, Kölner Proletenkids halt.
Bartel Schink (den man auf dem
unteren Bild in der Mitte sieht) wurden u.a. fünf Morde zur Last gelegt. Die Jugendlichen mussten alle durch das berüchtigte
El-De-Haus, damals das Hauptquartier der Gestapo, heute eine sehenswerte
Gedenkstätte. Die gesamte, von der Gedenkstätte erstellte Chronik und noch mehr kann
hier eingesehen werden.
2005 wurde ein interessantes Musikprojekt aufgelegt, über das man sich
hier informieren kann.
Der Film, der die Ereignisse etwas frei interpretiert, ist sehenswert.
Die Zukunftspläne der - wenigen - Überlebenden waren nachhaltig zerstört.
Jean Jülich, in Yad Vashem als gerechter unter den Völkern geehrt, war nach dem Krieg Gastwirt und Kiosk-Inhaber, und selbst da machte man ihm Schwierigkeiten,
Gertrud Koch die eigentlich einen sozialen Beruf hatte ergreifen wollen, wurde Schaffnerin bei den Kölner Verkehrsbetrieben.
Die Verwaltungsbehörden behandelten uns zwar als Opfer eines Unrechtregimes, aber nicht als Angehörige des politischen Widerstandes. Auch die Bezirksregierung Köln, die damals für das Bundesentschädigungsgesetz zuständig war, stufte die Edelweiß-Mitglieder nicht als politisch Verfolgte ein. Erst am 16. Juni 2005 wurden wir im Plenarsaal des Kölner Regierungspräsidiums im Rahmen eines Festaktes als Widerstandskämpfer anerkannt.
Jean Jülich und Barthel Schink wurden 1984 von der Gedenkstätte Yad Vashem als "Gerechte unter den Völkern geehrt. Seit 2005 gibt es das Edelweisspiratenfestival:
Überflüssig zu sagen aber: Jean Jülich hat sich bereits bei der berühmten Aktion "
Arsch huh, Zäng ussenander
Heute engagiert sich er sich gegen Pro-Köln, wie alle Künstler in diesem Clip. Am 16. Juni 2007 war er in den vordersten Reihen der
Gegendemonstration gegen den Anti-Moschee-Aufmarsch von Pro-Köln:
...von seiner "Heimatsatadt"...
Ich hoffe du gehörst nicht zu denen,
die über die Rechtschreibung in der Bild spotten und nebenher ihre eigenen Artikel auf 2 Flaschen Rotwein schreiben ;)
Zudem frage ich mich wirklich, ob es wirksam und ratsam ist, sein Augenmerk ständig auf die negativ behafteten Daten zu richten anstatt die gleichmütige Aufmerksamkeit auf die Themen der Gegenwart zu richten, die eine klare und unbeschwerte Zuwendung brauchen, um effektiv gelöst werden zu können.
Ich finde es schade, das viele Alternativportale über Schattenorganisationen berichten, es am Ende dennoch nicht wagen, konkrete Lösungsvorschläge hervorzubringen, die solche Aktionen verhindern könnten.
Jetzt nicht speziell auf diesen Artikel bezogen.
vg,
derposi.