Wer übrigens glaubt, das Island und die Schweiz nicht vergleichbar seien, weil in Island ja die Bankeinlagen das Bruttoinlandsprodukt um das Neunfache übertreffen und in der Schweiz nur um das Siebenfache, der irrt schrecklich. Denn die kurzfristigen Verpflichtungen der Schweizer Banken betragen das dreizehnfache des Schweizer Bruttoinlandproduktes während es bei den Isländern nur das Fünffache war, bevor sie pleite gingen.
Die Schweiz steht auf der kurzen Achse genau wie England sehr viel schlechter als Island da. Natürlich profitiert die Schweiz immer noch von deutschen Fluchtgeldern die in den angeblich sicheren Schweizer Frankenhafen einlaufen. Ein Irrtum den diese Anleger noch teuer bezahlen werden.
Direkt nach den Wahlen, spätestens aber nach dem Präsidentenwechsel werden Hank Paulsens Jungs die Wallstreet nicht immer wieder einmal in Plus führen. Egal ob die erneuten Fehlbeträge bei der AIG als auch die weiteren Mittel die für andere Banken und Versicherungen notwendig sind, ein Ende der Fahnenstange ist absehbar. Wenn jetzt die Pensionsfonds zusammenbrechen, womit ernsthaft zu rechnen ist, dann wird es eine Aktienschwemme auf dem Markt geben, die niemand mehr aufhalten kann.
Die Kurse werden im Minimum ihre Tiefststände noch einmal weit unterbieten. Ein Dax unterhalb der 2.800 Punkte und ein Dow unter 4.000 Punkte ist absolut realistisch. Das bedeutet, das bei der Neubewertung des Anlagenvermögens erneute Abschreibungen in Bereichen von mehreren hundert Milliarden notwendig sind. Egal mit welchen Bilanzierungstricks auch immer gearbeitet wird, das werden die meisten Banken nicht aushalten, zumal ja auch die gebündelten Kreditkartenkredite und die deutschen Pfandbriefe noch mit viel Unheil drohen.
Die Schweiz lebt zum großen Teil von den Geldern der Steuerflüchtigen, Kriminellen, Diktatoren, Waffen und Drogenhändlern, die in der Schweiz gebunkert sind. Diese Leute sind bereits seit einiger Zeit dabei ihr Geld vorsichtig abzuziehen. Niemand möchte in der Schweiz ein neues Island erleben. Wenn aber 20 - 40 Prozent des Schweizer Bruttoinlandproduktes aus Bankgeschäften kommen, dann ist klar, was Verluste hier bedeuten. Die Schweiz wird rapide abstürzen und ihrer so schon nicht bedeutenden Industrie droht ein schneller Tod.
Wahrscheinlich wird Island unter den Schutz des Euro flüchten. Dieser Ausweg bleibt der Schweiz aber verwehrt. Sie kann aufgrund ihrer seltsamen Bankenpolitik und der Unterstützung von Kriminellen und Diktatoren eben nicht unter diesen Schirm, zumal ein Teil ihrer Bürger das auch nicht will und nicht mittragen würde. Sie wird also alleine kämpfen müssen.
7,5 Millionen Schweizer sind dafür aber, bei allem Fleiß und aller Anstrengung einfach zu wenige. Hinzu kommt das Island weitgehen energieautark ist, was für die Schweiz nicht zutrifft. Auch wenn man die Schweizer Bankenpolitik nicht mag, würde man der Schweiz wünschen, dass sie durchkommt. Allerdings befinden wir uns nicht am Ende der Krise sondern auf einer schiefen Ebene und dort im obersten Drittel.
Die Hypotheken sind aufgearbeitet. Jetzt kommen die Kreditkarten und Konsumentenkredite, dann die Verluste aus Autoleasing und aus Gewerbekrediten für Firmenkäufe. Es ist also noch ein langer Weg. Nicht alles wird vollständig wertlos sein, aber viel zu vieles. Es ist sehr unwahrscheinlich das die Schweizer Banken diesen Sturm überleben.
Die amerikanischen und europäischen Banken können sich immer noch hinter ihren starken Zentralbanken verstecken. Diese Möglichkeit hatte Island nicht und die Schweiz und England haben sie auch nicht. Das macht ein Überleben fast unmöglich. Aber manchmal gibt es ja auch Wunder.
Die Schweiz (die Schweizer mögen mir verzeihen) wahr bankentechnisch doch in der Vergangenheit eher viel mehr ein Hort für, sagen wir vorsichtig, undurchschaubare Geschäfte. Ob die Nazis, die Drogenbarone oder normale Wirtschaftkriminelle; alle tummelten sich mit ihrem Geld ebenda. Nun soll die Schweiz bzw. die Banken auch am Ende sein? Glaub ich nicht so einfach, denn wo sollen den dann die ganzen Billionen sein, die das System hinterm System etc. hat? Wohl kaum im Amiland. Auch nicht in Asien und schon gar nicht in der EU.
Gibt es doch den sagenhaften Tresor von Dagobert Duck?
Dort wurde sogar das Bankengesetz extra verändert
Nun gut, das mit den Geldern der "Steuerflüchtigen, Kriminellen, Diktatoren, Waffen und Drogenhändlern" stand da so nicht drin. Aber es wahr ja auch in der NZZ.
Doch das Szenario, dass Du hier entwürfst wurde dort bereits genauso befürchtet. Dabei war Island noch gar nicht eingerechnet.
Also, im September haben sie es bereits in der Schweiz befürchtet. Im November hat es Hoff verkündet. Wartern wir nun auf das Ereignis.