Zur Einstimmung auf den dritten und letzten Teil meiner "Feindbild-Serie" habe ich diesen Artikel noch mal ge-updated. Diesen dritten Teil muss ich leider aus technischen Gründen ein wenig verschieben. Aber wir haben ja genug Themen - die auch schon auf den Artikel hinweisen. So zum Beispiel die Aussage des Publizisten Matthias Küntzel nach der hierzulande keine muslimischen Gräber geschändet werden. So auch Leute aus den eigenen Reihen, die, wie Alan Posener sich neuerdings differenziert/er äussern, auf einmal ganz doll Prügel kriegen und offenbar degradiert werden.
Der folgende Artikel erschien zuerst am 5. November unter dem Titel:
"Gräberschändungen in Hamburg - Juden und Muslime Seite an Seite" und wurde überarbeitet und ergänzt.
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Matthias Küntzel vs. Alan Posener: eine Aussage und eine Degradierung
Ob Herr Küntzel und Frau Eussner wieder "Judenhass" gesucht haben? Nun, den kann man da nicht finden, wo "die Juden" es ablehnen, sich vor solche Karren spannen zu lassen.
Was weiss man über die Neandertaler? Sie hatten eine Religion und begruben ihre Toten. Sie wurden von ihren Vettern, den homines erecti in Europa verdrängt, neben denen sie noch einige Zeit herlebten. Wir kennen die Gräber der Kelten, weil ihre Nachbarn sie respektierten und die Gräber der Skythen auf dem Eurasischen Kontinent. Allen Kulturen ist gemeinsam, daß sie die Gräber der Anderen respektiert haben.
Bloß unseren "Islamkritischen" ZeitgenossInnen ist der Respekt vor den Traditionen Anderer vollkommen fremd. Wie sie gegen jede Lebensäusserung derer hetzen die sie nicht verstehen wollen, so hetzen sie auch gegen muslimische Beerdigungsriten - die sie nicht verstehen. Wie einem "Neger" keine Trauer über eine geliebte Angehörige zugestanden wird, so wird natürlich auch auf den Wunsch der "Mohammedaner" hyperventiliert, ihre Toten gemäß ihres Glaubens zu bestatten - was viele von ihnen dazu bringt, die Toten ins Herkunftsland auszufliegen. Das hatten sie übrigens lange Jahre gemeinsam, mit denjenigen Polen, die nach dem zweiten Weltkrieg aus den nunmehr der Sowjetunion zufallenden Gebieten nach den ehemals deutschen zwangsumgesiedelt worden waren: auch sie wagten es lange nicht, in ihren neuen Wohngebieten, die erst mit den Ostverträgen Heimat wurden, ihr Toten zu bestatten, sondern flogen sie in die alte Heimat, die nunmehrige Sowjetunion aus. Wie Moscheen bedeuten Gräber Heimat, und so ist es nur logisch, daß die "Islamkritik" auch gegen islamische Gräberfelder anrennt - und sei es mit Schweineköpfen, was uns übrigens sehr daran erinnert, wie sich seinerzeit der "Stürmer" über angebliche jüdische Sonderrechte empörte:

Nun, daß Kübeline auch etwas gegen Juden hat, wissen wir spätestens seit ihren Ausfällen gegen Eldad Beck.
Die Schändung muslimischer Gräber scheint jetzt in Mode zu kommen:
• im April in Frankreich:
Selbstverständlich wird jetzt die Schändung des muslimischen Gräberfeldes in Hamburg-Öjendorf "islamkritisch" umfunktioniert. Es wird zwar auf die WELT verlinkt (wo Alan Posener dereinst ja PI zu "Kollegen" adelte), doch wohlweislich trotz des ellenlangen Postings unterschlagen, was in den Polízeiberichten selbst steht:
zur Kirchenschändung in Poppenbüttel:
zur Gräberschändung in Öjendorf:
• Österreich Auch hier wurden, wie in Hamburg, die Gräber mit jüdischen Symbolen verziert; was unser größtdeutsches Blog, auf dem der Kommentarbereich verzweifelt hofft, dass sich doch noch muslimische Schuldige dingfest machen lassen, nicht begreift. Nun, der Mißbrauch von Davidsternen zu fremdenfeindlichen Taten ist genauso antisemitisch wie, sagen wir mal, das Label "pro-israelisch" oder die Aussage "we support Israel" auf einem fremdenfeindlichen Blog. Wenn die Polizei von "Wirrkköpfen ohne politisches Wissen" spricht, hört sich das zwar an, wie die kurze und knackige Beschreibung des typischen Lesers eines, ich sach' ma', "islamkritischen" Blogs, aber auch ich will hier nicht vorgreifen.
Übrigens ist auch von Herrn Posener Erstaunliches zu lesen:
Wer den Antisemitismus bekämpfen will, muss auch die Islamophobie bekämpfen. Ja, guck'...
Da dieser Eintrag über die Hauptseite nicht mehr auffindbar ist, sondern statt dessen ein Eintrag über Katholische Islamversteher steht, haben wir den Artikel natürlich gesichert.
Und Herr Posener lässt wirklich Erstaunliches hören, bzw. lesen:
Wir sind die Achse des Guten, nicht die Achse der Eiferer.
Was sich schon im April diesen Jahres abzeichnete:
Wobei er nicht nur von den Gutachslern jetzt ganz doll Haue bekommt, sondern auch, da er wohl in letzter Zeit schon öfters bösi war, anscheinend berufliche Konsequenzen hinnehmen musste. Steinbergrecherche schreibt (was ich aus rechtlichen Gründen jetzt nicht verlinke):
So traurig das alles ist: ein erfreuliches Ergebnis: der Schulterschluss zwischen Juden und Muslimen - z. B. in Belgien schon längst stabil - wird jetzt auch hier in Deutschland enger. (Duckhome berichtete, was ich allerdings hier nicht verlinken kann, da in dem Posting unser ehemaliger Prozessgegner erwähnt wird, vovon ich mich natürlich distanzieren muss.) Dort berichtete Jochen darüber, wie der Herausgeber der jüdischen Monatszeitschrift Joods Actuel, Michel Freilich, dem Vlaams Belang in Gestalt von Filip Dewinter einen Korb gab. Eigentlich wäre Michel Freilich ein Bilderbuch-Israeli so recht nach dem Herzen von Gudrun Eussner: Hat in Israel studiert, ist engagierter Reserveoffizier, vehementer Befürworter des Bethlehem Walls. Aber da er sich nicht vor irgendwelche Karren spannen lässt, wohl eher doch nicht.
Der Vlaams Belang hatte mit den Juden in den "Krieg gegen den Islam" ziehen wollen, sich allerdings dabei eine Abfuhr geholt, was Michel Freilich ausformuliert hat:
Später wird Michael Freilich Filip Dewinter klarmachen, daß sich die Juden Belgiens keinesfalls in einen "Krieg gegen den Islam" hineinziehen lassen, sondern mit Belgiens Muslimen die Reihen schliessen.
Schon 2004 hat in Deutschland der Jüdische Kulturverein vor dem Aufkommen von Islamophobie gewarnt:
Es gibt das Projekt Abraham-Ibrahim, und heute in Hamburg eine Gemeinsame Erklärung. von Schura und Jüdischer Gemeinde. Das tut gut.
Mittlerweile gibt es eine recht ansehnliche Liste der Schändungen muslimischer Gräber, von denen Bloggerkollege PK eine kleine Auswahl zusammengestellt hat. Zugegeben nicht nur in Deutschland, aber wir wollen ja nicht beckmessern, nicht wahr?
Was weiss man über die Neandertaler? Sie hatten eine Religion und begruben ihre Toten. Sie wurden von ihren Vettern, den homines erecti in Europa verdrängt, neben denen sie noch einige Zeit herlebten. Wir kennen die Gräber der Kelten, weil ihre Nachbarn sie respektierten und die Gräber der Skythen auf dem Eurasischen Kontinent. Allen Kulturen ist gemeinsam, daß sie die Gräber der Anderen respektiert haben.

Nun, daß Kübeline auch etwas gegen Juden hat, wissen wir spätestens seit ihren Ausfällen gegen Eldad Beck.
Die Schändung muslimischer Gräber scheint jetzt in Mode zu kommen:
• im April in Frankreich:
Sogar einen Schweinekopf hängten die Täter an eines der Gräber. Der Hass richtete sich auch gegen ein Mitglied des Kabinetts...Die Schmierereien richteten sich demnach eindeutig gegen den Islam und beleidigten die französische Justizministerin Rachida Dati, die nordafrikanische Wurzeln hat. An einem der Gräber sei sogar ein Schweinekopf aufgehängt worden.(Das es Frau Dati somit nichts nützt, sich hin und wieder ebenfalls "islamkritisch" zu positionieren, sei nur am Rande erwähnt.)
Selbstverständlich wird jetzt die Schändung des muslimischen Gräberfeldes in Hamburg-Öjendorf "islamkritisch" umfunktioniert. Es wird zwar auf die WELT verlinkt (wo Alan Posener dereinst ja PI zu "Kollegen" adelte), doch wohlweislich trotz des ellenlangen Postings unterschlagen, was in den Polízeiberichten selbst steht:
zur Kirchenschändung in Poppenbüttel:
02.11.2008 | 15:13 Uhr
POL-HH: 081102-6. Erheblicher Vandalismus in einer Kirche in Hamburg-Poppenbüttel
zur Gräberschändung in Öjendorf:
POL-HH: 081102-2. Muslimische Gräber geschändet - Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen
Nach ersten Einschätzungen der Ermittler lassen die Beschmierungen darauf schließen, dass diese antisemitische/fremdenfeindliche Tat zum Nachteil der Muslime offensichtlich durch Wirrköpfe ohne politisches Wissen verübt wurde und in dieser Art und Weise bislang einmalig ist.
• Österreich Auch hier wurden, wie in Hamburg, die Gräber mit jüdischen Symbolen verziert; was unser größtdeutsches Blog, auf dem der Kommentarbereich verzweifelt hofft, dass sich doch noch muslimische Schuldige dingfest machen lassen, nicht begreift. Nun, der Mißbrauch von Davidsternen zu fremdenfeindlichen Taten ist genauso antisemitisch wie, sagen wir mal, das Label "pro-israelisch" oder die Aussage "we support Israel" auf einem fremdenfeindlichen Blog. Wenn die Polizei von "Wirrkköpfen ohne politisches Wissen" spricht, hört sich das zwar an, wie die kurze und knackige Beschreibung des typischen Lesers eines, ich sach' ma', "islamkritischen" Blogs, aber auch ich will hier nicht vorgreifen.
Übrigens ist auch von Herrn Posener Erstaunliches zu lesen:
Wer den Antisemitismus bekämpfen will, muss auch die Islamophobie bekämpfen. Ja, guck'...
Da dieser Eintrag über die Hauptseite nicht mehr auffindbar ist, sondern statt dessen ein Eintrag über Katholische Islamversteher steht, haben wir den Artikel natürlich gesichert.
Und Herr Posener lässt wirklich Erstaunliches hören, bzw. lesen:
Wir sind die Achse des Guten, nicht die Achse der Eiferer.
Was sich schon im April diesen Jahres abzeichnete:
...Nicht der Sozialismus kommt wieder, sondern der Faschismus...Eins kann man also zwar nicht mit Sicherheit, aber doch mit einiger Wahrscheinlichkeit prognostizieren: unsere Feinde von morgen sind diejenigen, die sich heute als Verbündete gegen den Islamismus anbieten...
Wobei er nicht nur von den Gutachslern jetzt ganz doll Haue bekommt, sondern auch, da er wohl in letzter Zeit schon öfters bösi war, anscheinend berufliche Konsequenzen hinnehmen musste. Steinbergrecherche schreibt (was ich aus rechtlichen Gründen jetzt nicht verlinke):
So traurig das alles ist: ein erfreuliches Ergebnis: der Schulterschluss zwischen Juden und Muslimen - z. B. in Belgien schon längst stabil - wird jetzt auch hier in Deutschland enger. (Duckhome berichtete, was ich allerdings hier nicht verlinken kann, da in dem Posting unser ehemaliger Prozessgegner erwähnt wird, vovon ich mich natürlich distanzieren muss.) Dort berichtete Jochen darüber, wie der Herausgeber der jüdischen Monatszeitschrift Joods Actuel, Michel Freilich, dem Vlaams Belang in Gestalt von Filip Dewinter einen Korb gab. Eigentlich wäre Michel Freilich ein Bilderbuch-Israeli so recht nach dem Herzen von Gudrun Eussner: Hat in Israel studiert, ist engagierter Reserveoffizier, vehementer Befürworter des Bethlehem Walls. Aber da er sich nicht vor irgendwelche Karren spannen lässt, wohl eher doch nicht.
Der Vlaams Belang hatte mit den Juden in den "Krieg gegen den Islam" ziehen wollen, sich allerdings dabei eine Abfuhr geholt, was Michel Freilich ausformuliert hat:
Das Antwerpener jüdischen Monatsmagazins "Joods Actueel", Monatsblatt für die Juden von Antwerpen greift Filip Dewinter und den VB frontal an. Unter dem Titel "die 10 Todsünden des Vlaams Belang" sammelte sie Tatsachen, die beweisen, daß Antisemitismus und Nazismus in der Partei von Filip Dewinter noch immer lebendig sind.
Moderatorin: "Ihr Ansinnen an die Partei war sehr deutlich: Entschuldigungen für die gemachten Fehler und Ausschluß der Neonazis unter den Mitgliedern. Hat die Partei das gemacht?"
Antwort (Chefredakteur Michael Freilich ):
"Das war nicht ganz genau die Frage. Anlass war ein Brief, den wir von Filip Dewinter bekommen haben.
Darin schrieb er:
Die jüdische Gemeinschaft muß vor dem VB keine Angst haben. Wir sind Eure besten Freunde. Wir befinden uns gemeinsam in einem Krieg gegen den Islam.
Das hat für uns überhaupt nicht hingehauen, und daraufhin haben wir den VB etwas näher untersucht und sind dabei auf eine Menge Tatsachen gestossen: daß es Parteimitgliedergibt, die den Hitlergruß vollführen und trotzdem in der Partei bleiben oder Neonazi-Treffen in Österreich besuchen; es gibt auch welche, die negationistische Negationismus=Holocaustleugnung)Broschüren verkaufen. Will jemand wirklich unser Freund sein, bitten wir doch um einige elementare Dinge: schließt die, die den Hitlergruß zeigen und auf Nazi-Feste gehen aus der Partei aus und entschuldigt Euch für die Fehler der Vergangenheit. Erst dann können wir anfangen zu reden. Einerseits sagen sie, sie seien unsere besten Freunde, andererseits darf jemand, der sagt, die Ermordung von 6 Millionen Juden sei fabriziert, in der Partei bleiben.
Moderatorin: Warum schreiben Sie denn in Joods Actueel nicht aktiv gegen den VB an?
Michael Freilich: Das haben wir mit unserer Untersuchung doch bereits gemacht. Ansonsten möchten wir dieser Partei nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken.
Moderatorin: Solange sich Filip Dewinter nicht als Freund der Juden bezeichnet.
Michael Freilich: Ja.
Später wird Michael Freilich Filip Dewinter klarmachen, daß sich die Juden Belgiens keinesfalls in einen "Krieg gegen den Islam" hineinziehen lassen, sondern mit Belgiens Muslimen die Reihen schliessen.
Schon 2004 hat in Deutschland der Jüdische Kulturverein vor dem Aufkommen von Islamophobie gewarnt:
Zwei Seiten der Medaille:
Wider die Islamophobie
Jüdischer Kulturverein Berlin e.V.
Zunehmend scheinen Antisemitismus und Islamophobie zwei Seiten jener Medaille zu sein, in die stereotypes Handeln und neues Unverständnis mit großen Lettern eingraviert sind.
Es gibt keine rational nachvollziehbare Erklärung für die aktuelle Hysterie, die gezielt und ohne Rücksicht auf Verluste gegen Muslima und Muslime aller Länder, Sprachen, kultureller und sozialer Identitäten geschürt wird.
Es gibt das Projekt Abraham-Ibrahim, und heute in Hamburg eine Gemeinsame Erklärung. von Schura und Jüdischer Gemeinde. Das tut gut.
Mittlerweile gibt es eine recht ansehnliche Liste der Schändungen muslimischer Gräber, von denen Bloggerkollege PK eine kleine Auswahl zusammengestellt hat. Zugegeben nicht nur in Deutschland, aber wir wollen ja nicht beckmessern, nicht wahr?
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