Philipp Mißfelder ist für die CDU das, was
Egon Krenz für die SED war. Ein für deutsche Parteien typischer Berufsjugendlicher. Allerdings scheinen die Mitglieder der Jungen Union ihn und seine manchmal recht seltsamen Ansichten zu mögen, was ihm ja auch Wahlergebnisse von 89,1 Prozent der Stimmen beschwert und ihn auch da in die Nähe von Egon Krenz bringt.
Bei Egon Krenz war ja immer der Verdacht da, dass er die Blauhemden nicht loslassen konnte, weil da so viele hübsche junge Mädchen waren. Bei Mißfelder geht es wohl eher darum das er die Junge Union braucht um für seine kruden Ansichten überhaupt eine Basis zu haben. In einer anständigen Partei, wäre Mißfelder wahrscheinlich schon nach seinen Vorstoß ältere Menschen nicht mehr medizinisch zu versorgen, gestolpert. Aber die CDU nimmt eben alles.
Da darf er auch ruhig die Rente mit 70 fordern, weil er ja heute schon weiß, dass er nicht betroffen ist. Für seine Positionen wird er schon heute genug Gönner haben, die ihn finanziell auf Rosen betten. Aber nun scheint er der falschen Dame in den Hintern getreten zu haben. Angela Merkel die normalerweise das Gewäsch, das innerhalb ihrer Partei produziert wird, überhaupt nicht kommentiert und scheinbar auch nicht bemerkt, hat dem Mißfelder so richtig
die Meinung gegeigt.
Nicht das Angela plötzlich Positionen für die Menschen in Deutschland ergreifen würde, aber sogar ihr, die alles tut was die Neoliberalen und das Großkapital von ihr wollen, geht der Mißfelder zu weit. Normalerweise sollte man ja nicht auf die Klickstrecken der Systemmedien verlinken, aber in diesem Fall ist es ein Genuss. Schon das erste Bild mit dem süsslich lächelnden Mißfelder dürfte bei jedem Betrachter alle Warnsignale angehen lassen. Solche Menschen braucht niemand, an keiner Stelle. Wer den Fehler gemacht hat sie einzustellen, schmeißt sie sofort wieder raus. Aber schon beim zweiten Teil wird es richtig lustig.
Da fordert er die kapitalgedeckte Pflegeversicherung. Klar das hätte die Versicherungswirtschaft gerne. Dumm nur dass seine Auftraggeber wohl nicht mehr zahlen können. Denn der Vorstandsvorsitzende der Münchener Rück, Nikolaus von Bomhard, warnt ja schon laut davor, dass die deutschen Versicherungen in erheblicher Gefahr sind, weil sie zu viel Geld in Anleihen der deutschen Banken und in
Pfandbriefen angelegt haben. Aber das muss jemand wie MIßfelder ja nicht begreifen.
Das er die Arbeitsagentur zugunsten kommunaler Vermittlungen abschaffen will ist klar. Von den Kommunen kann er die Dinger dann an private Investoren weitergeben. Das hält der wirklich für Politik, auch wenn es nur ärmlich dünner Neoliberalsprech ist. Wenn er Ahnung hätte würde er die Vermittlung ins Internet legen und alle Firmen verpflichten, vernünftige und durchdachte Stellenbeschreibungen für jeden Job zu erstellen und auch jeden Job in dieser Weise anzubieten.
Aber er will ja nicht Vermittlung, sondern nur ein Geschäft mit den ausgegrenzten Menschen machen. Der nächste Punkt ist seine Angst vor einem Linksruck, die er immer wiederkehrend vor sich hin leiert. Dabei macht die SPD seit langem Politik rechts von der CDU, aber das bekommt Mißfelder ja nicht mit, weil er nicht verfolgt was passiert, sondern nur seine Meinung gebetsmühlenhaft ständig wiederholt.
Am besten aber ist seine Forderung nach Köpfen in der CDU. Da meint er sicherlich nicht Friedrich Merz, da meint er seinen eigenen Kopf. Aber die CDU ist zwar dämlich und auch bereit. solch verabscheuungswürdige Gesellen wie Hessens Koch zu ertragen. Einen Minister Mißfelder wird es wohl nur dann geben, wenn es der CDU so schlecht, geht, dass auch das keinen weiteren Schaden mehr bedeutet.
Jugendorganisationen von deutschen Parteien sind ja generell ein Problem. Aber was da ranwächst und auch wie viel braunes Gedankengut und Handeln da immer wieder hochkommt, ist erschreckend. Die CDU hat allen Grund sich vor diesem Nachwuchs zu fürchten. Von denen ist wirklich nichts gutes zu erwarten.
Manchmal, und ich weiss nicht, ob das am Alter liegt, denke ich, dass das Jungvolk von allen Parteien so widerwärtig ist. Mißfelder hatte sich ja beim letzten Mal, wie er in den Medien was sagen durfte, gegen die Versorgung von älteren Menschen mit künstlichen Hüftgelenken ausgesprochen.
Ja, genau:
Gruß
Alex
Also lieber solche Vergleiche machen, die passen. Wenn man die aber macht, dann hat ja gleich wieder der sog. Staatsanwalt das Wort!
Ansonsten ist Krenz wirklich schwer zu beurteilen. Das ist bei Mißfelder einfacher. Denn der hat gar nichts gutes an sich.