UPDATE 19.11.08
China zerschlagen
Bin weiter an der Tibetsache dran habe aber wenig Zeit. Was hier oben in dem verlinkten Artikl beschrieben wird, zeigt die perfide Intrige der angeblichen "Tibetunterstützer" die nichts anderes bezweckt , als die Autorität des Dalai Lama zu untergraben der aus gutem Grund
KEINE Abspaltung Tibets von China befürwortet. Warum wurde auf dieser Basis nie mit ihm verhandelt?!
Die Achtung und Verehrung der Tibeter für den Dalai Lama richtet sich auf die von ihm verwirklichten Attribute wie Mitgefühl, Friedfertigkeit usw..Attribute, die jeder praktizierenden Buddhist zu verwirklichen strebt....Als Gottkönig wird und wude er noch nie verehrt! Diese Vorstellung ist einem praktizierenden Buddhisten vollkommen fremd.
Es wurde seit langem davor gewarnt, dass ohne die Vermittlerperson
Dalai Lama das Chaos und der Aufstand in Tibet nicht mehr zu stoppen sei.
eine Annäherung
Einen sachlichen Beitrag von
Andreas Gruschke zur Tibetproblematik, möchte die Tibeterin in mir, die nach einer echten Lösung für den Konflikt sucht, trotz einiger Vorbehalte hier verlinken und kommentieren:
Die Lobby des Dalai Lama
Andreas Gruschke hat auf 50 Reisen und bei Forschungsaufenthalten fast alle Kreise Chinas mit tibetischer Bevölkerung besucht und mit vielen Tausenden Tibetern aus allen Schichten gesprochen. Als im März die Unruhen im Schneeland Tibet ausbrachen, hat er diese vom benachbarten Indien aus verfolgt. Gruschke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Sonderforschungsbereich der Universitäten Leipzig und Halle-Wittenberg. In seiner Analyse der Ereignisse versucht er zu trennen zwischen wirklichen Ursachen und vordergründiger Propaganda.
Andreas Gruschke zu den jüngsten Unruhen:
[...] Parolen der Tibet-Lobby schüren chinesische Zweifel
Der immer wiederkehrende Versuch der ideologischen Indoktrination ist gewiss einer der Hauptgründe, der die Mönche im März auf die Straße trieb. Bei ihren Demonstrationen griffen sie zuweilen auch das auf, was im Exil und im Westen vor allem von der Tibet-Lobby gefordert wird: Unabhängigkeit. Und dies obschon der Dalai Lama von dieser Forderung eigentlich schon länger abgerückt ist. Damit schüren sie indes die chinesischen Zweifel auch an der Aufrichtigkeit des Dalai Lama, zumal dieser in seinen Äußerungen im Westen die Unabhängigkeit zwar nicht mehr fordert, sich jedoch immerfort mit Leuten umgibt, die diese vehement anmahnen: wichtige religiöse Vertreter der Exiltibeter, politische Persönlichkeiten und berühmte Leute wie der Schauspieler Richard Gere.
Da der Dalai Lama sich um der Publicity der „Sache Tibets“ willen mit diesen Leuten trifft, wird – und kann – er sich natürlich nicht gleichzeitig von deren offenbaren politischen Forderungen für Tibet distanzieren. Genau dies aber lässt ihn bei der chinesischen Regierung unglaubwürdig erscheinen, da er nur scheinbar einen diplomatischen Weg beschreibt, seine „harten“ Forderungen jedoch weiter stellvertretend durch seine „Unterstützer“ kundtun lässt.[...]
Gruschke in einem anderen interview:
„Bei einer Abtrennung Tibets von China würden neue Minderheiten entstehen“
Tibet-Experte Andreas Gruschke erläutert im Interview mit dem Eurasischen Magazin, warum eine Loslösung von China viele andere Völkerschaften in Mitleidenschaft ziehen würde und weshalb ein instabiles Tibet allenfalls möglichen Gegnern Chinas nutzt, nicht aber den Tibetern selbst.
Die amerikanische Außenpolitik finanziert tibetische Widerstandsgruppen
EM: Was sind die Ziele dieser Gruppen?
Gruschke: Hier gilt es zwischen vordergründigen und sublimen Zielen zu unterscheiden. Vordergründig geht es darum, die Forderungen der tibetischen Exilregierung zu stützen, deren Vorstellungen mit jenen des Dalai Lamas gleichgesetzt werden. In den USA gibt es Support-Groups, die von der NED (National Endowment for Democracy), einem halbstaatlichen Arm der US-Außenpolitik, finanziert werden. Vieles deutet darauf hin, dass deren Hauptinteresse in einer Schädigung des Images der VR China liegt, um so deren als drohend empfundene hegemoniale Stellung zu verhindern. Den meisten Tibet-Initiativen unterstelle ich grundsätzlich hehre Motive, also z.B. die Stützung von Menschenrechten. Infolge ihrer nicht hinterfragten Übernahme exiltibetischer Positionen, gepaart mit verklärten Bildern eines vor 100 Jahren ausgebildeten Tibet-Bildes jedoch erreichen sie meinem Eindruck nach eher das Gegenteil. Auf naive Art lassen sich manche von ihnen als Werkzeug der exiltibetischen Propaganda missbrauchen – in ähnlicher Weise wie westliche Maoisten sich früher von der chinesischen Propaganda blenden ließen.
EM: Wer organisiert eigentlich den Dalai Lama?
Gruschke: Hier muss ich spekulieren, denn solche Angelegenheiten stehen nicht im öffentlichen Rampenlicht. Grundsätzlich wird es beim Dalai Lama wie bei anderen hohen tibetischen Lamas sein, deren Aktivitäten von einer auf Organisation und PR spezialisierten Entourage gemanagt werden. Infolge seiner großen Bedeutung wird dies bestimmt häufig mit den einflussreichen exiltibetischen Lobby-Gruppen, vor allem der ICT, abgestimmt. Da sich viele Politiker und im Licht der Öffentlichkeit stehende Personen aus eigennützigen Gründen gerne mit dem Dalai Lama schmücken, wird hier auch auf entsprechende persönliche Einladungen reagiert. Für eine Beurteilung des genauen organisatorischen Ablaufs habe ich jedoch nicht genügend Einblick.
Ich möchte gerne zusammenfassend herausstellen, dass der Dalai Lama also
keine Abspaltung Tibets von China beabsichtigt. Diese Tatsache wird in der Öffentlichkeit (und in der Gegenöffentlichkeit der unabhängigen Medien) aber leider ebenso verleugnet bzw. unklar dargestellt, wie die Tatsache, dass vor allem die Verflechtung der Tibetaktivisten mit US-Imperialisitschen Interessengruppen den Konflikt noch verschärfen. Die Tibetische Exilregierung geht aber weder mit diesen US-imperialistischen Bestrebungen konform, noch wird von ihr die Wiedereinführung der Theokratie beabsichtigt.
(Auch war nicht der Dalai Lama verantwortlich für die verfälschten Medienberichte und hat auch nicht das gefakte Foto der als Mönche verkleideten Chinesischen Militärs, das aus alten Filmaufnahmen stammte, in Umlauf gebracht, wie von vielen Kritikern einfach behauptet und von zahlreichen weiteren Kritikern dann auch ohne Prüfung auf Wahrheitsgehalt aufgenommen und weiterverbreitet wurde.) Die Verfahrenheit der Situation resultiert also in erster Linie daraus, dass sich hier die hegemonialen Machtansprüche der USA in den Konflikt einmischen und ihn für sich, auch durch übereifrige Aktivisten, instrumentalisiern. Der von diesen Kräften mitgesteuerte Druck der Weltöffentlichkeit gegen China wirkte sich somit letztlich kontraproduktiv aus und schadete niemandem mehr als den Tibetern, da die Annäherung des Dalai Lama, der einerseits die Hilfe der Weltöffentlichkeit benötigt, in der Konfliktlösung aber vor allem auf Diplomatie setzt, vereitelt wurde.
siehe Friedensplan des Dalai Lamas:
Der Friedensplan umfaßt fünf Grundelemente :
1. Umwandlung des gesamten Gebietes von Tibet in eine Friedenszone.
2. Beendigung der Politik der Umsiedlung von Chinesen nach Tibet, die die Existenz der Tibeter als eigenständiges Volk bedroht.
3. Respektierung der fundamentalen Grundrechte des tibetischen Volkes.
4. Wiederherstellung und Schutz der natürlichen Umwelt Tibets und Beendigung der chinesischen Ausbeutung Tibets zur Herstellung von Kernwaffen und der Lagerung von radioaktivem Abfall.
5. Beginn von ernsthaften Verhandlungen über den künftigen Status Tibets.
Wobei ich vor allem den
5. Punkt herausheben möchte, denn der ist der Schlüssel zur Lösung des Konflikts!
Wenn die Religion und Kultur der Tibeter, der Tibetische Buddhismus, von Kritikern die selbst keinen spirituellen Zugang zu dieser alten Lehre und Tradition haben, als verblendete Esoterik dargestellt wird, so kann ich dies ohne Probleme als deren Privatmeinung akzeptieren. Wird aber eine Hatz daraus gestrickt und mit üblen Verleumdungen gegen den Dalai Lama versetzt, wird jeder Tibetische Buddhist in seinem tiefsten Innersten aufs schwerste verletzt. Woraus sicherlich nichts gutes entwachsen kann.
aus einem lesenswerten Artikel auf NZZ online
Tibeter leiden unter mangelndem Respekt für ihre Kultur
Hinter den Unruhen steckt mehr als nur der Wunsch nach Autonomie
[..] Kumchok Tashi sitzt mit zwei Freunden vor seinem Computer und schaut die Website des staatlichen chinesischen Fernsehsenders CCTV an. Dort sind Videos von den Unruhen in Lhasa zu sehen. «Das ist doch sowieso alles gelogen», schnaubt einer verächtlich. «Die sagen, der Dalai Lama habe das alles angezettelt.»
«Wenn mich persönlich jemand beleidigt, ist mir das egal», äussert sich der Geschäftsmann Rinchenbum zu den Vorwürfen. «Aber wenn jemand den Dalai Lama beleidigt, dann tut das jedem Tibeter im Herzen weh.» In den tibetischen Klöstern passiere dies häufig. Mönche und Nonnen müssten regelmässig sogenannte «patriotische Erziehung» über sich ergehen lassen. Dabei werde verlangt, dass sie den Dalai Lama denunzieren. Auch normale Tibeter, die eine staatliche Stelle, etwa als Lehrer oder in der Verwaltung, antreten, müssten dem Dalai Lama abschwören, erzählt Rinchenbum. «Ich bin froh, dass ich mein eigener Chef bin. Da bleibt mir so etwas erspart.»[...]
Die Tibetfrage kann also, wie so ziemlich jeder Konflikt, nur durch den Dialog gelöst werden. Vorraussetzung auf beiden Seiten: Der Wille eine gerechte und vernünftige Lösung zu finden! Der Dalai Lama sucht diesen Dialog Zeit seines Lebens. Und würden seine Kritiker auch die eigenen Schranken ein wenig überwinden und genauer hinhören, so könnte das ganz wesentlich zur Konfliktlösung beitragen. Herr Gruschkes Darstellung der Thematik jedenfalls geht in diese Richtung.
Abschließendes Statment von uns TibetunterstützerInnen
Warum setzen wir uns für Tibet ein?
Eine über Jahrhunderte eigenständige Entwicklung hat in TIBET eine auf der Welt in Schrift, Sprache und Religion einzigartige Kultur hervorgebracht, die als kulturelles Erbe der Menschheit erhalten werden muss. Die tibetische Kultur hat in mehr als Tausend Jahren geistige, spirituelle und philosophische Traditionen hervorgebracht. Das Studium dieser traditionellen Wissenschaften wie z.B. der tibetischen Medizin könnte nicht nur den Tibetern, sondern auch anderen Menschen weltweit Nutzen bringen.
Tibetinitiative
Quellen und weiterführende links:
„Bei einer Abtrennung Tibets von China würden neue Minderheiten entstehen“
Die Lobby des Dalai Lama
Tibeter leiden unter mangeldem Respekt für ihre Kultur
Geschichte der Tibetischen Widerstandsbewegung und Verstrickung der CIA von Kerstin Grothmann*]
hp der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, IGFM.
http://info-buddhismus.de/
Quelle silentelephants.blogspot.com
Ansonsten: ich freue mich, daß Du jetzt auch als Autorin auf Duckhome zu lesen bist.
1. "Religion und Politik" von Michael von Brück
der in seinem Buch sachlich und detailiert die Anschuldigungen in "Fall eines Gottkönigs" widerlegt
2. "Der Weg des Buddha" von Bruno Baumann der sich in seinm Buch ausführlich mit dem tantrischen Buddhismus beschäftigt (der auch reichlich wenig mit Osho-ismus zu tun hat! ;-))
http://charlotteml.multiply.com/video/item/39/The_CIA_in_TIBET_1
Wer weiß, wie sehr die CIA - und heute die NED - die Tibeter im Kampf gegen den Kommunismus unterstützt, der wundert sich auch nicht mehr, dass der CIA nahestehende Leute wie Augusto Pinochet und Roland Koch gute Freunde des Dalai Lama waren oder sind.
Googlen nach "ST Circus", dem Namen einer der blutigsten Operationen in der Geschichte der CIA, ist sehr aufschlussreich.
auch wieder so ein Satz...der vielleicht mal der genaueren Überprüfung bedarf.
Die Sache ist wie gesagt verfahren und der Dala Lama ist ein Mensch der Fehler macht und kein Gottkönig. (Soetwas gibt es im Buddhismus nicht)
Was seine Freundschaften betrifft: Zweifelsfrei lässt sich der D.L vor den Karren von so einigen "Unterstützern" spannen die der Sache mehr schaden als dienen.
Es geht JETZT um die Gegenwart. Und um eine sachliche Auseinandersetung mit der Tibetproblematik und dem berechtigten Anliegen des Dalai Lama und des Tibetischen Volkes auf ein würdiges Leben. Welches nur durch ein Mindestmaß an kultureller Selbstbestimmung unter Berücksichtung der elementarsten Menschenrechte auch so genannt werden kann. Weder der Dalai Lama noch die Tibeter wollen das alte feudale Tibet zurück. Das ist Ausgangspunkt über den verhandelt werden muss.
ST Circus-guckst Du link unten im Text:
Geschichte der Tibetischen Widerstandsbewegung und Verstrickung der CIA von Kerstin Grothmann*]
Um es klar zu sagen: Der Dalai Lama war der beste Freund vom Führer der Aum-Sekte. Die hatten eine Giftgasfabrik und der Anschlag auf die U-Bahn in Tokio war nur als Auftakt ihrer Pläne gedacht.
Also ist der Dalai spirituell so sehr Nazi, dass er wirklich dachte, Asahara würde Japan spirituell erretten. Oder warum äussert er sich nicht zu seinen diesbezüglichen Aussagen?
Wenn heute der Dalai Lama sterben würde, würde offensichtlich, dass nicht er der Feind Chinas ist. Auch nie war. Die Strippenzieher werden sich dennoch nicht mehr lange verdeckt halten könnn.
Mit der Aum Sekte hat der Dalai Lama eben so wenig zu tun, wie mit "Ypsilanti Komplott" in Hessen.
Liebe Dagmar ich hätte hier auch einige links einsetzen können die diesen "Schatten" belichten, jedoch denke ich wer ein Interesse an der Wahrheit findet wird sie selbst finden.
aber einen kann ich ja zugeben:
http://info-buddhismus.de/
Meine Buchempfehlung "Religion und Politik in Tibet" von Michael von Bück gilt immer noch!
ansonsten bitte ich darum alle Dali Lama Vermeumdungen und Diffamierungen zukünfitig direkt bei PI zu posten. Die Situation ist zu Ernst, als dass ich die Propaganda hier auch noch weiterführe.
Ich hoffe, Du meinst jetzt nicht mich damit. :-(
Das waren nämlich FRAGEN, auf die ich mir von Dir eine Antwort erhoffe. Goldner ist im Übrigen ein Hasser jeglicher Religiosität und nciht umsonst mit Frau Dittfurth befreundet. In einem hast Du mit Sicherheit recht: man soll eine Person nicht mit einem Problem verwechseln. Den Brück werde ich mir besorgen.Nicht böse sein, aber ich bin da wirklich verunsichert. China zerschlagen: Ja, das könnte einigen Leuten wirklich in den Kram passen. Schließlich wäre die US-Wirtschaft vollkommen im A***, wenn die Chinesen ihre Knete zurückzögen.
Was ich ausserdem noch mal fragen möchte (ich hatte im alten Watchblog dazu mal was geschrieben): wie passen die anderen Minderheiten, namentlich die Uyghuren da rein?
Das kennnen wir doch von unseren "Orientalisten" zu genüge bsp. Raddatz etc..Man verbündete sich aus ideologischen Gründen leichter mit den Muslimen da sie ja Opfer der imperialistischen Landräuber sind. Wer sich aber offenen Auges und Ohres der Tibetproblemtik nähert, erkennt das hier das selbe Spiel gespielt wird. Und diejenigen die vorgeben Freunde Chinas zu sein und Anti-Dalai Lama Parolen streuen (und vorgeben nicht von China beauftragt zu sein, was ich durchaus glaube!) graben in Wirklichkeit an der Spaltung die nun aufzubrechen droht! Perfide und bösaratig, wie ich schon sagte...
Ich hoffe und bete zu Allah, dass sich der Dalai Lama nicht von seinen falschen Beratern vereinnahmen lässt und Ruhe bewahrt
Und ich bete China wird erkennen dass der Dalai Lama und die Religion der Tibeter keine Bedrohung darstellen. Wenn China durchschaut hat was hier gespielt wird, wird eine Annäherung leichter sein.
Das Orakel hat gesprochen
Genau das ist es. Um es noch mal klar zu sagen: ich bin sicher, dass da viel Polemik dabei ist und es ist sicherlich nicht zielführend, "den Dalai Lama" zu erklären - geht es doch hier um Einflüsse.
Genauso ist das...