Manch einer kann sich anstrengen wie er will, aber er wird mit seiner Sprache immer wieder aller Welt mitteilen, wie sehr er gedanklich dem Dritten Reich verhaftet ist. Das ist nicht weiter verwunderlich bei Blogs wie Politically Incorrect, welches im Juni 2008 mit der Überschrift "
Keine Staatsknete für Asoziale" aufwartete. Welche Geschichte das Wort "Asoziale" begleitet, kann man
in der Wikipedia nachlesen:
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden sogenannte 'Asoziale' Opfer verschärfter Verfolgung. "Die Aktion "Arbeitsscheu Reich" markiert den Höhepunkt der 'Asozialenverfolgung' im Nationalsozialismus. Seit 1938 drängten die Wohlfahrtsämter die Polizeibehörden geradezu zur Verhaftung von 'Asozialen'. An die Stelle der Schikanen und der Vertreibung von Bedürftigen traten ihre Erfassung und Vernichtung. Die Sozialutopie von der endgültigen Beseitigung abweichenden Verhaltens wurde in die Tat umgesetzt. Die Aktion 'Arbeitsscheu Reich' war dabei das bedeutendste Einzelereignis der NS-Politik gegen „Asoziale". Nach dem Erlaß vom 26. Januar 1938 folgten eine Gestapoaktion am 21. April 1938 und eine Kriminalpolizeiaktion am 13. Juni 1938. Zirka 20.000 „Asoziale" wurden in die Konzentrationslager eingeliefert.
[...]
In der DDR konnten Personen, die nach Ansicht der staatlichen Organe das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürger oder die öffentliche Ordnung dadurch gefährdeten, dass sie sich aus Arbeitsscheu einer geregelten Arbeit hartnäckig entzogen oder der Prostitution nachgingen oder sich auf andere unlautere Weise Mittel zum Unterhalt verschafften, nach § 249 StGB-DDR zu Bewährungsstrafen oder Arbeitserziehung oder Haft- oder Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren verurteilt werden.
Nicht weniger verwunderlich auch, wie die Überschwemmungsphantasien des Bloggers Claudio Casula von Spirit of Entebbe zu denen des dritten Reiches passen:
Man überschwemme Israel mit Millionen palästinensischer Flüchtlinge und deren Nachkommen
Claudio Casula, Deutschland, November 2008
Von Osteuropa aus überschwemmen sie nun im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts unaufhaltsam Länder und Städte Europas, ja, der ganzen Welt.
"
Der ewige Jude", Deutschland, November 1940
Verwunderlich höchstens, dass
nur einen Klick weiter die
Netzklempnerin ausgerechnet für den Kampf gegen Nazis wirbt. Aber vermutlich hat Henryk M. Broder auch einfach recht wenn er meint, dass der Kampf gegen tote Nazis leichter ist als gegen lebende. Auch eine Netzklempnerin muss ja mal ausruhen.
Quelle Broderganda
Während die NPD ihre schmutzigen Karten auf den Tisch legt, spielt der spießig, duckmäusreische und feige Untertanengeist damit im Dunkeln.
So kann er im Nachhinein immer behaupten, dass er es nicht gewesen sei.
Dies lässt uns doch gegen das Orakel der „Ewig Gestrigen“ wüten ... Und die Tugend schreibt uns vor, den Anlass zu hinterfragen. Denn in die A-Sozialität rutscht man zur heutigen Zeit schneller, als einem lieb ist. Und nicht wenige mussten in den letzten Monaten schmerzlich erfahren, was es heißt, vom Empfangsdiener der Job-Lügen-Zentren abgewiesen zu werden.
In der Morgensonne los zu fahren und das „Laster“ des Brotbeschaffens hinterherhetzen zu dürfen, dies ist schon längst zum wertvollen Privileg geworden. Somit sind falsche Vorstellungen, was die Nicht-Sozialen angeht meist zum Schreien, und die Zielvorstellung des braunen, verblendeten Sumpfes laufen einem kalt den Rücken hinauf.
Der Ausgestoßener ist wohl kaum ohne Tatendrang, aus den Fängen des launischen Schicksals heraus zu finden. Doch um an-zu-feuern gehört etwas mehr, als nur demagogisches Geschwafel seitens der „Rechten“ und „Parlamentarier“, welche in ihrem dekadenten „Denken“ - vollgefressen – kaum noch ihre eigene Füße sehen, mit welche sie den „Asozialen“ noch tiefer in die Wunde treten.
Klar ... Wir, wir können im Gegensatz zu den Tieren wenigstens noch verständlich um Hilfe Schreien... Der geist des Lingua Tertii Imperii macht sich schon zu lange wieder bemerkbar.
Eigentlich wäre dies aber auch, für beide Gruppen - Tierquälend...
;-)