Militär muss nicht intelligent sein. Nur, jehorchen müsset se könne. Wahrscheinlich war dieser Doppelsatz schon immer falsch. Aber diese Erkenntnis scheint bei der Bundeswehr noch nicht angekommen zu sein.
Der Generalmajor Reinhard Kammerer lässt uns in der Leipziger Volkszeitung an seinen großartigen Gedanken teilhaben.
Ein Abzug wäre die Kapitulation vor den Taliban.
Da hat aber jemand seinen schwachsinnigen Vordenker Andreas von Aulock nur allzu wörtlich genommen, denn der stellte auch nach drei Tagen Artilleriefeuer der Amerikaner, auf Saint-Malo fest:
„Ein deutscher Soldat kapituliert nicht.“
Ich mag diese Helden. Bei Aulock dauerte es drei Tage, bracht ihm das Ritterkreuz und den Soldaten sowie der Zivilbevölkerung den vielfachen Tod. Wer so dumm ist sollte wenigstens nicht noch Menschen führen dürfen.
Wenn der Herr Generalmajor Kammerer kein anderes Problem hat als das ein Rückzug wie eine Kapitulation aussieht, dann sollten wir sofort gehen. Auch wenn Herr Kammerer dann keine Menschen mehr sterben sehen kann und ein Ritterkreuz bekommt man auch nicht mehr, schon gar nicht wenn man in der sicheren deutschen Etappe sitzt und nur Befehle erteilt. Solche Leute nannte man früher Etappenhengste, weil rumvögeln das einzig sinnvolle war, was die Mehrheit von ihnen zustande brachte.
Aber auch der Rest seiner Ausführungen spricht nur von seiner Angst davor, eine Niederlage eingestehen zu müssen. Der Arme, er tut mir so leid. Wenn er das verhindern wollte, dann hätte er seinen Mund aufmachen müssen, als die deutsche Politik es zuließ, das die ISAF am 11. August 2003 unter Nato-Oberfehl gestellt wurde und damit die Trennung zwischen ISAF und der Operation Enduring Freedom praktisch aufgehoben wurde.
Wenn er damals nicht erkannt haben will, das der Aufbaugedanke der hinter ISAF steht nicht mit dem Angriffskrieg der Amerikaner zusammenpasst und das die Menschen in Afghanistan das nicht unterscheiden können, dann ist das bei einem Militär noch zu begreifen. Die dürfen ja dumm sein.
Aber spätestens als mit den Tornados eine aktive Kriegsbeteiligung Deutschlands an der Operation Enduring Freedom begann hätte er aufschreien müssen. Aufklärung ist nämlich das Wichtigste an einem Krieg. Nur das was die Aufklärer sehen, kann bekämpft werden. Was also bekämpft wird, müssen die Aufklärer ausgesucht haben. Wenn Zivilisten die Opfer sind, wie meistens bei dem was die Operation Enduring Freedom macht, die ja eigentlich Krieg gegen die Zivilbevölkerung führt, dann wollen die Verwandten dieser Opfer Rache. Das ist dort so.
Die Russen haben es mit 350.000 Mann nicht geschafft das Land zu unterwerfen und sich mit blutender Nase zurückgezogen. ISAF war vielleicht sogar eine gute Idee. Aber dann hätte man die kriegsgeilen Amerikaner gleich rauswerfen müssen und ihre schlimmsten Täter hätten vor Kriegsgerichte gehört. Das ist nicht geschehen und heute hat die Bevölkerung keinen Grund mehr zwischen deutschen Aufbauhelfern und deutschen Kriegsbeteiligten, am terroristischen Morden an der Zivilbevölkerung, zu unterscheiden.
Das einzige was wir in Afghanistan noch erreichen können, ist weiteres sinnloses Töten. Aber das nimmt ein deutscher Generalmajor ja gerne in Kauf. Schwere Verluste werden in der Etappe gerne mit Sekt und gegenseitigem Bedauern über die Härte des Krieges begleitet. Es trifft ja meist nur die kleinen Leute. Da gibt es ja so viele von. Das macht doch nichts.




















Seit dem die Bundeswehr durch Rot-Grün als Einsatztruppe für meist amerikanische Interessen in der ganzen Welt unterwegs ist, brauchten wir eigentlich eine völlig andere Armee, als die Panzerarmee, die in der Norddeutschen Tiefebene die Russen n ...