München (
ddp)
Schauspieler Uwe Ochsenknecht teilt die heftige Kritik des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki am deutschen Fernsehen. «Das ist ja eigentlich nichts Neues, nur hat´s mal einer ausgesprochen», sagte Ochsenknecht der Nachrichtenagentur ddp in München. Das Niveau des Fernsehens in Deutschland sei «unter aller Sau». «Und es ist gut, wenn das mal diskutiert wird, wenn einer mal das Maul aufmacht.» Reich-Ranicki hatte bei der Fernsehpreis-Gala im Oktober den Ehrenpreis für sein Lebenswerk auf der Bühne zurückgewiesen und heftige Kritik an den prämierten Beiträgen geübt.
Allzu große Hoffnungen auf eine Besserung der Qualität im deutschen Fernsehen macht sich Ochsenknecht trotz der Debatte aber nicht. Die Sender hätten «alle Schiss» um ihre Quoten. «Und wenn sie halt mit schlechten Programmen und schlechter Qualität gute Quoten erreichen, dann werden sie das weitermachen», sagte er.
Allmählich beginnt so etwas wie ein Domino-Effekt unter den V.I.P.s.
Auch Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger, zeigte -
bereits im Oktober - Entrüstung und wünscht sich auch von den Öffentlich-rechtlichen Anstalten mehr "Bildung, Information und Kultur".
Und damit stehen zumindest die benannten Prominenten nicht alleine da.
Schon Christian Pfeiffer - mit 3 "f" - gibt Kritik zum besten, wenn er Essays veröffentlicht, die klangvolle Titel wie "Medienverwahrlosung" oder "Medienverwahrlosung als Ursache von Schulversagen und Jugenddelinquenz?" tragen. Christian Pfeiffer ist dabei nicht irgendwer. Christian Pfeiffer ist Direktor des
Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN).
Abgesehen von der Tatsache, dass im Fernsehen in der heutigen Zeit eher Serien wie "CSI Miami", "CSI NY" oder "CSI Las Vegas", "Richterin Barbara Salesch", "Lenßen & Partner", "Niedrig und Kuhnt" und wie sie nicht alle heißen, Standard zu sein scheinen, ist auch das übrige Sendevolumen von geringerer Güte und durchaus auch mitverantwortlich für die schleichende Änderung der Wertvorstellungen - nicht nur bei Kindern und Jugendlichen.
Hier dann allerdings, wie es Herr Pfeiffer fordert, höhere Strafen für Jugendliche Straftäter anzusetzten, verfehlt, bzw. "umgeht" die Ursachen.
Auch ist die Berichtqualität von Nachrichtenmedien zu beanstanden.
Berichte werden auf die Sensation herabgekürzt, es wird von gekürzten Berichten "abgeschrieben", und oftmals werden sogar ganz bewusst Falschmeldungen publiziert.
Das wohl perfideste Beispiel lieferte hier die Tagesschau mit dem Putin-Interview, durchgeführt von Thomas Roth.
Die mediale Welt trägt mit derartiger Berichterstattung im wesentlichen zum Abbau von Moral und Ethik bei. Die Verkommenheit wird zur Regel.
Herrn Ochsenknecht, sowie allen anderen, die das Niveau des Fernsehens kritisieren, ist einmal mehr Recht zu geben.
Also Herr Ochsenkencht, immer ans Glashaus denken. Aber so ist es nunmal, wenn man mit seiner sogenannten Berufung nicht weiterkommt, dann eben so.
Ich warte im übrigen auch ganz gespannt darauf, dass sich nun endlich mal die Volksschauspielerin Ferres zu Wort meldet. Die passt doch so gut zum Ochsenübel.
An Charity:
nee, muß man echt nicht, aber es werden Tausende dort beschäftigt, in der ganzen Branche, denen teilweise jede Qualifikation dafür abgeht. Es werden Steuermillionen für revanchistische Geschichtsfälschungen á là 'Die Frau vom Checkpoint...', 'Die Luftbrücke' etc. verpulvert.
Vor ca. 70 Jahren, als die UFA noch öfter voll ausgesprochen wurde, gab es sowas auch schon, in 'Werner Holt' nennt der Romanheld sie, glaub ich, Reichswasserleichen. Und dann gibt es noch diese unsäglichen Fernsehpreise, die an Freaks wie O. Dietrich vergeben werden. Ganz selten trifft man mal jemand, der drauf steht, doch dem ist dann auch nicht mehr zu helfen. Oder denke an Th. Gottschalk. Außer in den Altenheimen würde den niemand ernstlich vermissen, oder?
Leider gehen auch die Steuerzahlerkanäle langsam aber sicher den Bach runter. Ganz, ganz wenige Sendungen kann man noch genüsslich schauen und selbst die fangen an abzurutschen. Bestes Beispiel ist mein "Held" Urban Priol. Als er früher noch in 3sat drauf los drosch, da flogen die Fetzen richtig. Nun ist er beim ZDF ein ziemlich zahmes Hündchen geworden... Da hat ja Meister Schramm derzeit noch mehr Power.
Ansonsten volle Zustimmung Gregor, wobei ich z.B. O. Dietrich nicht nur als Freak, sondern auch als Spiegel der gesamten TV Kommune sehe. Soviel Dünnschiss wie er als Dittsche ablässt, soviel potentiert ist die TV Landschaft, was sich im übrigen beispielsweise im dittsche-forum jeden Samstag nachlesen lässt.
Im übrigen habe ich nichts gegen Tommy Gottschalk. Irgendwie würde mir was fehlen, wenn der nicht mehr da wäre. Gut, ich kenne noch die Zeiten von Pop nach acht auf BR3 Radio als er anfing, aber allein seine Stimme löst bei mir eine gewisse Behaglichkeit aus. Es ist der letzte "Große" und wer soll es denn dann machen? Bloß keine Volksmusikterrorsendung mehr. Dann lieber noch 1000 Jahre Wetten dass.
Wenn es denn wirklich EINEN Sender gäbe mit guten und unabhängig recherchierten Beiträgen... aber naja.
...dann lieber 30 min Volksmusiksendung - da weiss ich, dass es ein Ende haben wird.
Aber was tut man als Promi nicht alles, nur um ja nicht in Vergessenheit zu geraten!