
Anlass genug für mich, das wieder hervorzukramen, was ich schon im September 2007 im "Watchblog Islamophobie" geschrieben hatte. Ich hatte damals schon beanstandet, dass die damals knapp ein halbes Jahr zurückliegende Ermordung der jungen Frau schon zum muslimischen Verbrechen umgelogen wurde - sie war wegen ihrer Liebe zu einem sunnitisch-muslimischen Jungen gesteinigt worden; es gab ein Video der Steinigung, das weltweit für Entsetzen sorgte, die Leiche wurde verbrannt und mit den Überresten eines Hundes verbuddelt, was man ruhig als Schändung der Leiche und dauerhafte Verweigerung der Totenruhe verstehen kann. Damals hatte ich über meinen
Eindruck über einen Artikel in der Emma berichtet. Der Artikel stand - was ich durch meine Photomontage zum Ausdruck bringen wollte, in der Rubrik "Islamismus".
Vorsorglich stelle ich hier jedoch fest, daß dieser Artikel nicht gemeint ist, wenn ich von "umgelogen", "Schändung" und "Störung der Totenruhe" spreche.

Wir halten fest: gesteinigt wurde ein
kurdisch-jesidisches Mädchen von kurdisch-jesidischen Tätern wegen der Beziehung zu einem
Muslim ... Der Verlauf wird
hier beschrieben und dieses Ereignis zum Anlass genommen, eine
Petition aufzusetzen. Auch
Amnesty International bezog Stellung.
Dieser Mord führte zur
Rache von Muslimen an Jesiden, 23 von ihnen verloren ihr Leben. Hier schreibt eine
chaldäisch-christliche Exilirakerin darüber, schreibt über die weitere Eskalation und bedauert das Los
aller Volksgruppen des Irak.
Katha Pollitt, renommierte Journalistin der nicht weniger renommierten linken US-Wochenzeitschrift “
The Nation” , nimmt dies zum Anlass, sich in einem Artikel damit auseinanderzusetzten, dass die Iraker statt der versprochenen Demokratie jetzt
die Hölle hätten: Die Situation aller Frauen aller Ethnien hat sich nach 2003 dramatisch verschlechtert, die Hoffnungen der Menschen haben sich nicht erfüllt.
Auf der Website des
Global Fund for Women wird Pollitts Artikel so zusammengefasst:
In this week’s edition of The Nation, Katha Pollitt gives a damning critique of the Bush administration’s failed promises to Iraqi women.
Ja, und irgendwie hatten wir seinerzeit den Eindruck, dass Alice Schwarzer was anderes verstanden hatte, und das meinten wir damals schon im Header wiederzufinden:
In Wahrheit ist der Islam/Ismus schuld. Was beides dasselbe ist. In Wahrheit.
Kann natürlich sein, dass wir das damals irgendwie überinterpretiert haben, aber das kann ich jetzt nicht mehr sagen, denn ich habe mittlerweile mein Emma-Abo gekündigt, aber leider wird Du'a Khalil Aswad mittlerweile weiter geschändet, missbraucht und ihre Totenruhe gestört.
Am Freitag gab es eine Talkshow, auf der auch einige "Islamkritiker" zu sehen waren, und die deswegen natürlich im größten-schönsten-wichtigsten Blog Deutschlands entsprechend beworben wurde. Und
via PK kamen wir dann darauf, wie Du'a Khalil Aswad heute weiterhin geschändet wird. Es tauchte nämlich plötzlich als Kommentar 215 dies auf:
(Für die darauffolgenden Verbalentgleisungen weiter bei PK nach unten scrollen)
Dann wurde auf
dieses Video verlinkt. Falls jemand nicht die Nerven hat, sich das anzusehen: es zeigt die Ermordung der jungen Frau - am Ende ihres Martyriums wird sie mit einem großen Stein erschlagen. Das Video ist mit einer
Koranrezitation (!) unterlegt - passend zum tödlichen Niedersausen des Steins ertönt ein Allahu-akbar...
Über diesem und einer weiteren Kopie steht als Ort:
Iran (!). Der dortige Kommentarbereich ergeht sich in islamfeindlichem Geifer, dass man meint, die Festplatte desinfizieren zu müssen. Niemand mahnt zum Innehalten.
Bei PI wird gemahnt:
Aber das hilft auch nichts. Es wird weiter gepestet. Es kommt mir vor, als wäre die Wahrnehmung durch einen
Tunnelblick verengt, wie ich ihn
hier und
hier auch schon beschrieben habe.
Ein solcher Tunnelblick ist ein Symptom, das mir von schwer traumatisierten Leuten und Leuten mit
Angststörungen bekannt ist. Er gehört zu den
dissoziativen Störungen. Das alles, diese Wahrnehmung von Islamisierung, Schleichen und Scharia kommt mir vor wie eine
permanente Retraumatisierung, aber eine, die sich die Leute selber zufügen. Erinnert mich streckenweise an
Jonestown. Auf die, die das anheizen, trifft das möglicherweise nicht oder nur in eingeschränktem Maß zu. Und das macht mich dann ratlos.
alos ich bin ein christlicher kurde und habe viele jesidische freunde die sind sehr freundlich und haben auch fast die gleiche relegion wie christen
aber das was sie erzhälen ist cniht war die fammilie wurde von den moslems bedroht das sie ihren tochter zu töten
Im Gegenzug haben Islamisten im Irak mittlerweile hunderte Yeziden getötet. Mit Sicherheit friedliche Yeziden, denn unter den Opfern waren auch 100 Yezidische Kinder. Und solch ein Artikel, wird nicht dazu beitragen der Gewalt ein Enden zu setzen.
An den Verfasser des Artikels. SIE SIND EIN SEHR SEHR DUMMER MENSCH. Aber das interessiert sie wahrscheinlich nicht.
Aber wissen Sie was? Sie haben den Artikel überhaupt nicht verstanden. Es ging darum, daß das, was Sie da so bagatellisieren, den Muslimen angeklebt wird. Ich stehe nicht an, im Gegenzug Sie jetzt "dumm" zu nennen. Aber - nach Rechtschreibung und Grammatik zu urteilen, sind Sie es wahrscheinlich. Sie sollten so schwierige Artikel nicht lesen. Das überfordert Sie wahrscheinlich.
2. Dumme Menschen wissen oft nicht wie dumm sie sind, denken sie darüber Mal nach. Und eine weitere Bestätigung für ihren minderen Interllekt sehe ich durch ihr weiteres Kommentar. Sie meinen Menschen die sich nicht eindringlich mit ihrer Grammatik in ihren Kommentaren beschäftigen sind dumm. Somit dürften sie einer von wenigen intelligenten im world.wide.web sein. Aber ich nehme ihre Kritik gerne an und werde mich eindringlich mit meiner Rechtschreibung und meiner Grammatik auseinandere setzen. Und sie sollten meine annehmen.
3. Einen kleinen Tipp noch. Unterhalten sie sich unbedingt mit einigen Yeziden über dieses schreckliche Ereignis und deren Folgen, bevor sie ein weiteres Mal so einen Artikel schreiben. Entsprechende Foren gibt es zu genüge.
Ohren, Augen und Mund zu halten bis alles vorbei ist.
Und tschüss.