Gut dass ich noch nicht gefrühstückt habe, der Brechreiz ...
Israel ein Apartheidstaat? Das gelobte Land? In den Händen einer verbrecherischen, menschenverachtenden Kriegsverbrecherlobby? Yes Sir, so ist es. Das gelobte Land liegt geschändet und missbraucht, in Blut getränkt darnieder.
Ein Realitätsbericht von Donna Wallach in einem Interview mit Anis Hamadeh:
Donna Wallach war auf dem ersten Free-Gaza-Boot von Zypern im August an Bord und ist seitdem im Gazastreifen. Sie ist aus Kalifornien und von osteuropäischer jüdischer Herkunft. Donna lebte 1981-97 im besetzten Palästina in der Gegend von Tel Aviv und erlebte dort den Einfluss der israelischen Besatzung sowohl auf Palästinenser, die in Israel leben, als auch auf Palästinenser in der besetzten Westbank und in Gaza. Sie war auch während der Belagerung von Ramallah 2002 dabei.
Wie ist die derzeitige Versorgung mit Strom, Nahrung und Medizin?
Die letzte Schiffslieferung an Treibstoff bestand aus 420.000 Litern, nicht einmal genug, um das Kraftwerk in Gaza für einen Tag zu betreiben. Vielerorts fällt mindestens zwölf Stunden am Tag der Strom aus. An manchen Orten sind es zwanzig Stunden am Tag. Es gibt Gebiete, wo die Wasserversorgung zwölf Stunden am Tag ausfällt. Heute, am 21. November hatte das Beach Camp den ganzen Tag lang kein Wasser. Das Lager Jabaliya hatte für zwölf Stunden kein fließendes Wasser und keinen Strom. Die letzte Mühle schloss am Donnerstag, dem 20. November, denn es gab keinen Weizen mehr zum Mahlen. Dies wird auch die Bäckereien betreffen, die verschiedene Brotsorten aus lokalem Mehl herstellen. Es gab 72 Großbäckereien im Gazastreifen und viele davon waren bereits geschlossen. Vielleicht sind sie jetzt schon alle dicht. Heute hörte ich, dass es kein Brot zu kaufen gibt. Der Zugang zu Nahrung ist ein Menschenrecht - Israel hat kein Recht, Nahrung, Wasser oder Medizin zurückzuhalten. Der Direktor der Notambulanz sagte, dass hier 300 Arten von Medizin fehlen. Wenn der Strom ausfällt, kommen die Krankenhäuser in eine Zwangslage. Die Generatoren fallen aus und es gibt keine Ersatzteile, um sie zu reparieren. (Ich habe die Nachrichten auf Arabisch gesehen - konnte nicht verstehen, was gesagt wurde, aber die Bilder zeigten die Neugeborenen-Station, die Brutkästen benötigt. Es sah so aus, als müssten die Ärzte sich mit ihren eigenen Händen um die Babys kümmern - die Brutkästen funktionierten nicht. Das kann den Tod für die hilflosen Babys bedeuten.)
Wurden Palästinenser von der israelischen Armee getötet?
Achtzehn Palästinenser sind in den letzten drei Wochen von eindringenden Soldaten der israelischen Besatzungsarmee getötet worden, der letzte gestern, am 20. November. Alle dieser achtzehn palästinensischen Märtyrer wurden getötet, als sie palästinensisches Land und seine Bewohner gegen die eindringende israelische Besatzungsarmee verteidigten, die illegal in den Gazastreifen eingefallen ist.
Du hast die Fischer als internationale Beobachterin begleitet. Es war zu hören, dass Israel auf sie schießt. Was ist der Hintergrund?
Die Fischer können nicht fischen. Sie sind beschränkt auf eine Sechs-Meilen-Grenze, die bereits jetzt überfischt ist. Jeden Tag schießt die Marine der israelischen Besatzungsmacht auf die Fischer. Jedes Mal erlebe ich das, wenn ich mit den Fischern hinausfahre. Die Marine der israelischen Besatzungsmacht schießt auf sie mit M16, Kanonen, Granaten und Hochleistungs-Wasserkanonen. Die Hochleistungs-Wasserkanonen fügen den Booten und den Fischern IMMER Schaden zu. Fischer sowie drei der internationalen Freiwilligen sind von dem Hochdruck-Strahl von Wasserkanonen verletzt worden. Kürzlich hat die Marine der israelischen Besatzungsmacht Wasserkanonen benutzt, um schmutziges Wasser zu schießen, das einen sehr üblen Geruch hat und von dem einige von uns denken, dass es sehr toxisch ist. Wir lassen Proben davon hier in Gaza und in Zypern untersuchen. Wir sind TIEF besorgt, weil die Marine in letzter Zeit mit dem Gebrauch des schmutzigen Wassers so lange gewartet hat, bis ein Netz voll Fisch an Deck gezogen war. Das wurde dann besprüht und damit der Fisch kontaminiert, das gesamte Boot und Deck und jeder einzelne Fischer, der von dem Wasser getroffen wurde. Ich habe gehört, dass einige der Fischer drei Tage lang krank waren, nachdem sie vom schmutzigen Wasser getroffen worden waren. Vor etwa einem Monat wurde ein 19-jähriger Fischer aus Rafah, Mohammed Muslah, schwer verwundet, weil er aus einem sehr kleinen Boot gefischt und Paddel benutzt hat, weil kein Geld da war, um Treibstoff für den Außenbordmotor zu kaufen. Ohne jegliche Warnung beschoss die Marine der israelischen Besatzungsmacht sein Boot und ihn. Er wurde am Unterschenkel verwundet. Die Marine der israelischen Besatzungsmacht hatte ihn mit hellen Scheinwerfern beleuchtet. Sie konnte genau sehen, dass es sich um einen Fischer handelte, der im Meer fischte. Er brauchte Stunden, um an Land und in ein Krankenhaus zu kommen. Wegen der illegalen Besatzung und der geozidalen Belagerung konnte das Krankenhaus ihm aber nicht die nötige Behandlung geben. Seine Familie unternahm große Anstrengungen und konnte eine Einweisung in das Al-Mokassed-Krankenhaus in Ramallah erreichen, damit er behandelt würde. Er brauchte mehr als drei Wochen, um den Grenzübergang Erez zu passieren und ins Krankenhaus zu gelangen. Fast hätte er sein Bein verloren. Wir wissen noch immer nicht, wie es ihm geht.
Nach Artikel 55 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen reicht die Ausschließliche Wirtschaftszone bis zu einer Distanz von 200 Seemeilen (370 km) vor der Küste. Innerhalb dieser Zone darf gefischt werden. Auf welcher rechtlichen Grundlage sind es nur sechs Meilen für die Bewohner von Gaza?
Israel hat eine willkürliche Grenze von sechs Seemeilen über die Fischer von Gaza-Stadt verhängt und eine willkürliche Grenze von vier Seemeilen über die Fischer aus Rafah. Gemäß den Oslo-Vereinbarungen haben die palästinensischen Fischer das Recht, bis zu 20 Meilen ins Meer hinaus zu fahren. Die Sechs-Meilen-Grenze ist völlig willkürlich und wird illegal von der israelischen Besatzungsmarine angesetzt. Diese genozidale Politik muss aufhören! Die Fischereiverbände in der ganzen Welt und die Menschen in der ganzen Welt müssen aufstehen und ein sofortiges Ende jeglichen Handels mit dem israelischen Apartheidsstaat einfordern, bis er die Belagerung Gazas aufgehoben und die Territorialgewässer Gazas vollständig verlassen hat.
Gibt es ähnlich willkürliche und rechtswidrige Einschränkungen an Land?
Die israelische Besatzungsarmee hat eine "Pufferzone" entlang der gesamten östlichen Grenze des Gazastreifens ausgerufen, wo er an den israelischen Apartheidsstaat angrenzt. 300-500 Meter tief reicht das Gebiet über die gesamte Länge des Gazastreifens, und es hat dieses landwirtschaftlich reiche Land zu einer Wüste gemacht. Dabei wurden alle Bäume zerstört, Pflanzen, Treibhäuser, Hühnerfarmen, Schafsfarmen usw. Bauern, die an der "Pufferzone" leben, können ihrer Arbeit nicht nachgehen. Die Soldaten der israelischen Besatzungsmacht schießen auf sie, wenn sie zu ihren Böden gehen. Einige von ihnen waren fünf bis fünfzehn Jahre nicht mehr in der Lage, ihre Äcker zu bestellen. Damit nehmen sie palästinensischen Bauern die Existenzgrundlage und die Nahrung, ebenso ihren Familien und denen, die regionale Lebensmittel gekauft haben. Jetzt sind viele, wenn nicht sogar die meisten Palästinenser völlig abhängig von Nahrungshilfen - Mehl, Öl, Zucker und Salz. Dazu kommt, dass das meiste Obst und Gemüse in den Läden israelisches Obst und Gemüse ist. Es ist eine genozidale Politik, die die palästinensische Infrastruktur völlig zerstört, die palästinensische Kultur und die palästinensische Wirtschaft.
Es scheint auch Einschränkungen im Bildungswesen des Gazastreifens zu geben. Was kannst Du dazu sagen?
500 Studierende mit Stipendien können nicht zu ihren Universitäten ausreisen. Sie verlieren ihre Stipendien. 3000 Studierende, die bereits an Universitäten eingeschrieben sind, können nicht ausreisen und verlieren ihre Zulassung, um im Ausland zu studieren. Bildung ist ein Menschenrecht - Israel hat nicht das Recht, Bildung vorzuenthalten.
Wir sprechen hier natürlich über Kriegsverbrechen, nicht über irgendwelche lästige Einschränkungen.
Es MUSS etwas getan werden, um diese Verbrechen, diese Kriegsverbrechen gegen eine ganze Bevölkerung von 1,5 Millionen Palästinensern zu stoppen.
Quelle Anis Online
und hier noch ein Bericht von Eva Barlett
Bewaffnete israelische Schiffe entführen Friedensaktivisten und Fischer aus Gaza
Juden, Christen und Muslime, verbrüdert Euch im Namen Eures Herrn und enthront eure Peiniger! Duldet nicht länger ihre barbarischen Angriffe gegen die Menschlichkeit! Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für die Menschen!