Noch ist es nicht ganz so weit. Noch zieren sich die Struck, Jung, Merkel, Müntefering und Steinmeier, vom Krieg zu sprechen. Sie begnügen sich, mal eben hier 1.400 Soldaten für Landeinsätze gegen Piraten einzusetzen, die nichts anderes als die deutsche Beteiligung am Raubzug um somalisches Öl, Gas und andere Bodenschätze sind. Natürlich ist Krieg immer Raub.
Deshalb wollen sie ja nicht so laut sagen, was sie tun. Die Inder haben ein angebliches Piratenmutterschiff versenkt, das in Wirklichkeit ein Fischerboot war, und haben jetzt mit den Terroranschlägen in Mumbai endlich einen Kriegsgrund, um den lang geplanten Angriff gegen Pakistan an der Seite der USA durchführen zu können. Wahrscheinlich haben die USA ihnen versprochen, dass sie als Belohnung dann Australien erobern dürfen.
Nein, keine Sorge, die Inder werden Australien noch nicht bekommen. Aber die USA hatten Saddam Husssein ja auch mal Kuwait versprochen. Das Ergebnis ist bekannt. Frau Merkel fordert nun ja schon, dass wir das BKA-Gesetz bräuchten, um solchen "Terror" bei uns zu vermeiden, und natürlich müssen wir die Terrorländer auch bestrafen. Also Krieg mit Pakistan. Die Unfreiheit der Deutschen mit Pakistan begründen und diese dann dort verteidigen, wie wir unsere angebliche Freiheit in Afghanistan verteidigen. Das ist ein starkes Thema für einen Musikmorgen. Seien wir ehrlich: Krieg braucht Musik, Musik zum marschieren, Musik zum Mutmachen.
Wohlauf, Kameraden, aufs Pferd!
Preußens Gloria
Radetzky-Marsch
Das Engellandlied
Original Panzerlied
Natürlich endet diese künstliche Euphorie immer gleich:
Ich hatt' einen Kameraden
Es endet immer tödlich, und es ist auch schon in Tausenden von Liedern beschrieben worden. Es gibt keinen heldenhaften, keinen guten Krieg. Krieg ist immer schrecklich und immer tödlich. Er nutzt nur den Generälen, Waffenhändlern und dem Großkapital. Aber wir werden bald neue Kriegslieder hören. Sie werden in ARD und ZDF, aber vor allem bei den Privaten immer mehr zunehmen. Unsere Systempresse wird über Heldentum schwärmen - und Jung hat seine Gedächtnisbaracke ja bald fertig. Der Grundstein liegt bereits, und nun kann gestorben werden.
Da sollte man vorher vielleicht solche Lieder hören:
Zogen einst fünf wilde Schwäne
Vielleicht sollten die Soldaten selbst dieses Lied umdichten und es dem Jung, der Merkel und dem Steinmeier sagen, was sie wirklich denken.
Oh König von Preußen
Noch haben wir Zeit, das Schlimmste zu verhindern. Noch können wir diese Regierung, diese Parteien und die ganzen Unterdrücker und Kriegstreiber aus Neoliberalismus verjagen. Noch haben wir keine Panzer auf den Straßen. Aber der Schäuble wird nicht nachgeben. Die Merkel wird ihm helfen. Nur so kann sie verhindern, dass die Menschen über ihre Vergangenheit sprechen. Es riecht nach Diktatur.
Ich wünsche meinen Lesern trotzdem einen schönen Sonntag. Lasst es euch mit euren Freunden und der Familie heute gutgehen. Genießt die guten Tage und dann geht am Montag los und kämpft dafür, dass sie euch euer Glück nicht nehmen.
Reinhard Mey - "Alle Soldaten woll'n nach Haus"
Reinhard Mey - "Nein, meine Söhne geb ich nicht"
Ich habe auch vier Söhne und zwei Töchter und viele Freunde mit noch viel mehr Kindern. Merkel und Steinmeier, ihr werdet sie nicht bekommen. Meine Kinder geb ich nicht. Sie haben den Widerstand schon gut gelernt, und wenn sie noch zu klein sind, um sich vor euch zu schützen, dann gibt es immer noch mich und Hunderttausende von Vätern, und wenn wir zu schwach sind, dann verlassen wir eben dieses Land. Spürt ihr unseren Hass? Ich rate euch: Fürchtet euch, denn ihr habt allen Grund dazu, wenn ihr nicht umkehrt!
@das in Wirklichkeit ein Fischerboot
nicht vergessen : der Unterschied zwischen Pirat und Zivilist liegt darin, daß der Pirat Gewalt gerade ausübt. Vor und nach dem Überfall ist er nach außen ein Zivilist.
Ist genauso wie mit den Taliban - die sind auch Zivilisten, solange sie nicht gerade abdrücken und werden wieder zu Zivilisten,wenn man nach ihrem Tod die Waffe wegnimmt.
Und da sollen auch Journalisten schon mitgeholfen haben, zuerst die Waffen wegzuräumen, ehe dann die toten Neu-Zivikisten zur Empörung der Zuschauer gefilmt wurden.
Im übrigen ist Piraterei nur unter sehr begrenzten Umständen ein Freiheitskampf - und die scheinen dort unten nicht zuzutreffen.
Und weltweiter Handel ist nicht grundsätzlich Ausbeutung.
Ach ja - und die Bekämpfung von Übersee-Piraten ist systematisch eine Aufgabe des Militärs, nicht der Polizei - und wer einen Erfolg haben will, muß den Soldaten dann auch die Möglichkeiten lassen, sachgerecht zu handeln. Was heute hier abgeht, ist eine praktische Unterstützung der Piraterie durch die deutsche Politik- sei es nun Dummheit, Inkompetenz oder Absicht.
mfg zdago
Und es begab sich aber zu der Zeit das ein Gebot ausging ...
Da hört sich sehr nach Weihnachtsgeschichte an. In Somalia liegt Öl und Gas, Piratenmäßig liegen sie wohl erst an dritter Stelle und die USA versuchen seit Jahrzehnten Somalia soweit zu destabilisieren, dass sie das Öl stehlen können ohne auch nur einen Cent zu bezahlen.
Merkel Steinmeier und Co machen gerne mit und um Piraten zu bekämpfen muss man entweder das Land befrieden, was aber als erstes bedeuten würde die USA da weg zu jagen und dann die Menschen ihre Bodenschätze zu fairen Bedingungen verwerten lassen.
Indien hat ein Fischerboot versenkt. Dem ist nichts hinzuzufügen, weil ein Mutterboot für die Einsatzschiffe vor allem voller Sprit wäre. Also ein kleiner Kümo, der eh von Anlegestelle zu Anlegestelle dümpelt.
Nein die wollen keine Piraten bekämpfen, die wollen gemeinsam einen Raubüberfall verüben.
Es wurde bezüglich des vermeintlichen Piratenbootes gesagt, man habe es in Notwehr beschossen (versenkt), da die "Piraten", also die Fischer, es mit schwerer Munition beschossen hätten. Lüge, Lüge, Lüge!
Ja, die "internationale Staatengemeinschaft" verhält sich einmal mehr wie eine Horde Raubtiere, statt einer Gruppe verantwortungsbewusster Menschen.
Dies ist nichts anderes als Raubmord im großen Stil. Man kann es aber auch einfach als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit bezeichnen.
Man sollte ein Kriegsverbrechertribunal einrichten.
Aber Pathos mit Pathos versauen hat auch was. Eigentlich genial, wenn ich es richtig betrachte.
Auch dir noch einen beschaulichen 1. Advent.
(Und den Radetzky Marsch mach ich mir jetzt aus Trotz zum Klingelton :-) Mal gucken, wie die Anderen gucken.)
nicht vergessen : der Unterschied zwischen Pirat und Zivilist liegt darin, daß der Pirat Gewalt gerade ausübt. Vor und nach dem Überfall ist er nach außen ein Zivilist.
Ist genauso wie mit den Taliban - die sind auch Zivilisten, solange sie nicht gerade abdrücken und werden wieder zu Zivilisten,wenn man nach ihrem Tod die Waffe wegnimmt.
Und da sollen auch Journalisten schon mitgeholfen haben, zuerst die Waffen wegzuräumen, ehe dann die toten Neu-Zivikisten zur Empörung der Zuschauer gefilmt wurden.
Im übrigen ist Piraterei nur unter sehr begrenzten Umständen ein Freiheitskampf - und die scheinen dort unten nicht zuzutreffen.
Und weltweiter Handel ist nicht grundsätzlich Ausbeutung.
Ach ja - und die Bekämpfung von Übersee-Piraten ist systematisch eine Aufgabe des Militärs, nicht der Polizei - und wer einen Erfolg haben will, muß den Soldaten dann auch die Möglichkeiten lassen, sachgerecht zu handeln. Was heute hier abgeht, ist eine praktische Unterstützung der Piraterie durch die deutsche Politik- sei es nun Dummheit, Inkompetenz oder Absicht.
mfg zdago
Da hört sich sehr nach Weihnachtsgeschichte an. In Somalia liegt Öl und Gas, Piratenmäßig liegen sie wohl erst an dritter Stelle und die USA versuchen seit Jahrzehnten Somalia soweit zu destabilisieren, dass sie das Öl stehlen können ohne auch nur einen Cent zu bezahlen.
Merkel Steinmeier und Co machen gerne mit und um Piraten zu bekämpfen muss man entweder das Land befrieden, was aber als erstes bedeuten würde die USA da weg zu jagen und dann die Menschen ihre Bodenschätze zu fairen Bedingungen verwerten lassen.
Indien hat ein Fischerboot versenkt. Dem ist nichts hinzuzufügen, weil ein Mutterboot für die Einsatzschiffe vor allem voller Sprit wäre. Also ein kleiner Kümo, der eh von Anlegestelle zu Anlegestelle dümpelt.
Nein die wollen keine Piraten bekämpfen, die wollen gemeinsam einen Raubüberfall verüben.
Ja, die "internationale Staatengemeinschaft" verhält sich einmal mehr wie eine Horde Raubtiere, statt einer Gruppe verantwortungsbewusster Menschen.
Dies ist nichts anderes als Raubmord im großen Stil. Man kann es aber auch einfach als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit bezeichnen.
Man sollte ein Kriegsverbrechertribunal einrichten.