Verbot von Streubomben wird besiegelt
Washington (APA/ag.) - In der norwegischen Hauptstadt Oslo wird am Mittwoch ein weltweites Verbot von Streubomben besiegelt. Vertreter aus mehr als hundert Ländern hatten sich im Mai in Dublin darauf verständigt, künftig auf Gebrauch, Herstellung, Lagerung und Transport von Streumunition zu verzichten. Mit den USA, Russland, China und Israel sind die wichtigsten Herstellerländer allerdings nicht dabei.
Heute wird also entschieden, besiegelt ... Nun ja ... Ich bin da skeptisch und sehe eher: sich scheinheilig - in Unschuld gewaschene - schüttelnde Hände. (Auch
Steinmeier applaudierte.)
Man versuche sich nun einfach mal vorzustellen, was eine Streubombe überhaupt ist ... Wikipedia
schreibt hier:
Eine Streubombe (engl. cluster bomb oder cluster bomb unit, kurz CBU) besteht aus einem Behälter (engl. dispenser), der zwischen drei und über 2000 so genannter Bomblets oder Submunitionen enthält und diese bei der Aktivierung freisetzt“.
...
Zwischen
drei und 2000 so genannte Überraschungseier ... Dieses Gelege an nicht explodierten
Ova entpuppt sich dann - in Form eines
„Kollateralschadens“ - zu oft als tödliches Spielzeug - Findling - für Kinder, Landwirte oder wer auch immer den Fehler macht, diese Dinger anzufassen. (
"Streumunition kann nicht zwischen militärischen Zielen und der zivilen Bevölkerung *unterscheiden*")
...
Es ist schon krank genug, dass solche Munition für Kriegszwecke eingesetzt wird. Es ist sowieso krank und sinnlos, dass es Krieg und Militär überhaupt gibt; und die Analyse und Erforschung des Bewusstseins der Hersteller und Befürworter dieser Munition wäre mehr als nützlich für die Menschheit - im Gegensatz zur Rüstungsfrage überhaupt, und im Gegensatz zu der "Forschung" an/mit
Tieren.
Die
USA, Russland, China, Israel und sonstige Länder sind natürlich nicht bereit, den Vertrag zu unterschreiben ... Vor nicht allzu langer Zeit waren auch Deutschland und andere hierzu nicht bereit; denn Politik wird immer noch von der Wirtschaft bestimmt - und eines der gewinnbringendsten Exportprodukte
=? Bingo:
Rüstungsgüter!
Man braucht nur einen Blick gen
Börse zu machen, um festzustellen, dass trotz „Crash“ just diese Konzerne, Zulieferer etc. nicht gerade ein Ticket für die Titanic gebucht haben.
EADS, dessen Chief Executive Officer von Airbus, und in 2000 - Leiter des Bereiches Defence and Security Systems - eben mal auch Vorsitzender der netten
"Loge":
Atlantik-Brücke e.V. ist – (für die, welche wissen möchten, wo Politik in Deutschland
"eventuell", zwischen Wein und Bratwurst - mit-geschrieben wird und Medien/Presse mit-gesteuert werden, denen empfehle ich mal einen Blick auf die Website und Mitgliederliste dieses netten Berliner Vereins, welcher sich sehr eng an das
CFR heran-schmust; und die bestimmen wiederum auch die Politik in den Staaten; wählen
Ihren Presidenten usw.) ... aber bevor ich mich hier verliere und den Traum von Demokratie und dem sich fürs Volk einsetzenden Bundestag zerstöre (und neeee ...
EADS produziert keine Knallkörper, aber dafür, neben dem Airbus - andere fiese Schweinereien) - kommen wir besser wieder zum Wesentlichen ...
Die Rüstungsaktien schießen - parallel zum Verbot der Splitterdinger - halt eben - mal wieder - nach oben, und die Finanzkomiker an der Börse stecken den Kriegshuren die Scheinchen - nach dem Motto "Krieg macht geil" - in den feucht gewordenen Slip, wissend, dass sich Krieg eben immer wieder lohnt ...
Die Nobelpreisverleihung, in Oslo oder Kopenhagen - ist logisch gesehen auch nicht immer zu begreifen, aber manchmal gibt es auch gute Erkenntnisse, wie im Fall von
Paul Krugman ...
Betrachtet man aber den globalen Rüstungs-Aktienmarkt, so kann man sich zusammenreimen, was bald auf uns zukommt ...
Bildquelle: Wikipedia
Rechtschreibefehler bitte ich zu entschuldigen, da Deutsch nicht meine Muttersprache ist.
Immer dieser Schwachsinn, mit dem die Opfer entwaffnet werden.
Das erinnert mich immer wieder an die Geschichte mit dem Fuchs und dem Igel, in der der Igel seine Stacheln abgeben soll.
Es gibt nur eine reale Situation:
Jeder - verzichtet aus eigenem Willen darauf, mit Ansprüche an andere mit Gewalt durchzusetzen, sondern akzeptiert andere auch dann, wenn er anderer Meinung ist.
Dann kann jeder mit allen Waffen spielen, die ihm gefallen - es spielt keine Rolle.
Aber wer bestimmte Waffen ausschließen will, versucht immer, sich eine Herrschaftsposition und einen guten Ausgangspunkt für einen Angriff zu verschaffen.
Denkt an Schröders Angriff auf Österreich! Er konnte den Österreichern eine andere Regierung aufzwingen, ohne daß auch nur ein Schuß fiel. Die Voraussetzung: Österreich ist strategisch und waffentechnisch in einer auswegslosen Lage gegen über Schröder - eine vertragliche Anerkennung der Fremdherrschaft.
mfg zdago
26.
Dazu scheibt Leser V.L.:
Hier fehlt, denke ich, eine ganze Menge Hintergrund. Von einem Verbot einer ganzen Waffengattung kann gar keine Rede sein. Konkrete Ausnahmen für modernisierte Streubomben, smart bombs, wurden eingearbeitet.
Und die Bundesrepublik hat natürlich an diesen Ausnahmen mitgewirkt. Vielleicht als kleines Konjunkturprogramm für die heimische Rüstungsindustrie (/ironie off/)? Der Artikel in der FR deutet das nur in einem Nebensatz an und bringt keinerlei Details dazu.
Für mehr Hintergrund empfehle ich den Beitrag im WDR5 Politikum vom 3.12.08 als Podcast. ’
http://jakester-express.blogspot.com/2008/12/reich-mir-mal-den-streubomber.html