Worte wie Haushaltskrise, Rentenkrise, Gesundheitskrise prägen die Politik wie keine anderen.
Heute hört man diese Worte seltener bis nie, und dennoch wird politisch versucht, diesen Dingen entgegenzuarbeiten. Durch Kürzungen, Sparmaßnahmen, verpflichtend höhere Kassensätze und repressierte Privatrenten. Alles hinter dem Rücken der aktuellen Wirtschaftskrise.
Das Prinzip des Kampfes gegen den "bösen" Sozialismus ist frappierend synonym zum Zeitgeschehen von damals. Gebündelt mit dem Problem des gescheiterten Kapitalismus waren es die Strukturen, die zum Aufflammen und zur Festigung des Nationalsozialismus führten. Die Repressionen aus dem Versailler Vertrag trugen entschieden dazu bei.
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Die wirtschaftlichen Interessengegensätze zwischen den Völkern sind in der neueren Zeit in einer Weise ausgetragen worden, die wir als "Wirtschaftskampf" zu bezeichnen bereits gelernt haben. Die Wirkungen dieser gewaltsamen Austragung von Gegensätzen auf alle Kulturvölker, selbst die im Kriege siegreichen, sind derart mannigfaltig und tiefgreifend", schreibt
Prof. Dr. Adolf Lenz, Universität Graz, 1920 in seinem Buch "Wirtschaftskampf der Völker".
Er spricht über den Drang der führenden Völker nach einem wachsendem Anteil an der Weltherrschaft. Diesen Drang bezeichnet er folgerichtig als "Schicksalsfrage". Das politische Ziel sei nicht mehr nur Ziel eines bestimmten Volkes, sondern es handle sich um eine weitestgehende Selektierung von bestimmten Nationen, die eine Stellung in der Weltpolitik einnehmen sollen.
Hier handelt es sich also ganz offensichtlich nicht mehr um demokratische Vorgänge, sondern um puren Imperialismus. Prof. Dr. Lenz beschreibt die Bedeutung des Wortes, trotz verschiendener Verwendungsweisen, als eine "
im Kern unstillbare Energie" die nach der Expansion der Volkskraft strebe. Die Kennzeichen dieses imperialistischen Vorgehens seiner Meinung nach: Die Ausdehnung des Wettbewerbes auf alle verflochtenen Interessen, besonders aber die Ausweitung von Macht über die Meere hinweg. Friedlicher Natur, sowie gewaltsame Schädigung oder gar Vernichtung eines oder mehrerer Mitstreiter.
Herr Lenz ging damals sogar soweit zu behaupten dem wirtschaftlichen Imperialismus folge der politische Imperialismus. Dies machte er am Beispiel Englands fest.
"Man kann sagen, daß England gerade durch den wirtschaftlichen Imperialismus hindurch zum politischen Imperialismus gelangt ist. Sein Imperialismus war zunächst ein kommerzieller und maritimer. Außer dem britischen Nationalgefühl, das sicher einen Grund zu dem Anspruche des angelsächsischen Geistes auf Weltherrschaft abgab, haben die englische Industrie und der englische Handel infolge ihres mächtigen Einflusses im inneren Staatsleben die auswärtige Politik zur Erringung der politischen Vorherrschaft gedrängt."
weiter schreibt der Professor:
"Der wirtschaftliche Imperialismus ist zwar nur ein Teil des Strebens nach Vorherrschaft, aber der für den Frieden der Völker gefährlichste."
Die wirtschaftliche Ausdehnung nennt man Handelspolitik. In Wirklichkeit ist sie aber bereits der erste Krieg und immer gegenwärtig. In ihr das wirksamste Kampfmittel: die Blockade.
Der Imperialismus ist eine Betätigung der herrschenden Wirtschaftsform, des anlagebedürftigen Großkapitalismus. Letzteres steht in ständiger Konkurrenz zueinander und wird ebenfalls bekämpft - heute deutlich im Börsensystem beobachtbar.
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Wenn sich das Gefühl der wirtschaftlichen Abhängigkeit eines ausgebeuteten Volkes zu einem kräftigen nationalen Widerstand aufrafft", so Lenz, sieht dies der Gegner als Hemmnis in seiner wirtschaftlichen Ausdehnung. Er geht in seinem Buch davon aus, "
daß die Lehren des Wirtschaftskrieges nicht so rasch vergessen werden". Und das wurden sie auch nicht. Nach dem Versailler Vertrag folgte der Potsdamer. In neuerer Zeit steht der Lissaboner auf der Agenda. Letzterer ein Zusammenspiel von Ausdehnung der Wirtschaftsinteressen und Einschränkungen einzelner unterzeichnender Staaten. Ein weiterer Schritt zur Internationailisierung des Wettbewerbes.
Ein Weg, frei von kriegerischen Mitteln, zur Ausdehnung von Wirtschaftsinteressen.
Wir befinden uns inmitten eines Wirtschaftskrieges.
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Ein Wirtschaftskrieg bedeutet eine derartige Umwälzung in der Gütererzeugung, Güterverteilung und im Güterverbrauche, daß es als ein ungesunder Wirtschaftszustand empfunden wird", so Lenz in seinem Buch.
Wo befinden wir uns heute?
Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen Querlage. Das Kapital liegt auf Seiten der einflussreichsten Wirtschaftsgrößen. Die Politik selbst verfügt über kein Kapital und gibt dennoch welches aus. Das was jährlich an Steuergeldern in den Haushaltstopf gelangt und ein wenig wieder geliehenes Geld darüber hinaus.
Aber, wie kam es eigentlich zu diesem
Bankrott in Deutschland?
Zunächst muß erst einmal geklärt sein: Nicht Deutschland ist es das Bankrott ist, sondern lediglich die Politik. Das Kapital Deutschlands steckt zum größten Teil im Wirtschaftssystem - im Hochfinanz. Das heißt bei: Versicherungen, Kapitalgesellschaften und natürlich auch bei Banken.
Dr. Eugen Pawlowski beschreibt den "Bankrott" Deutschlands mit den Worten:
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[..] die Steuerreform, welche das Proletariat mit Lasten von neuen Milliarden beschwert, ohne einer Lösung der Finanzkrise auch nur nahe zu kommen: all dies zeigt, daß Deutschland täglich auf dem Wege zum endgültigen Verfall weiterschreitet.[..]"
Dr. Eugen Pawlowski - wir klären auf - ließ diese Worte im Jahre
1921 auf Papier. Ganze 2 Jahre nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages, was offiziell den Kriegszustand zwischen dem Deutschen Reich und den Mächten der Triple Entente und ihren Verbündeten beendete. Innerhalb von nur 2 Jahren hatte sich der wirtschaftliche Zustand Deutschlands so massiv verschlechtert, das Herr Pawlowski einen weiteren Krieg in naher Zukunft nicht ausschloß. Begründet darin, das eine Wirtschaftsblockade vorlag und das Deutsche Volk sich somit eingeengt und ausgegrenzt fühlen wird.
Die Verarmung Deutschlands: der Niedergang der Landwirtschaft, der Verfall des Transportwesens, Zusammenbruch der Ernährung, Rückgang der Arbeitsleistung war so die direkte Folge des Krieges.
Politische und soziale Gefahren, die mit Rückschlägen der Wirtschaftsentwicklung einhergehen, sind besonders in den vergangenen Krisen deutlich geworden und laufen parallel zur Krise.
Damals wie
heute setzt man in derart Krisen auf private Investitionsbereitschaft. Eine Steuerbefreiung für neu erworbene Automobile, wie es die Unionspartei an den Bürger zu bringen versucht, ist keine neue Erfindung, ebenso wenig wie die steuerlichen Begünstigungen zum Neubau von industriellen Anlagen. Genauso alt ist die Reinvestition um Abschreibungen zu verhindern.
Solange die Ausgaben der Wirtschaft die Einnahmen übersteigen bleibt die Gefahr, das Arbeitgeber Kostensenkungen durchführen müssen. In erster Linie betrifft dies heut meist erst einmal die Arbeitnehmer auf Grund der betrieblichen Produktionssenkung. Die Betriebe sparen hier somit in doppelter Hinsicht. Durch die Produktionssenkung und der daraus resultierenden Arbeitslosigkeit, wird sich in eine Abwärtsspirale begeben, denn der Arbeitnehmer ist im Großen derjenige, der mit den Konsum durch sein Einkaufsverhalten die Wirtschaft aufrecht erhält. Bekommt dieser im Zuge seiner Arbeitslosigkeit weniger Einkommen, gibt es weniger Konsum und somit wiederum weniger Einnahmen in der Industrie. Die Spirale schraubt sich immer tiefer.
Innenpolitische Zerrissenheit und bindende außerpolitische Abkommen dienen nicht gerade der Entspannung finanzieller, sowie wirtschaftlicher Probleme. Dies war mit der Wirtschaftskrise nach dem Versailler Vertrag ebenso ein hoher Faktor, der ein Entkommen aus der Krise unmöglich machte. Zuviele Parteien die damit beschäftigt waren sich gegenseitig zu bekämpfen, waren nicht in der Lage einen Weg aus der Krise zu finden. Die Auferlegten Pflichten durch das Versailler Abkommen störten erheblich den Besinnungsprozess auf das notwendige: Konjunktur.
Auch hier können wir eine frappierende Ähnlichkeit zum Heute feststellen.
Unsere außerpolitischen Abkommen drängen uns in eine zusätzliche Finanzierungschwäche. Millitärische Vereinbarungen zwingen uns zusätzliche Kosten auf. So wurde seit Anfang der 90er Jahre die Bundeswehr unter dem Stichwort "Transformation" von der reinen Verteidigungs- zur weltweit einsetzbaren Interventionsarmee umstrukturiert und umgerüstet.
Dazu muß man wissen, dass die wenigsten Kriege mit Eigenmitteln finanziert werden. Es werden Anleihen aufgenommen um Kriegsausrüstung bezahlbar zu machen. Diese Kredite müssen selbstverständlich auch zurückgezahlt werden - doch wovon, wenn die Kassen leer sind?
Durch die Eroberung der bekriegten Gebiete und Plünderung der Rohstoffe selbiger.
So sind die Worte Friedrich Schillers zu verstehen, wenn er in seiner Wallenstein Triologie schreibt: "Krieg ernährt den Krieg".
Wird er verloren, hat das entsprechende Land neue Schulden.
In der Vorbereitungszeit zum 2. Weltkrieg verschleierte man diese Anleihen indem man einen Wechsel annahm. Da diese Wechsel durch einen Begünstigten (damals Metallurgische Forschungsgesellschaft mbH) erfolgten, musste diese Anleihe nicht als Staatswechsel, sondern als Handelswechsel und somit im Reichshaushalt sowie Reichsschuldbuch nicht ausgewiesen werden. Die vom Gesetz vorgeschriebene Begrenzung der Staatsverschuldung wurde so also geschickt umgangen.
Die Metallurgische Forschungsgesellschaft mbH war eine Scheinfirma zur Finanzierung des Krieges. Auch hier wurden für die Rückzahlungen Ausplünderungen der zu überfallenden Länder bereits im Vorfeld mit eingeplant.
Ausdehnung und die Fähigkeit zur Handelsmacht. Das bringt notwendigerweise Kriege mit sich. Kriege die auf ungehemmter Gier beruhen, bringen auch rote Zahlen mit sich. So hat die
US-Regierung bisher offiziell 804 () Milliarden Dollar für die Kriegseinsätze ausgegeben oder beantragt. Die versteckten Kosten könnten sich in den kommenden 10 Jahren sogar auf 2,4 Billionen Dollar summieren.
Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI legte im Juni 2007 den Jahresbericht vor. Aus diesem ging hervor, das die weltweiten Rüstungsausgaben in den vergangenen 10 Jahren um 37% gestiegen sind. Deutschland stand zum Zeitpunkt der Erhebung mit 6,9 Milliarden Euro an Dritter Stelle der 10 größten Waffenexporteure. Mit doppelt so viel Ausgaben als noch im Jahre 2005.
Die kriegsführenden Staaten und deren Verbündete merken jedoch nicht, das sie nichts mehr gewinnen können als noch höhere und nicht mehr tilgbare Schulden. Sie werden durch ihre Gier und ihren Machtanspruch gelenkt und
vernichten sich - samt ihre Staaten - selbst.
Die Abwärtsspirale der Wirtschaftskrise bohrt somit unaufhörlich immer tiefer.
Was dann folgt ist - mit Abstand - die Wohl größte Schlacht aller Zeiten.
Bliebe einst wieder die Schuld(en)frage zu klären...
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Siehe auch:
Völkers Unvollendete
Die Stagdeflation!
Der Konsumgutschein
Zum Schutz von Volk und Staat
Berlin: 2009 Stagnation
In der Mitte wird es braun