< Europa könnte so schön sein | Die gekreuzigten von ASUNCIÓN und die selbstzerstörerischen Formen des Protests. >
Wahljahr 2009 - Aufruf 2
Trackbacks
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12/09/08 um 06:04
Zum 60. Jahrestag der Menschenrechte
In Anlehnung an meinen Aufruf zum Wahljahr 2009, indem es mir vornemlich darum ging, echte Lösungswege aus der Sackgasse aufzuspüren, diese zum Wahljahr 2009 zu thematisieren und gemeinsam mit anderen visionshungrigen Menschen darüber zu reflektiern, habe ...
In Anlehnung an meinen Aufruf zum Wahljahr 2009, indem es mir vornemlich darum ging, echte Lösungswege aus der Sackgasse aufzuspüren, diese zum Wahljahr 2009 zu thematisieren und gemeinsam mit anderen visionshungrigen Menschen darüber zu reflektiern, habe ...
am
12/29/08 um 02:18
Kurz vor Weihnachten - Krieg und Frieden in der Blogosphäre (Blogschau 12/IV)
Es weihnachtet sehr, auch in der deutschen Blogosphäre. Sieht so aus, als sei Weihnachten gar kein Spießer-Tabu mehr, sondern eher retromäßig schick, sogar die violetten Adventskränze des Don Alphonso gehen klar! Ist’s d... ...
Es weihnachtet sehr, auch in der deutschen Blogosphäre. Sieht so aus, als sei Weihnachten gar kein Spießer-Tabu mehr, sondern eher retromäßig schick, sogar die violetten Adventskränze des Don Alphonso gehen klar! Ist’s d... ...
am
08/06/09 um 08:21
Wir haben die Wahl
Seit einigen Tagen häng ich hier am Rechner fest und komm nicht mehr raus. Weil ich nach Worten suche, die richtig sind. Um zu beschreiben, was auf dem Spiel steht. Die Wahl steht vor der Tür und die Menschen wollen nicht sehen was dann wirklich auf sie z ...
Seit einigen Tagen häng ich hier am Rechner fest und komm nicht mehr raus. Weil ich nach Worten suche, die richtig sind. Um zu beschreiben, was auf dem Spiel steht. Die Wahl steht vor der Tür und die Menschen wollen nicht sehen was dann wirklich auf sie z ...




















"Es wird hier letztlich nicht allein der Tanz ums Goldene Kalb aufgeführt, sondern vielmehr soll das Überleben einer "Herrenrasse" angesichts der begrenzten Ressourcen unseres Planten gesichert werden, einer "Rasse" derer nur angehören kann, wer in der Lage ist, sich im Wettbewerb durchzusetzen und als "Erster", als "Sieger" daraus hervorgeht."
beinhaltet, wie ich finde, bereits die Antwort. Nicht mehr ums "goldene Kalb" tanzen, und sich der begrenzten Ressourcen wirklich bewußt werden! Einhergehend dazu ist es natürlich wesentlich, den Wert von jedem Leben als absolut schützenswert zu erkennen. Noch immer machen es sich viele sehr einfach, wenn sie Schuldige dafür suchen, daß immer weniger Geld für ein neues Auto da ist, man "versehentlich doch einmal drei Jahre den selben Fernseher oder das Handy benutzen muß, Importartikel und Niedriglohnländern im Preis gestiegen sind, oder der Urlaub einmal weniger üppig ausgefallen ist. Da sind es gerne mal die Schwellenländer, die einfach einen bestimmten Markt leerkaufen und die Preise hochtreiben, es sind die Flüchtlinge und ALG2-Empfänger, die die Sozialsysteme stark belasten und und und...
So erlebe ich die meisten Menschen in meinem Umfeld, was nachdenklich stimmt, sind doch bei allen die Lebensgrundlagen gesichert, was gegenüber den restlichen 80 Prozent der Weltbevölkerung schon luxuriös erscheint...
Ich tat gestern mal was völlig verrücktes, und schaute "Spiegel TV". Dort ging es unter anderem auch um die Auswirkungen des westlichen Energie- und Mobilitätshungers auf die Ernährungslage in den "Dritte Welt Ländern" hier hervorgehoben Bangladesh. Um auf Autobahnen und Highways weiterhin Gas geben zu können, kaufen westliche Nationen solchen Ländern den Getreidemarkt leer, was die Preise dort gemäß Angebot und Nachfrage in Regionen treibt, die bei den dort üblichen Einkommen nahezu unbezahlbar sind. Viele hungern deshalb. Ein Großteil von diesem Getreide wird dann zur Bioethanolgewinnung genutzt. Da bekommt das Autofahren einen sehr bitteren Beigeschmack...
Wohlgemerkt aber nur, wenn einem die Menschen dort nicht egal sind.
Meiner Meinung nach wäre es doch nötig, unseren Wohlstand zu teilen, was bedeuten würde, in vielen Bereichen des täglichen Lebens "kleinere Brötchen" zu backen, mehr nach wirklichem Bedarf zu konsumieren, nicht jedem Trend und jeder Neuheit hinterherzurennen. Sicherlich ist das schwer, wenn die wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen und medientechnischen Rahmenbedingungen nicht stimmen. Aber letztlich beginnt doch alles bei einem selbst.
Wie fragte Platon doch einst?
„Soll ich mich anderen gegenüber nicht so verhalten, wie ich möchte, dass sie sich mir gegenüber verhalten?“
Klar, wir könnten uns die PolitikerInnen raussuchen, die uns am geeignesten erscheinen. Aber dann, wie solls dann weitergehen? Nur mal rumgesponnen: sagen wir, wir bekommen eine Führungsriege zusammengesetzt aus Menschen, wie Geißler, Lafontaine und ähnlichen. Mal abgesehen davon, dass ich denen erst glauben werde, wenn sie das, was sie sagen auch einlösen, denn solange sie nicht in der Lage sind ihre Forderungen einzulösen, können sie sie natürlich gut fordern. Wer glaubt denn, dass der Spielraum von Politikern so groß ist, dass sie wirklich Einfluß nehmen könnten? Ich habe da so meine Zweifel.
btw die Linke ist für mich derzeit unter der Auswahl, die zur Verfügung steht, die einzige wählbare Partei. Ich bitte die Einschränkung ernst zu nehmen.
Manchmal weiß ich halt auch nicht, wie es weitergehen soll. Diese "Demokratie" ist so schwach, dass ich kaum noch Vertrauen in sie habe. Für mich muss es auch um eine Diskussion über eine andere Gesellschaft gehen, von der ich allerdings derzeit nicht weiß, wie diese dann gestaltet sein könnte. Deswegen ja die Diskussion.
Wir müssen das Systm infiltrieren, mit unserem sozialen Verantwortungsbewusstsein, mit unserer Menschlichkeit, mit unseren Visionen, Lösungsmöglichkeiten...
Wichtig ist vor allem dass wir uns selbst zukunftsfähige politische Lösungen für unsere Problme erarbeiten, sodass wir diese aufzeigen und verfolgen können. Es gibt genug Energiequellen und Nahrung für alle! Die künstliche Verknappung und die Ausbeutung unserer Mutter Erde und ihrer Kinder muss SOFORT gestoppt werden!
Ja, es geht genau darum um Gerechtes Teilen.
Der 1. Aufruf schien zu naiv gedacht und implizierte eindeutig, dass eine Links-Wahl – wenn auch nicht unbedingt die Ideallösung – so doch zumindest das geringere Übel sei. Die „Lichtgestalt“ wurde gleich mitgeliefert“, wobei geflissentlich übersehen wurde, dass man auf dem besten Wege ist, auf immer wieder die gleichen Maschen und Mechanismen einer „Machtergreifung“ hereinzufallen.
Liest man die diversen Parteiprogramme nebst Wahlversprechen, so stellt man fest, dass sie eigentlich fast identisch und austauschbar sind, am auffälligsten sogar gerade bei Links- und Rechtaußen. Da strotzt es geradezu vor Idealismus und besten Absichten, allen erdenklichen sozialen Missständen abzuhelfen. In die Dualität gehen die zur Auswahl stehenden Parteien gerade mal mit mehr oder weniger Nebensächlichem, mit kleinen Details, die ordentlich aufgeplustert zu markigen Parolen und angespitzt als Waffen für die Wortgefechte untereinander herhalten müssen. Aber allen geht es um das Selbe: das who is who der Masters and Servants. Und die große Masse kann im herrschenden System nun mal nur aus Servants, also Dienern bestehen. Die Masters sind immer die gleichen, die sich nur unterschiedlicher Parteien bzw. Ideologien bedienen, um gegnerische Fronten aufzubauen, um der Masse weiszumachen, dass sie als Gleiche unter Gleichen ein Mitspracherecht bei der Wahl der Masters habe. Bisher funktioniert das, indem die jeweilige Gruppierung eine Heldenattrappe (den mit der größten Klappe?) aus ihren Reihen zur Wahl stellt, die als Galionsfigur ganz vorne auf dem Gabelstapler sitzen darf, damit man die, die hinten steuern, nicht sieht. Und wenn die Sache scheitert, hat man gleich einen Schuldigen, und zwar genau den Dummen nebst Anhang und Fanclub aus der Masse, der sich wählen ließ. Dabei ist es völlig egal, welche Farbe das jeweils präsentierte Fähnchen hatte; sie werden sich schon gegenseitig fertig machen, und die Masters bleiben unerkannt und unbehelligt.
Das eigentliche Unglück ist schon vor langer Zeit geschehen; nicht erst mit Kommunismus, Hitler oder Sonstwem, sondern mit der Idee einer missverstandenen Gleichheit der Menschen. Sie sind es nicht. Jeder ist gleich als Wesen "Mensch" und doch auch Individuum. Was hat es gebracht? Égalité und Brutalité. Gleichmacherei einigt die Menschen nicht; das ist der fundamentale Irrtum. Sie eliminiert die ureigenste Bestimmung, Talent und Individualität des jeweiligen Menschen; sie „kastriert“, normt, verwaltet und gängelt, vereinzelt und isoliert ihn innerhalb eines Kollektivs, macht ihn zum Industriefutter und jederzeit austausch- bzw. ersetzbar. Das Leben des Einzelnen wird vom und für den Erhalt des Kollektivs rücksichtslos verbraucht mit dem Generalargument des Sozialen, der „Sicherheit“ im Kollektiv. Das einzig sichere ist der kollektive Untergang anstelle der Möglichkeit eines persönlichen Scheiterns, die man im Kollektiv glaubt, ausschließen zu können.
Ob man aus diesem System jemals wieder herausfindet zu Gunsten eines Gefüges aus sich ergänzenden unterschiedlichen Individuen, wo jedes seinen „Platz“ haben kann? Ich denke nein, nicht jetzt und nicht so. Machen wir uns nichts vor; da muss anderes passieren, um dieses System mit seinen Masters hinwegzufegen.
Die erste Triebfeder des Menschen ist, dass er sich über seine Mitmenschen erheben will. Dagegen spricht im Prinzip auch nichts, es müssen aber Regeln geschaffen werden.
Regeln die verhindern, dass der Stärke den Schwachen einfach frisst. Fehlen diese Regeln, dann passiert das, was wir in der Finanz- oder besser Weltwirtschaftskrise gerade sehen.
Dein individueller Mensch mit seinen Fähigkeiten und allem Drum und Dran ist genauso in der Lawine wie die Gleichmacher.
Bedenke dass es immer einen noch größeren Hai im Becken gibt. Der stirbt erst, wenn er alle anderen gefressen hat.
Ich möchte in diesem Zusmmenhang mal wieder auf die Erkenntnisse von Jean Liedloff verweisen,die ich noch immer für einen wirklichen Schlüssel zum harmonischen, sozialen Miteinander betrachte. Ich bin keine dogmatiche Verfechterin ihrer Thesen, halte sie aber dennoch für essenziell und in unsere "moderne" Welt adaptierbar
wer mehr wissen will kann hier klicken
ich denke dieses Machtgehabe ist in grauer Vorzeit zu suchen. Allerdings nicht als "Macht" spezifizierbar wie wir es heute kennen. Die reine Futtersuche erforderte zb. das Reviere vergrößert bzw. ausgedehnt wurden. Rivalen wurden bekämpft. Futterneid wenn du es so willst. Schließlich imponierte es und half die Gruppe zu vermehren/zu vergrößern.
Das wäre zwar eine schlichte und für jeden verständliche Erklärung, aber sie erscheint mir nicht so wichtig wie die Frage nach Änderung. Ich glaube, das auf Grund unserer Menschengeschichte gar keine Änderung im Ganzen, sondern lediglich in Teilen möglich ist.
Ja, darum geht es..Liedloffs sogenanntes Continuum Concept wurzelt in einem auf Achtung der natürlichen Instinkte basierenden Umgang mit unseren Kindern.
Entgegen der gängingen Annahme, schon ein Kleinkind disziplinieren und "abhärten" zu müssen, indem mam seine natürlichen Bedürfnisse einfach ignoriert und missachtet und es mit Gewalt "zivilisiert" geht Liedloff davon aus, das gerade die ersten 2-3 Lebensjahre entscheidend für die spätere Lebensrealität des Kindes sind.
Erfüllt man die natürlichen Bedürfnisse des Kleinkindes, indem man es füttert, am besten stillt wenn es hungrig ist und nicht nach der Uhrzeit,in Körperkontakt mit ihm bleibt bis es flügge wird und von sich aus die Welt erkundigen will, so wird das Kind in sich diese "Erfüllung" seiner Grundbedürfnisse ein Leben lang tragen.
Frutustrtion, Verletzung, sich nicht geliebt fühlen, nicht genug bekommen, missachtet zu sein, die Erkenntnis, sich Aufmerksam und Liebe erschleichen und erkämpfen zu müssen, ....Korruption, Falschheit und Gewalt wären somit die Folgen einer Erziehung die eben missachtend, gewalttätig und mit Zwangsmassnahmen gegen diese natürlich Grundbedürfnisse des Kindes handelt.
Wie gesagt, es soll hier kein Dogma aufgestellt werden, aber diese Thematik darf meines Erachtens nicht unterschätzt werden.Jeder möge den richtigen Weg für sich selbst und seine Kinder finden...
hier nochmal der link zur startseite der Liedloff community sind viele interessante Beiträge zu finden...
//www.continuum-concept.de/index.htm
Wenn du übersichtlich einige Themen anreisst... ist das nicht eigentlich das was jedem Menschen innewohnt und drüber reden sowie es tun kann? Ich finde es eigenartig, das darüber überhaupt geredet werden muß; ich finde es nämlich selbstverständlich.
Christa Müller kritisiert, dass das Elterngeld mal wieder auf Kosten der GeringverdienerInnen finanziert wurde. Bekam früher noch jeder 3 Jahre lang (2 Bundes-und 1 Jahr Landeserziehungsgled) 300,€ monatlich, erhalten nun Eltern 1 Jahr lang bis zu 80% ihres früheren Einkommens. Wer davon profitirt dürfte klar sein.
Geringverdiener, "Minijobber", arbeitslose Mütter, Hausfrauen bekommen nun also nur noch 1 Jahr lang 300 € Elerngeld. SO WURDE DAS ELTERNGELD FINANZIERT. Diese Tatsache wird so gut wie nie in den Medien thematisiert.
Nun werden also auch die vormals Geringverdienenden oder Hausfrauen und Arbeitslose aufgefordert doch bitte ihr Kind mit einem Jahr in Krippenbetreuung zu bringen und wenn möglich eine Vollzeitstelle anzunehmen, denn ohne das Elterngeld reicht eine Teilzeitstelle kaum noch. Da es aber soviele gutbezahlte Vollzeitstelen nicht gibt, ebensowenig wie gutbezahlte Halbtagsstellen, landet Mutter eben wieder im Niedriglohnsektor, wo sie schließlich gebraucht wird, währen ihr Kind in der Krippe gut betreut wird. Das ist die schöne Welt der Frauenemanzipation!
PS:
Um Kindesverwahlosungen und -misshandlung in problembeladenen Elternhäusern entgegenzutreten, setzt sich Christa Müller für Beratungsgespräche und Hausbesuche ein, die gleich nach der Geburt von Hebammen und später bei Bedarf von SozialarbeiterInnen organisiert werden könnten. Auch dieser Vorschlag wurde in den Medien auf intrigante Weise verzerrt widergegeben
Also, ich bin nicht gegen Krippenbetreuung, halte diese aber auch nicht für in jedem Fall empfehlenswert. Ich möchte die Wahl und die Betreuung die ich für mein Kind am geeignetsten halte.
In einem anderen Threat wies ich schon darauf hin, dass im Zuge der Krippenbeteuung, viele andere Betreuungseinrichtungen, wie Spielgruppen etc geschlossen werden! Das kann nicht sein! Ebenso prkär ist die Lage für Tagesmütter, die eine sehr gute Alternative für Krippenbetreuung dartstellen.
Wenn Du aus dem, was ich oben schrieb, eine Forderung herausgelesen hast, so ist das nicht richtig. Ich forderte nichts generell, sondern äußerte Gedanken. Hätte ich die Möglichkeit zu fordern, so würde ich versuchen, mir das Recht auf Eigenständigkeit zu sichern ohne den staatlich verordneten Zwang zu kollektiver Zugehörigkeit und selbstverständlich auch ohne jeden Anspruch an das Kollektiv – versteht sich. Wie das andere für sich handhaben wollen, ist ihre Sache. Sozialsein ist für mich das direkte Verhältnis von Mensch zu Mensch ohne staatliche Verordnung.
Und was die „Wölfe“ betrifft, vor denen ist mir am wenigsten bang, vielmehr fürchte ich die Herde mit ihrer Hackordnung, dem Stellenwertdenken und ihren Urteilen, die jeden ohne Herdenschein – also gerade auch Wölfe – gnadenlos jagt und erlegt oder im „freundlichsten“ Fall zu lebenslangem Zooaufenthalt verdonnert.
Wie gesagt, das ist keine Empfehlung für die Allgemeinheit – wo kämen wir da auch hin ... ☺))) ?
Haifischbecken findet man übrigens nur bei Kollektiven; da schwimme ich doch nicht freiwillig mit, wenn ich nicht reingeschubst werde ;-).
Und noch eines, was die Regeln betrifft:
Es waren im Mai 2005 auf Bundesebene rund 2.100 Gesetze mit knapp 46.000 Einzelvorschriften und 3.140 Rechtsverordnungen mit fast 41.000 Einzelvorschriften in Kraft, ein rekordverdächtiges Regelwerk mit guter Wachstumsrate. Moses’ Gesetzentafeln mögen zwar irgendwann nicht mehr ausgereicht haben, aber wozu soll dieses Machwerk gut sein? Da wird mancher Irrtum zum Gesetz gemacht und die Nichtbefolgung des Irrtums steht ebenfalls unter Strafe.
Die Menschenrechte sind es die mit Füssen getreten werden, die "Herren-Sieger,-Erstermentalität" ist es die unser Brunnenwasser vergiftet hat! Gleiches Recht für Alle dann erst KÖNNEN wir überhaupt verartungsbewusst handeln.
Und gegen diese mörderische und absurde Weltordnung – sie tötet, aber sie tötet ohne Notwendigkeit – gegen diese absurde Weltordnung hier sind wir zusammengekommen, nicht um rhetorisch zu protestieren, sondern um analytisch die Kausalitäten zu ergründen, die zu diesem täglichen, unannehmbaren Massaker führen.
Welcher Denkfamilie, welcher Partei, Gewerkschaft, Kirche, wir alle auch immer angehören, was der Sozialisierungsprozess ist - in uns allen lebt der moralische Imperativ um es mit Kant zu sagen, und dieser moralische Imperativ lebt von der Identität mit den anderen. Wir haben das Glück, hier in Rostock zu sein, in der wahrscheinlich lebendigsten Demokratie dieses Kontinents, in der dritten Wirtschaftsmacht des Planeten – Deutschland ist die dritte Wirtschaftsmacht des Planeten – und ich glaube gleichzeitig sind wir eben auch hier die Stimme der Menschen ohne Stimme. Saint-Exupéry hat gesagt: „Es gibt keine Gemeinsamkeit, keinen Vergleich, zwischen dem freien Kampf und der Zerschlagung in der Nacht.“
Von den 6,2 Milliarden Menschen, die wir sind auf dem Planeten heute, sind 2,7 Milliarden – über 40 Prozent - leben nach Weltbankstatistik unter der extremen Armutslinie. Sie leben nicht wie Menschen. Und diese Menschen, die sind hier präsent, für die müssen wir hier kämpfen.
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Quelle
Aber die Legitimität gibt es trotzdem nicht. Die Legitimität haben die trotzdem nicht.
Erstens vertreten die nur 13 Prozent der Weltbevölkerung und maßen sich an, für die 87 anderen Prozent auch noch zu reden. Das Zweite, was wichtiger ist, was schwer wiegt: Die Herrscher der Welt, das sind heute die Oligarchie des transkontinentalen Finanzkapitals. Ich sag das ein wenig, weil wir keine Zeit haben, ich sag das ein wenig dogmatisch, aber Weltbankstatistik 2006 - die 500 mächtigsten transkontinentalen Privatkonzerne die haben letztes Jahr 52 Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes kontrolliert. Das heißt alle in einem Jahr auf der Welt produzierten Waren, Dienstleistungen, Kapitalien und Patente. Diese transnationalen Gesellschaften, diese kalten Monster, die funktionieren nach dem Profitmaximierungssystem. Und das ist normal. Das ist normal. Der Gesellschaftsvertrag, soziale Gerechtigkeit, die Werte der Aufklärung, die Menschenrechte, die Solidarität – das gehört dem Staat, das gehört der Gemeinschaft freier Bürgerinnen und Bürger; es wäre falsch, wenn man Nestlé, Siemens, Novartis oder wie die Menschenfreunde alle heißen, irgendwie anklagen würde, sie beförderten nicht die soziale Gerechtigkeit, sie kümmern sich nicht um Mindestlöhne, sie kümmern sich nicht um die Menschenrechte in der dritten Welt; warum sollten sie auch?
Profitmaximierung ist ihr Ziel, wir sind – ich hasse Moral, es geht nicht darum, zu sagen: der Brabeck ist gut und der andere ist besser und so weiter – es geht um ein System der strukturellen Gewalt. Wenn Peter Brabeck, Präsident des weltgrößten Nahrungsmittel- und Trinkwasserkonzerns, Nestlé, nicht die Kapitalrendite um 15 Prozent erhöhen würde, den Börsenwert um ein Drittel erhöhen würde, wie das letztes Jahr geschehen ist, dann wäre der weg vom Fenster.
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vollständige Rede lesen
also noch eins:
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vollständige Rede lesen
>perversen, menschenverachtenden Entwicklung
>entgegenzustellen?
Öffentlichkeit schaffen und Stück für Stück die Konzernmedien zurückdrängen.
Haben wir die *Wahl*, nicht daran teilzunehmen?
Jeder muss es selbst einmal probieren.