Mitglieder von verschiedensten Wohnungslosen-Organisationen nagelten in einem Einkaufszentrum die Hände und banden die Füße der Frauen an Holzkreuzen fest, um Druck für die Bewilligung von 1 Million $ für Grundstückskäufe und Wohnungsbau auf die Soziale Dienststelle auszuüben.
Die Frauen wurden als Laura Raquel Ramirez, 37, und Naida Villaverde, 41, identifiziert. „Eine von ihnen fiel vor Hitze und Schmerz in Ohnmacht, sagte „Blas Vera“, einer der Bewegungsführer.
Einige Männer hoben die Kreuze auf ihre Schultern und trugen die Frauen durch Asunción und schlossen sich Dutzenden anderer Protestierender an.
Der Leiter der Sozialen Regierungsbehörde (Acción Social), Pablino Caceres sagte, dass Gelder bereitgestellt würden, aber die Behörden sie kontrollieren werden.
Die Ressourcen sind da, aber wir werden diese verwalten,
sagte Caceres. „Wir ändern das Unterstützungsmodell. In den vorhergehenden Regierungen kontrollierten die Organisationen für Wohnungslose die Gelder, aber diesmal nicht.
Der Linksorientierte Ex-Bischof Fernando Lugo nahm die Präsidentschaft im August 08 an und beendete 61 Jahre der einheitsparteilichen Richtlinien. Er verspricht, die extreme Armut in Paraguay zu beenden, aber einige seiner Mitstreiter bemängeln, dass er nicht schnell genug handle."
Auch wenn die Situation der Wohnungslosen nach fast 60 Jahren durch Militärs und Großgrundbesitzer unterstützten Terror und Unterdrückung durch die (
Partido Colorado) fast aussichtslos ist, verstehe ich nicht ganz, wie man sich solch starke Schmerzen zufügen lassen kann. Und hier sage ich schon „zufügen lassen“, denn es sind Frauen, die sich hier an Holzbalken nageln lassen, und nicht die Männer, welche eventuell auch die führenden Rollen in dieser Organisation haben dürften und wohl an erster Stelle solchen Wahnsinn ertragen müssten. Und wie sehr man Zuflucht in einer Religion - egal welcher Couleur - suchen mag, diese wohl eher unfreiwillig-masochistische Form von Protest ist fragwürdig und entwürdigend. Diese Selbstverstümmelung führt eher zu irreversiblen körperlichen Schäden, als dass irgend ein Politiker sich hierdurch zur Eile animieren ließe.
Ob der neue Präsident Fernando Lugo ein Segen für das Land wird, wird die Zukunft zeigen. Denn obwohl Paraguay heute keine Diktatur mehr ist, ist es doch immer noch als autoritäres Regime einzuordnen. Eine kantenlose Wende hin zu einer Demokratie, welche unterschiedliche Interessen und politische Positionen akzeptiert, wie sie auch in anderen Ländern mit ehemaliger Militärdiktatur heranwuchs, dies scheint in Paraguay bislang auf sich warten zu lassen. Präsident Lugo versprach zwar, Elend und Korruption zu bekämpfen, aber dies versprachen Politiker weltweit und - aus Sicht der Geschichtsschreibung - immer wieder: Daran gehalten hat sich bis jetzt kaum eine(r).
Deutschfehler bitte ich zu entschuldigen, da dies nicht meine Muttersprache ist.
Disclaimer: Durch meine persönliche Überetzung der Artikel dokumentiere ich diese nur und mache sie mir nicht "zu eigen" oder vertrete direkt deren Meinung; wobei "dokumentiern" ein weit ausdehnbarer Begriff ist ...
Meinung auch ...
Jesus war gegen Autorität, für die Armen und Leidenden, für die Entrechteten. Er hatte auch keine Wohnung. Wo ist er gelandet - besonders, als er den Mund auftat und redete? Am Kreuz.
Das wollten die Frauen vermutlich zeigen, dass heute immer noch die Armen und jene die den Mund auftun,- dass also die freie Äußerung und der Kampf um mehr Gerechtigkeit und Leben für alle,- am Kreuz endet - beim Leiden. Über alles andere wird hinweggesehen, wenn ein Mensch am Boden ist, wenn er keine Wohnung hat. Nur wenn einer wirklich am Kreuz landet, wie damals, dann sieht vielleicht noch einer hin...
Der Ansatz des Aufschreis dieser mutigen und verzweifelte Menschen in Paraguay ist Lobenswert, und sie beweisen mehr Mut als wir; die immer zögernden, zu vorsichtigen Europäern - was das Aufstampfen angeht ... Aber war dieser leider zu nichts führender Pathos wirklich nötig? Einen Lugo wird es vielleicht kaum interessieren. Und weniger interessiert das Elend dieser Menschen die wahren Führer Paraguays, Latein Amerikas and the rest of this world ... That's a Fact!
keine Möglichkeit gab, die Welt von der Süde zu befreien.
Sein Tod war auch ein Ausdruck uneingeschränkter Liebe zu
uns Menschen
... klar sind sie verzweifelt, sonst würden sie kaum diesen Schritt tun. Aber es gibt wohl andere Möglichkeiten des individuellen Protests.
Die Frage mit den Religionen; dies würde ins Philosophische abrutschen. Beginnend mit Fragestellungen, was zuerst da war: Die Religion, oder die Suche nach Halt und die daraus resultierende Schöpfung von eben "Die Wa(h)re Religion"; zurecht gelegt in Schöpfungs- und "Glauben(s)"-Fragen, und vor allem im Sinne der Schöpfer der Religionen ... All dies, zwecks Kontrolle der Halt-Suchenden und die daraus folgenden - jahrhundertlangen Ausbeutungen und Unterdrückungen von Menschen.
Jeder soll glauben, wen/was er glauben will ... oder auch nicht. Seien es pantheistische Glaubensformen o. den Glauben an eben einen Jesus, oder Allah, oder wer/was auch immer. Hauptsache, man streift sich auf den Pfad des "Suchens" immer respekt- und friedvoll.
Das, was sich da heute Demokratie nennt, vor allem unter der Führung des linken Bischofs Lugo, würde hier bei uns als kommunistisch eingeschätzt werden - oder faschistisch!
Sucht es euch aus!
Als ich im Land lebte, terrorisierten die Liberalistás das Land. Und zum Teil mit Methoden, bei denen du dich fragst, wo du gelandet bist.
Auch waren die Großgrundbesitzer nicht so schlimm, wie immer behauptet wird! Zumindest nicht unter Stroessner.
Fakt ist:
Vor gut 20 Jahren bekam ein einfacher Arbeiter noch 6000 Guarani am Tag, ein Voarbeiter zwischen 9 und 12000!
Fakt ist heute:
Ein guter Arbeiter erhält heute 4000 Guarani am Tag, während ein Vorarbeiter 6000 bekommt.
Und wenn man dann noch die dort ablaufende Preissteigerung für Fleisch-, Obst und Gemüse berücksichtigt, verdient ein Arbeiter dort, 20 Jahre nach dem Aufbau der Demokratie, weniger als zu Zeiten der Diktatur!
Irgendwie merkwürdig.
Interessant in dem Zusammenhang auch:
Als die 3 großen Cambios in Ascuncion Pleite gemacht haben (4 Jahre nach dem Putsch, der die Demokratiesierungswelle auslöste), verdiente sich die Kirche des Senor Lugo dabei eine goldene Nase, die war nämlich plötzlich um ein vielfaches reicher als vorher! Zufall?!
Ebenso die Landreform, die 1990 versprochen wurde. Sie sollte das Land wieder in den Zustand versetzen, wie es war, als Simon Bolivar fast ganz Südamerika einte. Bis heute nichts geschehen, und dann schimpft die liberale Presse im Land auf einmal gegen die Großgrundbesitzer, die genau jene Landreform begrüßt haben, als sie damals der Putschist und Schwiegersohn von Stroessner angekündigt hat?!
Sorry,
Leute. Glaubt nicht immer die Propaganda! Als etwas anderes ist nämlich obiger Artikel nicht zu werten. Klar, es gibt Obdachlose in Ascuncion. Nur merkwürdigerweise liegt das größte Fabella im Land genau unterhalb des Regierungspalastes direkt am Fluß! Bis heute, es hat sich in den letzten 20 Jahren nur etwas vergrößert, aber ist nicht weggewandert!
Die Kirche im Land, sofern es die katholische ist, stellt seit den Jesuiten den größten Großgrundbesitzer neben den Mennoniten, danach kommen erst die anderen Großgrundbesitzer, die dem Geldadel angehören.
Bitte bei der Wahrheit bleiben und nicht immer Berichte übernehmen, ohne entsprechend gegen zu prüfen. Alle meine Angaben können über argentinische, bolivianische und sogar kolumbische Medien nachgeprüft werden. Und mit Google-Earth hat man eine gute Sicht auf das Gelände unterhalb des Präsidentenpalastes in das Armenviertel.
MfG
Dass die Liberalistás nicht ohne waren, dies ist klar, da Wut auf die Obrigkeit sich immer sehr schnell in blinder Hass verwandelt und meist unschöne Seiten, wie Terror vorzuweisen hat. Hier gibt es geschichtlich - weltweit - genügende Beispiele!
Unter Stroessner war es wohl kaum "nett", es sei, man fuhr auf opportune Schienen ... Die, welche das Regime vielleicht nicht so angenehm fanden, denen wurde schnell unsanft Besseres gelehrt. Oder liege ich da falsch? >>
http://www.proparaguay.de/html/die_harfe.php
Ich informiere mich immer über beide Thesen und hinterfrage, mir vorgelegtes. Lese Stimmen und Geschichten...
Ihr "... Auch waren die Großgrundbesitzer nicht so schlimm, wie immer behauptet wird! Zumindest nicht unter Stroessner ." ...
Ich empfehle hier mal die Archive der Stroessner Terror-Ära zu durchstöbern und die Verschleppten, Gefolterten, Ermordeten und ihre Hinterbliebenen zu fragen, wie nett es doch unter den "großen Bruder" war.
Lugo ist für die Armen ein Hofnungsschimmer. Mal sehen ob er Wort hält...
ich lebte 3 Jahre in dem Land. In genau jener Zeit, als sein Schwiegersohn gegen ihn meuterte und letztlich putschte.
Zwei unserer Nachbarn waren Großgrundbesitzer. Und jene haben unter Stroessner noch das einfache Volk vor den wirklichen Heuschrecken beschützt.
Nach dem ersten Sieg der Liberalistás dann, naja! Wer nicht dort war, kann es nicht wissen!
Unter Stroessner waren ausländische Siedler sicher. Sie konnten sich mit Ruhe eine Existenz aufbauen. Nach dem Putsch verloren sie ihr Sicherheitsprivileg durch den Staat. Was sich in den darauf folgenden Jahren mit so einigen Morden an deutschen & französischen & türkischen Siedlern deutlich zeigte.
Meines Wissens ging Stroessner nur auf diejenigen der Liberalistás los und ließ sie einsperren, die wirklich Terror machen wollten. Die das Staatsrecht mit Füßen traten. Merkwürdigerweise findest du in den Archiven über die Taten derjenigen, die da zu Tode gefoltert wurden, nichts. Auch nichts darüber, wie viele unschuldige Zivilisten die in Feuergefechten mit Polizei und Militär die umgebracht haben.
Als ich im Land war, habe ich so einiges an Geschichten gehört. Ich arbeitete sogar mit einem Radiosprecher zusammen, der der Liberalistá-Bewegung angehörte. Ist mir etwas geschehen? Nein!
Wurden einfache Bürger von Stroessners Geheimdienst geschnappt und in Taqumbu zu Tode gefoltert? Nein! Dafür gibt es keinen Beweis. Und Stroessner hatte, als man ihn verjagte, bestimmt nicht die Zeit, mehrere Tonnen Geheimdienstmaterial zu verbrennen!
Lugo wird mit den altbekannten Kräften, diesmal aus dem Liberalistás-Lager zusammen arbeiten und wieder dafür Sorgen, daß es eben diese Leute sind, die reich und reicher werden. Inklusive Kirche! Ich traue ihm nicht. Aber in den vergangenen 20 Jahren gab es in Paraguay keinen einzigen Präsidenten, den ich als wirklichen Volkspräsidenten sehen konnte. Die Partida Colorado hatte einmal einen solchen Kandidaten. Nur merkwürdigerweise wurde der von Liberalistás ermordet (war so um 1991 herum). Und das, obwohl jener Mann für echte Freiheit eingestanden hat. Wahrscheinlich wurden deshalb seine ganze Familie und er massakriert!
Meine Eltern sind noch im Land - und wenn Lugo auch nur halb so gefährlich ist, wie ich fürchte, sind die so gut wie tot! Allein deshalb behalte ich das Geschehen in Paraguay im Auge. Weil ich mir sicher bin, daß der alte Bischof von Caacupe auch wieder nur denen hilft, die keine Hilfe brauchen (So wie Merkel hier bei uns auch nur diesen Leuten hilft).
MfG
Es ist kaum meine Intention alle(s) über einen Kamm zu scheren. Und auf allen Seiten des globalen Schachbretts gibt es immer gute und böse. Und genauso wie es ausbeutende Großgrundbesitzer gegeben hat, gab es bestimmt auch viele mit den ethischen Grundsatz: Arbeitern zu respektieren, zu helfen und human zu behandeln.
Hier geht es doch nicht darum, wer wem etwas angetan hat oder nicht, sondern um die Tatsache, dass das einfache Volk immer noch um ein würdiges Leben kämpfen muss. Und egal wer wen etwas antut, sei is in der Form des Folters o. sogar Mord, dies ist, egal von welcher Seite ausgehend - unnötig und vor allem sinnlos, da gewalt bekanntlich immer wieder Gewalt hervor ruft.
Hauptgrund meiner Übersetzung war es, dass eben die untersten der Kasten-Hierarchie eine Form des „sich ans Brett nageln lassen“ wählen müssen, um eben einen ex-Kleriker an die Leidensgeschichte zu erinnern. Und dies ist sehr am Rande des „guten Geschmacks“ und für die „Genagelten“ bestimmt ziemlich schmerzvoll und entwürdigend.
Und wie Du es schon sagtest. Auch ich glaube kaum, dass sich irgend etwas großartiges an die Situation der „Unterschicht“ ändern wird. Weltweit erleben wir ja die monetäre Diktatur des IWF, FED und sonstige Zentralbanken, welche nun durch die Hure „Globalismus“ unter die Arme Gegriffen - ungefragt ihre Kuckuckseier legt und sich Schöpfung-verachtend breit macht.
Diktatoren und die Diktatur des Geldes hat es immer gegeben, und es wird sie immer geben, egal ob ihre Agitatoren eine Uniform tragen oder sich hinter der verlogenen Maske der Demokratie, wie hier in Deutschland oder wo auch immer – verbergen... Not more!
"Die Erinnerungen an die Zeit des Stroessner-Regimes lassen Martín Almada nicht los. Von 1974 bis 1977 wurde er in einem geheimen Folterzentrum des Landes gefangen gehalten. Wenige Monate nach seiner Verschleppung ermordete die Geheimpolizei seine Ehefrau Celestina Perez. Nach seiner Freilassung ging Almada ins Exil nach Frankreich. Von dort aus verschaffte er sich interne Dokumente der paraguayischen Polizei, die entscheidende Informationen über Aufbau und Struktur der geheimen „Operation Kondor“ lieferten, jener Militäroperation, die sich auch gegen ihn und seine Frau richtete. Heute, 14 Jahre nach der Entdeckung der Archive, sind zahllose Einzelheiten über die „Operation Kondor“ bekannt. In einigen Nachbarländern werden die Verantwortlichen nach und nach zur Rechenschaft gezogen. Allein in Paraguay sitzt bislang kein einziger Täter hinter Gittern. Dennoch konnten mit Hilfe der Archive erste bescheidene Erfolge im Kampf gegen Straflosigkeit verzeichnet werden.
Grenzenlose Repression
Die „Operation Kondor“, initiiert und geleitet von der chilenischen Geheimpolizei DINA, stand für den grenzübergreifend organisierten Staatsterrorismus der Militärdiktaturen der Länder Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Ihren höchsten Aktionsgrad erreichte die Operation nach dem Militärputsch in Argentinien im Jahre 1976. Ziel der Zusammenarbeit war, die Repression über die Landesgrenzen hinweg zu ermöglichen. Politische Flüchtlinge konnten so über die Grenzen der Nachbarstaaten hinaus verfolgt, verhört und gefoltert werden. Die Anzahl der Opfer der „Operation Kondor“ konnte nie genau beziffert werden. In der gesamten Region wurden mehr als 40.000 Personen entführt und getötet. Da viele Fälle bis heute nicht aufgeklärt sind, werden sie meist als desaparecid@s (Verschwundene) bezeichnet. Einige hundert Kinder dieser desaparecid@s wurden damals von den Entführern ihrer Eltern adoptiert und wissen größtenteils bis heute nichts von ihrer Herkunft.
Zwar waren Ausrichtung und Umfang der „Operation Kondor“ im Grundsatz bekannt, für juristische Verfahren fehlten jedoch jahrzehntelang stichhaltige Beweise für die Geheimdienstoperationen."
Quelle: Latein Amerika Nachrichten > http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/artikel/927.html
..........................................
Aus dem Handelsblatt-Artikel von 2006 > Paraguays Ex-Diktator Stroessner stirbt im Exil > http://www.handelsblatt.com/politik/international/paraguays-ex-diktator-stroessner-stirbt-im-exil;1122514
"... In Paraguay waren gegen Stroessner mehrere Prozesse wegen Menschenrechtsverletzungen anhängig. Er soll unter anderem mit anderen südamerikanischen Militärregimes in den 70er und 80er Jahren die „Operacion Condor“ organisiert haben, der hunderte Menschen zum Opfer fielen. Menschenrechtsgruppen machten Stroessner in Paraguay für mehr als 900 Morde und für Folterungen von Tausenden Regimegegnern verantwortlich ..."
Regimegegnern waren und sind Menschen, die nicht mit den Machenschaften eines Regims (Militärdiktatur) einverstanden sind und waren. Sich nicht unterdrücken oder von Ihre Grundstücke, zu Gunsten von eben Großgrundbesitzern verjagen lassen wollten. Journalisten und andersdenkende, Intellektuelle und "einfache" Bauern, welche es wagten über den netten Onkel zu schreiben, oder laut zu reden. All diese eben "einfache Bürger" ... sind die etwa nicht verschleppt, gefoltert und viele auch ermordet worden?
Als Info-Quelle knalle ich gerne noch ein paar, der hunderten, Links hinterher ...
http://www.amnesty.de/umleitung/2007/deu03/106?lang=de&mimetype=text/html&destination=node%2F2996
und
http://www.gerechtigkeit-heilt.de/texte/paraguay-10-08.html
usw... einfach mal googlen
no further comment needed.
Ausgerechnet amnesty international zitierst du. Dir ist bekannt, daß ein Stroessner-Nachfolger die wegen Propagandatums aus dem Land geworfen hat?
Nicht?!
Ist ja auch egal.
Regimegegner ist wirklich gut.
Nur die Liberalistás behaupten, das einfache Bauern verschleppt und zu Tode gefoltert wurden. In der Zeit, in der ich im Land war, gabs keinen Beweis dafür!
Ich kam erst nach Operation Kondor nach Paraguay, kann also nichts für die Zeit aussagen. Und das die Liberalistás in den kleinen Dörfern öfters mal Colorados umgebracht haben, nur weil diese für Gerechtigkeit sorgen wollten, wird auch von dieser Presse unter den Tisch fallen gelassen.
morbus kitahara,
mir geht es darum, daß es genau diese 20jährigen Demokratiesierungsbemühen sind, die mir Übel aufstoßen. Und nun unter Lugo. Das kann kein gutes Ende nehmen. Wird es auch nicht!
Klar, in Paraguay ging einiges unter Stroessner schief. Und er hat bestimmt zu Lebzeiten einiges angestellt. So wie Peron in Argentinien. Und der hatte mehr Leute, die er umbringen konnte, als Paragauy!
Deinen text über Regimegegner kann man noch ausweiten: Regimegegner sind Menschen oder Personen oder Gruppen, die mit der herrschenden Elite ihres Landes nicht einverstanden sind - und deshalb von dieser verfolgt werden. Da sie sich nicht enteignen, entrechten oder verkaufen lassen wollen, stellen sie für das herrschende Regime grundsätzlich ein Problem dar. Deutschland löste das Problem mit Hartz IV (hier werden die Regimegegner einfach kostengünstig ausgehungert und so entsorgt - ohne Nachweis einer Menschenrechtsverletzung).
Ich war damals mit Stroessner nicht sonderlich einverstanden, weil im Land einiges im Argen lag. Aber ich kollaborierte nicht mit den Liberalistás, weol die mir sympathischer waren, sondern weil Colorados & Liberalistás in einigen abgelegenen Dörfern durchaus gemeinsam Gutes tun konnten. Nur waren es immer die Liberalistás, die zuerst schoßen und dann frugen. Also mit typisch amerikanischer Manier. Einer unserer Nachbarn war ein Ami, ein CIA-Mann, der die Honduras-Aktion beaufsichtigen sollte. Leider flog er auf! Und dieser Mann gab uns gegenüber mehr als einmal zu, daß es seine Nation war, die die Liberalistás nicht nur mit Waffen und Geld unterstützt. Kurz danach flog das israelische Konsulat in die Luft, bei dem die einheimische Sekretärin getötet wurde. Natürlich wurde der israelische Konsul danach ausgewiesen! Vom einzigen Liberalistás-Mann, der in der Nach-Stroessner-Regierung etwas zu sagen hatte. Merkwürdig, oder ...
no further comment needed.
Schön ist es, dass Du anscheinend "förderend" und wohlwollend den Liberalistás gegenüber standst, aber hier ist dann auch Skepzis gefragt, was das losballern durch irgendwelche Gruppen angeht. Und sicher wurden an beiden Fronten Agents Provocateurs eingesetzt, um eben etwas glauben zu lassen...
"Erfreulich ist, dass es Dir darum geht, daß 20jährige Demokratiesierungsbemühen für die Katz sind, denn mir wird auch übel wenn ich sehe, dass sich nie etwas ändern wird. Auch nicht im "Denken". Und Egal ob Colorados oder "Demokraten" nach Macht ringen, die, welche man immer wieder in die Wunden treten wird, dies sind die armen Schweine von Landarbeitern, und ja, in Deutschland Harz IVer. Es wird immer wieder die gleiche faulschmeckende Suppe serviert.
Klar wurde Amnesty wegen "Propaganda" getadelt, da sie halt nicht gerade Regimfreundliche Forderungen stellten:
"Forderungen von amnesty international an die Regierung von Paraguay
amnesty international fordert die paraguayische Regierung auf:
Folter als Tatbestand in die Gesetze aufzunehmen;
das Versprechen, Folter in Paraguay zu ächten, umzusetzen;
alle Menschenrechtsverletzungen, sowohl aktuelle wie auch die der Vergangenheit, aufzuklären und die Verantwortlichen zu bestrafen;
für angemessene Haftbedingungen in den Justizvollzugsanstalten Sorge zu tragen;
konkrete Schritte einzuleiten, um die Rekrutierungen von Kindern zu verhindern."
und weiter... ich benutze nun nur noch copy/paste, da dies hier langsam ermüdend wird...
"Eine systematische Aufarbeitung der 35-jährigen Stroessner-Diktatur findet jedoch nicht statt, wenngleich die Ausgangslage eine bessere ist als in anderen Ländern, da das „Archiv des Terrors“, das viele Menschenrechtsverbrechen dokumentiert, vor der drohenden Vernichtung gerettet werden konnte. Das Archiv beinhaltet auch Beweise über die Zusammenarbeit im Rahmen der „Operación Condor“, mit der die Militärregimes von Argentinien, Brasilien, Bolivien, Chile, Paraguay und Uruguay in den 70er und 80er Jahren ihre Unterdrückungspolitik koordinierten."
Alles ja eben bei Amnesty, aber auch bei andere Menschenrechts- und Aufklärungsvereine nachzulesen...
zu den Colorados:
Die Partido Colorado (dt. Colorado-Partei, voller Name Asociación Nacional Republicana – Partido Colorado, ANR-PC) ist eine politische Partei in Paraguay. Sie wurde am 11. September 1887 von General Bernardino Caballero und José Segundo Decoud unter dem Namen Partido Nacional Republicano als Opposition gegen die Liberalen gegründet und ist eine weitgehend *konservative Partei*, die *Patriotismus und Nationalismus betont*. Die Partido Colorado hat 1.659.814 Mitglieder (Stand Oktober 2007).[1]
Die Partido Colorado wird von weiten Teilen des Militärs und Großgrundbesitzern unterstützt und konnte in den 1920er Jahren eine große Anhängerschaft in den ländlichen Gebieten anziehen... usw...
hier gibt wiederum das Internet viel Info ... aber wie gesagt. Lassen wir dieses Thema. Allein schon aus Respekt für diejenigen, welche beiderseits Folgen aus welchen Gründen auch immer zu spüren hatten.
Du scheinst lokale Erfahrungen zu haben, so wäre es sinnvoll und hilfreich Kontakt mit Menschenrechtsvereine und in Deutschland ansässige Opfergruppen auf zu nehmen, um zusammen nach Aufklärung, Versöhnung und vor allem nach Wahrheit zu suchen.
Gruß
MK
wie gesagt, ich war, als die Operation Condor lief, nicht in Paraguay ansässig. Wir kamen erst einige wenige Jahre vor dem Putsch von Rodriguez, dem Schwiegersohn Stroessners in das Land!
Ich stimme dir in allen Punkten zu. Und ich verweise noch einmal mit Absicht darauf, das es genau jener Rodriguez war, der die ai daran hinderte, entsprechenden Einfluß auf das Strafgesetzbuch zu nehmen. Übrigens ein Unding, das sich Lugo dafür gleichfalls nicht stark macht!
Ich kann dir armen Leute, die so fest in ihrem Glauben verwurzelt sind, verstehen, wenn sie sich dafür ans Kreuz martern lassen.
Nur würde ich persönlich nur Menschenrechtsbewegungen im Ausland für Paraguay unterstützen, die weder von der Kirche, von einer der dortigen Parteien, von der dortigen oder hiesigen Industrie oder gar von Amerika annehmen. Schwupps, da fällt dann sogar die ai aus, fällt mir eben auf!
Wenn du eine Menschenrechtsorganisation kennst, die absolut freiheitlich für Menschenrechte kämpft, ohne von irgendeiner Seite geschmiert worden zu sein, schicke mir den Link, die eMailAdresse sieht du ja.
Ich bin bis heute mit den Zuständen in Paraguay nicht einverstanden. Ich war als Mitglied der PC ein guter Freund der Liberalistás bis kurz vor dem Putsch. Danach zeigten die ersten bereits ihr wahres Gesicht. Vor allem die ach so apolitischen Mennoniten!
MfG
http://www.proparaguay.de/html/unsere_arbeit.php
terre des hommes >> www.tdh.de
Pro Asyl >> www.proasyl.de
Human Rights Watch (HRW) >> www.hrw.org
SOS Mitmensch >> www.sos-mitmensch.at
res publica >> www.respublica-muenchen.de
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen >> www.carava.net
Gesellschaft für bedrohte Völker >> www.gfbv.de
Verein Menschenrechte Schweiz MERS >> www.humanrights.ch
UNO-Suchmaschine >> http://databases.unesco.org/fileh/HRWEBintro.shtml
staatlich >> www.institut-fuer-menschenrechte.de
Gruß
MK