Dr. Mohammed Khallouk: Die deutsche Islamwissenschaft der Gegenwart zwischen historisch-kritischem Anspruch und Drang nach öffentlicher Aufmerksamkeit – Stellungnahme zum Wissenschaftsverständnis des Münsteraner Islamologen Muhammad Kalisch
Da in populistischer Manier z.Z. Muhammad Kalischs Thesen wissenschaftlich in den hiesigen Medien kaum hinterfragt werden, wollen wir mit dieser Veröffentlichung des Deutsch-Marokkaners Dr. Mohammed Khallouk, der z.Z. an der Bundeswehruniversität München habilitiert, ein wenig Licht ins Dunkle bringen:
Moderne Erkenntnisgewinnung oder Bestätigungsinstrument ressentimentgeleiteter Mutmaßungen?
Mit seiner Aufsehen erregenden These von der angeblichen Nicht-Existenz des Propheten Mohammed hat der Münsteraner Islamologe Muhammad Kalisch nicht nur islamische Verbände und große Teile der deutschen Öffentlichkeit gegen sich aufgebracht, sondern zugleich eine Diskussion um das Selbstverständnis der deutschen Islamwissenschaft insgesamt entfacht. Dabei beansprucht Kalisch für sich, die historisch-kritische Wissenschaftsmethode, die in der deutschsprachigen christlichen Theologie mit so bedeutenden Namen wie Karl Barth und Rudolf Bultmann verbunden und heutzutage aus dem theologischen Diskurs kaum noch wegzudenken ist, für die Islamwissenschaft neu zu etablieren. Worin liegt das Innovative jener historisch-kritischen Methodik, mit der sie sich von der reinen Textexegese abhebt.
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In Auseinandersetzung mit Kalischs Positionen gibt es von muslimischer Seite einige Interesse Beiträge. Wie z.b Unvereinbar mit dem Islam? von Lydia-Aischa Enkel oder die Auseinandersetzung auf Musafiras Blog. Das die ganze Sache nicht so leicht ist, ... ...