Übersetzt aus dem Niederländischen.
Uruzgan wird zur Mausefalle für Niederländische Nato-Truppen
< Schlimmste Wirtschaftsentwicklung seit der Großen Depression | Rainer Wend - Gelungenes Politikerrecycling >
Uruzgan wird zur Mausefalle für Niederländische Nato-Truppen
08-12-2008. Huibslog. Artikel: Huib Riethof - Juan Cole
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(MP Balkenende zwischen den Aufbauhelfern des Militärs in Tarin Kowt (Afghanistan), 2006, Foto NRC.nl)
Vor mehr als zwei Jahren warnte ich bereits vor der Verletztbarkeit des Versorgungsstrangs zu den niederländischen Truppen in Uruzgan, Afghanistan.
Ich wiederholte dies am 13.03.2008 in "Europa Thuis":
Die Zufahrtstrecken laufen durch Quetta (Pakistan, in die "tribale Gebiete") und das direkt hinter der Afghanische Grenze gelegene Kandahar. Hunderte Kilometer die über schlechte Strecken und durch ein Gebiet wo augenblicklich Aufständische (Taliban oder andere) auftauchen können. Afghanische Lastwagenfahrer sind kaum noch zu bekommen.
Die Situation erinnert an die der Truppen in Srebrenica in 1994/1995. Stockende Versorgung, unter Kontrolle der bosnischen Serbier, und wo es darauf ankam, stand keine Luftunterstützung oder anderen Beistand zur Verfügung, weil die Verbündeten halt andere Prioritäten hatten. Der Zustand droht sich, auf größere Skala, in Uruzgan zu wiederholen.
Juan Cole schreibt in Informed Comment (8. Dezember) über den Verwüstenden Taliban-Angriff am Vortag bei Peshawar in Pakistan. Dabei wurden 150 Lkws, Humvees und anderes - Material für die Nato-Truppen - verwüstet. (Foto). Nach meiner vorsichtigen Einschätzung, ist die Versorgungslinie Quetta/Kandahar noch verletzbarer als die aus Peshawar über den Khyber-Pass kommende.
Cole:
Dawn (Englischsprachiges pakistanisches Tagesblatt, HR) schreibt:
Es hat den Anschein, dass diese Operation durch die Tehrik-i Taliban Pakistan (TIP), die von Baitullah Mahsud befehligt werden – ausgeführt wurde. Die pakistanischen Taliban unterscheiden sich von ihren Afghanischen Neffen: Sie Operieren meistens im Rahmen ihres Stammes (Großfamilie) und wurden nicht in religiöse Madrassas geschult (obwohl einige Kleriker unter ihnen sind). Sie gehören zu den föderal verwalteten Stammesgebiete (FATA=Federally Administered Tribal Areas ), die sich zwischen der Nordwestlichen Grenzprovinz und Afghanistan befinden.
Man könnte die dreizehn pakistanische Stammesgebiete mit den Indianerreservaten der USA vergleichen. (Oder, mit den Staatsprrovinzen in der Republik vor 1795, HR). Pakistan hat eine Einwohnerzahl von etwas 165 Millionen, während in der AFTA etwa 3-5 Millionen wohnen. Außerdem sind viele andere Clans in der FATA aktive Gegner der TIP und führen gelegentlich Krieg mit ihnen. Die pakistanischen Taliban sind also eine relativ kleine Gruppe, einige tausend Mann stark. Sie sind mächtig in Nord- und Süd-Waziristan, aber auch in der nördliche Verwaltung (Reservat, HR) von Bajaur. Nun scheint es, dass sie auch in der Verwaltung von Khebir(Pass) an Einfluss gewonnen haben.
Da die FATA an Peshawar grenzen, haben die pakistanischen Taliban bei verschiedenen Gelegenheiten Angriffe auf die Stadt ausgeführt. Die Khyber-Verwaltung liegt zwischen Peshawar und dem Khyber-Pass – Die einzige angemessene Route zum südlichen Afghanistan, von Pakitan aus (Ich – Juan Cole – bereiste mal diese Route und erinnere mich an die Stelle, wo der Weg den Pass erreichte, aber ich konnte damals nicht nach Afghanistan hinein.).

Der übergroßer Teil des Grenzgebietes zwischen beiden Ländern ist bergig, sodass der Khyber-Pass von Alters her, von immense Wichtigkeit für die von der einen oder anderen Seite kommenden Armeen - mit aggressive Pläne - war. Alexander der Große zog über den Pass um Indien (Das Indus-Tal, HR) zu erobern. Babur (aus dem Gebiet südlich von Usbekistan stammend) führte seine Armeen aus Kabul kommend über den Khyber-Pass um im frühen sechzehnten Jahrhundert Indien zu besetzen und das Moghul Kaiserreich zu gründen.
Die Nato-Truppen werden zum übergrößen Teil, von Pakistan aus, übers Land versorgt und sind damit stark von der Sicherheit auf der Peshawar-Torkham Route abhängig. Die USA haben wohl kaum die Wahl, sollten sie einen Ersatz für den Khyber-Pass-Weg finden wollen. Via Iran, im Westen, geht es auf Grund der Schlechten Beziehungen nicht. Ferner ging auch die Basis in Usbekistan (2001) verloren, wo Präsident Islam Karamov fand, dass diese anfing Volkswiderstand gegen seine Person zu entfachen und zu unterstützen.
Versorgung via eine Luftbrücke wäre äußerst teuer. Darum ist die Lösung des Khyber-Problems essentiell für eine weitere Belieferung der Nato-Truppen. [...]
Nun: Vom Anfang an war die so genannte „Aufbau-Mission“ der niederländischen Truppen dazu verdammt, in der Position von „einheimische“ Hilfsstruppen der amerikanisch-englischen Operation „Enduring Freedom“ degradiert zu werden. In 2005 gegebene „Garantien“ der Amerikaner, was die Sicherheit der niederländischen Truppen und das verhindern eines Srebrenica-Szenarios angeht – sind wertlos.
Ich bleibe dabei, dass das niederländische Parlement (so wie beim Irak) getäuscht wurde, oder noch schlimmer, sich täuschen lassen wollte. Eine derartige Mission ist aus militärischer Sicht unverantwortlich und zeugt von geringe Wertschätzung der eigenen Armee und der Soldaten die in Uruzgan verwundet und getötet werden.
Alsbald klebt uns die Soße an die Wange. Das Feuer, unter der Pfanne, wurde schon angezündet ...
Ursprüngliche Publikation
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(MP Balkenende zwischen den Aufbauhelfern des Militärs in Tarin Kowt (Afghanistan), 2006, Foto NRC.nl)
Vor mehr als zwei Jahren warnte ich bereits vor der Verletztbarkeit des Versorgungsstrangs zu den niederländischen Truppen in Uruzgan, Afghanistan.
Ich wiederholte dies am 13.03.2008 in "Europa Thuis":
Die Art, auf welche die Niederlanden in 1995 in Srebrenica durch die USA und andere Großmächte beschämt wurden, welche eine Zwischenabsprache mit Milosevic arrangierten, hätte doch zur Vorsicht mahnen sollen. Das niederländische Kontingent in Tarin Kowt, und einige umliegende Orte, ist völlig abhängig von Versorgungsstränge, die allein durch die USA und ihre nächsten Verbündenten, mit Hilfe von Kontra-Terror, aufgehalten werden können.
Die Zufahrtstrecken laufen durch Quetta (Pakistan, in die "tribale Gebiete") und das direkt hinter der Afghanische Grenze gelegene Kandahar. Hunderte Kilometer die über schlechte Strecken und durch ein Gebiet wo augenblicklich Aufständische (Taliban oder andere) auftauchen können. Afghanische Lastwagenfahrer sind kaum noch zu bekommen.
Die Situation erinnert an die der Truppen in Srebrenica in 1994/1995. Stockende Versorgung, unter Kontrolle der bosnischen Serbier, und wo es darauf ankam, stand keine Luftunterstützung oder anderen Beistand zur Verfügung, weil die Verbündeten halt andere Prioritäten hatten. Der Zustand droht sich, auf größere Skala, in Uruzgan zu wiederholen.
Juan Cole schreibt in Informed Comment (8. Dezember) über den Verwüstenden Taliban-Angriff am Vortag bei Peshawar in Pakistan. Dabei wurden 150 Lkws, Humvees und anderes - Material für die Nato-Truppen - verwüstet. (Foto). Nach meiner vorsichtigen Einschätzung, ist die Versorgungslinie Quetta/Kandahar noch verletzbarer als die aus Peshawar über den Khyber-Pass kommende.
Cole:
Nicht identifizierte Aufständische griffen am Sonntagmorgen einen vorgeschobenen Versorgungssposten der NATO an. Diese Sektion liegt an der Peripherie rund der Nord-Westliche Pakistanische Stadt Peshawar. Sie vernichteten etwas 150 Lkws die mit Material und Vorräte beladen waren, u.a. Humvees, die für die NATO-Truppen in Afghanistan bestimmt waren. Peshawar ist die Hauptstadt von eine der vier wichtigsten pakistanische Provinzen, die Nord-Westliche Provinz, mit einer Pastunische Mehrheit in der Bevölkerung.
Dawn (Englischsprachiges pakistanisches Tagesblatt, HR) schreibt:
Dies war bis jetzt der hefigster Angriff auf Nato-Vorräte in der Region. De beiden Stationen waren mit ausgebrannte Humvees, Kräne, Militärtransporter und anderes Material bedeckt. Bewachungspersonal erklärte, das mehr als 200 schwer bewaffnete Kämpfer sie gefangen nahmen und augenblicklich anfingen die abgestellten Fahrzeuge und Container, an den Umschlagplätzen von Al-Faisal und Port World, an zu zünden. Kifayatullah Jan, bewacher eines dieser beiden Stationen erklärte, dass etwa 100 Humvees und gepanzerte Personentransporter, die auf die Lkws geladen waren, beschädigd sind. Insgesamt wurden 106 geladene Fahrzeuge und Container in diesem Lager angezündet.
Es hat den Anschein, dass diese Operation durch die Tehrik-i Taliban Pakistan (TIP), die von Baitullah Mahsud befehligt werden – ausgeführt wurde. Die pakistanischen Taliban unterscheiden sich von ihren Afghanischen Neffen: Sie Operieren meistens im Rahmen ihres Stammes (Großfamilie) und wurden nicht in religiöse Madrassas geschult (obwohl einige Kleriker unter ihnen sind). Sie gehören zu den föderal verwalteten Stammesgebiete (FATA=Federally Administered Tribal Areas ), die sich zwischen der Nordwestlichen Grenzprovinz und Afghanistan befinden.
Man könnte die dreizehn pakistanische Stammesgebiete mit den Indianerreservaten der USA vergleichen. (Oder, mit den Staatsprrovinzen in der Republik vor 1795, HR). Pakistan hat eine Einwohnerzahl von etwas 165 Millionen, während in der AFTA etwa 3-5 Millionen wohnen. Außerdem sind viele andere Clans in der FATA aktive Gegner der TIP und führen gelegentlich Krieg mit ihnen. Die pakistanischen Taliban sind also eine relativ kleine Gruppe, einige tausend Mann stark. Sie sind mächtig in Nord- und Süd-Waziristan, aber auch in der nördliche Verwaltung (Reservat, HR) von Bajaur. Nun scheint es, dass sie auch in der Verwaltung von Khebir(Pass) an Einfluss gewonnen haben.
Da die FATA an Peshawar grenzen, haben die pakistanischen Taliban bei verschiedenen Gelegenheiten Angriffe auf die Stadt ausgeführt. Die Khyber-Verwaltung liegt zwischen Peshawar und dem Khyber-Pass – Die einzige angemessene Route zum südlichen Afghanistan, von Pakitan aus (Ich – Juan Cole – bereiste mal diese Route und erinnere mich an die Stelle, wo der Weg den Pass erreichte, aber ich konnte damals nicht nach Afghanistan hinein.).

Der übergroßer Teil des Grenzgebietes zwischen beiden Ländern ist bergig, sodass der Khyber-Pass von Alters her, von immense Wichtigkeit für die von der einen oder anderen Seite kommenden Armeen - mit aggressive Pläne - war. Alexander der Große zog über den Pass um Indien (Das Indus-Tal, HR) zu erobern. Babur (aus dem Gebiet südlich von Usbekistan stammend) führte seine Armeen aus Kabul kommend über den Khyber-Pass um im frühen sechzehnten Jahrhundert Indien zu besetzen und das Moghul Kaiserreich zu gründen.
Die Nato-Truppen werden zum übergrößen Teil, von Pakistan aus, übers Land versorgt und sind damit stark von der Sicherheit auf der Peshawar-Torkham Route abhängig. Die USA haben wohl kaum die Wahl, sollten sie einen Ersatz für den Khyber-Pass-Weg finden wollen. Via Iran, im Westen, geht es auf Grund der Schlechten Beziehungen nicht. Ferner ging auch die Basis in Usbekistan (2001) verloren, wo Präsident Islam Karamov fand, dass diese anfing Volkswiderstand gegen seine Person zu entfachen und zu unterstützen.
Versorgung via eine Luftbrücke wäre äußerst teuer. Darum ist die Lösung des Khyber-Problems essentiell für eine weitere Belieferung der Nato-Truppen. [...]
Nun: Vom Anfang an war die so genannte „Aufbau-Mission“ der niederländischen Truppen dazu verdammt, in der Position von „einheimische“ Hilfsstruppen der amerikanisch-englischen Operation „Enduring Freedom“ degradiert zu werden. In 2005 gegebene „Garantien“ der Amerikaner, was die Sicherheit der niederländischen Truppen und das verhindern eines Srebrenica-Szenarios angeht – sind wertlos.
Ich bleibe dabei, dass das niederländische Parlement (so wie beim Irak) getäuscht wurde, oder noch schlimmer, sich täuschen lassen wollte. Eine derartige Mission ist aus militärischer Sicht unverantwortlich und zeugt von geringe Wertschätzung der eigenen Armee und der Soldaten die in Uruzgan verwundet und getötet werden.
Alsbald klebt uns die Soße an die Wange. Das Feuer, unter der Pfanne, wurde schon angezündet ...
Ursprüngliche Publikation





















Nur einige Beispiele:
Niederländische PZH2000 feurt auf Taliban
http://www.youtube.com/watch?v=Ct1uOjhuUuE
Niederländische mortiere
http://www.youtube.com/watch?v=ZqJde4YuVjU
Niederländische bombardiert Taliban
http://www.youtube.com/watch?v=ZyianZnc9_A
Niederländische Apaches jagen Taliban
http://www.youtube.com/watch?v=z_jq9g5oBVo
Niederländische Spezialkrafte
http://www.youtube.com/watch?v=owGYF86AkNY
Niet alleen door nederlandse commando-troepen, maar ook door belgische para's, US-specials, duitse en alle andere bedeligde landen en slaven der US-Oval-Warriors worden mensen van hun leven "verlost".
Al deze zogenaamde "Provincial Reconstruction Teams" hebben hier niets te zoeken. En het is schandalig dat het volk hier nog bij elk gevallen stuk "kanonnenvoer" op beider zijden - (al mijn respekt voor de soldaten) - applaudeert.
Hier heb je misschien mijn vertaling niet goed gelezen?
"Nun: Vom Anfang an war die so genannte „Aufbau-Mission“ der niederländischen Truppen dazu verdammt, in der Position von „einheimische“ Hilfsstruppen der amerikanisch-englischen Operation „Enduring Freedom“ degradiert zu werden." enz.
The world is in need of peace and not of some En-Freedom-lies under UN- and NATO-false-flags!
Groetjes