Roeland Raes und sein VB-Umfeld hatten wir
hier schon ausführlich gewürdigt. Und auch Frank Vanhecke lässt wieder von sich hören.
Nun, dass Roeland Raes verurteilt worden ist, war vorauszusehen. Und auch Frank Vanhecke hat das neue Problem eventuell kommen sehen: ein kamerunstämmiger Belgier hat ihn
angezeigt. Vanhecke habe in einem Interview mit dem französischen Sender A2 gesagt, die Frankophonen würden sich in Belgien wie Kolonialherren aufführen und die Flamen wie (Zehn)
kleine Negerlein ansehen. Der Kläger fand, dass das die Erniedrigung der Kolonisierten unter den Kolnialregimen verharmlose, und reichte Klage ein. Das zwar schon 2007, aber die Behörden von Brügge waren halt etwas langsam. Noch findet Vanhecke das
voll lustig.
Und
Herbert Verbeke wurde in eine psychiatrische Klinik gebracht. Er hatte sich mit einer philippinischen Schwägerin gezankt und stundenlang in einem Copyshop verschanzt:

Die Brüder Verbeke, Herbert und Siegfried, gehörten dem Vlaams Militanten Orde an, der zum Umfeld des VB gerechnet wird. Bis 1995 war
Siegfried Verbeke Mitglied im Vlaams Blok und eines der
Gründungsmitglieder; der verlinkte Beitrag von Yelloman zeigt eine lange Liste von Vergehen und Strafen für beide. Verbeke führt einen Verlag, in dem er u.a. die Schriften von
Germar Rudolf vertreibt und alles, was den Holocaust-Leugner sonst noch interessiert. Der jetzt verurteilte Roeland Raes hat für eine von Verbeke herausgegebene Publikation -
Haro - gearbeitet.
Und ein Ex-Top-Ermittler gibt seinen
Senf zur Verhaftung von sechs mutmaßlichen al-Qaida-Mitgliedern und erzählt uns, was der französische und amerikanische Geheimdienst den belgischen Kollegen schon lange erzählt hat. Was sagt uns das? Er ist wohl auch Geheimdienstexperte, was wir bislang noch überhaupt nicht gewürdigt hatten.
Und was wir schon lange mal erzählen wollten: Der VB hat weitere fähige Leute, die zu gut waren für die belgische Polizei.
Johan Demol zum Beispiel, den Spitzenkandidaten für 2009 in Brüssel. Polizist seit 1976, seit 1979 Führungsmitglied einer rechtsextremen Privatmiliz, ebenfalls berüchtigt für "haarde aanpak". Wurde 1998 aus dem Polizeidienst entfernt.
können wir es ja knicken, die sehr realen Probleme in den Griff zu kriegen.
Überlassen wir das alles also getrost den Radikalen.