Neulich schrieb Jochen schon etwas zum Thema "mehr Kindergeld ab 2009".
Wir erhielten u.a. folgenden Kommentar:
[...] aber wann immer man in diesen Blog hineinliest, springt einen nur noch die Depression frustrierter und von Sozialneid zerfressener Menschen an, die aus ihren freudlosen Befangenheiten überhaupt nicht mehr herausdenken können, geschweige denn überhaupt noch leben. Nichts gegen Satire, auch nichts gegen gelegentlichen Zynismus, aber hier wird nur noch mit Eifer und Häme gezielt in der Außenwelt nach Schuldigen für das persönlich empfundene Unglück und die eigene Unfähigkeit gesucht und gestochert. Alles und Jedes, was nach sozialer Ungerechtigkeit (Gerechtigkeit für alle kann es nie geben) riechen könnte, kommt an den Pranger, nur wird man dabei das Gefühl nicht los: Niemand ist bereit, die kleinen Brötchen zu essen, die er zu backen imstande ist. [...]
Da ich heute Post von der Unterhaltsvorschusskasse bekam, möchte ich die Verarsche, der die kleinen Leute ausgesetzt sind, an einem realen Beispiel verdeutlichen: Ab 01.01. erhält man für sein Kind bis zum 6. Lebensjahr einen Mindestunterhalt von 281€ (vorher 279€), das macht ein üppiges Plus von 2€.
Nun wird davon aber das Kindergeld wieder abgezogen, welches zum 01.01.2009 um ganze 10€ erhöht wird, also auf 164€ für das erste Kind (vorher 154€).
Daraus ergibt sich, dass von den 125€ Unterhaltsvorschuss ab 01.01.2009 noch 117€ übrig bleiben.
Gerechtigkeit für alle kann es nie geben ... stimmt ... und wirklich mehr Geld für Familien offensichtlich auch nicht. Das sind die oben zitierten "kleinen Brötchen", ganze 2€! Das nennt sich übrigens "Gesetz zur Förderung von Familien und haushaltsnahen Leistungen".
Sorry, aber Dankbarkeit kann man dafür von mir nicht erwarten ...




















Eigentlich sollte man den Bescheid an von der Leyen schicken und nachfragen, ob das jetzt ein Scherz sein soll.
Trotz allem - schöne Feiertage.
dann rechnen sie einmal die jetzt schon bekannten Erhöhungen dagegen von der Bahn über Strom/Benzin/Ölpreise bis zu den verschiedenen Steuern.
Die fahrtkostenpauschale brauchen sie nicht zu rechnen - die wird nach der Wahl abgeschafft - wenn Merkel und ihre Steine dann noch im Amt sind.
Es wird für den Normalbürger nicht mehr, sondern weniger - nur einige Priviligierte werden mehr haben - die Finanzinvestoren werden wieder einige Milliarden hinübergeblasen bekommen!
mfg zdago
So sind sie, die "anderen". Außer Neid und persönlichem Unglück fällt ihnen als Motivation für das, was unsereins bewegt, nichts ein.
Dabei fällt mir ein Wort von Zille ein: "Schließe nie von Dir auf andere, man übersieht zu leicht, dass es auch anständige Menschen gibt".
Was mein persönliches Leben anbetrifft, bin ich geradezu ein Glückspilz. Aber ich bin dennoch "von Hass zerfressen", wenn ich sehe, dass eine kleine, korrupte, machtgeile und skrupellose Schicht alles Geld und alle Macht auf dieser Welt hat.
ich bin Vater zweier Jungs welche zwar volljährig sind, sich aber noch in der Ausbildung befinden.
Vorgestern erhielt ich nun den Bescheid der Familienkasse, wonach uns das Kindergeld für meinen Erstgeborenen gestrichen wird weil dieser mit seiner Ausbildungsvergütung über dem Höchstsatz von 7680,- € liegt. Diesen Zusatz hat die grosse Koalition im Jahre 2006 heimlich, still und leise in die Welt gesetzt und keiner hat´s gemerkt weil ja Fussball-WM war.
So läuft das, wenn man selbst Sorge für eine gute Schulbildung seiner Kinder trägt damit diese bereits während ihrer Ausbildung vernünftiges Geld verdienen. Traurig aber wahr.
Eine Verdienstobergrenze gibt es aber schon seit etlichen Jahren (imho seit 1996 und nicht erst seit 2006), die wird nur dann und wann mal angepasst.
Ausschlaggebend ist aber immer das steuerpflichtige Einkommen des Kindes abzüglich der üblichen Pauschalbeträge und (seit 2005) der AN-Anteile zur Sozialversicherung (das würde ich mal genau nachrechnen, die Familienkassen sind da oft eher großzügig bei der Interpretation).
Die Einkommensgrenze von 7.680 Euro muss man rein rechnerisch eigentlich um die 920 Euro Pauschbetrag erhöhen sowie um die AN-Anteile zur SV (unterstelle ich 21% von 7.680 Euro also um weitere 1.612 Euro).
Insgesamt darf das steuerpflichtige Einkommen des Kindes also
7.680 + 920 + 1.612 = 10.212 Euro
nicht übersteigen. Das ist natürlich nur eine Anhaltsanzahl und man muss das mit den jeweiligen individuellen Werten rechnen.
Das ist natürlich keine Rechtsberatung und gibt nur meine persönliche Meinung wieder.
Das System/der Staat ist in der Krise (meint man, aber er ist kurz vor dem Ende - mal wieder), und man spielt das idiotische Spiel der gegenseitigen Schuldzuweisungen für den Zusammenbruch - der primitive Schrei nach Strafe und Rache, an wem auch immer. Schuld hat allerdings jeder Einzelne, der dem System angehört, und dabei ist es ganz gleich, in welcher hierarchischen Stellung er sich befindet - das heißt: der Staat tritt als solcher nicht in Erscheinung, er ist nur Vorstellung und durch seine Bürger erst Staat. Jeder Staat ist eine Vorstellungsstruktur, die nur von der Kollektivierung seiner Mitglieder und mit Hilfe eines Regelwerks des Sozialen existieren kann. Damit sind jede Form von Eigenständigkeit, also unabhängige Existenzen ausgeschlossen; sie werden kollektiv verfolgt; jeder wird in die kollektive Abhängigkeit gezwungen und sei es letztendlich als Hartz-IV-Empfänger (selbst dem wird jeder Rest an Bewegungsfreiheit und Initiative genommen). Sogar die Hilfsbereitschaft untereinander ist staatlich nicht gewollt und wird bestraft. Man darf jeden verschulden, aber nicht beschenken (nicht wahr, Herr Hoff?). Ich bin geneigt, das die Diktatur des Sozialen zu nennen.
Wer also von Systemänderung redet, sollte überlegen, ob er wirklich die Abschaffung des Systems beabsichtigt (in dem er sich ja gesichert fühlt, egal wie miserabel), oder lediglich ein paar anders oder mehr verteilte Kröten mit der Konsequenz der Abschaffung aller restlichen Freiheit und Selbstbestimmung. Die (Aus-)wahl der Nasen an der Spitze wird ja schon für Demokratie gehalten. Es ändert nichts am System selbst, wenn Stellenwerte nur umbesetzt werden mit dem Argument noch effektiverer Ausbeutung des einzelnen Menschen und nach den jeweils opportunen staatlichen Verteilungskriterien. Stellenwerte sind selten charakterbildend, eher Garant für folgenden Machtmissbrauch.
Es wird sich nichts ändern, auch wenn das Kindergeld um 100 oder mehr Euro heraufgesetzt würde. Es gibt immer ungünstige Vergleiche innerhalb der Kollektive, seien es nun Talent, Gesundheit, Glück, Schönheit, Wissen und Intelligenz - eben alles das, was nicht sozial verteilbar ist. Erst der Vergleich macht unzufrieden...
Es wird sich nichts ändern, auch wenn das Kindergeld um 100 oder mehr Euro heraufgesetzt würde. Es gibt immer ungünstige Vergleiche innerhalb der Kollektive, seien es nun Talent, Gesundheit, Glück, Schönheit, Wissen und Intelligenz - eben alles das, was nicht sozial verteilbar ist. Erst der Vergleich macht unzufrieden...
Hallo trace,
STIMMT! Der Vergleich kann unzufrieden machen.
Nun stelle ich aber den Vergleich von Talent, Gesundheit, Glück, Schönheit, Wissen und Intelligenz nicht zur Debatte, sondern das Unvermögen und das demonstrative Wegsehen unser Politiker.
Ich bin wirklich niemanden neidisch. Ich habe auch überhaupt nichts dagegen, für das System was wir uns geschaffen haben ordentlich Steuern etc. zu zahlen - kein Thema. Wir brauchen das Geld (welches wir eigentlich gar nicht mehr haben) um Krisen zu bewältigen und nicht zuletzt auch den schwachen zu helfen.
Diese (Steuern) aber dann wiederum durch unseren Staat in Zeiten der Krise den falschen in den Rachen zu werfen, halte ich für mehr als verwerflich. Das Geld, dass durch das Volk real erwirtschaftet wurde, wurde ebenso durch wenige skrupellose Geschäftsleute (mit aufgepumpten Derivaten) verspekuliert. Und da waren doch auch deutsche dabei.
Was ist das für ein Verhältnis? Eigentlich überhaupt keines mehr.
Wenn immer „weniger“ Menschen „mehr“ und immer „mehr“ Menschen „weniger“ verdienen, dann darf ich doch vergleichen - oder?
Also wie gerechtfertigt ist es, dass Aufsichtsräte, Vorstände und Manager in Deutschland über Millionen von Schicksalen einfach so entscheiden dürfen?
Das ist genau dass, was im Endeffekt auf duckhome kritist wird, so meiner IMHO nach.
Denken Sie einfach einmal an das leer stehende Werk (Nokia) in Bochum. Es hat nicht gereicht, dass dort weit über das Normalmaß hinaus gearbeitet wurde. Dicht gemacht wurde aus Profitgier.
Und in Rumänien sollen jetzt 60 Std./Woche gearbeitet werden. Sehen Sie lieber @trace die Gier wieder, sehen Sie dass?
Ich verstehe Ihren Artikel, welcher auch super geschrieben ist, nur glaube ich, dass die Menschen nicht neidisch auf Talent, Gesundheit, Glück, Schönheit, Wissen und Intelligenz sind, sondern einfach nur enttäuscht darüber, was sich da im Rahmen der Globalisierung zusammenbraut.
Und Globalisierung soll sich doch für alle lohnen und nicht nur für die in Verantwortung stehende Personen.
Frohen 1. Weihnachtsfeiertag
Wer will mich daran hindern?
Es wäre durchaus schon als Erfolg zu werten, wenn das absolute Mindesteinkommen ausreicht, um mehr und besser als gemäß Sarrazins Diätplan zu speisen.
Vor dem Gesetz sind alle Menschen (Kinder) gleich.
Leibnitz hat gemeint, dass die beste Kommunikation mit Mathmatik erfolgen sollte. Also:
1 Kind bis 6 Jahre:
bei Unterhaltsvorschuss: 281,- €
bei Hartz4: 211,- €
bei Unterhaltszahlungen: 322,- € + 164,- KG
Düsseldorfer Tabelle mit
1500,- Einkommen
Ich habe letztens meinen Sohn (14 Jahre) gefragt welcher Beruf(ung) er nachgehen könnte:
Er wusste was er nicht werden wollte:
kein Friseur, kein Lkw-Fahrer, kein Anwalt, aber besonders kein Politiker.
Die Pfennigfuxerei an jenen Millionen Menschen in Deutschland, die man von Arm/Hilfebeduerftig ueber Unterschichtler bis 'A-Sozial .... bezeichnet ist wohl schon eine Schmach fuer sich.
Vor Allem in einem so 'Friedlich, 'Freiheitlich, 'Reichen, 'Sozialen und GrundrechtlichDemokratischen Land.
Dagegen stelle man einfach mal die (Gerechtigkeit für alle kann es nie geben)
Blase, und schon hat man eine konfuse?, recht unrecht klingende teilkollektive Ungerechtigkeit.
Da gibt es aber noch unglaublich Viele wie mich zum Beispiel, Denen es 'GUT bis Besser bis ...... geht. Gerecht?,.. Recht?
Ich kann also, wenn es mir GUT geht als Ge'Recht bezeichnen und als Un'Ge'Recht fuer jene denen es schlechter, gar beschissen geht, ... da es "Gerechtigkeit fuer Alle nie geben kann"
Und so isses dann auch.
Wenn das offensichtlich mit Ge'Rechtigkeit und allem Drumherum nicht so funktioniert, sollte man es vielleicht mal mit menschlich/wuerdevollem Sozialen probieren.
Gehen taete Das aber tuen soll es nicht.
Un'Gerecht.