Natürlich ist zur Zeit auch für die
Washington Post absolute Sauregurkenzeit. Es gibt kaum Nachrichten, und wenn, wie im Fall des israelischen Angriffs auf den Gaza-Streifen, will man nicht darüber berichten, weil man nur das alte Lied wiederkäuen könnte.
So ganz ohne richtigen Präsidenten, mit praktisch gelähmtem Haus, macht das Nachrichtengeschäft einfach keinen Spaß. Dass 3.000 zusätzliche amerikanische Soldaten nach Afghanistan müssen und diesen wohl noch 30.000 folgen werden, mag die Post auch nicht mehr schreiben. Deshalb sucht sie zwischen den Jahren verzweifelt nach Erfolgsmeldungen. Die Viagrageschichte fällt ihnen allerdings schwer auf die Füße:
Little Blue Pills Among the Ways CIA Wins Friends in Afghanistan
The Afghan chieftain looked older than his 60-odd years, and his bearded face bore the creases of a man burdened with duties as tribal patriarch and husband to four younger women. His visitor, a CIA officer, saw an opportunity, and reached into his bag for a small gift.
Four blue pills. Viagra.
"Take one of these. You'll love it," the officer said. Compliments of Uncle Sam.
The enticement worked. The officer, who described the encounter, returned four days later to an enthusiastic reception. The grinning chief offered up a bonanza of information about Taliban movements and supply routes – followed by a request for more pills.
For U.S. intelligence officials, this is how some crucial battles in Afghanistan are fought and won.
Ist es nicht herrlich: Ein 60-jähriger Afghane, der natürlich älter als 60 aussieht. Älter in Bezug auf was? In Bezug auf einen Hollywoodschauspieler mit unzähligen Liftings und voller Botox? Aber natürlich hat der Alte vier jüngere Frauen. Typisch Muslim eben. Kennt man doch. Kriegen den Hals nicht voll. Aber so ein cleveres CIA-Kerlchen hat die richtige Waffe.
Vier Frauen, vier Pillen Viagra. Angeblich ging das bei den Indianern noch mit Glasperlen. Nun also ist es Viagra. Und siehe, der Alte schluckt das Zeug. Ist ganz begeistert, und seine vier Frauen wohl auch, und deshalb verrät er die Bewegungen der Taliban, die er natürlich ganz zufällig auch kennt. Ist doch logisch.
Natürlich will er auch gleich mehr Pillen haben, so sind sie halt, diese verräterischen und gierigen Muslime. Eigentlich fehlt in dieser Geschichte nur noch
Udo Ulfkottes Schnapsflasche, um sie so richtig rund zu machen.
Ein afghanischer Führer würde sich gegenüber Pillen von Amerikanern, namentlich vom CIA, sehr vorsichtig zeigen. Er würde erst mal testen, ob die den Hund und den Nachbarn vergiften. Aber auch andersherum ist die Geschichte Quatsch. Als Führer hätte er Geld und könnte sich die Pillen selbst besorgen. Das Ding mit den Pillen spricht sich überall herum.
Es geht wirklich nur darum, ein schiefes Bild der Muslime zu zeichnen und gleichzeitig die Hoffnung im amerikanischen Volk zu erhalten, die USA könnten in Afghanistan irgendetwas anderes als den Tod gewinnen. Das Land haben sie schon lange verloren, die Menschen auch, und der Krieg ist nicht mehr zu gewinnen. Aber es darf kein Ende geben, weil dann Obamas Krieg um das iranische und kaspische Öl nicht mehr ginge.
Die Hoffnung mag zwar zuletzt sterben, aber die USA haben ihr neues Vietnam.
Ich wünsche einen guten Rutsch in´s neue Jahr
Koi