Wenn man sich die
Umfragen ansieht, ist die Wahl eigentlich gelaufen. Es reicht für die CDU zusammen mit der FDP. Ob 52 oder 54 Prozent, ist dabei eigentlich egal. 50 + x sollen es werden, wenn man den Meinungsforschern glaubt. Warum sollte man ihnen aber glauben.
Die Rechenmodelle setzen auf eine zufriedene Bevölkerung mit einem berechenbaren Verhalten. Immer mehr zeigt sich aber die nackte Angst auch in den Bereichen, die früher noch ungefährdet erschienen. Die Mitarbeiter der Banken wissen, dass Roland Koch sie genüsslich grinsend über die Klinge springen lassen wird. Lehrer, Polizisten, Feuerwehrleute, Krankenschwestern und auch angestellte Ärzte kennen Koch zur genüge.
Sein ungehemmter Ausländerhass mag im Moment mit Kreide behandelt worden sein, wird aber genauso wieder aufbrechen wie seine ständigen Gemeinheiten gegen die normalen Menschen und seine offene Förderung des neoliberalen Ungeistes. Koch bleibt berechenbar ein Problem. Wer Koch wählt, sollte mindestens ein paar hundert Millionen auf der Bank haben, denn die vielen Eigenheimbesitzer in Hessen haben von Koch keine Hilfe zu erwarten, wenn sie demnächst von den Banken geschlachtet werden.
Koch wird das Lebensglück der kleinen Leute immer leichten Herzens opfern, und mittlerweile geht es auch um das, was früher einmal Mittelstand oder der untere Teil der Oberschicht war. Koch wird sie alle opfern für Ackermann und Co, den Flughafen und die Atomindustrie. Koch hat seine Seite klar gewählt.
Die FDP hat keine Seite, die sie wählen könnte. Sie existiert nur, um an der Macht zu sein. Jörg Uwe Hahn ist ein typischer Vertreter der FDP. Williges Fähnlein im Wind, könnte er mit jedem regieren, aber nur, um jeden und alle zu hintergehen. Die FDP hat mit der Wahl ihres Ehrenpräsidenten Otto Graf Lambsdorff, der wegen Steuerhinterziehung, beziehungsweise Beihilfe zur Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilt wurde, eindeutig gezeigt, dass Gesetz und Moral für sie bedeutungslos sind. Wer die FDP wählt, darf sich nicht wundern. Er hat sich eben selbst aufgegeben.
Über die SPD muss in Deutschland nichts mehr gesagt werden. Über die hessische SPD und ihre seltsamen Abweichler der letzten Sekunde muss überhaupt nichts mehr gesagt werden. Selbstauflösung wäre der einzig vernünftige Weg gewesen. So haben sie ihre Niederlage verdient. Übrigens bedeutet SPD wählen nicht: Koch verhindern. Koch lässt sich nur verhindern, wenn viele Leute zur Wahl gehen. Was Schäfer-Gümbel am Ende tun wird, weiß nur die Berliner Parteispitze. Große Koalition wäre das wahrscheinlichste.
Die Grünen wollen laut Tarek Al-Wazir mit Koch unter keinen Umständen in eine Regierung. Wie das bei ein paar schönen Pöstchen aussieht, weiß heute auch noch niemand. Daneben gibt es einen Haufen kleiner Parteien die sich sehr erfolgreich mit 0,x Prozent durchsetzen werden. Es macht keinen Sinn, für diese Parteien zu stimmen. Da kann man seine Stimme auch gleich wegwerfen. In Hessen ist nicht mehr genug Zeit, auch nur eine dieser Parteien überhaupt in eine aussichtsreiche Position zu bringen. Das mag bei einzelnen Wahlkreiskandidaten anders sein. Die Piratenpartei wäre sicher eine erfrischende Alternative, sie ist aber noch nicht soweit, wirklich ins Geschehen eingreifen zu können.
Es bleibt also zähneknirschend nur die Linke. Mit ihren um die fünf Prozent scheint sie aussichtslos abgeschlagen, aber sie ist die einzige Partei, die es schaffen könnte. Wenn nämlich die demagogischen Demoskopen das getan haben, was sie zugunsten der CDU/CSU und der FDP immer tun, dann könnte es sein, dass bei ihrem Gewichten der Rohdaten leicht 4-5 Prozent für FDP oder CDU zuviel gewichtet wurden.
Koch, der ja ein alter Hase im Geschäft der Politbetrügereien ist, scheint genau das zu befürchten. Deshalb
regt er sich ja so fürchterlich über die Grünen und Tarek Al-Wazir auf, weil die nicht mit ihm koalieren wollen.
«Die drei Parteien auf der linken Seite wollen nach wie vor gemeinsam regieren und haben ja aus dem Oktober einen fertigen Vertrag», sagte er mit Blick auf SPD, Grüne und Linke. «In dieser Konstellation soll ich als Schutzschild dienen, weil sie sich nicht richtig trauen, das zuzugeben.
Das ist das wirklich unbequeme für Roland Koch. Wenn es nicht mit der FDP reicht, reicht es für gar nichts. Damit es nicht für Roland Koch reicht, muss trotz aller durchaus berechtigter Bedenken die Linke stark gemacht werden. Sie braucht jede Stimme. Jeder Nichtwähler, der sich diesmal selbst an die Urne schleift, bereitet Roland Koch Angst. Wer bisher nicht gewählt hat, weil er der Politik einfach nicht mehr traut, hat hier die Chance, die Kochs und Co. zu bestrafen. Wählengehen ist diesmal Pflicht, und es ist eine erfreuliche Pflicht.
Koch hat nur gewonnen, wenn die Hessen nicht um ihr Land kämpfen.
Nur wird Koch sein wahres Gesicht erst wieder nach der Wahl zeigen.
Da zitiere ich gerne Jörg-Uwe Kapaun,äh Hahn:
"Macht den Fehler nicht nochmal.Seid diesmal einfach still"
An die Adresse von Koch und seiner Mischpoke.Auch Hahn weiß also wo der Hase im Pfeffer liegt.Und ruft ungeniert zur Täuschung des Wählers auf.
Koch kann nur durch eine hohe Wahlbeteiligung verhindert werden.Goldrichtig.Doch lässt sich der Wähler noch motivieren,angesichts des medialen Lufthoheit der Konservativen?Der üblen Häme die über Ypsilanti ausgekübelt wurde?
Und auch da stimme ich dir zu:Koch weiß um die manipulierten Umfrageergebnisse,und spekuliert auf Grün und GK.Schließlich bleibt die Forderung immer noch im Raum stehen:Ypsilanti muß weg,und zwar vor der Wahl.
Ich jedenfalls geb mein Stimmchen ab,gegen Roland.Bis dahin wart ich auch ab,verbunden mit einem Fünkchen Hoffnung.
Grüße Hagnum
Ich halte es vom demokratischen Gesichtspunkt aus gesehen immer noch für das Beste wenn jeder immer das wählt was er will .. und nicht irgendwas weil er etwas nicht will. Denn ansonsten gewinnt niemals das die Oberhand was man sich wirklich wünscht. Es ist durchaus das, woran die parlamentarische Demokratie krankt. Schlüssig zu Ende gedacht würde das nämlich eigentlich in ein 2-Parteien-System münden. Auch in den USA musste man für Obama sein -- wenn man McCain nicht haben wollte.
Grüße
ALOA
Direkte Wahlen wären mir auch lieber.
Es ist halt so das viele Leute keine linke Politik wollen, weil sie der Angstpropaganda der Medien glauben. Denn da droht eine "Staatsaufblähung" eine "marktferne Energiewende" und der "Jobmotor Flughafen" wird abgewürgt. Dann noch der ewige "Wortbruch" und das Lob auf die "Aufrechten vier". Alles das mit Millionenauflage und auf allen Sendern, wer bekommt dann nicht Angst vor etwas anderem.
Wenn die Wahlbeteiligung niedrig ist, dann gibt es erst recht Schwarz-Gelb, denn die Klientel der (besitz)-bürgerlichen Parteien, Unternehmer, Millionäre und Besserverdiener gehen zur Wahl.
Da braucht es eine hohe Wahlbeteiligung, will man noch Hoffnung haben das es nichts wird mit Schwarz-Gelb.
Hagnum am 30.12.2008 10:40
Nur wird Koch sein wahres Gesicht erst wieder nach der Wahl zeigen.
Wie alle anderen Parteien eben auch.
Und vor allem wird uns eine Dame zwischen Berlin und Stettin die Hucke voll lügen - unsere Uckermark-Merkel. Es lebe die Toskana des Nordens. Schööööööön.
Bitte, bitte! Leute wie K. haben keinen Hass oder sowas wie Emotionen, das ist alles Kalkül! Und eben deshalb fallen die, wenn sie fallen, dann so fürchterlich auf die Schnauze!
Für Emotionen haben solche Figuren eigenes Personal, richtige Heerscharen oft.
belef
ich sehe die Sache relativ ähnlich wie ALOA. Nicht weil ich Kandidat der hessischen Piraten bin. Ich bin Kandidat, weil ich sie so sehe. :)
Immer nur gegen das zu sein, was man am wenigsten möchte bringt das was man eigentlich will nicht voran. Wenn du eine sozialere Poltik willst, solltest du die Linke wählen.
Wenn du eine grünere Politik willst, solltest du die Grünen wählen.
Willst du Neoliberalismus, wähle de FDP.
Willst du, dass alles bleibt wie es ist, wähl CDU oder SPD.
Willst du ein neues Finanzsystem und glaubst nicht an den Klimawandel, wähl BüSo.
Willst du eine Politik, in der die Freiheit es einzelnes zählt und der Staat transparenter wird, wähle Piraten.
Aber wähle bitte nicht "das geringste Übel". Das bringt dir den geringsten Vorteil.
gibt es irgendeine Möglichkeit dass ihr über fünf Prozent kommt. Nein. Das gleiche bei den BüSos. Die Stimmen für euch zählen einfach nicht. Mit etwas Glück vielleicht bei der Wahlkampfkostenerstattung, aber selbst das ist fraglich.
Wer euch wählt, wählt damit Koch. Wer die Linke wählt, wählt vermutlich Mist, könnte aber Koch verhindern. Zu gewinnen ist bei dieser Wahl einfach nichts, auch nicht bei der Bundestagswahl.
Dass muss aber nicht so bleiben. Nur muss der nächste Wahlkampf dann auch direkt nach der nächsten Wahl beginnen. Ich bin da gerne bereit zu unterstützen.
Ansonsten:
http://jetzt-abwaehlen.de/
Wenn jemand das machen will (so als Fasnachtsvorbereitung) - hier der Link:
http://www.bueso.de/hessen2009
Jawohl - Hessens Zukunft liegt in Afrika. :))
Aber - Jochen - Deine Argumentation ist nicht ganz konsistent. Ungeachtet der Tatsache, das ich ein ex -Pirat bin (ausgetreten; in der PP sind keine/zu wenig Realos und es besteht eine akute "BüSo-Gefahr") ist es nicht ganz so wie Du es darstellst. Es gibt immer etwas zu gewinnen. Das ist das eigentliche Wesen der Demokratie. Wenn eine unter 5%-Partei sagen wir "nur" 2,5% erhalten würde dann wäre das durchaus "etwas". Der Knackpunkt in der parlamentarischen Demokratie ist jedoch das, was Du meinst. Es hat keinen direkten Einfluss auf die nächste Legislaturperiode bzw, die aktuellen Entscheidungen.
Man sollte sich aber gerade wenn es nichts zu gewinnen/verlieren gibt überlegen was "besser" ist. Einen Schröder wählen, weil man damit Kohl abwählt -- oder vielleicht doch lieber den unterstützen den man wirklich haben will. Ich halte die Wahrscheinlichkeit dafür, das man damit etwas gewinnt für recht hoch. Die Wahrscheinlichkeit von Kohl und Schröder enttäuscht zu werden... lediglich in Nuancen unterschiedlich... ist gerade bei den großen Beiden Parteien (akut) sehr groß.
Grüße
ALOA
habe ich vergessen, meinen letzten Beitrag abzuschicken? Schreibe ich ihn einfach partiell nochmal neu. :)
> gibt es irgendeine Möglichkeit dass ihr über fünf
> Prozent kommt. Nein. Das gleiche bei den BüSos. Die
> Stimmen für euch zählen einfach nicht. Mit etwas
> Glück vielleicht bei der Wahlkampfkostenerstattung,
> aber selbst das ist fraglich.
5% sind gar nicht mal so viele Stimmen... Vor allem wenn man sich den Anteil der Nichtwähler anschaut. Und das Erreichen der 1%-Hürde um an die Wahlkampfkostenerstattung zu kommen würde und finanziell definitiv sehr viel helfen. Wir haben keine großen Firmen hinter uns und jonglieren nicht mit Millionen, wie andere Parteien das machen.
> Wer euch wählt, wählt damit Koch. Wer die Linke
> wählt, wählt vermutlich Mist, könnte aber Koch
> verhindern. Zu gewinnen ist bei dieser Wahl einfach
> nichts, auch nicht bei der Bundestagswahl.
Wer die Linke wählt, wählt die Linke. Nicht mehr oder weniger. Denn "Ich wähle die Linke damit ich nicht Koch wähle", steht nicht auf dem Wahlzettel. :)
> Dass muss aber nicht so bleiben. Nur muss der
> nächste Wahlkampf dann auch direkt nach der
> nächsten Wahl beginnen.
Also nach der Wahl mit dem Wahlkampf anzufangen ist schlecht. Jetzt bekommen wir Aufmerksamkeit - auch ein klein wenig in den klassischen Medien.
Wenn du wirklich eine CDU-Regierung verhindern möchtest, dann informier die Wählerinnen und Wähler. Je mehr wählen gehen, um so geringer ist die Chance, dass eine Regierung eingesetzt wird, die nicht dem Willen der Wähler entspricht. Und je mehr vorher aufgeklärt wurde, um so weniger werden die etablierten Parteien wählen.
> Ich bin da gerne bereit zu unterstützen.
Sehr gerne. Du weisst ja, wie du uns erreichen kannst. :)
Koch - neee, das muss echt nicht sein...
Die Revolution wird kommen... oder die komplette Wahlverweigerung von ganz Hessen... Was passiert, wenn Wahltag ist und NIEMAND geht hin.