Aviv Geffen zählt mit zu den populärsten Musikern und Friedensaktivisten der jungen Generation Israels. In seinen traurig-melancholischen Liedern thematisiert Aviv neben Krieg auch Drogen, Gewalt und Agonie. Sein erstes Album erschien 1992. Mittlerweile ist er auch international, zusammen mit der Band Blackfield, erfolgreich und wird auch auf seiner Deutschlandtour von Frontmann Steven Wilson begleitet.
Steven Wilson und Aviv Geffen
Als am 4. November 1995 der damalige Ministerpräsident Yitzhak Rabin ermordet wurde, geschah dies während einer Friedenskundgebung, auf welcher auch Aviv Geffen aufgetreten war.
Aviv Geffen: Der Abend mit Rabin hat mein Leben verändert, denn ich war einer der Hauptzeugen des Mordes. Der Attentäter Yigal Amir hat an diesem Abend den Traum meiner Generation zerstört, nur ein paar Meter von mir entfernt. In diesem Moment wurde mir schlagartig klar, dass sich binnen weniger Sekunden die Zukunft meines Landes verändern würde.
ZEIT online: Können Sie das präzisieren? Was genau hat sich rückblickend verändert?
Geffen: Zunächst einmal wurden die Menschen in Israel Zeugen des bisher Undenkbaren: dass ein Jude in der Lage sein kann im Namen Gottes einen anderen Menschen, ebenfalls einen Juden, zu erschießen, weil dieser anders denkt. An diesem Abend haben sich eine halbe Million Menschen in Tel Aviv zusammengefunden. Jeder von ihnen war von der politischen Botschaft der Kundgebung überzeugt, jeder Einzelne glaubte an die Möglichkeit, in Frieden mit den Palästinensern leben zu können. Der Angriff Amirs galt ihnen allen. Rabin war ein alter Mann, der in sehr vielen Kriegen gekämpft hat. Dennoch hat er an den Frieden geglaubt und uns den richtigen Weg gezeigt.
Es war ein großartiger Abend. Bis dieser Mann kam, der dem Sicherheitspersonal erzählt hat, er wäre mein Bodyguard. Nur so konnte er überhaupt hinter die Bühne gelangen. Für mich war das traumatisch. Ich bin für eineinhalb Jahre nach London gezogen. Seit diesem Moment werde ich mit jedem Tag, der vergeht, wütender.
Würde Aviv Geffen nun aber ausschließlich traurige und schwermütige Lieder singen, wäre er nicht zu dem Hoffnungsträger geworden, der er für viele Menschen ist. Diese Hoffnung auf Frieden darf niemals sterben, sondern muss von uns allen durch solidarisches Handeln mit Leben gefüllt werden.
Aviv Geffen - Shir Tikva
SHIR TIKVA - Lied der Hoffnung
Lasst uns einen Schritt zu einen Traum wagen
Ohne Baumstamm und Volk
Lasst uns dies versuchen
Bis es gut wird
Bis es da sein wird
Wir werden die Gewehre begraben
Und nicht unsere Kinder
Lasst uns dies versuchen
Bis es gut wird
Bis es da sein wird
Wir werden den Frieden erobern
Und keine Ländereien
Also lasst uns dies versuchen
Bis es gut sein wird
Bis es sein wird
Lasst uns einen Schritt zu einen Traum wagen
Ohne Baumstamm und Volk
Lasst uns dies versuchen
Bis es gut wird
Bis es da sein wird
Solltest du dich nicht vielleicht besser Ebola nennen? Nein es sind keine Zionisten, auch wenn Zionismus an sich nichts falsches ist. Sie leben übrigens auf dem Territorium auf dem sie geboren wurden.
Ach ja. Bevor ich es vergesse du bist ein Troll.