Man kann wirklich sagen, dass die Aktienmärkte nichts gelernt haben. Metro kündigt die Entlassung von 15.000 Mitarbeitern an und schon steigt der Aktienkurs. Dass genau diese 15.000 Mitarbeiter dann fehlen und den Service schlechter machen und dadurch Gewinne nicht eingefahren werden können, berücksichtigt keiner. Der typische Schnappreflex, der zur Krise führte. Selbst wenn BMW plant, Geld vom Staat, also vom Steuerzahler zu nehmen, ist das gut für die Aktie.
Noch lustiger aber sind die Wahrsager. Nachdem
Wolfgang Franz vom ZEW erst gar keine Prognosen über die Entwicklung der Wirtschaft mehr wollte, damit die schlechten Daten die Realität nicht noch weiter verschlechtern, gab er dann die erste heraus und folgt nun mit einer zweiten, dafür positiven Prognose. Natürlich ist die genauso Blödsinn wie die anderen Weissagungen.
Dass dieser Professor Franz am liebsten den Kopf in den Sand stecken würde, ist verständlich. Selbst der Bundesregierung war der Blödsinn seines Hauses zu viel, und so wird die Juxbude nicht mehr für die Bundesregierung und deren Prognosen herangezogen. Aber irgendwovon müssen der Professor und seine Leute doch leben. Deshalb machen sie die Prognose jetzt zugunsten der Banken.
Denn obwohl alle Zeichen auf Sturm stehen, sieht Wolfgang Franz Licht am Ende des Tunnels. Natürlich ist es der entgegenkommende Zug, aber das wird er noch früh genug erfahren, bzw. die Leute, die ihm auf den Leim gehen. Konjunkturerholung schon in 2009 ist die Botschaft, die da verkündet wird, und auch sie kommt an; und auf den Aktienmärkten sind die Gimpelfallen weit geöffnet. Wer jetzt kauft, um früh genug dabeizusein, wird bald das Pfeifen des Zuges hören. Dem ZEW wird es vielleicht im Moment helfen.
Metro entlässt 15.000, Daimler, BMW, MAN, Lanxess machen Kurzarbeit. Durchschnittlich entfallen im Moment im ersten Halbjahr 30-60 Arbeitstage. Es werden aber sicher noch mehr werden.
Die IKB kann ihre staatlich garantierte Anleihe nur schwer am Markt unterbringen und das Rufen der Bankster um Josef Ackermann nach einer Bad Bank wird immer lauter. Aber die 1.000 Milliarden Schulden, die eine solche Bank bedeuten würde, kann sich Deutschland nicht mehr leisten. Es stecken ja schon 300 Milliarden in den Banken.
Dabei geht es Deutschland noch gut. In Island hingegen ist die Lage völlig unklar. Das Land ist pleite und seine Banken sind es auch. Kein Politiker wird im Moment einen Kredit von Deutschland an die isländische Bankensicherung unterstützen, nur um die deutschen Kaupthing-Kunden zufriedenzustellen. Einen Kredit für die Entschädigung aller Isländer kann sich Deutschland aber nicht leisten, zumal Island mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zurückzahlen kann.
Island steckt in der Klemme. Die nichtgewollte EU-Mitgliedschaft wäre zur Zeit das einzige Hilfsmittel. Dann müsste aber über Fischereirechte gesprochen werden, was die restliche isländische Wirtschaft erledigte. Island wird wohl auf lange Zeit mit seinen Problemen alleinbleiben müssen. Hilfe ist praktisch unmöglich.
Neben Griechenland wurde nun auch Spanien von den Ratingagenturen heruntergestuft. Wann Italien folgt, ist nur eine Frage von Tagen. Spanien fehlt das Geld, die eigene Immobilienkrise bekämpfen zu können, was wiederum zum Verlust von weiteren Arbeitsplätzen und dem Wertverfall von Immobilien führt. Mittlerweile sind vom Wertverfall nicht nur die schnell zusammengeklebten Immobilen an den Küsten betroffen, sondern auch massive und gute Häuser dort und im Landesinneren. Viele spanische Banken werden dieses Problem nicht überleben.
Die baltischen Staaten brauchten dringend die Hilfe der EU, genau wie Rumänien und Bulgarien. Die Situation in Ungarn ist immer noch nicht klar. Was die UBS letztendlich dem Schweizer Franken antun wird, ist auch unter Experten umstritten. Tatsache aber ist, das es in der Schweiz bald eine zweite Runde der Bankenrettung geben muss. Ob sie finanzierbar ist, weiß bis jetzt noch keiner. Denn ähnlich wie die deutschen Banken, sind auch die Schweizer Banken nicht bereit, sich in die Bücher schauen zu lassen.
Noch warten alle gespannt auf den Obama-Effekt. Der wird aber nur darin bestehen, dass die alten Fehler der Bush-Administration prolongiert werden. 1.000 weitere Milliarden Dollar in den großen Schlund ohne jeden Grund. Ob China das mitmacht oder sich aus Eigenschutz doch lieber vom Dollar trennt, ist nicht abzusehen. Aber China wird etwas tun müssen, um einen Aufstand im eigenen Volk zu verhindern.
In den USA werden die Leute weiterhin entlassen. Obama ist kein Wunderheiler, und ein solcher wäre nötig, das amerikanische Problem zu lösen. Eine Lösung käme nur mit einem anderen System, aber für einen Systemwechsel ist Obama nicht stark genug. Er ist so schwach wie die Politiker rund um den Erdball. Sie sind Teil des Problems, aber können und wollen nicht Teil der Lösung sein. Lösung würde bedeuten, alle Menschen auf der Erde teilhaben zu lassen.
Ich hätte dann einmal gern von den gelben Pillen die der Professor hatte, vielleicht nicht ganz so viele; ich bin nicht vom Fach und mir fehlt da die Übung.
Es soll doch jetzt die Euroanleihe kommen, da muß man sich dann keine Gedanken machen über den einen oder andren "failed state" solange in Berlin noch einer arbeitet.
genau so sieht es aus.
In den 20igern hat neben der Reichsbank
auch die Reichsbahn und die Reichspost Geld ausgegeben weil es genau wie heute, trotz riesiger Buchgeldbewegungen, in der realen Wirtschaft gefehlt hat.
Da sich aber die Logen der Hochfinanz nach dem WK 1 die Reichsbank schon unter den Nagel gerissen hatte wurden kurzerhand nur die Reichsbanknoten als 'legal tender' anerkannt. Der Näpp musste ja weitergehen.
Statt Unsummen unserer noch nicht erbrachten Steuerleistungen in ein Fass ohne Boden zu schmeißen, muss die Geldausgabe wieder in eine 'wirklich unabhängige' Bundes/Staatsbank übergehen.
Aber ob sich so was mit unserer Bundes-Marionettenkiste zu Berlin realisieren lässt wage, ich zu bezweifeln.
Man sollte diese Top-Entscheider mit ihren Dollars und Euros und mit einem Zeichen auf der Stirn nackt in die Welt schicken und überall, wo sie ihre Dollars und Euros loswerden wollen, sollte man ihnen den Rücken zudrehen, damit sie erkennen, wie wertlos ihr bedrucktes Papier ist.
Metro will aber im gleichen zug mehr auf Kunden eingehen!Aber wie will Metro auf Kunden eingehen wenn KEINE MITARBEITER mehr da sind?Wie will Metro den Kundenservice aufrecht halten?Glaubt Metro wirklich wenn man Personal abbaut das der Kunde dadurch zufriedener ist?Es ist jetzt schon viel zu wenig Personal vorhanden um den gewohnten Kundenservice zubieten!Das ist auch der Grund warum die Kunden weg bleiben.Metro sollte sich mal gedanken machen das Metro durch noch mehr entlassung selbst Pleite geht oder ist die Metro dessen nicht bewußt?Oder will die Metro mit aller gewalt Pleite gehen?
Sehr viele Firmen in Deutschland haben schon Personal entlassen und dann hat man gemerkt das die Firma den Bach runter ging.
Nach meiner meinung sitzen in Düsseldorf die FALSCHEN CHEFS.