Genauso unehrlich machten die Bankster und ihre Auftraggeber auch weiter. Anstatt reinen Tisch zu machen und die Karten auf den Tisch zu legen, wurde weiter gelogen. Hypo Real Estate, Commerzbank aber vor allem Josef Ackermann und die Deutsche Bank, ließen ihre Kunden, Aktionäre und die gekauften Politiker weiterhin im Dunkeln. Jeder Eurocent den sie entweder als direkte Hilfe oder über so ekelhafte Konstruktionen wie den Postbank Deal widerrechtlich bekamen, wurde sofort aus der Wirtschaft gezogen.
Tatsächlich haben die Banken rund um die Welt die Kreditzügel für die reale Wirtschaft massiv angezogen, was zur Folge hat, dass in jedem Land Hunderttausende von Menschen arbeitslos werden, in China und Indien betrifft es Millionen. Dies ist übrigens erst der Anfang, da jeder Euro der den Banken gegeben wird, nur dazu dient, ihre Verluste weiter zu schönen.
Allerdings gibt es Regierungen, die dies noch nicht begreifen wollen. So wird die Hypo Real Estate nun von der Regierung Merkel verstaatlicht. Fünfzig Prozent plus eine Aktie, aber natürlich wird auch dann nicht in die Bücher geschaut, sondern einfach weiter Steuergelder verbrannt. Frau Merkel betrügt direkt die Deutschen zugunsten des Großkapitals. Sie hilft vor allem als Mittäterin bei weiteren Betrügereien.
In England versucht Brown dass gleiche, bis er endlich aus dem Amt gejagt wird. Aber England spielt vermutlich schon keine Rolle mehr, da weder das Pfund Sterling noch zu retten sein dürfte, wie der ganze englische Staat. Achtung ist nur geboten, wenn die Engländer jetzt plötzlich den Euro wollen. Das ist nicht im Sinne Europas und der Eurozone. Richtig wäre es England zumindest zeitweise aus der EU auszuschließen, um ihnen Gelegenheit zu geben, sich selbst zu konsolidieren.
In den USA hat Barack Obama das ständige weiter so, mit immer neuen Milliarden für die Banken zunächst einmal gestoppt und will ein Gesamtpaket entwickeln, bei dem eine stärkere Regulierung des Finanzwesens, zusammen mit härteren Repressalien für die Banken und Versicherungen die Staatshilfe benötigen, die Manager zur Vernunft zwingen soll. Der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt.
Auch die EU zweifelt mittlerweile an dem bisherigen Weg der Bankenrettung. EU-Wirtschaftskommissar Joaquín Almunia sieht eine zweite Welle der Bankenrettung auf die Welt zukommen und fordert härtere Bedingungen für Banken und Versicherungen um sicherzustellen, dass die Mittel auch wieder in der Realwirtschaft ankommen. Zwar sieht er damit deutlich größere Gefahren als Axel Weber von der Bundesbank, der ja die Banken schon als gerettet betrachtet und den Aufschwung praktisch vor der Nase hat, aber von der Wahrheit dürfte er auch noch weit entfernt sein.
Vermutlich müssten nach dem bisherigen System noch mindestens vier weitere Rettungsrunden erfolgen, bis die Wahrheit auf dem Tisch ist. Das ließe sich allerdings beschleunigen, wenn die Finanzinvestments ab sofort mit aktuellen Verkaufspreisen in die Bücher müssten. Für "Wertpapiere" ohne Wert dürfte dort dann nur eine Null erscheinen und das würde allen klar machen, dass die Banken nicht zu retten sind.
So ziemlich alle Experten sind sich einig, dass noch viel Geld notwendig sein wird, bis wieder normale Verhältnisse möglich sind. Dieses Geld kann allerdings nur aus den Druckereien der Notenbanken kommen und es wird
in ungebändigtem Fluss kommen und die Währungen zerstören.
Das beste Indiz dafür ist die Entwicklung der Credit Default Swaps, die eine Art Versicherung gegen Forderungsausfall darstellen sollen. So ist es heute schon soweit, dass bei einigen Firmen um die Hälfte weniger für eine derartige Versicherung bezahlt werden muss, als für die USA oder England. Natürlich ist das wieder eine neue Blase, in die zur Zeit die Milliarden fließen, die, die Nationalstaaten für die Rettung ihrer Banken und Versicherungen, oder besser des Großkapitals ausgeben hat.
Andererseits zeigt sich da auch eine Bewertung des Risikos. Natürlich könnte niemand die versicherten Summen auszahlen, nachdem die USA Bankrott wären. Allerdings trifft dies bei England nicht zu. Gleichzeitig könnten die Credit Default Swaps auch eine Waffe werden, mit der sich die Eurozone aufbrechen ließe. Portugal, Spanien, Italien und Griechenland könnten schnell gezwungen werden, auszusteigen um mit einer höheren Inflation, die Folgen für die eigene Bevölkerung zu dämpfen.
Tatsächlich wird es nach Island noch eine Reihe von Staaten auch im asiatischen Raum geben, die in Gefahr sind. Nachdem Obama gegenüber China die Faust gehoben hat, muss sich auch China fürchten. Nach dem chinesischen Neujahrsfest kommen jetzt die Wanderarbeiter zurück und Millionen die nicht schon vor dem Fest entlassen wurden, werden feststellen, dass es ihre Arbeitsplätze nicht mehr gibt.
Damit kommt für die staatskapitalistische Diktatur in China der Moment der Wahrheit. Entweder wirft China seine Dollarreserven auf den Markt um damit kurzfristig eine Binnenkonjunktur, zumindest als Scheinblüte zu erzeugen, oder es muss diese Mittel angreifen, um mit Gewalt die Bevölkerung ruhig zu halten. Letzteres würde zwar länger dauern, aber das System in China auch nicht retten.
Deshalb ist es wahrscheinlich, dass China seine wertlosen Dollarreserven und die US-Bonds auf den Markt werfen muss, was vermutlich auch andere dazu zwingen wird, dass gleiche zu tun. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass damit ein Teufelskreis eröffnet wird, der am Ende die USA zu einer Währungsreform zwingt.
Um die Währungen zu schützen, müsste die Bankenkrise und die der institutionellen Anleger durch ehrliche Buchhaltung schnell beendet werden. Es ist besser die Blasen schnell platzen zu lassen, als in einem endlosen Todeskampf jede vernünftige Möglichkeit die noch existiert zu zerstören. Anstatt das Geld ins Großkapital zu stopfen muss die Binnenkonjunktur gefördert werden. Das funktioniert am besten durch direkte Erhöhung von Kindergeld, Hartz IV, Reichensteuer, Rentenanhebung, Wohngeld und eine rigide Besteuerung von Derrivaten und Wetten jeder Art an den Börsen.
Gleichzeitig sollte die dauerhafte Anlage von Geld in Unternehmen, auch in nicht börsennotierten erleichtert werden, solange das Kapital das Risiko voll mit trägt. Staatliche Banken sollten laufende, bediente Kredite bei Problemen einfach übernehmen und die Banken und Versicherungen untergehen lassen.
Die Boni für Bankmanager sind nur Krümel die vom Tisch fallen.
Es bleibt Abzuwarten was passiert, wenn die Geldeliten sich bedient haben. Konkurs der Banken?