Nachdem man die Nachrichten der vergangenen Woche noch einmal überflogen hat und sich gedanklich mit dem Unheil der kommenden Woche beschäftigt, taucht irgendwie der Begriff Käuflichkeit auf. Darüber habe ich gerade geschrieben, aber ich gebe ihn bei YouTube trotzdem als Suchbegriff ein. Vielleicht gibt es ja ein neues Lied, das ich noch nicht kenne. Ein Kampflied gegen die Korruption.
Statt dessen finde ich ein Werbevideo der freien Wähler, das mein Herz erwärmt und meinen Augen Freude macht. Mal eine Notiz an mich selbst. Mehr Schulterschluss auch mit den Freien Wählern suchen. Auch wenn sie nicht immer auf meiner Linie liegen, sind sie doch besser als all das, was uns sonst so verordnet wird. Bei so schönen Bildern fällt mir ein, dass zwischen Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit nun ein paar Sonnentage recht schön wären.
Tage mit herrlich strahlendem Sonnenschein. Sonne - oder nur Vernunft - aus Politik und Management zu erwarten, traue ich mich einfach nicht. Aber so ein paar Sonnentage mit den Kindern im Park, das hätte schon etwas. Aber wahrscheinlich reicht die Zeit nicht, weil das Chaos mit wachsender Geschwindigkeit größer wird.
Auch wenn die Fanta 4 das Leben vielleicht etwas zu einfach sehen, ist es schon richtig, sich nicht unterdrücken zu lassen. Ich denke da immer an Rosa Luxemburg.
Dein Kopf ist voller Sorgen um die schiefgehende Weltgeschichte und Dein Herz voller Seufzer um die Erbärmlichkeit der Scheidemänner und Genossen. Und jeder, der mir schreibt, stöhnt und seufzt gleichfalls. Ich finde nichts lächerlicher als das. Begreifst Du denn nicht, daß der allgemeine Dalles viel zu groß ist, um über ihn zu stöhnen? Ich kann mich grämen, wenn mir die Mimi krank wir, oder wenn Dir etwas fehlt. Aber wenn die ganze Welt aus den Fugen geht, da suche ich nur, zu begreifen, was und weshalb es passiert ist, und hab ich meine Pflicht getan, dann bin ich weiter ruhig und guter Dinge (...)
Schau z.B. wie ein Goethe mit kühler Gelassenheit über den Dingen stand. (...) Und wenn Du etwa sagst: Goethe war eben kein politischer Kämpfer, so meine ich: Ein Kämpfer muß erst recht über den Dingen zu stehen suchen, sonst versinkt er mit der Nase in jedem Quark.
(Rosa Luxemburg an Luise Kautsky)
Ich wünsche meinen Lesern einen sonnigen und schönen Sonntag. Lasst es euch nicht verdrießen, die Scheidemänner und Genossen sind heute die Steinbrück, Steinmeier, Müntefering, Lafontaine und Gysi. Aber der Dalles ist viel größer als damals. Heute fliegt ihnen das System um die Ohren. Wir haben es viel einfacher.
Unser Kampf besteht darin, einen Plan zu entwickeln für die Stunde Null, auf die hin wir immer schneller rasen. Wir müssen die Waffen bereit haben, damit sie dann nicht alles zerstören und nur verbrannte Erde hinterlassen können. Bereit und vorbereitet sein. Das sollten wir schaffen. Leider fehlt uns ein Lied wie das, das jetzt folgt. Das haben nur die Amerikaner geschafft. Aber ich fühle, dass wir solch ein Lied und andere Kampflieder für uns brauchen.