Drei Monate nach Guttenbergs Ernennung zum Generalsekretär der CSU ist sein Wechsel an die Spitze des Wirtschaftsministeriums schon ein ziemlicher Hammer. Vor allem deshalb, weil Seehofer ja schon seit einiger Zeit durchsickern ließ, dass er nach der Bundestagswahl den Vorstandsvorsitzenden des Bauunternehmens Bauer AG in Schrobenhausen als Ersatz für den glücklosen Glos bringen wolle. Allerdings konnte Angela Merkel dem Bauer-Vorschlag nichts abgewinnen - dies vielleicht auch nur, um Seehofer einen Tritt zu verpassen.
Diesen Tritt verpasste ihm nun Glos mit seinem Rücktritt, nachdem eine Seehofer nahestehende Zeitung die Personalie Bauer gebracht hatte. Er zeigte Horst Seehofer, wie er nicht gesehen will. Als entscheidungsschwachen Rumjammerer, der sogar in einem so einfachen Fall wie dem Rücktrittsgesuch von Glos all seine Führungschwächen offenbart. Ein solches Rücktrittsgesuch abzulehnen, war ein kindisches Mit-dem-Fuß-Aufstampfen. Danach umzufallen und den Rücktritt anzunehmen, sich mit Merkel auf einen neuen Mann zu einigen und dann bis zum nächsten Tag um 11 Uhr mit der Verkündigung zu warten, war absolut schwach.
Seehofer scheint die Sache mit der weltweiten Rezession entweder nicht verstanden zu haben, oder aber er sieht wie wohl auch Glos keine Möglichkeiten mehr,
die globale Depression zu bekämpfen, und dann ist es auch egal, wer der Nachfolger von Glos wird und wann man ihn bekannt gibt.
Eigentlich sollte Guttenberg jetzt ja den bayrischen Wahlkampf kraftvoll koordinieren. Geht es bei den Bayern doch gerade im Europawahlkampf um alles oder nichts. Da die Freien Wähler an der Europawahl teilnehmen wollen, droht der CSU bundesweit das
Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde. Ob das der neue Mann Alexander Dobrindt richten kann, ist eher zu bezweifeln.
Damit hat Glos aber auch noch Angela Merkel in weitere Gefahr gebracht. Die Traumkoalition mit der FDP nach der Bundestagswahl könnte nämlich an der Bayernschwäche scheitern. Ein Ende dieser Schwäche ist mit Seehofer nicht zu sehen, sie wird sich eher durch seine Personalentscheidungen noch verschärfen.
Egal ob die Straußtochter Monika Hohlmeier für Europa, Guttenberg und jetzt Dobrindt als Generalsekretäre, oder gar Guttenberg als Wirschaftsminister: Alle werden sie Seehofer wieder auf die Füße fallen. - Für Guttenberg musste er dem Vernehmen nach sogar die Zusage geben, dass dieser nach dem Ende dieser Legislaturperiode Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag werden kann und nicht Wirtschaftsminister bleiben muss. Damit wäre das Problem auch nur verschoben und ein neues Feuer angefacht: Der Berliner CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer muss dies als Kampfansage gegen sich selbst begreifen und wird entweder untergehen oder reagieren müssen.
Allerdings kann Guttenberg nicht allzu viel falsch machen in seinem neuen Amt. Die Politik wird von den Vertretern des Großkapitals am
Stammtisch im Kanzleramt bestimmt. Dazu kommt noch die "wissenschaftliche" Propaganda der Mohn/Bertelsmann, INSM und Springers Medienmacht. Selbst ein Superwirtschaftsminister, der es ehrlich meint, wäre hier chancenlos. Mit dieser Regierung und diesen Parteien ist keine Politik mehr zu machen. Das geht erst wieder nach einem Aufstand oder einer Revolution.
In Bayern dürfte der Gegenwind für Seehofer und die ganze CSU wohl noch schärfer werden. Aber wird die CSU wirklich noch als eigenständige Partei gebraucht? Ein Landesverein der CDU würde doch ausreichen. Die großen Zeiten der CSU sind auf jeden Fall eindeutig vorbei.
Das hat eine neue Qualität. Nicht vom Volk gewählt, willkürlich in Ämter gehoben und dann auch noch bei jeder Gelegenheit von sich geben, dass sie sich um den Posten gar nicht gerissen haben!
Da ja in der NWO die Politiker beliebig austauschbar sind und sich als Mietmäuler verausgaben dürfen, ist es völlig uninteressant, ob sie eine fachliche Qualifikation haben. Und ein Wirtschaftsminister ist in diesem Regime wirklich so unbedeutend wie nur was.
Aber wie im Fall Nolte (erinnert sich noch jemand an die) ist es so, ein paar gefühlte Stunden im Amt und dann fette Pensionen etc.
Übrigens, am Wochenende hat in München eine ziemlich kraftvolle Demonstration mit ein paar tausend Teilnehmern stattgefunden. Natürlich berichten die Stadthaltermedien nichts davon. Gerade jetzt müsste doch auch ein Seehofer langsam mal aufwachen, wenn er in seinem Haus sieht, wie die Masse gegen "ihre" Volksvertreter eingestellt ist!
Die beiden haben absolut keinen Plan von ihrem Job, aber sie haben wenigstens Übung darin, so auszusehen, als hätten sie jemals schwer gearbeitet!
MfG
http://www.bildblog.de/
MfG
M.B.
;-)