Selbstverständlich ist es kein fröhlicher Anlass, wenn man zu der Beerdigung seines eigenen Vaters muss. Aber im Fall des Dieter Althaus, der angeblich nicht vernehmungsfähig ist, um darüber auszusagen, wieso und warum er die Skifahrerin Beata C. getötet hat, gelten andere Maßstäbe. Um von seiner Reha-Klinik in Allensbach zum Ort der Beerdigung in Heiligenstadt zu kommen, wurde Althaus mit dem Auto knapp 600 km je einfache Strecke gefahren.
Wenn jemand so schwer krank ist, dass er in einem Tötungsdelikt nicht aussagen kann, dann kann er auch eine so weite Reise nicht unternehmen - schlimmer noch, er gefährdet damit seine Genesung. Allerdings könnte es Althaus so gehen, wie mein Großvater immer sagte:
Wenn ich zum Tanze geh,
tut mir mein Fuß nicht weh,
aber wehe mein Fuß,
wenn ich arbeiten muss.
Leute wie Althaus, die immer so gerne den kleinen Leuten ohne Macht, den Arbeitslosen, den Kranken und Schwachen etwas von Eigenverantwortung erzählen, neigen persönlich sehr häufig dazu, gar keine Verantwortung zu übernehmen und sich hinter echten, aber auch eingebildeten Krankheiten zu verstecken. In diesem Fall funktioniert die Taktik ja auch gut.
Obwohl ein
Gutachten den Unfallhergang genau so schildert, wie schon nach den ersten Bildern vermutet wurde, gab es von seiten Althaus' keine Reaktion, außer dass seine Anwälte mit den Anwälten des Mannes der Getöteten über Schmerzensgeld verhandelten. Wenn jemand nicht aussagefähig ist, ist es besser, eine schnelle, schlechtere Einigung über Schmerzensgeld anzunehmen, als sich darauf zu verlassen, dass der Täter vor Gericht gezerrt werden kann.
Nach Auswertung des polizeilichen Unfallberichts, des rechtsmedizinischen Befundes und einer Besichtigung des Unfallorts kommt der Sachverständige demnach zu dem Ergebnis, dass Althaus mit einer Geschwindigkeit von rund 40 Kilometern pro Stunde von der Piste "Die Sonnige" in die "Panorama"-Abfahrt eingebogen und knapp 15 Meter bergauf gefahren sei. Die Frau sei deutlich langsamer – mit etwa zehn Kilometern pro Stunde – diesen Hang hinabgefahren.
Althaus habe ein Absperrnetz, das aus Sicherheitsgründen über einen Teil der Panorama-Piste gespannt sei, umkurvt und sieben Meter dahinter die Frau in einem Winkel von etwa 90 Grad getroffen, heißt es in dem zehnseitigen Gutachten.
Zwar äußert sich der Sachverständige nicht zur Schuldfrage. Die Rekonstruktion habe aber ergeben, dass für die Frau keine Chance bestanden habe, den Unfall – etwa durch Ausweichen – zu verhindern.
In solchen Gutachten im Zusammenhang mit Prominenten werden Geschwindigkeiten und ähnliches eher untertrieben, als übertrieben, während beim Normalbürger eher die Maximalwerte verwendet werden. Das liegt daran, dass Leute wie Althaus sich einen jahrzehntelangen Gutachterstreit leisten können, was dem Normalbürger schon aus Kostengründen verwehrt bleibt.
Das eigentliche Ziel ist ja bereits erreicht, wie die Welt als CDU-Propagandablatt laut verkündet.
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat nach Angaben der ermittelnden Staatsanwaltschaft keine schwere Schuld an seinem Skiunfall in Österreich. Es lägen keine Anhaltspunkte für den Tatbestand der "fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen" vor. Die Ermittlungen gehen weiter.
Bei Alkoholisierung oder überhöhter Geschwindigkeit hätte Althaus eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren gedroht. Dies sei aber nach Stand der Ermittlungen auszuschließen.
Laut Ploebst ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter wegen des Tatbestands der fahrlässigen Tötung. In diesem Fall müsste Althaus eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr befürchten. Ob die Staatsanwaltschaft einen Strafantrag stelle, stehe aber noch nicht fest.
Denn um das zu entscheiden, müsste Althaus befragt werden; und der kann zwar 1200 km durch Deutschland kutschiert werden, ist aber nicht in der Lage, befragt zu werden. Das lässt eigentlich nur zwei Möglichkeiten offen. Er versteckt sich, oder er ist so schwer verletzt, dass von einer echten Heilung in absehbarer Zeit nicht ausgegangen werden kann. Die Welt dramatisiert die
Erkrankung :
Die ersten Fotos von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) nach seinem schweren Skiunfall haben die Spekulationen über seinen Gesundheitszustand angeheizt. Die teilnahmslos blickenden Augen unter einer blauen Baseballkappe und der verkniffene Mund erwecken nicht den Eindruck, dass Althaus bald wieder die Regierungsgeschäfte übernehmen kann.
Nun sind teilnahms- und mitleidslose Augen zusammen mit einem verkniffenen Mund ja eher das Markenzeichen eines deutschen Politikers. Die Kanzlerin und Müntefering machen es vor. Aber es lässt sich aufgrund mangelnder Information nicht feststellen, was wirklich los ist.
Kommt es nicht mehr auf Schonung an, weil Althaus nachweislich nicht vernehmungsfähig ist und es mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr werden wird, ist die Fahrt zur Beerdigung egal. Aber dann stellt sich sofort eine neue Frage. Warum wird dann nicht nach einem Nachfolger für Althaus gesucht. Je später der bestimmt wird, desto weniger Chancen hat die CDU, Thüringen zu halten, was ja auch mit Althaus schon schwierig geworden wäre, auch ohne dessen Tötung einer Mutter.
Ein Szenario, in dem Althaus das Thema bis vier Wochen vor den Wahlen aussitzt, um dann, als armes Opfer des eigenen Fehlverhaltens, noch Mitleidsbonus einzufordern, ist da viel wahrscheinlicher. In der CDU/CSU ist ja alles möglich. Und das Wort Verantwortlichkeit passt mit deutschen Politikern nicht in einen Satz.
Thüringens Wähler haben bald die Wahl.
Geschrieben von Jochen Hoff um 04:44
Wenn jemand so schwer krank ist, dass er in einem Tötungsdelikt nicht aussagen kann, dann kann er auch eine so weite Reise nicht unternehmen - schlimmer noch, er gefährdet damit seine Genesung.
Blödsinn :-). Sie müssen das anders sehen, Herr Hoff.
Das ist doch ein Lerneffekt, wenn Herr Althaus dabei seinen Kopf bei einer einfachen Strecke von 600 km mit einer Geschwindigkeit von „SAGEN WIR EINMAL 40 KM/H! seinen Kopf dabei aus dem Fenster hängen lässt. Er könnte sich zum Teil (sagen wir einmal an die Hälfte) wieder erinnern.
Nun muss er ja wieder zurück, also noch einmal 600 km. Dann wäre seine Genesung (alle Lücken geschlossen) vollendet und könnte ordentlich vor Gericht gestellt werden.
Sorry Herr Althaus. Es ist auch schlimm, was Ihnen bei diesem Unfall passiert ist. Aber Sie haben auch gleichzeitig die einzigartige Möglichkeit als Politiker zum dem zu stehen, was Sie getan haben – im Gegensatz zu all dem anderen Gesindel. Ich wünsche Ihnen viel Mut dazu.
Übernehmen Sie Herr Althaus - bitte nicht die berufliche Verantwortung - bleiben Sie bitte einfach im Amt.
Mal abgesehen, dass ich's nicht ganz verstehe, ist das Blödsinn ohne :-).
Althaus muss weg! In Thüringen lebt mittlerweile jedes 5. Kind in Armut (in größeren Städten sogar jedes 3. Kind)! Und weiterhin findet eine Entvölkerung von was weiß ich wie viel tausenden Einwohnern pro Jahr statt. Da interessieren mich persönliche Tragödien bei so einem einen Dreck. Und schon gar nicht bei einem (ehemals) omniaktiven Freizeitaktivisten vor dem Herrn, ach was sage ich - was der alles kann und macht, ist er ein Profi - ein Zeitprofi, besser -zauberer. Denn wer MP ist, der dürfte kaum Zeit für nur eine Extremsportart haben, geschweige denn gefühlte dutzende wie bei Althaus.
Althaus hätte Tag und Nacht in seiner Staatskanzlei hocken müssen, um sich allerwenigstens einen Kopf zu machen, dass jedes Kind in Thüringen eine warme Mahlzeit am Tag hat!
Ich kann nur sagen weg, weg, weg und nicht bei irgend einem Eid blubbern, ich werde dem Land dienen.
Vorsorglich: leider weiß ich auch keinen geeigneteren, aber in jedem Ende usw. Leider werden sich die Thüringer höchstwahrscheinlich mit dem doppelten Lottchen abfinden müssen. Wird's auch nicht anders.
Also: wie immer mein Credo: Systemfrage stellen!
Armee der Finsternis am 11.02.2009 13:58
Mal abgesehen, dass ich's nicht ganz verstehe, ist das Blödsinn ohne :-).
Althaus muss weg!
Ich habe das sarkastisch geschrieben. Selbstverständlich hast du recht. Aber irgendwo muss ein gewisser Humor noch vorhanden sein, sonst wäre das alles nur schwer zu ertragen.
Wenn ich so nachdenke, hatten wir doch schon ein großes Spektrum verschiedenster Deliktträger als Volksvertreter, Steuerhinterzieher, Betrüger und nun in Kürze einen noch nicht offiziell überführten Schuldigen am Tod einer mehrfachen Mutter.
Welche Wahl haben denn nun in Kürze die Einwohner Thüringens. Die Wahl zwischen Krebs und Aids, in der durch nichts begründeten Hoffnung, daß die gewählte Krankheit in Kürze heilbar sein wird???
Oder sollte man lieber der Wahl fernbleiben, weil die Unterstützung von krimminellen Vereinigungen in der Bundesrepublik Deutschland immer noch ein Straftatbestand ist.
MfG
http://www.radio-utopie.de/2008/12/23/Die-neue-Kraft-in-Thueringen
Der neue Landesvorsitzende Martin Michel hat mein unbeschränktes persönliches Vertrauen.
Jede Kraft oder neue Partei, die mit dem System kuscheln will, sprich, sich auf dieses System einlässt, hat schon verloren. Womit sind jeweils die grünen oder dunkelroten Vagabunden angetreten? Und wo sind sie heute?
Nein, nein - es geht nur durch Abschaffung der herrschenden Klasse samt ihren ganzen Instrumentarien, wozu auch und gerade dieses Staatsgebilde BRD gehört! Wer heutzutage noch so naiv ist und daran glaubt, dass eine Veränderung von innen möglich ist, der wird genauso scheitern wie damals eine Bohley, die zur Wende in Leipzig ausgepfiffen/-gebuht wurde, als sie vorsichtig ansprach, die DDR erneuern zu wollen! Jede Zeit hat sich einmal überholt!
Wenn überhaupt, dann eine APO oder -ähnliches! Wenigstens. Mehr darf und kann ich aber hier nicht mehr schreiben.
Übrigens, zur Beerdigung von Althaus Senior waren 50(!) Polimanzisten extra zur Abschirmung des MP im Einsatz, damit ja niemand dokumentieren konnte, wie gezeichnet er ist!
Natürlich wird er den Behindikindibonus nutzen, um abermals als Ministerpräsident bestätigt zu werden.
Dumm nur daß die thüringische LINKE ihm diesmal Paroli geben wird. Wahrscheinlich also wird er seinen Posten nicht halten können - und alle Skifahrer im europäischen Umland atmen auf. Endlich eine politische Pistensau weniger ...
MfG
Ps.: Sorry, bei dem Thema bleibe ich sarkastisch ...
Da kann auch jetzt kein Pressesprecher und kein Idiot der auf den Blogs Stimmung für Althaus zu machen versucht mehr etwas dran ändern.