Weltwirtschaftskrise - IWF und die Weltherrschaft der USA
Natürlich befinden sich auch die USA in der Weltwirtschaftskrise, sie sind sogar der eigentliche Auslöser der Katastrophe. Andererseits sind die USA auch unter Obama natürlich skrupellos auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Sie benutzen den IWF, um Druck auf die Politik der Nationalstaten auszuüben. Im wesentlichen geht es darum, Russland zu isolieren.
Sehr schön lässt sich dies am Beispiel Ukraine nachweisen. Die Ukraine ist geschichtlich gesehen ein Stammland des Volkes der Rus, zumindest in ihrem östlichen Teil. Im Süden und auf der Krim überwiegen Krim-Tataren und Russen. Insgesamt leben in der Ukraine mehr Leute, die russisch sprechen, als Leute, die ukrainisch sprechen. Die Mehrheit ist zweisprachig, aber es gibt einen Sprachenkonflikt, der auch eine Frage der politischen Orientierung ist.
Orientierung bedeutet aber nicht unbedingt, dass die Leute, die sich eher nach Russland orientieren, eine Teilung der Ukraine wollen. Dies ist eher nur für einen marginalen Teil dieser Gruppe interessant. Die meisten wollen ein Bindeglied zwischen Russland und dem Westen sein. Eine Art riesiges Österreich, wie es in der Zeit von 1945 bis in die späten Siebziger war.
Die eher westlich orientierten hoffen einseitig auf die USA und ein wenig auf Europa. Die CIA, amerikanische Propaganda und viele Versprechen der USA haben dort ein Erwartungsklima geschaffen, dass die USA zwar nie erfüllen können und auch nie erfüllen wollten, aber der beabsichtigte Streit ist ausgebrochen. Während Staatspräsident Viktor Juschtschenko voll auf der Linie der USA liegt, ist die Premierministerin Julia Timoschenko eher Vertreterin einer Gemeinsamkeit mit Russland, ohne die Vorteile des Westens auszuschlagen.
Damit ist die Julia Timoschenko eine Staatsfeindin für die USA, zumal sie auch noch in der Wirtschafts- und Sozialpolitik einen für die Menschen in der Ukraine vernünftigen und erträglichen Kurs fährt. Juschtschenko unterstützt bedingungslos die USA, liefert Waffen und Söldner für deren Zwecke und schert sich nicht darum, was seine Hörigkeit für die ukrainische Bevölkerung bedeutet.
Ihm verdankt die Welt die massive ukrainische Beteiligung am georgisch/amerikanisch/israelischen Angriff auf Südossetien und den versuchten Angriff auf Abchasien. Im Vertrauen auf die USA wollte der größenwahnsinnige Juschtschenko sogar die Verträge über die Stützpunkte der russischen Flotte auf der Krim kündigen, die Grundlage der Souveränität der Ukraine sind. Vor allem aber riskierte er regelmäßig wiederkehrend den Streit um die russischen Gaslieferungen an Europa.
Die Gaslieferungen laufen eben zu einem großen Teil über die Ukraine und sind das beste Erpresserpotential, das die USA gegen Europa haben. Deshalb darf die Ukraine fordern, das Gas praktisch geschenkt zu bekommen und dann auch noch die Zahlungen für den Rest nicht zu leisten und wird darin von den USA unterstützt. Dass es dann dazu kommt, dass von Russland nicht mehr geliefert wird und Teile Osteuropas, aber vor allem die Bürger der Ukraine frieren müssen, ist den USA und auch Juschtschenko völlig egal.
Hauptsache, die USA können über die Systemmedien in Europa einen Propagandafeldzug gegen die bösen Russen führen, die angeblich kein Gas liefern wollen. Dass jede Lieferung von der Ukraine unter Juschtschenko gestohlen wird, spielt da keine Rolle, genausowenig wie die kriegerische Haltung der Ukraine gegen Russland.
In Europa greifen arschkriecherische Regierungen die Vorwürfe gerne auf und fordern dann Russland auf, sich einfach alles gefallen zu lassen. Merkel/Steinmeier sind bei solchen Aktionen unter dem kräftigen Nackenkraulen der USA immer gerne dabei. Schlechte Beziehungen Deutschlands zu Russland sind wichtig für die USA, weil eine Achse Paris-Berlin-Moskau das Ende der amerikanischen Hegemonie und des amerikanischen Imperialismus in Deutschland und Europa wäre.
Daran hätte vor allem auch das deutsche Großkapital kein Interesse, weil es ja nur in einer Atmosphäre von amerikanischer Verschwendung und ständiger amerikanischer Bereitschaft zu Angriffskriegen und Raubzügen gedeihen kann. Sobald in einem Land die gekauften Politiker durch demokratisch gewählte ersetzt würden, wäre das auch das Ende des räuberischen Großkapitals.
Deshalb wurde diese ganze Bande fürchterlich erschreckt, als die Premierministerin Julia Timoschenko plötzlich aktiv wurde und, gegen den Widerstand von Juschtschenko, sich mit Russland nicht nur auf einen neuen, harten, aber angemessenen Gaspreis einigte, der immer noch weit unter dem liegt, was Europa bezahlt, sondern auch über einen Kredit von 5 Milliarden Dollar Einigkeit erzielte, mit dem Russland die Ukraine in der schwierigen Rezessionslage stützen will. Dazu kamen Zusagen für breitere Handelsbeziehungen, vor allem in den Bereichen, in denen Russland zwar genügend eigene Kapazitäten hat, aber die Ukraine näher am Verwendungsort ist als russische Quellen.
Diesen Weg einer friedlichen Koexistenz können die imperialen USA natürlich nicht durchgehen lassen. Deshalb wurde sofort der IWF, jene fast kriminelle Organisation, der auch der deutsche Bundespräsident Horst Köhler einmal vorstand, in Bewegung gesetzt, um die Ukraine zu erpressen. Die Botschaft lautete in der Übersetzung ziemlich eindeutig: Entweder ihr erpresst und betrügt Russland, oder ihr bekommt kein Geld vom IWF mehr. Das ist die alte Vorgehensweise dieser Organisation, und wer Horst Köhler zugehört hat, der weiß, dass dieser solche Methoden auch für und in Deutschland wünscht.
Natürlich wurde das ganze verbrämt, indem als offizielle Gründe angeführt wurden: die Verschuldung bei Russland, die höheren Energiepreise und die mangelnde Bereitschaft von Premierministerin Julia Timoschenko, die den Forderungen des IWF nicht nachgibt und die Sozialausgaben nicht um 4 Milliarden Dollar kürzt. Wie schon zu Horst Köhlers Zeiten als IWF-Chef, soll die Regierung die einfachen Menschen verkommen lassen und sich nur den Interessen des Großkapitals widmen. Dem IWF und den USA ist es egal, ob das Revolutionen gibt. Es geht nur um den Schutz des Kapitals. Wutentbrannt reiste die IWF ab und sperrte das Geld, als die Premierministerin ihr Spiel nicht mitmachte. Ach, hätten wir in Deutschland doch solche Politiker!
Deshalb darf es in der Ukraine auch keine Neuwahlen geben. Neuwahlen würden heute Premierministerin Julia Timoschenko vermutlich zu eindeutigen Machtverhältnissen verhelfen und es könnte eine Regierung der nationalen Einheit gebildet werden. Wahrscheinlicher aber ist der Tod der Premierministerin. Denn auch unter Obama hat sich an der US-Politik nichts geändert. Sie ist auf Raubzüge, Kriege und imperiale Hegemonie ausgelegt und geht dabei lächelnd über jede Leiche.
Allerdings begreifen immer mehr Menschen auf dieser Welt, dass der wirkliche Feind in Washington sitzt. Das wird sogar einigen europäischen Ländern klar, die sich bisher mit fadenscheinigen Gründen und durch viel amerikanische Lobbyarbeit und Geld gegen die Ostseepipeline gewehrt haben. Damit würden zwar keine neuen Felder erschlossen, aber die Leitung würde ausreichen, um auf die Ukraine und Polen zu verzichten. Zusammen mit South-Stream wäre die Versorgung Europas mit Gas langfristig gesichert.
Noch kann die USA dies verhindern und will Europa Nabucco aufzwingen. Eine Pipeline, die durch Georgien geht und mit dem gestohlenen Gas aus dem Irak und Iran, aber auf Dauer auch mit den anderen Diebstählen rund um das kaspische Meer gefüllt werden soll. Der Preis für Gas soll in erster Linie zunächst nicht Geld sein, sondern wir sollen unsere Kinder und Enkel für die amerikanischen Raubzüge opfern und uns dann, durch das mit unserer Hilfe geraubte Gas und Öl, von den USA erpressen lassen.
Eine friedliche Koexistenz, die sicher auch ihre Probleme hat, ist mit Russland möglich. Den USA gegenüber nützt selbst vollständige Unterwerfung nichts. Wer aufrecht gehen will, sagt der USA endgültig nein. Die USA sind der Feind der ganzen Welt.
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Dabei verfolgen die politischen Führer der Ukraine viel mehr ihre persönlichen Interessen als die fremder Mächte, die um Einfluß ringen - das gilt für Juschtschenko genau wie für Timoschenko, Janukowitsch und viele andere. Dieser Egoismus der politisch Verantwortlichen, die seit Jahren die politischen Entwicklung in der Ukraine blockieren, ist der Grund für die prekäre Lage in der Ukraine.
Das Amerika versucht, Einfluß in dieser Region zu bekommen, steht ausser Frage. Parallel zu den USA versucht aber auch Russland, zu alter Größe zurückzufinden und seinen Einfluß in der Ukraine, einer ehemals sowjetischen Unionsrepublik, zu vergrößern. Da dies politisch nicht durchzusetzen ist, nutzen die Russen wirtschaftliche Instrumente, um die Ukrainer am Tropf zu halten, wo es nur geht und die Ukraine durch negative öffentliche Berichterstattung zu diskreditieren (zum Beispiel durch die russische Nachrichtenagentur RIAN). Auch diese Fremdeinflüsse belasten die politische und wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine.
Eine Perspektive für eine Weiterentwicklung der Ukraine sehe ich persönlich eigentlich nur im Erscheinen einer neuen Kaste politischer Führer und Visionäre, die sich auf die Bedürfnisse des Staates und nicht ausschließlich auf Selbstbereicherung konzentrieren. Das würde den Weg zu einer politischen und wirtschaftlichen Entwicklung öffnen und den Bürgern der Ukraine mehr Sicherheit und Wohlstand bringen.
Russland zu verurteilen entspricht genau der amerikanischen Taktik. Hast du mal ausgerechnet wie viel Geld Russland in die Ukraine gesteckt hat, durch die niedrigen Gaspreise.
Die USA haben nichts gegeben, außer Waffen un in Georgien Russland anzugreifen.
MfG
Bei der Rolle Rußlands bin ich mir auch nicht ganz so sicher. Sollte Rußland wirklich der ehrlichere Gegenpart zu den USA sein oder evtl. nur ein weiteres Imperium in einer multipolaren Welt? Ich weiß es nicht, auf alle Fälle sind Putins originalen und unverzerrte Äußerungen mir mehr oder weniger sympathisch.
De facto ist die USA aufgrund ihrer Verfassung & des Presidial-Systems einzigartig auf diesem Planeten (im positivem Sinne). Und damit das einzige Land, das als "Lokomotive" in der Lage ist am schnellsten & deutlichsten gegen die Krise vorzugehen.
Verwechselt nicht Washington mit den Agenten des Empires, die die Politik Washingtons beeinflussen und den Ärger der Völker gekonnt nicht gegen sich, sondern eben gegen die USA lenken. Die USA ist immer noch der größte und ärgste Feind des Empires!!!
Das Großkapital hat keine nationalen oder religiösen Wurzeln, Es ist der Feind jeder Nation und jedes Glaubens. Zur Zeit ist die USA der willfährige Handlager dieses Kapitals. Der Staat und nicht der einzelne Amerikaner.
Ihr seht garnicht wo die tatsächlichen Diktatoren und Tyrannen sitzen.
Ich hoffe nur, dass das ukrainische Volk erkannt hat was für einen Präsidenten sie dort haben.
Juschtschenkos Umfragewerte liegen unter 3 % Zustimmung.
Ich hoffe, die Timoschenko kann das Ruder noch einmal herumreissen und das Volk vor der stark schädigenden Zersetzung durch die USA bewahren!