Ich persönlich halte die Flucht in Gold oder andere Edelmetalle für einen Irrweg. Bestenfalls in kleinen Einheiten könnte es am Anfang einer Krise noch als Tauschmittel dienen. Die Flucht in Papiere über Edelmetalle, Öl oder andere Rohstoffe halte ich für Blödsinn. Die Papiere sind im Ernstfall das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind.
Das gleiche gilt für große Landkäufe, wie sie jetzt von einigen Konzernen, die freie Mittel aus der Bankenrettung bekommen haben, durchgezogen werden, um den Steuerzahler gleich wieder zu betrügen. Land muss man bewirtschaften und verteidigen können. Der bloße Besitztitel nutzt niemandem etwas. Innerhalb einer schweren Krise besitzt derjenige das Land, der es bestellen und beschützen kann. Es würden sich immer feudalistische Strukturen herausbilden.
Zum Thema
Wert des Goldes fand ich in den Kommentaren zu einem Artikel auf
MMNews eine hochintelligente Aussage eines Kommentators namens "Pellremmel original", den ich leider nicht erreichen und um seine Einwilligung zur Wiedergabe hier bitten konnte. Falls er oder sie damit nicht einverstanden sein sollte, werden wir den Text sofort löschen, aber er ist zu wichtig, um in den Kommentaren zu verludern.
Was hat Gold für eine Zukunft?
Muss man sich die Frage nicht selber stellen? Welchen Wert hat Gold für mich ?
Ehrliche Antwort erbeten:
Man kann sich daran erfreuen, über das Gewicht, und man würde den Raumbedarf für Hantelstangen verringern.
Nimmt man es als Kapitalerhalt oder erhofft sich sogar einen weit größeren Nutzen daraus, so möchte ich warnende Worte sprechen: Gold ist nichts anderes als eine Sklavenwährung, im Grunde nicht besser als das jetzige Papiergeld.
Warum? Weil man sich andere zu Sklaven macht. Besitzen die Forumsteilnehmer Gold und es kracht irgendwann, verlieren alle anderen, die kein Gold besitzen, automatisch ihren erdachten Rückhalt. - Wirklich?
Worauf ich hinauswill, kommt jetzt:
Der Worst Case ist eingetreten: Kein Papiergeld der Welt stellt noch irgendwas dar. Die Goldbesitzer jubeln: "Hurra, wir sind besser dran als die anderen!"
Es gibt jetzt nur noch 3 Personengruppen auf der Welt.
Die 1. Personengruppe besitzt das ganze Gold und Silber auf der Welt.
Die 2. Personengruppe besitzt Getreide.
Die 3. Personengruppe besitzt Wasservoräte.
Zum Problem könnte nun folgendes werden: Die Goldgruppe hat unermesslich viel davon oder auch weniger, ist bei der Gruppe völlig schnuppe, aber:
Die 2. Pgr. hat gerade soviel Getreide, dass es für 2 Gruppen reicht, und die 3. Pgr. hat soviel Wasser, dass es auch nur für 2 Pgr. reicht.
Preisfrage: Wer ist der Verlierer?
Die 2. und 3. Gruppe können sich austauschen - und die Goldgruppe ist der Verlierer. Gold hat keinen inneren Wert. Die Minenbesitzer, alle, die Gold produzieren. Es sei denn, sie könnten Gold in etwas verwandeln, das der Getreidegruppe oder der Wassergruppe hilft. Und damit meine ich einen Produktionszuwachs für mehr Getreide und keine goldenen Wasserhähne.
Gold ist somit wertlos!
Vielleicht können sich einige von Euch an einen Film erinnnern über den Inkaschatz? Was hat man denn gefunden als Schatz? - Getreidekammern.
Solange die Gedanken der Menschen unterentwickelt sind in diesem langen Zeitalter der Menscheit, ist Gold viel Wert, aber sobald dieses Zeitalter zu Ende geht, wird Gold seinen Wert verlieren.
Im Moment aber hat Gold seinen inneren Wert, wenn aber auch nur gedanklich, in uns manifestiert .
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Auch wird nicht berücksichtigt das sich um das Gold bereits eine Loyalitätsstruktur gebildet hat, in Form von Bewaffneten Gruppen wie Militär und Polizei, und selbst wenn ein großteil derselben in ihre Dörfer zurückkehrt hat die Bürgerwehr den organisierten Übergriffen durchs Militär nichts entgegenzusetzen.
Im übrigen wäre eine Zersplitterung dieser Art nur durch einen Massiven Krieg/Seuchen oder Vergiftungen zu erreichen, andernfalls bleibt das gegenwärtige System intakt weil alle Organisationen innerhalb des Staates auf eine Solche Katastrophe vorbereitet sind und dafür Skripte vorliegen.
Gold und andere Edelmaterialien (wie z.B. Brillanten) sind natürlich eine (und mehr) Ersatzwährung. Nur nicht für die breite Masse (allein schon, weil gar nicht genug davon verfügbar ist) und nicht kurzfristig. Aber zum "bunkern" bestens geeignet! Natürlich kann man vom Goldbarren kein Stück zum Verzehr abschneiden, aber man kann immer und jeder Zeit wenn es ganz hart auf hart käme, etwas davon gegen Essen bei gewissen "Habenden" (wie z.B. nach dem Krieg beim Bauern) eintauschen, weil es immer so ist und war, wenn die Krisenzeit wieder vorbei ist, dass man dann einen vielfachen Gegenwert hat (außer bei der totalen atomaren Zerstörung, aber da braucht man eh gar nichts mehr, außer eine Pistole mit einer letzten Patrone).
Langfristig und zum sichern von Vermögenswerten gibt's nichts besseres als Edelmetalle bzw. -steine. Man muss es nur aushocken können.
Warum gibt's im Amiland schon länger eine Kupfer-, Gold- und Platinwährung (Münzen aus dem jeweiligen Edelmetall mit dem entsprechenden Nennwert auf Grund des Gewichtes drauf - ich glaube bis 1.000 Dollar) unter der Hand?
Immobilien, also auch Land sind schon vom Namen her ungeeignet. Die kann man im Zweifel nicht mit sich tragen, wenn man wohin auch immer muss. Außerdem können viele Jahre systembedingt folgen, wo Immobilien nichts wert sind (siehe DDR, Außnahmen bestätigen die Regel).
Ich rede von Land das man selbst bebaut und verteidigt, am Ende der Staaten.
dem ist leider nicht mehr bzw. nur extremst begrenzt
die heutigen Getreidesorten sind leider nicht mehr aus sich selbst heraus vermehrbar - alles nur noch Hybriden, die kein fruchttragendes Saatgut hervorbringen, sondern lediglich für diese eine Ernte geeignet sind ... die Saat keimt zwar im Folgejahr auch wieder, aber dann ohne Frucht
tja Leute, so siehts aus
es gibt mittlerweile nur noch wenige Gemüsesorten (auch Kartoffeln) und noch etwas Mais (Bantam) die selbstvermehrend genutzt werden können, aber das reicht wohl kaum, um autark den Bedarf großer Menschenmengen zu decken
kommt es zur Katastrophe, werden definitiv weite Teile der Bevölkerung einfach verhungern - mir wird ganz schlecht bei diesem GEdanken, aber die Wahrheit ist einfach so
Bei Kartoffeln sieht es noch besser aus, da sind alle Sorten vermehrbar und beim Mais geht es bei vielen Sorten auch, weil Firmen wie Monsanto ja wollen, dass ihr Mais alle anderen Sorten übernimmt.
Blei. ;-)
Die wichtigste Funktion von Geld ist ja wohl die, dass es als universelles Tauschmittel dient. Papiergeld kann wertlos werden. Gold/Silber aber nicht, da es keine Counterparty gibt, die den Wert garantieren muss.
Seit tausenden Jahren sind diese Edelmetalle weltweit als werthaltiges Tauschmittel akzeptiert.
Die Aufteilung A hat Essen, B hat Wasser, C hat Gold ist doch Blödsinn. Alle Menschen müssen Waren untereinander austauschen und Gold/Silber können die Funktion eines universellen Tauschmittels einnehmen und werden deshalb nie wertlos sein.
Und als 'Dieses' werden Sie, zumindest übergangsweise, wieder Ihre alte Form als Deckung der Währung einnehmen müssen.
Hier werden viel zu sehr Endzeitszenarien durchgespielt, anstatt man die derzeit Politisch Handelnden gerade dazu zwingt, in dieser Richtung tätig zu werden.
Es wird früher oder später einen Reset mit Schuldenerlass und einer 'gedeckten' Währung geben, da können sich die Logen der Hochfinanz noch so 'querlegen'.
In einer vollständigen Krise ist es wertlos.
wie bezahl ich 1,69 euro fürs brot von einem barren? habs leider nich kleiner sry
da muß ein ganz neues kassensystem in den discountern her. wär mal ne innovation lach
Es wird ein neues Wertesystem geben. Es ist das überleben. Die heutige Nahrungsmittelproduktion wird just in time abgewickelt. Es existieren keine Vorräte. Für kein Gold der Welt wird jemand etwas zu essen abgeben.
Nur ein Problem von vielen beim Ackerbau, ist die Zeit. Die hiesige Vegetationsperiode die für den Ackerbau geeignet ist dauert nur 6 Monate. Dazu braucht man ein friedliches Umfeld. Ein Acker lässt sich nicht verteidigen. Man ist auf die Gnade der Bewaffneten angewiesen.
In den Zirkeln der mächtigen im Hintergrund kursiert die fixe Idee dass die Erde überbevölkert ist. Diese Theorie geht auf Thomas Robert Malthus zurück. Heute wird die Annahme vom Club of Rome und der US- Geopolitik vertreten.
Diese gehen von einer für die Erde vertretbaren Bevölkerung von 500 Millionen Menschen aus.
Äcker wurden schon immer verteidigt.
Wie man einen Bürgerkrieg entfacht wurde im Irak erfolgreich erprobt.
#9 Harry Tuttle
Aber das sind höchstens 95%, um die braucht man sich ja nicht zu kümmern.
So deutlich wollte ich es nicht schreiben, er hat Recht. Wer möchte in so einer Welt leben? Ich möchte sie mir nicht mal vorstellen.
Einige Strategiecomputerspiele verwenden diese Szenarien. Das Elend wird in den Bits ausgeblendet.
Diejenigen, die weder Wasser noch Getreide noch Edelmetalle besitzen.
Aber das sind höchstens 95%, um die braucht man sich ja nicht zu kümmern.
war es in der Geschichte noch nie wertlos :-)
Die hochkomplexe Welt des Geldes (als universelles Tauschmittel), der globalen Politik und Wirtschaft ist nun mal keine überschaubar und idyllisch einzurichtende Puppenstube.
Wenn ich Wasser habe, brauche ich Gefäße zum Lagern und Nutzen, damit es nicht wegfließt. Beim Weizen ist wichtig, dass ihn mir die Mäuse nicht wegfressen (kann jeder Hühnerbesitzer bestätigen, der auch nur ein paar Zentner lagern muss).
Will ich Weizen anbauen, benötige ich neben dem Saatgut Werkzeuge zum Bearbeiten des Bodens und Tiere, deren Mist als Dünger einen vernünftigen Ertrag ermöglichen.
Man kann solche Gedanken unendlich weiterspinnen. Wo kommen diese Dinge her? Erkauft oder ertauscht? Gegen was?
Gegen Muschelschalen oder Kakao? (Solche Währung gab es schon einmal...)
Noch eine Bemerkung zu F1 Saatgut (Hybriden): Es ist Unsinn zu behaupten, solches sei steril. F1 bedeutet doch nichte weiter, als das es sich um eine Kreuzung aus 2 Sorten handelt. Deren Eigenschaften spalten auf und sind nicht mehr identisch mit denen ihrer Eltern. Selbstverständlich kann man aber aus den Nachkommen die leistungsstärksten Individuen aussortiernen und schafft auf diese Weise eine neue, genetisch stabile Sorte (nach etlichen Generationen) mit den, wenn es gut läuft, positiven Eigenschaften der Ausgangssorten. (Die Auslese macht Arbeit, dauert seine Zeit und ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Aber: viele Sorten sind auf diese Weise entstanden.)
Saatgut, welches in der Nachfolgegeneration steril ist, gibt es auch. Das aber nennt sich Terminatorsaatgut und hat mit einer einfachen F1 Hybride gar nichts zu tun.