Diese Wirtschaftsbetriebe sind Multi-Globalisten, weil sie nach restriktiven
betriebswirtschaftlichen Vorgaben, bis in einzelne Abteilungen hinein, diese wie
Einzelbetriebe hierarchisch organisiert haben. Hocheffizient, produktiv und weltweit agierend.
Die Machfülle solcher Multi-Konzerne als Global-Player ist unbeschreiblich.
Konkurrenten, die hoch profitabel arbeiten werden durch „feindliche“ Übernahme einfach ausgeschaltet.
Mit „Kampfpreisen“ wird lästige Konkurrenz solange gegen die Wand gedrückt, bis diese finanziell ruiniert ist oder „freiwillig“ aufgibt. Kaum einer dieser Wirtschaftskraken hat seine Größe allein durch „gute Produkte“ erreicht, sondern mit „eiskalter“ und rücksichtsloser Verdrängungspolitik am Markt.
Die Finanzkraft dieser Giganten übersteigt das Bruttosozialprodukt mancher Staaten.
Mit dieser Finanzkraft können sie nach belieben Handelsmärkte beeinflussen.
Diese Finanzmacht macht sie zu Wirtschaftskartellen, denen mit nationalen oder regionalen Gesetzen
und Bestimmungen kaum noch beizukommen ist.
Sie beeinflussen politische Entscheidungen, bestimmen über die wirtschaftliche Entwicklungsfähigkeit
ganzer Regionen und organisieren die Märkte nach ihren „gewinnorientierten“ Vorstellungen.
Wenn ein Großkonzern hustet, erkältet sich die Welt lautet ein Sprichwort.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass sie Aktienkurse an den Börsen manipulieren, Insiderwissen ausnutzen, politische Entscheidungen kaufen (durch Parteispenden oder durch Lobbyistenarbeit in Gremien) und Wahlen
mit Geldern finanzieren, um letztendlich den Boden für ihre Geschäfte zu bereiten.
Damit werden solche „Riesenkonzerne“ auch für Regierungen gefährlich. Sie sind unberechenbar und setzen ihre Machtinteressen über die Interessen der Völker. Sie schrecken nicht davor zurück, Terrorismus zu finanzieren, Morde in Auftrag zu geben oder die Bevölkerung ganzer Regionen zu versklaven.
Wie groß diese Kartelle der Wirtschaft wirklich sind, wer alles dazu gehört und welche Machtkonzentration
dahinter steckt wird einem bewusst, wenn man z.B. zu Kenntnis nimmt, dass die gesamte Produktion von Mais
in den USA von 5 Konzernen übernommen wird. Ein weiteres Beispiel sind Mischkonzerne wie Kraft oder Finefood,
die den Weltmarkt der Nahrungsmittelproduktion unter sich aufteilen. Wer sich die Liste der Weltgrößten
Unternehmen anschaut (Liste der größten Unternehmen der Welt, bei Wikipedia, unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_groessten_Unternehmen_der_Welt), erkennt auch als Laie, wie wenig
Konkurrenz es tatsächlich gibt. Aber erst die Detailbetrachtung ergibt das tatsächliche Ausmaß dieser Kraken.
Wenn Kapitalismus, freier Handel ohne Grenzen oder Barrieren bedeuten soll, sind multinationale Konzerne
für so einen Markt wahres Gift. Ihre Handlungsoptionen sind vielfältig um Macht zu erlangen oder zu erhalten.
Sie verhindern Konkurrenz, indem sie Gelder über Bankbeteiligungen zurückhalten, damit können sie Märkte quasi
trockenlegen. Wer ihnen in die Quere kommt, wird wirtschaftlich kaputt gemacht. Sie scheuen vor keinem Schritt
zurück, auch Mord ist Teil ihrer Handungsoptionen.
Wie konnte es dazu kommen?
Vor der Massenproduktion gab es bereits Zusammenschlüsse zur Gewinnsteigerung und Marktbeherrschung.
Schon während und vor der Feudalzeit gab es, Händler und Produzenten, die durch ihren Reichtum
marktbeherrschend wurden. Aber anders als heute waren zu damaligen Zeit, Familien die tonangebenden Institutionen. Verwalter gab es zwar, aber sie hatten nicht die Funktion heutiger Manager. Auch Kooperative Zusammenschlüsse verschiedener Händler und Herstelle gab es, aber sie hatten nicht die „allmächtige“ Wirtschaftsmacht wie es sie heute gibt. Das lag aber nicht daran, dass es den Willen zu solcher Machtfülle nicht gab, sondern durch die langen Reise-, Liefer- und Kommunikationswege wurde die grenzenlose Ausbreitung einzelner Händler und Produzenten verhindert. Schnelle und kurzfristige Entscheidungen waren fast unmöglich.
Wo liegt die Erkenntnis?
Nun haben dies schon in früherer Zeit schlaue Vordenker bedacht. Nicht erst seit Marx oder Engels wurden die
Funktionsweisen des Kapitalismus analysiert und dokumentiert. Auch viele Befürworter der „freien“ Marktwirtschaft
haben Zu Recht erkannt, dass nicht der Markt sich selbst reguliert, sondern einer Regulierung unterworfen werden muss. Auch haben viele „kluge Köpfe“ schon lange vor der Gefahr gewarnt, dass Märkte nicht unbegrenzt wachsen würden und Kapital nicht unbegrenzt zur Verfügung steht.
Vor allem aber warnten sie vor „Massenarmut“ durch Kapitalmangel breiter Bevölkerungsgruppen, die infolge dessen
die Menschen „unfrei“ macht und sie damit quasi wieder versklaven würde.
Alternativen zur heutigen „Konzernorientierten“ Wirtschafts- und Finanzlandschaft wären dringend nötig,
wenn das Gesellschaftssystem Kapitalismus weiterhin eine Zukunftsperspektive haben soll.
Es müsste mindestens die Entflechtung der globalen Spieltische der Börsen erfolgen, weiterhin müssten
Bankenkartelle zerschlagen werden, aber auch Großkonzerne müssten einer weltweiten Marktregulierung geopfert werden.
Aber ist das zu erwarten? Gibt es überhaupt solche Überlegungen und wer will sie umsetzen?
Wenn wir uns aber anschauen, wie Geld- und Produktionsmittel verteilt sind, ist feststellbar, dass trotz
immens gestiegener Produktivität und gestiegener Einkünfte, die Armut breiter Bevölkerungsteile zugenommen hat.
Und dies gilt nicht nur für die so genannte „Dritte Welt“ sondern auch für „Industriestaaten“.
Für 900 Millionen Menschen steht nicht einmal genügend Nahrung zur Verfügung und die Landflächen, die zur
Nahrungsmittelproduktion genutzt werden sind in den letzten Jahren um über 20 Prozent geschrumpft.
Die Welternährungsorganisation FAO (engl.: Food and Agriculture Organization) warnt bereits seit Jahren, dass
immer mehr Landwirtschaft nicht für Nahrungsmittelanbau, sondern für Biosprit-Pflanzen und andere landwirtschaftliche
Wirtschaftsgüter genutzt wird.
Ebenso warnt diese Organisation, dass die Fleischerzeugung viel mehr Landwirtschaftliche Flächen bindet, als für
die fleischlose Ernährung nötig wäre. Demzufolge könnten wesentlich mehr Nahrungsmittel erzeugt werden.
In fast allen Industriestaaten hat der industrielle Fortschritt zwar erhebliche Verbesserungen für die Menschen
gebracht, aber er hat sie deshalb nicht aus ihrer Abhängigkeit herausgehoben. Lohnabhängige Arbeit ist überwiegender
Bestandteil der Einnahmen der Völker. Nur etwa 60 Prozent der erwerbsfähigen Weltbevölkerung ist aber erwerbstätig.
Der Zwang durch Lohnabhängige Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen wird dann zum Ausdruck der früheren
Leibeigenschaft, wenn er einlebenslanges Arbeiten bedeutet und dennoch zu wenig Einnahmen zur Verfügung stehen um davon dauerhaft leben zu können. Der Anstieg Lohnabhängiger Armer Menschen (Working Poor) wird seit einigen Jahren beobachtet.
Nur selten gelingt es Lohnabhängigen, soviel zu verdienen, dass sie ihre Abhängigkeit zumindest kurzzeitig
unterbrechen können und manch einer sich sogar eine „selbst bestimmte“ Erwerbstätigkeit aufbauen kann.
Die Leibeigenschaft wurde abgeschafft und sogar verboten, aber die Verschuldungssituation mit ihren Folgen
erinnert doch stark daran. Denn wo Kapital für Investitionen fehlt, wird Geld geliehen. Wer Kredit nimmt,
muss diesen teuer bezahlen. Schuldzinsen und Zinseszins erhöhen diese Verschuldung oft soweit, dass die
Abhängigkeit während der „Lebenszeit“ nicht mehr beendet werden kann und sogar auf die nachfolgenden Generationen übertragen wird. Die Kreditverzinsung hat im laufe der Jahrhunderte viele Familien Reich gemacht,
aber sie hat die überwiegende Anzahl noch mehr ins Elend gestürzt und so geht es bis heute.
Wenn die Weltbevölkerung nicht bereit oder fähig ist, neue Konzepte zu entwickeln, wie Ressourcen sinnvoll
aufgeteilt werden, werden wir in den nächsten Jahrzehnten des gerade erst begonnenen Jahrtausends wieder
schreckliche Kriege provozieren und weiterhin erleben, dass jährlich Millionen von Menschen verhungern oder
verdursten müssen.
Wir werden weiterhin zulassen, dass Landflächen zugunsten der Profite nicht für Nahrungsmittel verwendet werden,
werden auch hinnehmen, dass natürliche Pflanzen durch Gentechnisch manipulierte ersetzt werden oder?Bauern werden dadurch von Konzernen abhängig und können sich nicht mehr selbst ernähren.
Durch neue Urheberrechte werden Wirkstoffe von Pflanzen und diese selbst plötzlich Eigentum von Konzernen.
Neue Geldsysteme werden gedruckte Geldscheine ersetzen und werden nur noch aus virtuellem Geld bestehen.
Dieses virtuelle Geld wird uns Menschen daran hindern, einen Bezug zu „echten“ Werten oder der Vergleichbarkeit
herzustellen.
Die Angst der Mächtigen und ihr Kontrollwille wird dafür sorgen, dass in wenigen Generationen schon Baby
einen Chip erhalten, mit dem sie ein leben lang jederzeit und überall zu lokalisieren sind und Bewegungsmuster
über ihre Kontakte, Lebensumstände, Konsumverhalten sowie Sexualleben Auskunft geben.
Es ist denkbar, dass durch weiterentwickelte Techniken, Einfluss auf das persönliche Verhalten
(durch Belohnungs- / Bestrafungssysteme) der künftigen Generationen genommen wird.
Oberstes Ziel der künftigen Generationen wird es sein, funktionell im Ausbeutungssinn zu sein, für ein fortbestehen
der „unfreien“ zu sorgen und das weltumspannende Machtsystem zu erhalten.
Wie in der Science-Fiction werden diese Generationen nicht mehr wissen, wie es ist „frei“ zu sein, sie werden
dazu erzogen, sich in der „Unfreiheit“ anzupassen und nicht aufzubegehren.
Die heutige Finanzkrise hätte viele Schritte einleiten können, um die Verhältnisse nachhaltig in unserem Sinne,
also humanistisch und solidarisch umzugestalten, allerdings sieht es ganz danach aus, dass es den Regierungen
nicht um uns geht, sondern um die Befriedigung der eigenen Egoismen. Der Irrsinn geht weiter!
Den meisten Menschen fehlt heute anscheinend der Mut, über ihre eigene Situation und der, der anderen nachzudenken oder diese Industriegesellschaft bewusst in Frage zu stellen.
Aber wenn wir nicht den „Kampf“ aufzunehmen für eine Zukunft, die ohne Sklaverei, Machmissbrauch, Diktaturen
und ohne Gewalt, Hunger und Kriege auskommt, werden wir letztendlich in der Verwertungsgesellschaft enden.
Noch sind Chancen dafür da, weltweit Menschen zu gewinnen, die sich dafür einsetzen, die „ewigen“ Verhältnisse
umzukehren, wir müssen das wollen!
Die Finanzkrise soll durch die deutsche Politik wieder „per Scheck“ geregelt werden, so scheinen es sich
jedenfalls unsere Kanzlerin und ihr Kabinett die Lösung vorzustellen. Sie weigern sich zu erkennen, dass der
deutschen Wirtschaft mit solchen „Magermilch“ Korrekturen nicht im Entferntesten auf die Beine“ geholfen werden kann. Solange die Kaufkraft der breiten Masse der Bevölkerung nicht nachhaltig gestärkt wird und Erwerbstätige an eine positive Erwerbsbiographie glauben, werden sich die Konsumenten weigern, den Versprechungen zu vertrauen.
Zu lange und zu oft schon wurden wir belogen oder die Wahrheit verdrängt.
Weil es keine Politik des „Weiter so“ geben darf, sondern massive Veränderungen notwendig sind, hat sich
das Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“ gegründet. Viele unterschiedliche Interessengruppen,
politisch motivierte und sozial engagiert Bürger finden sich darin, Gewerkschaftsgruppen und Parteien haben
sich zusammengetan. Wenn wir Veränderungen wollen, dann müssen wir Protest organisieren und müssen eine
Diskussion über die Zukunftsperspektive führen. Wir dürfen der Politik nicht ungefragt das Terrain überlassen.
Der 28.te März 2009 ist ein guter Anlass,
um Protest zu formulieren und das soll erst der Anfang sein!
Geht zur Demo, nehmt alle mit, die auch gegen diese Politik des „weiter so“ sind.
Wenn wir uns nicht länger von dieser unglaubwürdigen
Politik dominieren lassen wollen, sollten wir jetzt handeln,
die Zeit ist reif für eine andere, bessere Politik
"WIR ZAHLEN NICHT FÜR EURE KRISE"