(Berliner Morgenpost)
Sie rückt wieder näher: Die große Gefahr der Inflation. Wirtschaftswissenschaftler Thomas Straubhaar erwartet schon in Kürze eine kräftige Geldentwertung in Deutschland. „Schon in einigen Monaten wird die Inflation deutlich nach oben schießen“, sagte der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Er rechne „mit einer Geldentwertung zwischen fünf und zehn Prozent pro Jahr für die Zeit nach 2010“.
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Hat der Mann Faustan genommen oder wie heißt das Zeugs ?
Dem neoliberalen Straubhaar schreib ich mal die nobelpreisprämierten Worte des Erzliberalen von-Hayek ins Stammbuch von der "Anmaßung des Wissens". Solche Voraussagen sind völlige Makulatur. Das ist wissenschaftlich bewiesen und kein Gegenstand der Diskussion mehr.
Am ehesten taugen sie noch als Buh-Mann, um den verschüchterten Konsumenten in die vermeintlich erlösenden Tempel der Binnenkonjunktur zu treiben. - Blöd nur: jene, die genügend Kies haben, haben schon alles. Die was gebrauchen könnten, haben keinen Kies. Ende der Veranstaltung.
Staubhaars Behauptung, die Verschuldung des Staates würde die Inflation anheizen ist kompletter Blödsinn. Wir reden hier von 50 Mrd Euro auf 2 Jahre verteilt, die über Verschuldung in die Wirtschaft gepumpt werden. Einem antizipiertem Einbruch des BIP von 3 % (wobei ich das immer noch für viel zu niedrig geschätzt halte) soll mit 2 489,4 Mrd € - 3 % ~ 75 Mrd Euro entgegengehalten werden. Hier wird nur die Verschuldung verlagert. In dem Maße, wie sich der private Sektor nicht mehr verschuldet, verschuldet sich sich der Staat ja nicht mal. Rechnen wir mal mit der anualisierten Dezemberrate von ~ -9% wären sogar etwas 225 Mrd zu substituieren. Vielleicht landen wir inklusive der Bankenrettungsmaßnahmen drüber... na und? Warum heizt das die Inflation an? Sämtliche Werte (Bilanzen, Aktien, Immobilien) rauschen nach unten. Wo ist da Inflationierung???
Ist immer wieder zum schmunzeln was die einen oder anderen Wirtschaftsverweisten für Panik streuen. Super,toll und klasse, dass brauchen wir in der Bevölkerung, Danke Herr Straubhaar.
Das System implodiert: Deflation!
Nun glauben heute viele, solch ein System würde urplötzlich in einer „Hyperinflation“ enden – Sie wachen also morgens auf und Ihre Euros sind wertlos.
Doch genau das Gegenteil passiert in der Realität: Das System implodiert, Geldvermögen wird vernichtet und das noch vorhandene Geld deflationär aufgewertet.
Jeder Bankencrash erzeugt ein „Schwarzes Loch“ und vernichtet Geldvermögen. Darüber hinaus erzeugt jede Unsicherheit die Tendenz, Investitionen vom Markt zurück zu ziehen. Niemand gibt plötzlich mehr Geld aus und erzeugt eine Inflation, nur weil er hört, die Banken wären in Bedrängnis. Das Gegenteil davon passiert: Auf die Unsicherheit reagieren die Menschen mit „Angstsparen“ und halten den Euro zurück. Nicht umsonst müssen nun ganze Autowerke für Wochen zwangsweise geschlossen werden, da der Absatz einbricht. Und nicht nur dort!
Die Folge ist eine Deflation, eine Abwärtsspirale aus einbrechendem Konsum, Rückgang der Unternehmensumsätze, Massenarbeitslosigkeit, noch weiter einbrechenden Konsumraten, Bankenpleiten und Vermögensverlusten.
Noch nie hat eine Krise oder ein Crash unmittelbar eine Hyperinflation zur Folge gehabt!
Fallende Zinsen beweisen Deflation !
Würde eine Inflation anstehen, dann wären Geldverleiher und Banken dazu gezwungen die Zinsen anzuheben, um einen Ausgleich für den inflationären Kaufkraftverlust zu schaffen.
Eine Inflation ist immer gleichzeitig mit entsprechend steigenden Zinsen verbunden.
Sinkende Inflation bedeutet sinkende Zinsen