Es ist schwer, der polnischen Politik die komplette Unterwerfung unter das Bush-Regime zu verzeihen und die Bemühungen um Streit mit Russland als Deutscher zu akzeptieren, auch wenn man die polnische Geschichte kennt. Aber wie Hitlerdeutschland und die Sowjetunion mit Polen umgingen, unterscheidet sich nur wenig von dem, was das Bush-Regime und jetzt wohl auch Obama mit Polen vorhaben. Polen soll wieder einmal die Opferanode sein, deren Leben nur durch Zufall gerettet werden könnte.
Natürlich gibt es neben dem polnischen Leid auch das Leid der deutschen Vertriebenen. Zumal es ja viele Gebiete mit deutsch-polnischer-kaschubischer Mischbevölkerung gab. Selbstverständlich darf es auch ein Denkmal für die Vertriebenen oder eine Gedenkstätte geben. Dabei muss nur der Begriff Vertriebene einmal deutlich geklärt werden.
Erika Steinbach - Seit wann sind Töchter von Besatzungssoldaten Vertriebene?
Vertreibung beinhaltet erzwungenes Verlassen aufgrund von Verfolgung und Diskriminierung, erzwungene Flucht aufgrund von Androhung von Gewalt oder Androhung der Ausweisung.
Selbstverständlich kann man nur aus seiner Heimat vertrieben werden.
Im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm wurde Heimat 1877 definiert als, erstens "das land oder auch nur der landstrich, in dem man geboren ist oder bleibenden aufenthalt hat" und, zweitens, "der geburtsort oder ständige wohnort"; an dritter Stelle wurde hinzugefügt:"selbst das elterliche haus und besitzthum heiszt so, in Baiern."
Daraus wird ersichtlich, dass der Begriff zur Bezeichnung eines Aufenthalts- oder Bleiberechts benutzt wurde. Geburt an sich verlieh noch kein Aufenthaltsrecht, wer kein Heimatsrecht besaß, war nicht nur heimatlos, sondern auch weniger privilegiert. "Heimat" zu haben, bedeutete vor allen Dingen auch, im Falle eines Falles zumindest eine notdürftige Versorgung durch öffentliche Kassen. Daher bekamen auch Leute ohne Besitz keinen Heimatschein, da man befürchtete, sie würden im Alter oder im Krankheitsfall nur den öffentlichen Kassen zur Last fallen. Heimatrecht gewinnt der Fremde, Arme oder Kranke dann in einer Einrichtung der Fürsorge, dem Hospital (Alters- oder Armenheim) oder Asyl (Fremdenheim).
Vereinfacht könnte man daraus ableiten, dass Heimat entweder durch die Gewährung eines Heimatrechtes oder durch Geburt in geordneten Verhältnissen entsteht. Wichtig ist dazu natürlich auch, dass man definiert, was für ein Ort der Heimatsort sein soll. Nehmen wir z.B. das wunderschöne Rumia, den Geburtsort von Frau Erika Steinbach CDU MDB und Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen.
Rumia [ˈrumʲa] (deutsch Rahmel, kaschubisch Rëmiô) ist eine Stadt in der Kaschubei. Rumia, im Landkreis Wejherowo der polnischen Woiwodschaft Pommern und im ehemaligen Westpreußen gelegen, liegt etwa zehn Kilometer nordwestlich von Gdynia und 30 Kilometer von Danzig entfernt und hat etwa 44.000 Einwohner.
Der Ort in Pommerellen wurde als Rumina 1220 erstmalig in einem Dokument des Fürsten Swantopolk II. von Danzig urkundlich erwähnt.
Nach dem Zweiten Thorner Frieden und der Abtretung Pomerellens vom Deutschen Orden an den König Polens kam Rumia 1466 in den Besitz des königlichen Starosten in Puck. 1627 wurde Rumia von den Schweden stark zerstört.
Mit der Ersten Teilung Polens kam Rumia 1772 an Preußen. 1870 wurde die Eisenbahnstrecke Stettin–Danzig eröffnet. Mit der Einführung der Amtsbezirke in Preußen wurde zum 21. Mai 1874 im Kreis Neustadt i. Westpr. der Amtsbezirk Rahmel Nr. 7 gebildet. Er umfasste die Landgemeinden Rahmel, Sagorsch und Schmelz und die Gutsbezirke Johannisdorf und Rahmel. Am 3. Oktober 1889 stellte der Kreisausschuss fest, dass die Landgemeinde Sagorsch auch die Ortschaft Schmelz umfasse und daher eine selbstständige Landgemeinde Schmelz nicht bestehe. Zum 29. Januar 1912 erfolgte die Eingliederung des Gutsbezirks Johannisdorf in die Landgemeinde Rahmel.
Mit Inkrafttreten des Versailler Vertrages zum 10. Januar 1920 wurde der Kreis Neustadt i. Westpr. und mit ihm der Amtsbezirk Rahmel mit den Landgemeinden Rahmel und Sagorsch und dem Gutsbezirk Rahmel ohne Volksabstimmung an Polen abgetreten. 1935 wurde bei Rumia ein Flughafen eröffnet, es bestand Passagierflugbetrieb mit der Hauptstadt Warschau.
Nach dem Überfall Deutschlands auf Polen gehörte der ehemalige Landkreis Neustadt i. Westpr. seit dem 26. Oktober 1939 für die Dauer des Zweiten Weltkriegs im Rahmen des neuen Reichsgaues Westpreußen, später Danzig-Westpreußen, zum Deutschen Reich. Während der nationalsozialistischen Okkupation existierten mehrere Kriegsgefangen- und Arbeitslager bei Rahmel, u.a. das Gemeinschaftslager-Flugzeugwerk-Kurt-Kannenberg und das Ostarbeiterlager der Firma Apparatenbau Gotenhafen Gmbh in Rahmel-Sagorsch.
Gut, das war jetzt etwas lang, aber die deutsch-polnische Geschichte ist auch lang und kompliziert. Für Rahmel kann sich jeder raussuchen, wessen Heimat das ist, und jeder sie für sich beanspruchen. Tatsächlich ist es aber wohl die gemeinsame Heimat von Polen, Kaschuben und Deutschen unter wechselnder nationalstaatlicher Verwaltung.
Als Erika Steinbach am 25. Juli 1943 in Rahmel geboren wurde, war das Gebiet von Hitlerdeutschland im Rahmen des verbrecherischen Angriffs auf Polen okkupiert worden, waren die deutschen Truppen dort nichts anderes als Besatzungstruppen, denen eine fast endlose Reihe von Kriegsverbrechen anzulasten ist. Ob der Vater der Steinbach, Feldwebel der Luftwaffe Wilhelm Karl Hermann, der 1941 nach Rahmel in Danzig-Westpreußen beordert wurde und sich dort bis Januar 1944 aufhielt, an Kriegsverbrechen beteiligt war, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall war er ein Besatzungssoldat und hielt sich illegitim in Rahmel auf.
Dass Erika Steinbachs Mutter ihm 1943 nach Rahmel folgte, kann ein Ausdruck der Liebe, aber auch ein Stück Landnahme gewesen sein. Die reichsdeutschen Arier sollten ja Wehrburgen des Ariertums bilden inmitten der minderwertigen Rassen. Die hatten damals schon ein ziemliches Ding am Kopf, wenn man sich die Chefarier Hitler, Göbbels und Göring so ansah. Eine ziemlich mickrige Gesellschaft. Aber nehmen wir an, dass Erika Hermann (geb. Grote) ihrem Mann aus Liebe folgte. Man soll ja immer das Gute annehmen, auch wenn die Entwicklung der kleinen Erika sehr dagegen spricht.
Dann wurde in Rahmel mit Erika Steinbach das Kind eines Besatzungssoldaten aus Hanau und seiner Ehefrau aus Bremen geboren. Drei Monate vor dem Einmarsch der Russen in Rahmel "flüchtete" Frau Steinbach im zarten Alter von 18 Monaten zusammen mit Mutter und Schwester aus Rahmel nach Schleswig-Holstein. Andere, die so vorfristig flüchteten, wurden von den Nazischergen zurückgeschickt, also dürfte es sich wohl eher um einen Umzug nach Schleswig-Holstein gehandelt haben, der in sehr geordneten Bahnen verlief und nichts, aber auch gar nichts mit Flucht und Vertreibung zu tun hatte.
Damit könnte die Geschichte eigentlich zu Ende sein. Der Umzug nach Berlin in den Nachkriegswirren ist sicherlich erklärbar und zum Schluss ging die Familie nach Hanau und hatte dort Heimat. Aber scheinbar war dieses Hanau für Klein-Erika nicht Heimat genug. Sie wollte nicht Teil des Tätervolkes, sondern Vertriebene, also Opfer sein. Neben einem Lastenausgleichsgesetz mit viel Geld lockte natürlich auch die politische Macht der Vertriebenenverbände, die über lange Zeit ganz Deutschland mit ihren kalten und gierigen Händen würgten und auf Rückeroberung der ganzen Welt drängten. Manche nannten es Revanchismus, andere einfach Kriegstreiberei.
Für viele Vertriebene war das ganze nur ein Geschäft. Möglichst viel aus dem Lastenausgleich an Geld zu bekommen, war das Ziel. Böse Zungen behaupteten, dass Deutschland bis fast nach Peking gereicht haben müsste, um all die vielen Entschädigungen zu erklären. Dabei war es nur wie immer: jeder suchte seinen Vorteil zum Nachteil aller anderen. Aber am Ende des Geldes und aller Nachbesserungen gab es noch eine politische Komponente. Die Vertriebenen waren unter Herbert Hupka die Rechtsaussen der deutschen Politik und haben aufgrund ihrer Finanzkraft und der kräftigen Bundesunterstützung über lange Jahre hinweg jede Versöhnung verhindert.
Dazu kommt, dass die Vertriebenen der am stärksten wachsende Volksstamm sind. Jeder, der in eine Familie von Vertriebenen einheiratet, wird automatisch zum Vertriebenen. Das schafft eine Wachstumsdynamik die oft auch die Eltern und Geschwister des Einheiratenden mit umfasst. Es ist abzusehen, dass es irgendwann in Deutschland nur noch Vertriebene gibt. Vielleicht wäre dann ein Gebietstausch angesagt, damit die Vertriebenen alle nach Hause können.
Da nimmt es nicht wunder, dass sich auch für Erika Steinbach, die ja eindeutig nicht vertrieben wurde, in dieser Gemengelage ein warmes Plätzchen finden ließ. Sie stimmte gegen die Anerkennung der deutschen Ostgrenze und wurde prompt Chefin des Bundesverbandes der Vertriebenen und möchte in einem Vertriebenendenkmal so richtig mit den bösen Polen und all den anderen Mieslingen abrechnen, die verhindert haben, dass sie in Polen ein Rittergut besitzt, was übrigens auch zeitweilig mal Teil der Naziversprechen war.
Allerdings ist da auch verständlich, dass die Polen mit ihr nichts zu tun haben wollen. Duckhome mag sie auch nicht, und ob sie wirklich dazu geeignet ist, das Schicksal der Vertriebenen wahrheitsgmäß aufzuarbeiten, ist doch mehr als fraglich. Allerdings wird sie sich durchsetzen. Die Merkel möchte und muss von den Vertriebenen gewählt werden, wenn sie nicht untergehen will, und die SPD ist keine Gefahr. Egal, was sie redet. Aber auch die FDP und die Grünen würden für ein Stück Regierungsbeteiligung alles tun.
Vielleicht sind unsere Kinder klüger und können Frieden und Verständigung durch so eine Gedenkstätte erreichen. Wir sind sichtlich nicht dazu in der Lage.
Tags für diesen Artikel: deutsche besetzung, deutschland, erika steinbach, krieg, polen, vertreibung, vertriebenenverbände
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Trackbacks
Duckhome am
03/01/09 um 01:44
Und dann war da noch der Berufsvertriebene Bernd Posselt MDEP CSU
Es gibt Leute von denen muss man sich ein Bild machen um genau zu verstehen, wie sie sind und für was sie stehen. Solch ein Bild braucht man auch von Bernd Posselt. Wettach / Wikimedia Wie heißt es so schön. Ein Bild sagt mehr al ...
Es gibt Leute von denen muss man sich ein Bild machen um genau zu verstehen, wie sie sind und für was sie stehen. Solch ein Bild braucht man auch von Bernd Posselt. Wettach / Wikimedia Wie heißt es so schön. Ein Bild sagt mehr al ...
Duckhome am
03/06/09 um 07:14
Haben die Vertriebenenverbände einfach zu viel Geld?
Dass Frau Steinbach, die eindeutig als Tochter eines Besatzungssoldaten ihren Vertriebenenstatus nur vortäuscht endlich ihren Anspruch auf einen Sitz für den Stiftungsrat des Zentrums gegen Vertreibung aufgibt, müsste eigentlich völl ...
Dass Frau Steinbach, die eindeutig als Tochter eines Besatzungssoldaten ihren Vertriebenenstatus nur vortäuscht endlich ihren Anspruch auf einen Sitz für den Stiftungsrat des Zentrums gegen Vertreibung aufgibt, müsste eigentlich völl ...
Anonym am
11/20/09 um 08:30
Frau Steinbach ist keine Vertriebene sondern eine Lügnerin
Als Erika Steinbach am 25. Juli 1943 in Rahmel geboren wurde, war das Gebiet von Hitlerdeutschland im Rahmen des verbrecherischen Angriffs auf Polen okkupiert worden, waren die deutschen Truppen dort nichts anderes als ...
Als Erika Steinbach am 25. Juli 1943 in Rahmel geboren wurde, war das Gebiet von Hitlerdeutschland im Rahmen des verbrecherischen Angriffs auf Polen okkupiert worden, waren die deutschen Truppen dort nichts anderes als ...













http://www.verband-deutscher-soldaten.de/
Nach dem Zweiten Thorner Frieden und der Abtretung Pomerellens vom Deutschen Orden an den König Polens kam Rumia 1466 in den Besitz des königlichen Starosten in Puck.
Ihr Krieg beginnt erst im Frühjahr 1945.
Die meisten Danziger hatten ihre Heimat, bedingt durch die Niederlage an der
östlichen Front, vorzeitig verlassen und dann freiwillig , nach der
Kapitulation am 8.Mai 1945, auf leeren sowjetischen Militärzügen, die in
Richtung Berlin fuhren, das geschah noch vor der Potsdamer Konferenz. Wir
konnten uns nicht vorstellen
unter Russen und Polen zu leben. Was durch die unbestimmte Zukunft
verständlich war. So ist auch unsere Restfamilie mit einem leeren Güterzug,
am 26.Juni 1945, nach Berlin gekommen.
Die Wehrmacht vertrieb Zivilisten aus dem Frontgebiet, Aus Angst begann eine überstürzte Flucht und nach dem Mai 1945 so schnell wie möglich hinter die Oder
zu gelangen. „Nur weg von hier1“
hieß ihre Losung.
Innerlich hatten die letzten deutschen Bewohner Danzigs ihre Heimat aufgegeben. Bleibt noch zu erwähnen, dass Frau Steinbach und Ihre
Seilmannschaften über die Vertreibung und Tötung der Minderheiten in Danzig,
Pommern und Ostpreußen sich ausschweigen. Ich habe daraufhin in ihren
Zeitschriften und Kalendern die Inhaltsverzeichnisse bis zum Jahr 2000
durchgesehen und keinen umfassenden Bericht über die Vertreibung und
Vernichtung der Minderheiten, zum Beispiel, in Danzig gefunden. Ausgerechnet
die Ignoranten ihrer Geschichte wollen ein Museum der Vertreibung durchsetzen.
Das ist der reinste Hohn.
Gerhard Jeske 22547 hamburg den 27.02.09
______________________________________
Kriegsende in Danzig
_____________
2759. Jeske Gerhard Franzosenkoppel 32- 22547 Hamburg - 02-12-07 | 22:09
Die Aussage, dass Danzigs Innenstadt wenig zerstört wurde, ist falsch. Ab dem 26.03. 1945 begann das Trommelfeuer auf Danzig aus 1200 Geschützen, begleitet mit englischen Luftangriffen. Ebenso wurde der Befehl " Verbrannte Erde" durch deutsche Pioniere angewandt. Die schweren deutschen Schiffsgeschütze und die 8,8 Geschütze aus der Niederung schossen in die Stadt zurück um die Infanterie zu unterstützen. die Feuerwehr verlies die Stadt, weil nichts mehr zu retten war. Viele Berichte bestätigen, dass die historische Innenstadt durch den Feuersturm der Selbstentzündung bis zum 28/29.3.ausgebrannt war. Erst in der Frühe ,gegen sechs Uhr, drangen die sowj. Soldaten in die Häuser am Wallplatz bis zu Trumpfturm ein. Ich befand mich mit meiner Mutter und 2 Brüdern in einem dieser Keller. Zu diesem Zeitpunkt war Danzigs Altstadt voelig ausgebrannt. Weil die deutschen Pioniere die Verpflegungslager in die luft gejagt hatten, sowie die Schokolade-Fabrik an der Ecke Poggenpfuhl , und andere. blieb die restliche Bevölkerung, mit dem Hungertode im Nacken, zurück, dass interessierte die Wehrmachts-Generalität nicht. Sie kapitulierte nicht und damit war der Untergang Danzigs besiegelt.
Im März 1945 wurde der Jahrgang 1928/29 einberufen . Wir wurden in der Jugendherberge auf dem Bischofsberg kaserniert. Dort traf ich einige Kameraden aus dem KLV-Lager wieder. So sah ich, nach einem Geländemarsch, unseren Stubenaeltesten wieder, er stand in einem Schützenloch und war bewaffnet mit einer Panzerfaust, von dort aus sollte er die Jugendherberge gegen russische Panzer, die hinter der Front operierten, verteidigen. Später sind einige Kameraden umgekommen, oder mit einem Schiff untergegangen. Ich ließ mich aus der HJ-Kompanie entlassen, auch die Drohung mich ins KZ – Stutthof zu bringen, schuechterte mich nicht ein. Meine Mutter konnte nichts entscheiden, weil, dass Elternrecht aufgehoben worden war.
Mein Freund Lothar Hagen erwischte es am Umfluterdeich vor der Brücke, die zum Hühnerberg führte. Er starb durch einen Granatsplitter, der ihn in den Hinterkopf traf. Dort wurde er an einem Rotdornbaum begraben. So erlebte ich den Untergang unserer schönen Stadt und den Tod vieler Menschen. Oft, wenn ich in Danzig war, besuchte ich die Stelle seines Grabes, und setzte mich dort hin um Zwiesprache zu halten, warum man die deutschen Offiziere, die Kinder in den Kampf geschickt hatten, nicht als Kindermörder bestrafte. Die sogenannten Hitlerjugendkompanien wurden nicht von HJ-Führern geleitet sondern vom Militär. Das wird immer unterschlagen.
Vielleicht ist noch jemand am Leben . Ich würde mich freuen, über diese Zeit Erinnerungen auszutauschen. Ich grüsse alle Leidensgenossen, aber auch diejenigen, welche es besser angetroffen hatten.
Gerhard Jeske geb. 20.08.1929 in der Freien Stadt Danzig
lebt in Hamburg als Fotograf.Franzosenkoppel 32, 22547 Hamburg-lurup
Das mit dem "freiwillig die Stadt verlassen" sehe ich etwas anders: als im Spätsommer allmählich eine polnische Verwaltung aufgebaut wurde, hieß es, nun würden die Deutschen systematisch wegtransportiert werden. Die wildesten Gerüchte gingen um: die Transporte würden, statt nach Westen, nach Sibirien gehen, usw. Um das zu vermeiden, sind wir dann tatsächlich "freiwillig"mit einem "normalen" Zug nach Westen gefahren. Eine polnische Freundin begleitete uns zur Sicherheit bis Stettin, konnte aber nicht verhindern, dass wir unterwegs von polnischen Banden ausgeplündert wurden und ohne unsere Koffer in Stettin und dann nach weiteren "Abenteuern" im Westen ankamen. Später erfuhren wir, dass diejenigen, die mit den offiziellen Transporten kamen, zwar wochenlang unterwegs waren, aber Sack und Pack, sogar Teile vom Hausrat mitnehmen konnten und nicht ausgeplündert wurden.
Aber eine Vertreibung war das schon. Nur darf man nicht vergessen, dass auch die Polen, die dann unsere Wohnungen übernahmen, Vertriebene sind, die ihre Heimat im heutigen Russland bzw. Weißrussland nicht freiwillig verlassen haben. Wenn über Vertreibung gesprochen wird, dann bitte auch darüber!
1933-1945 Nationalistischer Terror in Danzig.
Ich habe die Entwicklung in der Freien Stadt Danzig Stadt schon als Junge, als nationalsozialistisch geprägte Geschichte miterlebt und habe deshalb ein Verhältnis zur deutschen Geschichte bekommen, das mit Gewalt gegen Andersdenkende belastet ist.
Weil Danzig als Freie Stadt nicht zum Deutschen Reich gehörte und die Juden deshalb nicht einkassiert werden konnten, gelang vielen von Ihnen bis 1939 die Auswanderung.. Aber nach dem 1.September, dem Überfall auf Polen, wurde dann östlich von Danzig, an der Ostseeküste das Konzentrationslager Stutthof errichtet. Dieses KZ-Lager wurde hauptsächlich für die polnische und kaschubische Minderheit, für Zigeuner Juden und für deutsche Oppositionelle erbaut und zwar eigenmächtig, ohne wissen des Reichsführers Himmler.
Gleichzeitig begannen die Liquidierungen vor Ort in Danzig , Gdingen und der Kaschubei . Diese Morde wurden durch Danziger Kommandos durchgeführt. Zu diesem Zweck hatte der Danziger Senat die SS-Gruppe "Eimann" aufgestellt
Es wurden durch die Danziger SS und den "Selbstschutz" Polnische und Kaschubische Intellektuelle, also Pfarrer, Lehrer, Funktionäre der polnischen Minderheit, ermordet. Diese Liquidierungen wurden durchgeführt vor den Dörfern, auf Friedhöfen und im großen Stil nordwestlich von Danzig ( hinter dem Städtchen Neustadt - ( Wejherewo ) in dem Wald Piasnica Wielki. Nach dem 1. September 1939 bis über den Winter 1940 wurden in Piasnica und der Kaschubei an die 12 Tausend Kaschuben und Polen ermordet. Dazu an die 3000 Deutsche Insassen aus den Krankenanstalten von Pommern und den eroberten Gebieten Danzigs. ( Von den Deutschen wurde in der polnischen Geschichte nicht berichtet.) Aus dem Reich wurden die polnischen Saisonarbeiter, besonders aus der Landwirtschaft, bei Nürnberg in einem Lager gesammelt, nach Piasnica transportiert und gleichfalls liquidiert. Der Beginn dieses Massenmordes an der slawischen Bevölkerung in Danzig und der Kaschubei, besonders der Massenmord in Piasnica , ist in der Presse der BRD kaum behandelt worden und oft habe ich, an die Presse, auch an Rundfunkanstalten dazu Artikel eingesandt, meistens erhielt ich nicht einmal eine Bestätigung meiner Zusendung.
Die Vernichtung der polnischen Intellegenz lag vor der Wannseekonferenz.
In Danzig hatte der Senat und die NSDAP die gleichen rassistischen Ziele verfolgt und sogar ohne Berlin zu fragen mit der Liquidierung der nichtdeutschen Bevölkerung begonnen. Das KZ. Stutthof war das konsequente Ergebnis dieser bürgerlichen Ideologie in der Freien Stadt Danzig. Wie die meisten deutschen Akademiker und Bürger im Dritten Reich agitierten, so handelte man auch in der Freien Stadt Danzig. Weil das deutsche Bürgertum sich zur Elite erklärt hatte, war es seinem Wesen nach antidemokratisch und auf eine Ordnung fixiert, die Ihren Stand als Elite gewährleistete. Deshalb war die nationalsozialistische Diktatur ihre angemessene Herrschaftsform geworden. So auch in Danzig.
Nachdem Krieg konnte es deshalb geschehen, dass die Bürger über sich selbst zu Gericht sitzen sollten. So kam es zu dem bekanntem Ergebnis. Nazi Verbrecher tauchten unter, flohen, mit Hilfe katholischer Kreise ins Ausland. Richter sprachen sich selbst frei, von der historischen Schuld.
Die ehemaligen Danziger standen als „sogenannte Vertriebene“ - im Windschatten der Geschichte und im eigenen Interesse erinnerten sie sich nicht an das KZ- Stutthof oder an Piasnica. So konnten sie unerkannt, unter der Märtyrer Pose, den Finger auf die Polen richten, und über alle Jahre vom Unrecht der Vertreibung und Enteignung durch die Polen reden, ohne dass sie ihre Verbrechen an der polnischen Minderheit in Danzig und in Polen zugaben , geschweige denn aufarbeiteten,
Meines Wissens hat die Zeitung des Bundes der Danziger in Lübeck bisher keine Gesamtdarstellung der Verbrechen an den Danziger Minderheiten veröffentlicht. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass auch dieser Artikel bei Ihnen ungedruckt abgelegt wurde. Frau Steinbachs Familie wohnte, als militärische Besatzer, im annektierten Polen bei Danzig , in der die Deportationen und Liquidierungen 1939 anfingen. Ihre Kritik an den Polen, Verbrechen an Deutsche anzuerkennen, fällt deshalb auf sie selbst zurück. .Ihre Forderung ein Museum der Vertreibung einzurichten ist deshalb unaufrichtig und dient der Propaganda gegen Polen.
Ich weiß: vom KZ Stutthof (das mir als kleinem Kind schon ein Begriff war) hat hier niemand was gehört.
Allerdings bin ich bisher immer davon ausgegangen, dass der Danziger Senat erst seit 1938 eine NSDAP-Mehrheit hatte.
Dass "die nationalsozialistische Diktatur die angemessene Herrschaftsform der Bürger und Akademiker" war, kann aber nicht so stehenbleiben! Meine durchaus bildungsbürgerlichen Eltern und ihr Freundeskreis (meist Lehrer und Juristen) waren durchaus anti-nazi eingestellt und gaben das auch an ihre Kinder weiter. Dass das Großbürgertum, d.h. die Wirtschaft, sich der Nazis für ihre Zwecke bediente, ist klar, steht aber auf einem anderen Blatt; es sind nicht "die Akademiker", sondern die Wirtschaftsbosse.
Dass" die nationalsozialistische Diktatur die angemessene Herrschaftsform der Bürger und Akademiker" war"(Aussage Jeske)
Günter Grass- Beim Häuten der Zwiebel- Steidel Verlag
Vom Versagen der bürgerlichen Elite.
Gedanken die durch die Finger rinnen, Worte bilden und aufgeschrieben werden über dauern die Erinnerung. Solange das Papier mit den Wörtern erhalten bleibt, geben sie Auskunft über Absichten des Autors, über seine Meinungen und Ansichten zu diesem oder jenem Thema.
Es besteht ein Unterschied zwischen einer rassistische Ideologie und einer Diskriminierung von Minderheiten, oder Völkern. Doch oft wechseln die Worte von einem Thema zum anderem und die überhebliche, verderbliche Unterbewertung anderer Kulturen wurde zum Wegbereiter rassistischer Hassgesänge. Trotz humanistischer Grunderziehung, besonders in den Gymnasien, setzte sich eine menschenfeindliche Ideologie durch. Ab 1933 wurde erschreckend deutlich, dass Schiller, Kleist, Goethe, Herder und andere Humanisten, mit ihrer Literatur gegen die Tyrannen von einem Tag zum anderen, in Schubladen verschwanden. Theoretisch wussten die Dozenten und Professoren und viele Bürger wie sich Diktaturen entwickelten, schon von diesem Wissen her, hätten sie die Nationalsozialisten durchschauen können und erkennen müssen wohin die Reise mit ihnen geht. Das gebildete Bürgertum, die intellektuellen Schichten stehen noch heute vor dem Scherbenhaufen ihres Versagens ihrer geistigen Existenz, und dieses Versagen lässt sich nicht auf das Jahr 1933 eingrenzen, es begann lange davor. So hatte diese verderbliche Entwicklung, wie eine schleichende Krankheit, die Hirne infiziert. Leerräume entstanden, wurden neu besetzt, mit nicht beweisbaren Werten von Rasse, Elite, oder undefinierbarer Kultur. Das grub sich in die Gehirne ein und es brauchte lange Zeit, nach dem Zusammenbruch dieser Ideologie, den Schutt auszuräumen und alte erprobte Werte wieder zu erkennen und neue anzunehmen. Der Autor Grass nennt diesen Prozess folgerichtig, für sich angewandt " Beim Häuten der Zwiebel". Wobei angedeutet wird, dass das nicht ohne Tränen ablief. Leider haben die nassen Augen womöglich seinen Blick getrübt, oder sollte ich mit seinen Worten sagen " weißnichwowannichwas ich" geschrieben hatte. Heute bekundet Grass seine antirassistische Überzeugung auf Seite 63 seines Buches “Vom Häuten der Zwiebel“ Zitat " Oder wenn sich im Fragment des Erstlingsromans rassistischer Unsinn auf Kosten der armen Kaschuben niedergeschlagen hätte." Ja doch, er hätte sich niedergeschlagen, denn später im Buch " Der Butt" von 1977 ( Fischer Verlag ) hatte Grass die Überlegenheit der gotischen Germanen über die pomorschen Slawen noch nicht als missratene Kopfgeburt erkannt und aufgegeben. Zum Beispiel bei Fischer Seite 78 „selbst den von Natur gutmütigen, pomorschen Mann anfällig machen für das freie, volksdemokratische Gehabe der Gotenmänner?“ Wobei es Herrn Grass zur Ehre gereicht, wenn er auf Seite 411 bekennt „ Am liebsten gehe ich in die Irre“ Gerhard Jeske
Mal links und mal rechts gestrickt.
Günther Grass : umstritten, verehrt und mißverstanden .
Was Herr Grass mit der linken Hand aufstellt, dass stößt er mit der
rechten wieder um. Das passierte ihm wieder in seinem Buch „ vom Häuten der Zwiebel.“
Wieso hatten seine Ratgeber, denen er dankt, ihn nicht darauf aufmerksam gemacht, dass Verallgemeinerungen nicht stimmen können, und deshalb unglaubsinnig sind.
Und so lese ich auf Seite 426 „ Sonst ist mir von Bayreuth und dem widerlichen Getue des neureichen Pöbels im Umfeld der monströsen Kulturscheune nur den Lachnerv reizender Ekel geblieben.“
Ja, gab es keinen altereichen Pöbel, ebenso in Danzig. ?
Es wundert mich seit langem, dass Herr Grass die bürgerliche Elite in Danzig ausklammert, sie einfach ignoriert. Abgesehen davon, dass altreiche oder neureiche Bürger nicht allgemein Monster sind, sollte Herr Grass besser bei Wagner nachgelesen haben. Zu diesem Thema hatte Wagner ausführlich seine Ansichten niedergeschrieben. Zum Beispiel in seinen Schriften über Kunst und Politik. In seiner Kritik über das Gewaltmonopol des Staates findet sich die Erkenntnis, dass „ Deutschland ein bewaffneter Bettler ist „ Richard Wagner meinte, dass sich dieser Zustand nur beseitigen lässt, wenn die Eigentums-
Verhältnisse geändert werden. Herr Grass hatte das Pulver nass werden lassen.
Er hatte übersehen, dass Wagner den Ring der Nibelungen gegen die besitzende Klasse und deren Elite geschrieben hatte, gegen Konzernherren und Banker in deren Hirnen nur noch Börsendaten gespeichert werden. Mit Beschimpfungen und Verachtung wird Herr Grass diese Gesellschaftsschicht nicht einschüchtern.
Wenn es der Gutmensch Jesus von Nazareth, in über zweitausend Jahre nicht geschafft hatte, sehr viele, zur Vermögensaskese bereite Nachfolger, zu finden, bleibt zu hoffen, dass es womöglich der Herr Dalai Lama weiß, wie dieses Problem zu lösen ist. Oder wissen sie es?
Ist Günther Grass ein Kaschube ?
Die meisten Kritiker in der Bildenden Kunst oder Literatur schreiben, was die Leser oder Betrachter wahrnehmen sollen.
Bei der Beurteilung der Person des Herrn Günter Grass kann ich das sehr deutlich erkennen. so fragte ich mich:
ist Herr Grass ist Kaschube? wie das?. Nur eine polnisch -kaschubische Großmutter kommt darin vor, alle weiteren Namen, so auch der seiner Mutter - Knoff- sind deutsche oder ehemalige jüdische Namen. Da wird aus einem viertel Kaschuben ein ganzer gemacht. (Der größte Kaschube den es gab) so schreien sie herum. Nicht einmal der Rassist Globke hatte es fertig gebracht aus einem viertel Juden einen ganzen zumachen. Aber diese Sippen-Rassische Ideologie sitzt in den Köpfen fest, bei Deutschen ebenso wie bei den Polen. Unentwegt wird auf beiden Seiten von Mischfamilien usw. gesprochen und Minderheiten als rassische Sippen verstanden. Das sind alles alte Schläuche, in die man sogar alten Wein rein gießt. Bleibt noch nachzutragen, dass mein Freund in Gdansk, Gerard Knoff, ein Verwandter von der Mutter des Herrn Grass war, der als Mitglied der polnischen Minderheit 1939 nicht die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt, staatenlos wurde, dann ab 1943 ins KZ- Stutthof eingeliefert wurde und mühsam überlebt hatte. Knoff erklärte mir, daß ihre Familie aus Skandinavien eingewandert ist. Zu dieser Familie, also seinen Verwandten, hatte der Schriftsteller Günter Grass nie Kontakte auf genommen, obwohl das Schicksal des Antifaschisten Gerard Knoff in Gdansk bekannt ist und in verschiedenen Veröffentlichungen dokumentiert wurde.
Autor .Gerhard Jeske Hamburg copyright
in der Freien Stadt Danzig Fotograf –
Vor dem Kriegsausbruch. in Danzig 1939
Immer mehr Dokumente werden entdeckt, die belegen, dass Hitler schon seit 1933 den Krieg gegen Polen und die Tschechei vorbereitete. In der Weimarer Republik wurde die ” Deutsche Stiftung ” gegründet, mit dem Ziel, das Deutschtum im Ausland zu fördern und politisch einzusetzen. Keine Regierung in der Weimarer Republik hatte auf Gebietsansprüche in Westpreußen und Schlesien verzichtet. Diese revanchistische Politik führte Hitler radikal weiter. Nach der Unterzeichnung des polnisch- deutschen ‘Angriffsvertrages vom 26.1.1934 berief Hitler die Vertreter der deutschen Minderheit, besonders aus Polen und der Tschechoslowakei zu einer Geheim-Konferenz zusammen. Dort gab er seine Ziele bekannt:” Meine Herren, Sie haben eine der wichtigsten Aufgaben übernommen. Sie sollen nicht nur das Deutschtum wie bisher pflegen und erhalten, sie sollen es zu einer Kampftruppe schulen. Sie werden an vorderster Front unserer deutschen Kampfbewegung- als Vorposten Deutschlands es uns ermöglichen unseren Aufmarsch zu vollziehen und unsere Kampfhandlungen einzuleiten.”
Nachdem die NSDAP am 28:5.1933 mit 51 % die Wahlen in der - “Freien Stadt Dan¬zig” - gewonnen hatte, begann der Aufbau der paramilitärischen Organisationen. Die SA führte- militärische Übungen ein. Die Oppositions-Parteien wurden 1936/37 verboten, gleichzeitig wurde die “Heim ins Reich ” Propaganda verstärkt. Nach einem Wahlerfolg 1935, der mit Wahlfälschungen und brutalem Einsatz gegen oppositionelle Wähler durchgeführt wurde und der NSDAP 57 % aller Stimmen zusprach, verschärfte sich die innenpolitsche Politik. Unter der Führung des Gauleiters Albert Forster wurde auf allen Gebieten Danzig dem Deutschen Reich gleichgeschaltet, dazu gehörte, dass die Verfassung missachtet wurde.
Frau Ingeborg Schäfer hatte, in Zusammenarbeit mit der. Journalistin Susanne Klockmann, über die NS-Vergangenheit Ihres Vaters des SS-Brigade - Führers Johannes Schäfer und ihrer Familie ein Buch herausgegeben, das den Titel hat” Mutter mochte Himmler nie.” (Rowolt)
Sie bestätigte und beschreibt darin, dass Ihr Vater nach dem 11.6.1939 illegal als Krippo Beamter nach Danzig eingeschleust wurde und er dort sofort seine Arbeit begann. Zusammen mir dem Gauleiter der NSDAP Albert Forster organisierte er die Aufstellung einer speziellen SS- Einheit. Neben Danziger Freiwilligen sollten Reichs¬deutsche SS-Angehörige, gemeinsam die ” SS - Heimwehr•Danzig bilden” Das Kriegstagebuch des Militärbefehlshaber Danzig-Westpreußen berichtet : “An militärischen Dienststellen gab es nur zwei, die gezwungen durch den Versailler Vertrag getarnt arbeiteten: Das Wehrbezirkskommando und die Abwehr Nebenstelle.- Die Offiziere tun in Zivil Dienst, als ” Werbestelle und Kriminalräte” Am 11. Juni 1939 wird nach bemerkenswert kurzer Besprechung, auf Befehl des Führers, in Danzig die Lan¬despolizei aufgestellt. Als erster trifft der Kommandeur Generalmajor Eberhardt vom L.A. K. ein, direkt von der Korps-Generalstabsreise auch in Zivil. Sein 1 A kommt von der Kriegakademie aus Berlin direkt aus der Ausbildung” Herr Eberhardt” erhält, vom Polizeipräsidenten einen Ausweis, der ihn berechtigt, die Gebäude der Polizei zu betreten und am Dienst der Polizei teilzunehmen. Nach kurzer Zeit steht der Stab. Es sind größtenteils Reserveoffiziere aus dem Freistaatgebiet. Dann treffen Offiziere aus dem Reich ein, wenigstens für die Kommandeurstellen. Dazu Unteroffiziere, ferner Soldaten, die von der ” Werbestelle ” angeworben, im Reich dienten.”
Ende des Zitates.
In kürzester Zeit wurden aufgestellt ” 2 Infanterie Regimenter, eine Artillerie Ab¬teilung, Die SS-Heimwehr und weitere Einheiten,
Ein Organisator der SS-Heimwehr wurde der Ingenieur Aspirant Friedrich Übelacker aus Bayern. Mit vier weiteren Angehörigen der Technischen Hochschule wurde er in die Führungselite befördert. Seinen Dienst als Totenkopf-SS Mann vollzog er so konsequent, dass er 1945 von den Amerikanern zum Tode verurteilt wurde. Zu diesen national-deutschen Vertretern gehörte auch der hohe SS-Führer Graf Reinhold von Krockow. (westlich von Hela). Die SS-Heimwehr sollte 1500 Freiwillige als Sollstärke erreichen. Da sich nur 500 Freiwillige aus Danzig meldeten, wurden 1000 SS-Männer, hauptsächlich aus den Mannschaften deutscher Konzentrationslager, heimlich nach Danzig eingeschleust. Eine Gruppe wurde in Danzig ausgebildet, der größere Teil fuhr im Mai 1939 mit dem Seedienst Ostpreußen nach Swinemünde und von dort nach Berlin - Adlershof. Nach der Ausbildung erhielt ein Teil der Reichsdeutschen SS-Männer zur Tarnung den Danziger Pass Die Rückkehr nach Danzig wurde im Juli 1939 durchgeführt. Die größere Gruppe ( ungef. Tausend ) wurden mit dem Schiff Lütje Horn mit voller Kriegsausrüstung, Autos und Kanonen, als, SS-Sportgemeinschaft Königsberg, Gumbinnen, Allenstein ectr. in Königsberg ausgeladen. Dort wurde ein SS-Sportfest zur Tarnung der Aktion veranstaltet. Die Autos bekamen einen landesüblichen Anstrich, und wurden als private Firmen Wagen deklariert.ln einer nächtlichen Aktion wurden die Einheiten aus Königsberg über eine, zu diesem Zwecke gebaute Pontonbrücke, bei Käsemark - Rotebude über die Weichsel in das Danziger Gebiet eingeschleust. In Danzig wurden sie, als Sportler verkleidet untergebrach, in der Wiebenkaserne, der Turnhalle in Ohra, den Messehallen, in alten Kasematten und im Lager Danzig-Matzkau. Am 17.8.1939 wurde das Ärmelband der SS-Heimwehr- Danzig ausgegeben. Jetzt fielen alle Schleier! Die gesamte SS-Heimwehr trat öffentlich am 18.8.1939 uniformiert zur Fahnenübergabe auf dem Maifeld an. Fünfzigtausend Danziger nahmen an dieser Feier teil. Gauleiter Forster, ein Bayer, bezeichnete diese Feier als Ausdruck des Selbsterhaltungstriebes der Danziger. Der Kommandeur Goetze, auch ein Bayer, sagte: ” ” Wo uns unser Führer hinstellt da bleiben wir. da wanken wir nicht.”
Die Danziger Verfassung war nur noch bedrucktes, wertloses Papier geworden. Der letzte Akt begann.
Am 25. 8. lief die Schleswig-Holstein in den Hafen ein. Mit der ersten Feuersalve am 1.September 1939 aus den Geschützen des deutschen Panzerschiffes der Kriegsmarine begann der zweite Weltkrieg. Der Untergang Danzigs war vorprogrammiert. Aber zuvor begann das große Morden an der polnischen, kaschubischen Bevölkerung, an den Juden und der deutschen Danziger Opposition. Alleine in dem Wald Piasnica und der Kaschubei wurden von Danziger Kommandos an die 12 000 Menschen liquidiert. Weitere Zehntausende erwartete der Tod .im KZ¬Stutthof, östlich der Weichsel. Von hier aus begann der Holocoust in Europa
Hiermit ist erwiesen, dass die deutsche Wehrmacht als aktiver Teil des Nationalsozialistisches Regiemes, illegal und aus dem Hinterhalt, einen Raubkrieg vorbereitet hatte und ihn dann auch konsequent unter der Führung Hitlers durchführte. Der Generalmajor der Wehrmacht Eberhardt bereitete den Angriff in Zivil vor, war also gleichzeitig ein Agent Berlins und Partisan, und ausgerechnet dieser deutsche Offizier, der in der Freien Stadt Danzig das Völkerrecht gebrochen hatte, ließ die tapferen polnischen Postbeamten erschießen, weil sie, in polnischer Beamtenuniform, ihre Post gegen einen räuberischen Überfall der SA, der SS und der deutschen Wehrmacht verteidigt hatten.
Das Kriegsverbrechen der Wehrmacht dokumentiert sich nicht zuerst in den nach folgenden Erschießungen während des Krieges, sonders es begann schon in Danzig mit der illegalen Vorbereitung des zweiten Weltkrieges, der Liquidierung der Freien Stadt Danzig und der Vernichtung des polnischen Staates und eines Teiles seiner Bevölkerung. G.Jeske
Die Harzbuger Front wurde von einflußreichen Adligen unterstützt. So vom Reichswehrgeneral a.-D Hans von Seeckt, Dem SA-Gruppenführer August Wilhelm Prinz von Preußen. Mit der politischen Macht der NSDAP vergrößerte sich die Gruppe mit August von Mackensen, Oskar von Hindennburg Franz von Papen, Kurt von Schleicher, Elard von Oldenburg- Januschau. Diese Adlige betrieben eine Politik - Hitler in den höchsten deutschen Kreisen salonfähig zu machen und Paul von Hindenburg zu beeinflussen, Hitler zum Kanzler zu ernennen. Ab 1936 hieß der erste Generalfeldmarschal Werner von Blomberg. ( aus Stargard-Pommern) auch Claus Schenk von Staufenberg gehörte dazu. beim Aufbau der Wehrmacht und SS sind aus dem Osten die fähigsten Generalfeldmarschälle . Berlin :Erich von Mannstein, geborner - Lewinski. Karl Dönitz. Werner von Brauchitsch. Aus Pommern: Werner von Blomberg- Stargard. Feodor von Bock.- Schlesin: Erwin von Witzleben . Freiherr von Richthofen- Striegau.
Aus dem Raum Danzig Westpreußen finden wir. Erick von Witzleben- SS-Führer. SS-Führer Freiherr von Gottberg, SS-General von Krockow, SS-Führer von Alvensleben (Leiter der Mordkommandos des Selbstschutzes. und den SS-Gruppenf. von dem Bach-Zelewski-Kaschubei.Die Idee des KZ:-Lagers Auschwitz stammt von ihm und dem SS-Gruppenführer Wiegandt.
Eine ausführliche Darstellung des Adels mit der NSDAP und SS beschreibt der Historiker Stephan Malinowski in seinem Buch über die Rolle der Grafen und Barone in der NS-Zeit-
Vom König zum Führer" Fischer Verlag.
Mit Staunen liest man dort, wie die Nachkrieggeschichte manipuliert wurde. So erklärt er, dass das Attentat auf Hitler am 20.Juli 1944 kein Aufstand des Adels war. Bei Ausbruch des Krieges stammten 15 Prozent der Offiziere aus dem alten Adel. In den höchsten Dienstgraden deutlich mehr. Fast jeder fünfte SS-Obergruppenführer war ehemaliger Adliger..Er schreibt, dass die Verschwörer selbst in den eigenen Familienkreisen isoliert wurden. Die NS und SS Zugehörikeit wurde von vielen nach dem Krieg verschwiegen. Auch die Gräfin Döhnhoff gehörte zu denen, die nicht über die NSDAP Mitgliedschaft ihrer Brüder in ihren Büchern geschrieben hatte. und so schreibt Herr Malinowski. Zitat; "Sie hat die politische Rolle des Adels vor und nach 1933 niemals systematisch dargestellt." ( Der Spiegel 29- 2004) Dabei führte schon die Deutsche Adelsgenossenschaft 1920 einen Arier-Paragrafen ein. Er stand nicht alleine da. Auch der spätere Bischof von Berlin bekannte sich als Antisemit, er forderte energisch den Anschluß danzigs an das Deutsche Reich.
Dass es dem Adel hauptsächlich um den Zugewinn von Großgrundbesitz ankam, erfährt man auch aus diesem Buch und anderswo .Es gab eine Dienststelle in Deutschland, die mit der Verteilung von Gütern an auserwählte Volksgenossen und Elitten sich befaßte. und weiter liest man, dass der Großherzog von Oldenburg, an den SS-Chef Heinrich Himmler schrieb und für einige seiner sechs Söhne eine Option für den Kauf größerer Güter warb. Weitere solcher Beispiele sind nachweisbar.
gerhard jeske
Kriegsverlängerer: Großadmiral Karl Dönitz !
Nachdem im Mittelmeer, dem Atlantik und der Nordsee die Reichsdeutsche Kriegsmarine ausgeschaltet worden war, konzentrierte sich ihre Kampfkraft längs der Ostsee. Als Großadmiral befehligte Dönitz nicht nur die U-Boot Flotte, sondern die gesamte Kriegsmarine. Er setzte die schweren Kreuzer, Zerstörer und Schnellboote rücksichtslos ein, um den Landstreitkräften Nachschub zu sichern und Feuerschutz zu geben.
Der Operationsraum reichte im Osten bis zum Kurlandkessel. Dadurch konnten die Verbände in Kurland, Königsberg, Pillau, Danzig, und Hela, ihren ausweglosen Kampf bis zu ihrem Untergang weiterführen. Die Zivilbevölkerung wurde, oft mit Gewalt, an die Küste der Ostsee vertrieben, mit dem Versprechen, dass sie von der Kriegsmarine nach dem Westen evakuiert werden würde. Immer wieder wird diese verlustreiche Überführung der Flüchtlinge als große Rettungstat vor den brutalen sowjetischen Soldaten dargestellt. In dem Begriff Überführung " und " Rettung über See " liegt kein Sinn. So stellt sich doch die Frage, wohin denn die Mecklenburger oder Sachsen, bei Annäherung der sowjetischen Front evakuiert werden sollten, eventuell nach Holland oder England? usw. So liest man im Kriegstagebuch des Josef Geobels vom 15.März 1945. "Der Führer hat entschieden, dass im Westen weiter geräumt werden soll.— der Führer ist nach wie vor der Meinung, dass wir dem Feind vor allem unsere wehrfähigen Männer nicht in die Hand fallen lassen dürfen.— In Pommern sind beispielsweise 400,000 Menschen, die evakuiert werden sollten, den Sowjets in die Hände gefallen" .
In Wirklichkeit war diese " Rettungsaktion" ein Bestandteil der Taktik der verbrannten Erde. Die Menschen sollten als Arbeit und Militär Masse der reichsdeutschen Industrie und der Wehrmacht erhalten bleiben. Menschenverluste spielten bei der Verteidigung der eingeschlossenen Städte oder in den versenkten Schiffen, keine Rolle. Diese Opfer fungierten höchstens in zweitrangigen Statistiken. Wie verheerend die Kriegsmarine in die Erdkämpfe eingegriffen hatte und dabei auch viele Zivilisten tötete, ergibt sich aus den Einsätzen in der Danziger Bucht. So griffen Dönitz schwere Kreuzer, Prinz Eugen, Schlesien und die Leipzig mit ihrer Artillerie in die Kämpfe vor Oliva bis zum Dohnasberg ein. Sie verschossen an einem Tag 700 Schuss 28 cm bezw. 20 cm Granaten und mehrere hundert Schuss aus ihren 10, 5 cm Geschützen. Diese mörderischen Geschosse sausten auch nach Danzig hinein. Da die Umgebung von Oliva und besonders die Stadt mit Flüchtlingen überfüllt waren, so ist eine große Anzahl der Zivilisten diesem deutschen Trommelfeuer zum Opfer gefallen. In unserer Presse, besonders auch der heutigen Krieggeschichte werden diese Opfer nicht einmal erwähnt; dagegen wird der Einsatz der Kriegsmarine immer noch als die größte Rettungsaktion " dargestellt. Durch die Versorgung der eingeschlossenen Wehrmachtverbände durch die Kriegsmarine, durch ihren Einsatz als schwimmende, bewegliche Artillerie wurde der Krieg im Osten um ungefähr fünf Monate verlängert, und dadurch wurden hunderttausende Menschen sinnlos vernichtet. Dönitz, der überzeugte Nationalsozialist und seine willfährigen Offiziere hatten, angesichts der bevorstehenden Niederlage, in eigener Regie den Krieg weitergeführt, und sie sind am Untergang der deutschen Bevölkerung und ihrer Kultur im Osten als die Hauptverantwortlichen zu benennen.
Der Untergang der Wilhelm Gustloff
eine unerledigte Akte-
Die Versenkung der Wilhelm Gustloff wurde nach 1945 in der BRD ausgiebig behandelt, wobei eine propagandistische Tendenz gegen die "unmenschliche" sowjetische Marine vorherrschte.
Dabei war das Risiko versenkt zu werden für jedes Schiff gleich. So konnte eine See-Mine ein Schiff zerreißen. Das wäre eine anonyme Form der Versenkung gewesen. Eine Mine erkennt nicht, ob es ein deutsches, schwedisches oder sowjetisches Schiff ist, ein Kriegsschiff oder Rotes Kreuz-Lazarett. Welches Schiff auch immer, es wird beschädigt oder versenkt, Bleibt noch zu berichten, dass, das Institutes für Seerecht in Kiel feststellte, dass an Bord hunderte U-Boot Spezialisten mitfuhren und an Deck Flak Geschütze montiert waren, diese Fakten machten die Gustloff zum Kriegsschiff.(Miller/Payne -Heyne Buch.)
2. Ein Angriff von Flugzeugen war jederzeit zu erwarten
3. Die Versenkung durch sowjetische U-Boote möglich.
4. Ein falsche Beobachtung auf der Brücke eines deutschen Kriegsschiffes konnte ein Flüchtlingsschiff in den Untergang schießen.
So wurde die " Neuwerk " mit 900 Flüchtlingen an Bord von deutschen Schnellbooten versenkt. Nur drei Menschen überlebten diese Katastrophe. Der Kapitän hatte den Dampfer für ein russisches Schiff gehalten.
Damit die volle Wahrheit nicht ans Licht kam, dafür sorgte nicht nur die Marine, sondern auch die Presse.
Das gilt auch für die Versenkung der Wilhelm Gustloff.
So ist es nicht verwunderlich, dass der Funker der Wilhelm Gustloff, Rudi Lange, seinen Bericht nach dem Kriege nur auszugsweise, also entschärft, veröffentlichen konnte und selbst, nachdem der Bericht in zwei Folgen in der Zeitung "Unser Danzig "veröffentlicht wurde, fand er in der BRD keine Verbreitung. Es ist erstaunlich, dass dieser wichtige Zeuge des Unterganges beständig verschwiegen wird. Liegt es daran, dass er einige Fakten kannte, die zum Beispiel die deutsche Marine schwer belasteten?
Der Funker Rudi Lange hat mit einem transportablen Funkgerät an Bord ausgehalten und Hilfe herbeigefunkt, bis ihm ein Brecher die Ohrhörer vom Kopf riss.
Rudi Lange berichtete, dass die sowjetische Seite, gegen alle Regeln der Kriegsführung, der deutschen Marineleitung wissen ließ, dass sie über den Termin der Abfahrt der Wilhelm Gustloff informiert war.
Zitat des Funkers: " 29. Januar 1945 - Radio Moskau meldet, dass die Wilhelm Gustloff am 30.1.45 um 10 Uhr aus Gotenhafen auslaufen werde. Dieser Zeitpunkt war dem Funker selbst unbekannt.
Zitat des Funkers: 30. Januar 1945 -
Radio Moskau hat recht, heute kommt per Funk durch, dass die > Wilhelm Gustloff< um 10 Uhr ablegen soll.
Vorne auf dem Oberdeck ist ein Fundament aufgebaut und darauf eine 2 cm Flakstellung gegen eventuelle Luftangriffe. Die Rettungsboote sitzen fest verschnürt im Bootsdavit. Warum hat man sie nicht klar gemacht. für den Notfall und zum sofortigen Absetzen? Will man keine Angststimmung aufkommen lassen? Auf jeden fall werden die Rettungsboote nicht ausgeschwenkt.
7.00 Uhr, Durch Funk wird durchgegeben: "Um zwei Uhr ablegen und auf Reede gehen. Von dort sollen wir uns im Geleit sammeln und zum Bestimmungsort fahren, der noch nicht bekannt ist und geheim bleibt. "
Nach dieser Aussage des Funkers hat also die deutsche Marineführung auf die Radio-Durchsage aus Moskau reagiert.
Aber wie ein Luftballon zerplatzt dem Funker Rudi Lange die Hoffnung in einem gesicherten Geleit zu fahren, als der Befehl wieder aufgehoben wird.
Zitat vom Funker: (Neuer Funkspruch) Wilhelm Gustloff nicht 11 Uhr, sondern 10 Uhr ablegen und auslaufen. Nicht auf Geleit warten. Sofort Weiterfahrt auf bekannter Seestraße Richtung Westen. Alle Meldungen, die ich aufnehme sind streng geheim. Auch nicht über die geringste Kleinigkeit darf ich mit meinen Kameraden und Bekannten sprechen, es würde meinen Kopf kosten.
Außer Rudi Lange war nur der Kapitän über diesen schrecklichen Hintergrund des Auslaufens der Gustloff informiert. Der verantwortliche an Bord war der Korvettenkapitän Zahn. Der zivile Kapitän fuhr passiv mit, er hatte nichts zu sagen.
Zitat vom Funker: "Da ein erschütternder Funkspruch.
" Sieben russische U-Boote in unserer Nähe! "
Ich werde auf besonders strenge Geheimhaltung ausdrücklich hingewiesen.
Von einem Rudel sowjetischer U-Boote eingekreist dampfte die Wilhelm Gustloff mit mäßiger Fahrt auf bekanntem Seeweg nach Westen. Auf der Höhe von Stolpmünde wurde die Gustloff um 21,40 Uhr vom sowjetischen U -Boot S 13 torpediert. Das Drama war perfekt. Eine schlecht ausgebildete Mannschaft von Kroaten war völlig fehl am Platz.
Die Rettungsboote fest verzurrt und obendrein noch festgefroren. Da die Wilhelm Gustloff innerhalb einer Stunde sank, hätten bei schnellem Einsatz aller Rettungsboote weitere hunderte Menschen gerettet werden können, so blieb ihnen nur der Sprung ins eisige Wasser übrig. Bleibt zu fragen, warum die Marineführung keinen Versuch gemacht hatte, das Schiff aus der Gefahrenzone zu bringen.
Nach 1945 wurde die Torpedierung der Wilhelm Gustloff für eine antisowjetische Propaganda
ausgenutzt. Die Opfer wurden für eine feindselige Politik missbraucht. Coventry, Rotterdam, Leningrad Dresden und zum Höhepunkt des Krieges gegen die Zivilbevölkerung, Hiroshima und Nagasaki, werden so in den Hintergrund verbannt. Jeder kommende Krieg wird eine noch schrecklichere Vernichtung der Bevölkerung zur Folge haben.
Hier ein paar Fakten: Zitat aus -Mare Balticum 1985: " Haupthindernis für die Fahrten ist die englische Luftminenoffensive bis vor die pommersche Küste. f.f...
Von Januar bis Ende März, also für den Zeitraum von drei Monaten liegen folgende Zahlen vor.
Englische Bomber warfen in 720 Einsetzen 3220 Minen in die mittlere Ostsee ab.
Davon wurden 67 Schiffe versenkt und 32 beschädigt(davon berichtete die Presse kaum.)
So bürokratisch werden die Schiffsverluste angegeben. Die Anzahl der Opfer wird nicht erwähnt.
Während der Transporte müssen an die dreihunderttausend Menschen, hauptsachlich Frauen und Kinder zerfetzt erstickt und ertrunken sein. Einschließlich der Unzähligen, welche an der Küste zusammengeschossen worden sind.
Die Verschiffung ostdeutscher Zivilisten war keine Rettungsaktion, es war die Durchführung des Hitler-Befehls " Verbrannte Erde. " Danach sollte dem Feind nur entvölkertes und zerstörtes Land in die Hände fallen und die Überführung der Menschen, besonders der Jugendlichen nach dem Westen, sollte Kriegspotential für die Weiterführung des Krieges werden. Der Großadmiral Dönitz war als überzeugter Nationalsozialist der Vollstrecker dieses Planes. Mit seiner Kriegsmarine hatte er den Krieg mit der Seeherrschaft in der Ostsee mindesten um ein halbes Jahr verlängert, Ungefähr eine Million Deutsche und Ausländer erlitten dadurch einen sinnlosen Tod. Von einer Rettungstat über die Ostsee können nur Zyniker sprechen.
Nachtrag zu Wilhelm Gustloff. Der Autor Heinz Schön entfernte ein Archiv.
Die Witwe des Funkers Rudi Lange berichtete mir schriftlich, dass Herr Schön das Archiv ihres Mannes abgeholt hatte, weil er es für ein neues Buch auswerten wollte. Danach erhielt sie das Material nicht zurück. Ihre schriftlichen Anfragen blieben unbeantwortet. Vermutlich wollte er so wichtige Informationen aus dem Verkehr ziehen. G. Jeske
Der Danziger Senatspräsident Hermann Rauschning kam aus Westpreußen. ihm wurden staatspolitische Qualitäten in seinem Werdegang nachgesagt. Diese setzte er zunächst ein, um die Nationalsozialisten in Danzig stark zu machen. Zu seiner politischen Perspektive gehörte eine intensive Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet mit Polen, es war ein Programm, das weder dem Gauleiter, noch Hitler gefiel. Man warf Rauschning vor, eine langfristige Verständigung mit Polen anzustreben. Dagegen wollten Forster und Hitler nur taktische, kurzeitige Beziehungen eingehen. Forster formulierte schon 1935 das Endziel „ Der Völkerbund hat hier nichts zu sagen, er muss mit seinen Wurzeln ausgerottet werden. Und mit ihm alle anderen. Ich will ganz offen reden: Mit ihm auch Polen „Danzig Chronik-H.G. Siegler. Von Monat zu Monat wurde die Danziger Verfassung gebrochen, ja außer Kraft gesetzt, Das führte zu größeren Spannungen mit dem Senatspräsidenten. hinzu kam, dass der Innensenator Arthur Greiser dem Senatspräsidenten Rauschning in Berlin ein Ultimatum vorlegte, die Oppositionspresse für mehrere Jahre zu verbieten. Rauschning protestierte gegen die Abberufung mehrerer Beamter aus seiner Umgebung. Rauschning selbst suchte Verbündete, die ihn unterstützen sollten, den Gauleiter Forster aus Danzig abzuberufen, weil er eine Gefährdung der außenpolitischen und unabhängigen Stellung darstellte. Der Höhepunkt der konspirativen Politik gipfelte in einem Putschplan gegen die Parteispitze der NSDAP.
Der Standortgeneral in Königsberg, Walter von Brauchitsch verfolgte ähnliche Ziele. Ihm war die Bewaffnung der SS ein Dorn im Auge. So kam es zu mehreren Gesprächen zwischen Rauschning und von Brauchitsch in Danzig. Sicherlich konnten diese Gespräche nicht verheimlicht bleiben, denn in Danzig war eine sehr aktive Außenstelle des Canaris Geheimdienstes tätig, außerdem befand sich der größte Teil der Kriminalpolizei auf Seiten der NSDAP. Der Putschplan sah vor, dass die SS und paramilitärischen Verbände entwaffnet werden und Forster und andere Funktionäre die Reichsdeutsche, also Ausländer waren, ausgewiesen werden sollten. Tatsächlich hatte der General von Brauchitsch in Ostpreußen mit der Entwaffnung der SS begonnen. Gespräche mit Polen verliefen im Sande. Polen konnte nicht diese Pläne unterstützen, weil es damit die Danziger Verfassung verletzte und die Verträge mit dem Völkerbund. Danzig und Polen wären international geächtet worden. In Berlin wusste man Bescheid, denn General von Brauchitsch musste die SS Verbände wieder bewaffnen, dadurch erhielt Himmler noch größeren Einfluss in Ostpreußen. Der Schuss war also nach Hinten losgegangen. Warum wurde General von Brauchitsch nicht zur Rechenschaft gezogen? Später wurde er sogar zum Oberbefehlshaber der Wehrmacht ernannt? Diese Frage wird in dem Buch nicht beantwortet. Wegen der Kontakte hätte gegen von Brauchitsch und Rauschning ein Hochverratsprozess eingeleitet werden können. Es drängt sich der Verdacht auf, dass Hitler den General in der Hand hatte, der seinerseits ein williges Werkzeug des Reichskanzlers dadurch geworden war. Wegen Meinungsverschiedenheiten mit Forster in Danzig wäre Rauschning nicht belangt worden. Weil er aber mit Warschau über den Putschplan gesprochen hatte, so wäre ein Hochverratsprozess möglich gewesen. Eventuell erklärt das seine schnelle Flucht von Danzig nach Polen. Genaues darüber werden wir wohl nie erfahren, weil solche Pläne nur auf Gesprächsebene geführt werden. Das erfordert schon die Sicherheit der betroffenen Personen. Und nach 75 Jahren die Zeugen nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Zeit ist darüber hinweg gegangen. unserer Generation kann sich nur wundern, was sie alles nicht gewusst hatte. gerhard jeske
Erika Steinbache im Auditorium der privaten BUCERIUS LAW Schul-Hamburg.
Der RCDS (RING CHRISTLICHER DEMOKRATISCHER Studenten) hatte am 25.10.2010 Frau Erika Steinbach eingeladen, zu einem Vortrag mit dem Thema “Heimat in Spannungsverhalten zwischen Flucht und Vertreibung“ um 18,30 Uhr fand der Vortrag statt.
Vor dem Eingang der Bucerius Law Schul versammelte sich eine Protestgruppe, hauptsächlich von Studenten, zu einer Mahnwache für die Opfer, des von Deutschland ausgeloesten Krieges 1939.
Die Begrueßung der Frau Steinbach erfolgte vom Vorsitzenden des RCDS – Landesverband Hamburg. Matthias Schulz, Nach dem Vortrag interviewte er die Rednerin.
Frau Steinbach wiederholte ihre bekannten Thesen, dass die ganze Geschichte aufgearbeitet werden muss. dazu eben auch die unrechtmaessige Vertreibung der deutschen Bevoelkerung usw
Während des Interviews fragte Herr Schulz wie es zu den Aeußerungen gekommen ist, die sie über die Mobilmachung Polens vor 1939 gemacht hatte. Frau Steinbach begruendete ihre Aussage damit, dass alle Tatsachen auf den Tisch kommen muessen, eben auch, dass die Mobilmachung in Polen erfolgt war. Wiederholt berief sie sich auf demokratische Verhaltensregeln in der Diskussion darueber. Fuer sie selbst und allgemein ist es doch bekannt, dass Hitler den Krieg entfesselt hatte. Mit dieser Fixierung auf Hitler, klammerte sie den Zusammenhang mit der Industrie, des Militaers und großen Teilen des Volkes aus.
Nachdem ich endlich das Handmikrophon erhalten hatte sprach ich meinen Beitrag aus.
Ich bin Gerhard Jeske und als Zeitzeuge 1929 in Danzig geboren. Nach dem die Nationalsozialisten ab 1933 die Herrschaft in Danzig durch Wahlen erhalten hatten erkannten wir bald, dass mit Hass und Terror regiert wurde.
Dazu gehoerte auch, dass nach dem 1.09 1939 die polnische Minderheit verfolgt wurde. Das polnische Gymnasium wurde geschlossen und einige Schüler kamen zu uns in die Klasse, wohl deshalb, weil ein Elternteil deutsch war, unter ihnen war ein Freund von mir, der nun in der HJ – Uniform mit uns den Dienst mitmachen musste. Mit ihm ´kam ich auch ins KLV Lager. Ich wusste, dass sein Vater schon anfang 1939 ermordet worden war. Nachdem die Wehrmacht die Kaschubei erobert hatte, wurden ungefähr 12 -14 Tausend Kaschuben und andere Bewohner ermordet. Das KZ Stuthoff ist sofort errichtet worden für die Kaschuben, Polen und deutsche Opposition, und nun komme ich zu Ihnen Frau Steinbach, sie sagten, dass alle Fakten auf den #Tisch kommen muessen. Ich hatte bis zum Jahr 2000 die Zeitungen der Vertriebenen Verbaende durchgesucht und keinen Artikel eines juedischen Mitbuergers oder Polen über seinen Leidensweg in Deutschland gefunden. Also es sind nur allgemeine Aussagen darueber gemacht worden, aber kein Angehoeriger der Verfolgten Minderheit erhielt bei Ihnen die Moeglichkeit die eigene Geschichte wiederzugeben. Auch Herr Max Danziger, aus Tel Aviv, bestaetigte mir in einem Interview dass es private Kontakte gibt, aber eine Darstellung ihrer Vertreibung aus Danzig konnten sie nicht veroeffentlichen. Mein Beitrag wurde mehrmals durch lautes Beifallklatschen gewuerdigt.
Nun fragte Herr Schulz Frau Steinbach, wie es sich mit den emigrierten Juden und dem Verband verhaelt. Frau Steinbach gab eine unfassbare brutale Antwort. Ich erinnere so: „ Der Verband hat keine offiziellen Kontakte mit dem Danziger Heimatverband in Israel, aber viele unserer Mitglieder schickten Pakete zu ihnen, die DANKBAR angenommen wurden..--
Ich sprang auf und rief Frau Steinbach zu, dass es nicht um Pakete geht, sondern um die fehlende Aufarbeitung der Geschichte, Beweisen sie mir, wann und wo sie über die Vertreibung der juedischen und polnischen Mitbuerger geschrieben haben.“
Jetzt sprang Herr Schulz auf, eilte auf mich zu und versucht mich auf den Stuhl zu draengen. Ich nahm meine Fototasche an mich und verliess unter Protest das Auditorium.
Gerhard Jeske Hamburg
" Vor 63 Jahren hat die Rote Armee Danzig erobert, geplündert und zerstört" diese Aussage haben sie auf Grund meines Artikels über die Zerstörung Danzigs, gelöscht, natürlich dabei auch meinen Artikel.
Gerhard Jeske, Franzosenkoppel 32,
22547 Hamburg- BRD
Hamburg, den 6.3.09
UKW sendung
gesendet wird am 5.6.1996 in Hamburg. (+ Berlin UKW 92)
Flucht und Vertreibung in Danzig
Ich beginne meinen Bericht mit einer Frage:
:Konnten Ihre Großeltern sich vorstellen, dass das Land östlich der Oder und Weichsel vom Deutschen Reich abgetrennt werden könnte ?
Nein ? So etwas wäre unvorstellbar gewesen.
Moment mal! Da gab es einen Preußen, der konnte sich das vorstellen. Es war der Märkische Schriftsteller Theodor Fontane .
In seinem Brief vom 5.8.1893 schreibt er folgende politische Perspektive auf.
"Niemand ist im geringsten von der Sicherung unserer Zustände überzeugt; das eroberte kann wieder verloren gehen Ost und Westpreußen auch, und ein Polenreich, was ich über kurz oder lang für wahrscheinlich halte, entsteht aufs neue."
Das sagte Fontane in einer Zeit, wo das zweite Deutsche Reich sich industrialisierte, angeblich vor militärischer Kraft strotzte und in der Weltpolitik kräftig mitmischte.
Und es kam wie Fontane es vorausgesagt hatte.
1918 ging für Deutschland der erste Weltkrieg verloren;
Sofort begann die Vertreibung von Menschen aus verschiedenen Ländern.
Viele Deutsche verließen Polen, Schlesien und aus der Kaschubei, Damals wanderten sie noch freiwillig aus , ebenso zog es etliche tausend Polen aus Pommern und dem Ruhrgebiet wieder zurück in die alte polnische Heimat.
Dieser Transfer von Menschen vollzog sich unter gesetzlichen Rahmenbedingungen, die es erlaubten entweder zu bleiben, die Staatsangehörigkeit des Landes anzunehmen oder auszuwandern, mit der Möglichkeit, seinen Besitz zu verkaufen .In den zwanziger Jahren tauchte schon eine Besonderheit in der Propaganda auf. Sie macht sich bemerkbar im Nordosten Europas. Dort kam es zwischen dem Baltischen Völkern und den dort seit Jahrhunderten eingesessenen Deutschen, besonders den Adligen, zu politischen Zusammenstößen, die im Bürgerkrieg endeten. Nach dem Sieg der bürgerlichen Regierungen entzogen diese, besonders den deutschen Gutsbesitzer per Gesetz die wirtschaftliche Grundlage. Daraufhin verließen viele Deutsch-Balten ihre Heimat und zogen nach Deutschland Ende der dreißiger Jahre wurde diese Abschiebung aus dem Baltikum hinter dem Rücken der Betroffenen organisiert. So schloss die Nationalsozialistische deutsche Regierung mit den Regierungen der Baltischen Staaten Umsiedlungsverträge ab, in denen auch über die Abwicklung der Vermögen entschieden wurde. Völlig unvorbereitet wurde die Deutsch-Baltische Volksgruppe mit dem Ergebnis der Umsiedlungsverträge konfrontiert.
Nach Deutschland umgesiedelt wurden aus Estland 13.700 Personen, aus Lettland ungefähr 52.000.
Es waren also bürgerliche Regierungen, die die ersten Umsielungen im Osten durchführten. Trotzdem blieb eine größere Anzahl im Lande zurück. Als durch den geheimen Zusatzvertrag zwischen Hitler und Stalin die Baltischen Länder in das Interessengebiet der Sowjet Union fiel wurde zwischen Berlin und dem Kreml eine Nachaussiedlung beschlossen und durchgeführt.
Bis 1941 wurden 7000 Personen aus Estland und 10.500 aus Lettland nach Deutschland verfrachtet.
Das Paradoxe in der Geschichte des 19.Jh. wird hier deutlich. Obwohl viele Deutschstämmige im Baltikum ihre Heimat verloren hatten, gab es weder von Ihnen noch von der deutschen Außenpolitik starke politische Reaktionen gegen diese Länder .Weil man das Baltikum politisch gegen den Kommunismus als westlichen Vorposten brauchte, deshalb verzieh man ihnen den Bruch mit der deutschen Minderheit. So wurde von 1939-1941 eine 750 jährige gemeinsame Geschichte willentlich beendet.
Diese Fakten zeigen, dass die Nationalsozialisten die Vertreibung , oder wie sie es nannten Umsiedlung von Deutschen oder ausländischen Minderheiten zu ihrem Programm erhoben hatten und brutal anwandten.
Ich beschränke mich jetzt in meiner Darstellung auf Danzig und seine Umgebung. Der Heimatverlust beginnt schon in der Heimat und zwar, indem man einer Minderheit oder politischen Gruppe ihre kulturelle, religiöse und wirtschaftliche Basis wegnimmt, sie zerstört.
Die Danziger Bevölkerung hatte 1933 und 1935 mit über 53% die Nationalsoziali¬sten gewählt. Unter dem Gauleiter Forster und dem braunen Senat wurden ab 1933 alle demokratischen Parteien verboten. Zuerst mussten Mitglieder der Linken Parteien aus Danzig fliehen, diese Flucht vor der Nazi Gestapo nennt man vornehm-„Emigration“.
Noch schlimmer traf es die jüdischen Bürger der Stadt Danzig.
Der Antisemitismus hatte in der Hansestadt Danzig Tradition. Schon im Mittelalter waren es wirtschaftliche Gründe, die den Juden das Wohnrecht und Bürgerecht in der Hansestadt Danzig verweigerten. Auch polnischen Könige praktizierten ihre Politik mit Minderheiten oft nur aus wirtschaftlichen Erwägungen Die theologisch ideologischen Gründe erfand die Katholische Kirche dazu. Jedenfalls hatte der polnische König Kasimier im Jahr 1457 den Danzigern das große Privileg bestätigt, dass bestimmte: " dass kein Lombarde, Nürnberger, Schott-Engländer oder Jude soll der Stadt Freiheit genießen. "
Das Privileg war also nicht nur gegen die Juden gerichtet. Es war somit nicht rassisch bedingt. Es sollte sich aber zeigen, was die Danziger Handelsherren und Senatoren darunter verstanden.
Ihre Ausdrucksweise verrät die Tendenz. 1616 forderte die 3. Ordnung die Ausweisung der Juden aus Danzig und das Verbot ihres Gottesdienstes. Die Danziger Repräsentanten erklärten, "dass sie Gott dankten, dass sie dieses schädliche und landverderbliche Ungeziefer losgeworden sind." So sprach man in Danzig im Jahr..1616
So ähnlich hatte 1933 die Zeitung der SS der Stürmer geschrieben. 'Und tatsächlich, 336 Jahre nach der antisemitischen Kampangne des Senates, verkündet der Nazi-Gauleiter von Danzig Albert Forster;
" Die Erkenntnis der Judenfrage und die rücksichtslose Bekämpfung des Judentums ist für jeden Nationalsozialisten selbstverständlich. Dazu gehört auch, dass keiner weder beim Juden kaufe oder etwa zum jüdischen Arzt gehe. "
Der spätere evangelische Bischof Dibelius schreibt im Berliner Evangelischem Sonntagsblatt.
„Schließlich hat sich die Reichsregierung genötigt gesehen den Boykott jüdischer Geschäfte zu organisieren .Dagegen wird niemand im Ernst etwas einwenden können."
Ohne die historischen Wurzeln des Hasses auf Andersdenkende und Minderheiten in der Geschichte zu erkennen, werden wir die radikal nationalistischen Entwicklungen in Mitteleuropa nicht begreifen. Deutschland allerdings wurde hier ein extrem negatives Beispiel. Zur Abgrenzung gegen Juden und Polen gehört auch, dass es schon ab dem 16.Jhr. hieß "Danziger Bürger kann nur werden, wer deutscher Zunge ist. "
Und 1938 wird diese Praxis per Gesetz so verkündet:
"Beamter kann nur werden, wer deutschen oder artverwandten Blutes ist." Hitler hat diese Praktiken nicht erfunden, sowohl die Kirchen, als auch das Bürgertum waren die Vorläufer dieser Politik immer gewesen. Die Vertreibungen waren somit programmiert worden.
Ab 1933 übernahm der Nazi- Senat und die braune Bürgerschaft in Danzig alle antisemitischen Gesetze von Berlin. Es wurden nun durchgeführt: Berufsverbote für jüdische Ärzte, Juristen , Redakteure für Künstler und andere Sparten. Die Juden wurden gezwungen ihren Besitz billigst zu verkaufen, einschließlich der Synagoge,
und auszuwandern. Glücklicherweise gelangten so die meisten Juden ins Ausland. Bis auf einen kleinen Rest der jüdischen Gemeinde war Danzig bis zum Kriegsausbruch fast Judenfrei geworden. Wem es nicht gelang auszuwandern, den sahen die Familien später nicht wieder.
Die vorläufige Bilanz ergibt :
Die baltischen Regierungen vertrieben, mit Zustimmung der deutschen Reichsregierung die eingesessenen Deutschen und die deutsche Danziger Regierung der Freien Stadt Danzig vertrieb bis 1939 die Juden und politisch Andersdenkende.
Und nun kommen die Polen an die Reihe und das neunzehnte Jahrhundert kommt so richtig in Fahrt.
1938 wurde vom Bibliographischen Institut in Leipzig Mayers großer Atlas herausgegeben. Eine Karte heißt : Deutsche Staaten und Interessengebiete im Osten. Auf dieser Karte ist die -Freie Stadt Danzig, mit ihren Grenzen nicht mehr vorhanden, ebenso gibt es auf dem Kartenblatt keinen polnischen Staat mehr.
Dieses Beispiel zeigt. dass der Drang nach dem Osten kein einsamer Einfall von Hitler gewesen ist, sondern allgemein auf breiter Basis vorbereitet wurde..
Hitler hatte ab 1.September 1939 die neue Expansion gen Osten gestartet, unter einer religiösen Verschleierung " der so genannten "Höheren Vorsehung" genauer aber; aus pro deutschen, kapitalistischen Gründen. und den Lebensraum ,sprich neue Rittergüter für seine Vasallen, zu gewinnen.
Wie das geographische Album von 1938 demonstriert ging es gar nicht um Danzig, sonder Polen sollte von der Landkarte verschwinden.
Es war klar, dass mit dem Überfall auf Polen die massenhafte Flucht und Vertreibung begann. Sie wurde in Berlin und Wien vorbereitet und besonders SS-Führer aus Bayern sollten in Danzig die Liquidierungen und Vertreibungen durchführen. Der Danziger Senat schuf dafür die Plattform.
Um keine Behauptungen zu verbreiten, zitiere ich aus dem Bericht über die Aufstellung, Einsatz und Tätigkeit des SS-Wachsturmbann E. (Eimann) Niedergeschrieben vom - Höheren SS und Polizeiführer Danzig-Westpreußen- Hildebrant
1. Aufstellung :
Der Wachsturmbann E. wurde am 3.Juli 1939 als Polizeiverstärkungssturmbann auf Befehl des SS- Brigadeführers Schäfer durch Senatsbeschluss der' Freien Stadt Danzig aufgestellt. SS-Brigadeführer Schäfer war derzeit mit Verfügung vom 20.6. 39 zum alleinigen Bevollmächtigten in polizeilichen Angelegenheiten durch Senatsbeschluss Nr 290 ernannt. Dieselbe war nötig, weil die Danziger Polizei bei weitem nicht ausreichte und für zahlreiche Sonderaufgaben ungenügend geschult war. Der Sturmbann besteht ausschließlich aus SS-Männern und zwar aus 4 Hundertschaften und 1 Kraftfahrstaffell.
2. Aufgaben
Aufgaben des Sturmbannes waren in den Monaten Juli, August und September 1939 folgende:
1. Schutz der lebenswichtigen Betriebe in der Stadt Danzig und im Freistaat Gebiet.
2. Verstärkung der Revierpolizei.
3. Begleitkommando beim Abtransport von Schwerverbrechern aus den Danziger Gefängnissen auf dem Seewege nach Swinemünde ectr.
6. In der zweiten September Hälfte wurde der SS-Wachsturmbann E eingesetzt zur Sicherung und Säuberung in den ehemals polnischen Kreisen
Preußisch Stargard, Berent, Karthaus und Neustadt.--
Hier unterbreche ich diesen Bericht und verweise auf die Bedeutung des Wortes "Säuberungen."
Es waren von einheimischen deutschen Bewohnern Namenslisten von missliebigen Polen angefertigt worden. Nach diesen Listen verhaftete und liquidierte der SS-Sturmbann Eimann und Gruppen des " zivilen deutschen Selbstschutzes" tausende von Polen und Kaschuben.
Nun kommt in dem Bericht der 8. Abschnitt, der zehntausenden von Nichtdeutschen die Heimat und das Leben gekostet hatte, Ich zitiere :
Ab Oktober 1939 wurde der Sturmbann eingesetzt bei Durchführung der Evakuierung in Adlershorst und Gotenhafen. Im Laufe der Kämpfe in und um Danzig und bei der darauf folgenden Evakuierung ergab sich die Notwendigkeit, zahlreiche Zivilgefangene festzusetzen. Zu diesem Zweck wurden die Gefangenenlager :
Neufahrwasser, Stutthof, und Grenzdorf eingerichtet.
Die Bewachung dieser Lager erfolgte durch den Wachsturm Eimann mit 2 Hundert¬schaften, es handelt sich hier nicht um Konzentrationslager, sondern um Durchgangslager für solche politisch unzuverlässigen polnischen Elemente, die zur Evakuierung nach Zentralpolen vorgesehen waren und bis zu ihrer Abschiebung sichergestellt werden mussten. Die Belegstärke der Lager mit Gefangenen umfasst heute. Lager Neufahrwasser = 3000 Gefangene
Stutthof = 1.100 Grenzdorf = 350
Hier unterbreche ich das Zitat aus dem Dokument des höheren SS Führers von Danzig, Dieses Dokument beweist dass die Vertreibung von Polen aus Danzig und Westpreußen, ebenso aus Pommern , Ostpreußen und Schlesien vorbereitet war und brutal durchgeführt wurde. Wir werden in dem Dokument lesen, dass es auch zu vorgesehenen Liquidierungen gekommen ist.
Ich zitiere weiter aus dem Dokument.
"Die weiteren zur Verfügung stehenden 2 Hundertschaften des Sturmbannes wurden im Oktober, November und Dezember 1939 folgendermaßen eingesetzt:
. Als Transport- Begleitkommando der Evakuierungszüge, die bisher aus dem Gebiet Danzig-Gotenhafen und bei der Räumung des Truppenübungsplatzes über 50 000 Personen nach Zentralpolen beförderten."
Zum Ordnungsdienst bei der Ankunft der Baltendeutschen.
Zur Beseitigung von 1400 unheilbar Geisteskranken aus pommerschen Irrenanstalten.
. Zur Beseitigung von ca. 2000 unheilbar Geisteskranken der Irrenanstalt Konradstein.
. Begleitung von Judentransporten auf Anforderung der Gestapo nach Wien und Pressburg
. Ab Januar 1940 findet nach dem vom Sicherheitshauptamt aufgestellten Nah und Fernplan die Evakuierung polnischer Elemente nach Zentralpolen statt. Aus dem Gau Danzig - Westpreußen sind 400 000 Evakuierungen vorgesehen Der PV-Sturmbann Eimann ist die einzige geschulte Truppe, die zur Durchführung dieser Aufgabe und als Begleitkommando der Transporte dem Oberabschnitt Weichsel zur Verfügung steht.
gez. Hildebrandt. Ende des Dokumentes
Es gab noch eine andere Form der Willkür Danziger Einwohner heimatlos zu machen Der ehemalige Dienststellenleiter bei der polnischen Eisenbahn , Gerard Knoff erinnert sich :
"Die allgemeine Lage war überaus kritisch. Verschiedene deutsche Eisenbahnbedienstete. trugen auf ihren Dienstuniformen offen nationalsozialistische Abzeichen. Ebenfalls in Danzig - Ohra, auf dem Schönfelderweg, hatte sich unsere Lage ver¬schärft. Etwa drei Tage vor Kriegsausbruch warfen die Nazi-Rowdys große Feldsteine in unsere Wohnung .Durch die zerbrochenen Fensterscheiben trafen sie unsere Möbel, diese wurden demoliert. In der gleichen Zeit auf unserer Straße haben wir von
diesen (deutschen) Chauvinisten drohende Ausrufe zu hören bekommen. "Wie lange wollt ihr hier noch bleiben, ihr Pollacken ? Wenn ihr nicht ver¬schwindet hängen wir euch vor eurem Haus am Laternenpfahl auf."
Schon nach dem 1.9.1939 erhielt ich vom Staatsrat Büttner ein Schreiben, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich nicht mehr Eisenbahner sein durfte. Ferner erhielt meine Mutter vom Staatskommisar Danzigs einen Brief wodurch sie in Kenntnis gesetzt wurde, dass wegen ihrer Zugehörigkeit zu Polnischen Minderheit ihr Grundstück ( mit Haus ) beschlagnahmt worden ist. Jetzt mussten wir für unser Elternhaus Miete bezahlen.
Im Frühjahr 1940 erhielten wir eine Vorladung uns einer deutschen Kommission vorzustellen. Die amtiert im damaligen Werftspeisehaus. Diese Abteilung wurde " Rassenkommision genannt. Sie hat entschieden, wie ich mich gut erinnern kann, dass diese oder jene Familie ins Generalgouvernement deportiert werden sollte oder nach Riesenburg, ( jetzt Prabuty, ) abzuschieben ist, oder weiterhin in Danzig bleiben durfte. Diese Kommission bestand ungefähr aus acht Personen. Einige waren Zivilisten andere waren uniformierte Parteifunktionäre. Sie haben meiner verwitweten Mutter vorgeworfen, dass sie als einheimische Danzigerin uns Kinder im polnischen Sinne erzogen hat. Mir wurde vorgehalten, 1938, die Einberufung zum Reichs Arbeitsdienst verweigert zu haben. Auch war es ihnen nicht recht, dass ich als junger Eisenbahner bei der polnischen Staatsbahn beruflich aufgestiegen bin. Sie meinten, dass ich mich für Polen verdient gemacht hätte. Als zum Abschluss des Verhörs meine Mutter sich erlaubte zu fragen, was denn nun mit uns weiterhin geschehen würde, empörte sich einer von ihnen gewaltig, so dass wir rausgeschmissen wurden. Danach erfolgten für uns ungewisse Tage und die Furcht deportiert zu werden. Dann erhielt ich vom Polizeipräsidium ein Schriftstück, in dem mir mitgeteilt wurde, dass mir die Danziger Staatsangehörigkeit aberkannt worden ist. Seit diesem Augenblick war ich im deutschen Danzig staatenlos. "
Gerard Knoff lebte nun in seiner Geburtsstadt und in seinem Elternhaus bis 1945 als Heimatloser und Vertriebener zugleich. 1943 wurde er verhaftet und ins KZ-Stutthof verschleppt.
Die Deutschen wollten mit den Polen nicht zusammen leben. Das Potsdamer Abkommen war die konsequente Folge gegen diese deutsche Politik Die Völker wurden getrennt, um einen stabilen Frieden in Europa zu sichern.
Gerhard Jeske, Franzosenkoppel 32 -22547 Hamburg. Tel 8814894
Danziger Bürger wurde staatenlos.
Mit Beginn des Frühjahres 1939, vor allem vom Moment ab, als Adolf
Hitler im Reichstag während seiner Rede vom 28. April den Nichtangriffspakt mit Polen abgebrochen hatte, zugleich den Anschluss Danzig zum Reich verlangte, ab der Zeit, von Tag zu Tag, mehrten sich Schikanen und Überfälle auf polnische Bürger.
In den warmen nächsten Sommertagen erschienen auf den Straßen immer mehr verschiedene Kriegsfahrzeuge, sowie uniformierte Männer,gab es zu sehen. Jedenfalls, kurz gesagt, die politische Lage im August sah schon ganz brenzlig aus.
Infolge der anwachsenden Spannungen war der Zugverkehr auf der Strecke Gdingen-Danzig-Dirschau eingeschränkt und sehr unregelmäßig. Einige Züge, auf Anlass der deutschen Behörden, verkehrten überhaupt nicht. Aus diesem Grund hatte ich Schwierigkeiten mit der Hin- und Rückfahrt zum Dienst nach Lissau. Letzten Endes war es sogar unmöglich, denn beispielsweise musste ich bei meiner Hinfahrt von Ohra zweimal die Polnisch-Danziger Grenze passieren, erstmals in Hohenstein, dann nochmals in Liessau. Eines Tages wurde sogar, von den deutschen Beamten, beim Grenzüberschreiten in Liessau, mein Danziger Reisepass einbehalten. In Anbetracht dieser Lage habe ich mich an den Amtsvorstand des Betriebs- und Verkehrsamtes, Herrn Józef Schulz, gewendet, um mich zu einer anderen Dienststelle leiten zu lassen.
Daraufhin wurde ich zur Arbeit, zum Bahnhof Danzig-Oliva, eingeteilt, wo ich den Platz vom Fahrdienstleiter Tylewski einnehmen sollte, der aus Furcht vor Inhaftierung nach Orlowo-Adlershorst gefahren ist. Als ich auf meiner neuen Dienststelle ankam, wunderte sich der deutsche Eisenbahner Neumann, fragte wer ich bin und fügte auch gleich hinzu, dass meine Anwesenheit nicht erforderlich ist. Ich erwiderte ihm, dass ich von Amtswegen hierher abkommandiert worden sei und laut Anweisung meinen Dienst verrichten muss.
Die allgemeine Lage war überaus kritisch. Verschiedene deutsche Eisenbahnbedienstete trugen auf ihrer Dienstuniform offen nationalsozialistische Abzeichen.
Ebenfalls in Ohra, auf dem Schönfelderweg, hatte sich unsere Lage deutlich verschärft. Wir wohnten als einzige Polen auf dieser Straße. Die aus Anlass der polnischen Nationalfeiertage von uns ausgehängte Flagge, war stets für die Nazis ein Dorn im Auge. Etwa 2-3 Tage vor Kriegsausbruch warfen die Nazirowdys große Feldsteine in unsere Wohnung. Durch zerbrochene Fensterscheiben wurde dabei einiges Mobiliar demoliert. Auf den Schutz der Polizei konnten wir nicht zählen. Trotzdem habe ich den Vorfall förmlich im Polizeirevier vorgelegt.
Trotz alledem, was uns wunderte, erschien ein Schupo, hatte sich alles angesehen und machte sich sogar einige Notizen in sein Dienstbuch. Als er beabsichtigte wegzugehen, auf meine Anfrage, was er darüber meint, erwiderte er zum Schluss, es sei ja kein Wunder, denn so ähnlich verfahren ja die Polen mit den Volksdeutschen in Polen.
Von dem Ereignis hat mein Bruder Paul gleichfalls dem Generalkommissariat der Republik Polen, in Gdansk, in Kenntnis gesetzt. Aber das hatte keinen Widerhall, weil schon zu viele ähnliche Vorkommnisse in jener Zeit auf Polen, in Danzig, zu verzeichnen waren.
In gleicher Zeit, auf unserer Straße, haben wir von Chauvinisten drohende Ausrufe zu hören bekommen: "Wie lange gedenkt ihr hier zu bleiben, ihr Polacken? Wenn ihr nicht verschwindet, hängen wir euch an dem vor eurem Haus stehenden Laternenpfahl auf!"
Hierbei möchte ich noch bemerken, dass in diesem Zeitraum unser Haus fast ständig unter Polizeiaufsicht war. Unter diesen Umständen, aufregender, keinesfalls normaler Nächte, konnten wir uns zum Schlafen nicht ins Bett legen. Nur in Kleidung, voller Spannung, schlummerten wir in Erwartung nochmaliger Provokationen.
In den letzten Tagen vermehrten sich Verhaftungen von Polen. Demzufolge, am letzten Augusttag, überließen wir unsere Wohnung seinem Schicksal. Zeitweilig hielten wir uns bei meinem Schwager, Józef Blaszk, in Langfuhr, Adolf-Hitler-Str. 128, auch Ritterhof genannt, auf. Hier, am nächsten Tag, am frühen Morgen, erweckten uns mächtige Detonationen. Im ersten Augenblick konnte ich mich nicht zurechtfinden, wusste nicht was los ist, aber schnell genug habe ich begriffen, dass der Krieg begonnen hatte.
Wir wissen, damals war schönes Wetter, daher schlief ich auch bei geöffnetem Fenster. Von draußen, aus Lautsprechern, hörte ich die mir gut bekannte Stimme des Gauleiters Albert Forster. Er verkündigte, dass Danzig keine "Freie Stadt" mehr ist und von nun an ein Bestandteil des Deutschen Reiches sei. Sofort habe ich den Radioempfänger eingeschaltet, wo der Text der Proklamation veröffentlicht wurde. Nahezu unaufhörlich war Marschmusik zu hören, von Zeit zu Zeit unterbrochen für Sondermeldungen von Vormarscherfolgen der Wehrmacht ins polnische Gebiet. Ich kann mich auch noch gut erinnern, dass vom selben Tag an der Rundfunkansager, statt wie bisher - "Landessender Danzig" -, den Wortlaut - "Reichssender Danzig" -, benutzt hatte.
Aus Neugierde, so vor 10 Uhr, wagte ich auf die Straße hinauszugehen. Ich habe bemerkt, dass infolge der entstandenen Ereignisse, die Stadtbewohner aufgeregt und eilends auf den Straßen schreitend, aber an und für sich auch die Nachricht der Einverleibung Danzigs mit Großdeutschland mit Genugtuung empfingen.
Ich stieg in die Straßenbahn ein und fuhr nach Danzig. In der Bahn, aus mitgehörten Gesprächen von Passagieren, habe ich erfahren, dass die "Polnische Post" angegriffen worden ist und um dieses Gebäude auf dem Heveliusplatz vom frühen Morgen an harte Kämpfe geführt wurden. Man sprach auch von Verhaftungen polnischer Einwohner Danzigs. Bedrückt stieg ich vor dem Hauptbahnhof aus. Gleich fiel mir ein langes Transparent mit dem Wortlaut auf: "Widerstände sind nicht dazu da, dass man vor ihnen kapituliert, sondern dass man sie bricht"
Das Bahnhofsgebäude war mit roten Hakenkreuzfahnen behängt. Vor und auf dem Bahnhofsgelände wimmelte es von bewaffneten Soldaten und der Schutzpolizei, die den Zutritt dorthin nicht zugelassen haben. Einer von denen stand sogar auf der Straßenbahninsel und hielt in der Hand eine Tafel mit der Aufschrift: "Halt, es wird scharf geschossen!"
Vor dem Haupteingang des Bahnhofsgebäudes und anderswo waren polnische Briefkästen nicht mehr zu sehen. Polnische Anschriften waren teilweise schon beseitigt. Nach diesen ersten Ereignissen bin ich zur Einsicht gekommen, dass alles vorzeitig und sorgfältig vorbereitet worden war.
Von Zeit zu Zeit erschallten Schüsse in der Stadt, die zweifellos von der "Polnischen Post" und der Westerplatte her kamen. Nach kurzer Zeit bin ich in die Innenstadt gegangen, in Richtung polnisches Postamt. Unterwegs erblickte ich eine inhaftierte Gruppe von Männern, die von bewaffneten Sturmtrupps abgeführt wurden. Je näher ich zur polnischen Post kam, desto mehr begegneten mir Zivilisten mit Handgepäck, vorwiegend Frauen mit Kindern. Es hat sich schnell erwiesen, dass diese Einwohner aus den naheliegenden Häusern der "Polnischen Post" evakuiert worden waren. Auf den Straßen ringsum des polnischen Postamtes wimmelte es von Wehrmachtsangehörigen, SS-Heimwehr und Schutzpolizei. Nach kurzer Ansicht aus bestimmter Entfernung habe ich mich zurückgezogen und bog in die Tischlergasse ein. Gegen Mittag kehrte ich nach Langfuhr zurück. Am selben Tag bin ich mit meiner Mutter wieder nach Ohra in unsere Wohnung zurückgekehrt. Hier angekommen, stellten wir fest, dass jemand versucht hatte sich hier ranzumachen. Als wir uns umsahen, stellten wir fest, dass nichts verschwunden war. Später haben wir erfahren, dass der patrouillierende Schupo den Eindringlingen das Plündern untersagt hat.
Es dauerte nicht lange, bis dann Zellenleiter Metz mit noch jemandem in unser Wohnung eintrat und die Frage stellte, wo wir vorher gewesen waren? Daraufhin zeigte ich mit dem Kopf auf die noch im Zimmer liegenden Steine und Glasscherben, gleichzeitig antwortete ich ihm, in Langfuhr. Er sah uns erstaunt an, denn wie er uns zu verstehen gab, hatte er angenommen, wir seien nach Dirschau gefahren. Nach dieser Unterhaltung gab er noch hinzu: "Verhaltet euch gut und macht keine Dummheiten mehr!"
Bevor beide die Wohnung verließen hat Metz uns noch Lebensmittelkarten ausgegeben, worüber wir sehr überrascht waren. In der nachfolgenden Zeit hat er uns in Ruhe gelassen.
Am nächsten Tag, gemäß ausgegebener Anordnung, als ich auf dem Weg zum örtlichen Polizeirevier war, begegnete ich meinem Schulfreund Paul Grzegowski. Wir beschlossen uns im Polizeirevier immer gemeinsam zu stellen. Hier wurden wir belehrt, dass wir und alle noch auf freiem Fuß befindlichen Polen, ab heute täglich verpflichtet sind sich persönlich auf dem Polizeirevier zu melden, und zwar zweimal, um 8 Uhr und um 18 Uhr. Anfangs haben die Polizeibeamten noch für Pünktlichkeit Sorge getragen, jedoch im Laufe der Zeit sich immer mehr liberal verhalten. Später, als ich die Pflichtarbeit aufgenommen hatte, brauchte ich mich nur einmal am Tag, morgens oder abends, im Polizeirevier zu melden.
Im Herbst mussten meine Schwester Wanda mit ihren Kindern in Langfuhr, sowie mein Bruder Edmund nebst Familie, welcher im Erdgeschoß unseres Hauses in Ohra, auf dem Schönfeldweg wohnte, die Wohnungen räumen.
Die untere Wohnung meines Bruders hatte ein SS-Mann namens Schlicht eingenommen. Von dieser Zeit an wohnten wir nun alle im oberen Stockwerk, in zwei kleinen Zimmern.
Bürger polnischer Nationalität, die sich im Arbeitsamt zur Arbeit gemeldet hatten, wurden zur Pflichtarbeit bei verschiedenen Aufräumung Arbeiten in der Stadt- eingeteilt. Da ihnen nur ein geringer Wochenlohn von etwa 6 bis 10 RM gezahlt wurde, blieb ich bis zum Frühjahr zu Hause. Nebenbei gesagt, von meiner Seite aus war dies riskant und ich hätte deswegen Unannehmlichkeiten haben können. Trotz allem hatte ich Glück, dass niemand mich als Drückeberger zur Verantwortung gezogen hatte. Weiterhin blieb ich in Kontakt mit einzelnen Leidensfreunden, die noch auf freiem Fuß geblieben waren. Unter diesen Umständen war das tägliche Dasein nicht leicht. Fortwährend bestand die Gefahr von Freiheitsberaubung und in Stutthof zu landen.
Im Frühjahr 1940 erhielten wir eine Vorladung, meine Mutter und ich, uns vor einer Kommission, welche im damaligen Werftspeisehaus am Fuchswall amtierte, zu stellen. Diese Kommission wurde von allen "Kassenkommission" genannt. Sie hatte entschieden, wie ich mich gut erinnern kann, diese oder jene Familie entweder ins Generalgouvernement zu deportieren, zur Umschulung nach Riesenburg - jetzt Prabuty - abzuschieben, oder weiterhin in Danzig zu belassen. Die Kommission bestand ungefähr aus 8 Personen und hat einzelne Familien im Saal, der sich links hinter der Eingangstür des Werftgebäudes befand, empfangen. Hinter den Tischen saßen einige Zivilisten, aber auch mehrere uniformierte Parteifunktionäre. Unter anderem haben sie meiner verwitweten Mutter vorgeworfen, dass sie als einheimische Danzigerin, ihre Kinder im polnischen Sinne erzogen hatte. Wiederum wurde mir vorgehalten, dass ich ein Jahr vor dem Krieg die Einberufung zum staatlichen Hilfsdienst/Reichsarbeits-
dienst verweigert hatte. Andererseits war es ihnen auch nicht recht, dass ich als junger Eisenbahner der polnischen Staatsbahnen, durch meine Verdienste schon in kurzer Zeit zum Eisenbahnassistenten befördert worden war.
Als zum Abschluss des Verhörs meine Mutter sich erlaubte anzufragen, was denn weiter mit uns geschehen würde, empörte sich einer von denen und hat uns fast aus dem Zimmer geworfen.
Nachdem folgten ungewisse Tage für uns, in der Befürchtung ausgesiedelt zu werden. Tage und Wochen waren inzwischen vergangen, doch ließ man uns in Ruhe.
Eines Tages traf ich wieder einmal meinen Kollegen Alfons Ferderski. Wir gingen auf die Suche nach entsprechender Arbeit. Wir waren uns einig, dass wir nur noch als Arbeiter Beschäftigung bekommen könnten. Infolge dessen sind wir zum Arbeitsamt gegangen und haben die Zuweisung zum Holzbauwerk A. Geissler KG erhalten.
Ich möchte noch anführen, dass ich bald nach Kriegsausbruch ein Schreiben vom Eisenbahnkommissar erhalten hatte. Unterzeichnet vom Staatsrat Büttner wurde mir mitgeteilt, dass aufgrund der Übernahme der Eisenbahn des Danziger Gebietes, ab 1. September 1949 auf meine Dienstleistung sofort verzichtet wird.
Ferner, es war wohl Anfang 1940, erhielt meine Mutter eine schriftliche Nachricht vom Stadtkommissar, dass wegen ihrer polnischen Volkstums Angehörigkeit, ihr Grundstück beschlagnahmt, enteignet ist. Jetzt mussten wir Miete zahlen.
Noch möchte ich hinzufügen, leider weiß ich nicht in welchem Monat es war, dass ich vom Polizeipräsidium ein Schriftstück erhalten hatte, in dem mir mitgeteilt wurde, dass mir die Danziger Staatsangehörigkeit aberkannt wurde..
In Anbetracht dessen bin ich staatenlos geworden.
Im Untersuchungsgefängnis saß ich drei Monate ein. In einer überlegten Zelle voller Wanzen. Wegen angeblicher Sympathie mit einem französischen Kriegsgefangenen, der später floh. Mir wurde dazu eine Verbindung nachgesagt. Ab 1943 wurde ich ins KZ-Stutthof eingeliefert. Von dort wurde ich verlegt zur Danziger Werft und hatte auf der Werft im U-Boot Bau bis zum März 1945 Zwangsarbeit geleistet
Gerard Knoff, geschrieben für Gerhard Jeske
Gerhard Jeske ergänzt.
Ein Mitglied der Familie Knoff ist in der Historischen Beschreibung der Stadt Danzig von Curicke 1422 als Schöppe erwähnt. Der Vater des Gerhard Knoff war ein Vetter der Mutter des Schriftstellers Günther Grass. Als einheimische Bewohner der Hansestadt Danzig wurden sie ausgebürgert, von Reichsdeutschen, die mit der Geschichte der Stadt nicht verbunden waren.
Die jeweilige Gegenwart hatte immer viele Stränge in die Vergangenheit.
In der Geschichte muss unterschieden werden zwischen dem feudalistischem Königreich mit ihren Fürsten ,ect. Wo die Untertanen gleich wie Eigentum des Herrschers galten. Außerdem waren die Fürstentümer Familien- Konzerne, die sich untereinder durch Einheirat in den Besitzstand oder in die Erbfolge brachten. Den Herrschern war es egal ob seine Untertanen Polen , Deutsche oder Russen waren, Sie mußten gehorchen und arbeiten, auch für die Interessen der Herschaft in den Krieg ziehen.
Die Städte entzogen sich immer mehr diesem Anspruch, wurden selbstbewußt und selbstständig. Das Verhältnis Danzigs zum König von Polen ist dafür ein Beispiel.
In Polen konnten die Deutschen und andere Minderheiten Jahrhunderte ungestört leben, auch als Protestanten und die deutsche Sprache gebrauchen. Mit den Teilungen Polens 1772-1795 und der Entwicklung zu den National-Staaten nahm die Geschichte einen anderen Verlauf . Für die Polen änderte sich das nach 1793 in Preußen gewaltig . Es ging soweit, dass den Polen verboten wurde Polnisch in der Schule und ab 1887 im Religionsunterricht zu sprechen. Daraus ergab sich die Schulstreik der polnischen Bevölkerung im Norden. Gleichfalls wurde die Gerichtssprache die Deutsche. Die preussische Staatbürgerschaft wurde Gesetz. Infolge dessen wurden tausende Polen ausgewieden. Polen durften nicht mehr in Westpreußen und in der Kaschubei Land erwerben und siedeln usw.
der eiserne Kanzler meinte. dazu ein Zitat von ihm an seine Schwester 1861 geschrieben "Haut doch die Polen, dass sie am Leben verzagen. Ich habe kein Mitgefühl für ihre Lage. Wir können auch nichts dafür, dass der Wolf von Gott geschaffen ist, wie er ist, und man schießt ihn doch dafür tot, wenn man kann "
und der Pfarrer Otto Dibelius (der spätere Bischof) schieb in seinem Buch." Nationale Erhebung Berlin 1919:" Darum rufen wir es in die Welt hinaus und wollen es hinausrufen solange wir leben: dass Deutschland sein Recht auf Straßburg und auf Danzig nicht aufgeben wird, so lange deutsche Mütter noch deutsche Kinder gebären ..--
Empor die Herzen zu neuem nationalen Stolz, zu neuem, festem Willen zu nationaler Macht und Größe."
Kein Wunder,dass der evangelische Hohepriester 1936 seine Predigt schloß mit dem geflügeltem Satz" Ein Volk ein Reich ein Führer."
und diese Geschichte entwickelte sich grausam bis 1945. .
"Für viele Vertriebene war das ganze nur ein Geschäft. Möglichst viel aus dem Lastenausgleich an Geld zu bekommen, war das Ziel."
Genau mit solchen Worten legitimieren SIe all die Diskriminierungen, denen die Flüchtlinge durch die Nichtvertriebenen, die mit ihnen die "Last der Vertreibung" teilen mussten, ausgesetzt waren.
Vertreibungen gab es im 20ten Jahrhundert eine ganze Reihe, aber nur die deutschen Vertriebenen haben ein Problem damit, dass man das ihnen widerfahrene Unrecht als solches anerkennt. Wer sagt, "Seid ja selber schuld!", der legitimiert dieses Unrecht, denn man sollte wissen: es trifft eigentlich nie die Schuldigen.
Sie haben Recht, der BDV spielte lange Jahre eine Rolle "rechts aussen", aber warum denn?! Wenn Sie das Buch "Kalte Heimat" lesen, wissen SIe, warum. In den ersten Nachkriegsjahren wurden von den Besatzungsmächten systematisch die Versuche der Vertriebenen, sich zu organisieren, unterbunden. Das Wort "Heimat" war politisch nicht korrekt.
Der Generalvorwurf des "Revanchismus" gegenüber denjenigen, die ihre Heimat "Heimat" nennen, ist auch ein Ausdruck der "Unfähigkeit zu Trauern".
Um es so auszudrücken : das Trauma der Vertreibung ist viel zu wichtig, um es den Vertriebenenverbänden zu überlassen. Leider wurde diese Verantwortung/Chance von der Linken nicht gesehen.
es muß doch einmal ein Schlußstrich gezogen werden, warum immer wieder diese Hetze zum Thema "Vertreibung"?
ich bin da geblieben, habe mich angepaßt, polnisch gelernt, geheiratet, Kinder zur Welt gebracht und das alles in Danzig-Gdansk, doch als dann die Gelegenheit kam, auszuwandern, habe ich mit meiner Familie Danzig verlassen, leben heute in der Bundesrepublik und genießen das Leben, wie es ist.
Bin oft nach Danzig-Gdansk gefahren, die Straßen rauf und runter,
Langasse, Langer Markt, und alle kleinen Seitengässchen geschlendert, warum um alles in der Welt kann eine "Erika Steinbach" sich anmaßen, Vertreterin für uns zu sein?
Gestern bei "Maibritt Illner" hat "sie" sich proviliert, als wenn alles nur um "sie" sich dreht. Ich würde auch keine Cent darauf verwenden, den "Vertriebenen-Verband" zu unterstützen.
Steinbach steinigt die Geschichte..
Frau Steinbach und andere Ostland – Reiter, ignorieren, dass von 1772 - 1793 Polen durch Preußen – Rußland und Oestereich von der Landkarte ausradiert wurde. In Berlin, Moskau und Wien saßen drei deutsche Herrscher, die Polen beseitigten. Frau Stenbachs Geschichtsbild geht immer noch von den drei Teilungen Polens aus. Bei ihren Äußerungen zu Polen, erkenne ich nicht, dass der Staat Polen vor 1772 wieder erstehen musste. Es liegt nahe, anzunehmen, dass Frau Steinbach und Ihre Ostideologen noch immer die Teilung Polens anerkennen und von dieser politischen Maxime ihre Politik ableiten..
Ich erinnere daran, dass Danzig und das Ermland bis 1772 nicht zum Deutschen Reich gehörten, ebenso auch nicht Preußen östlich der Oder. Ostpreußen kam erst 1881, als Teil Preußens zum neuen Deutschen Kaiserreich. Die Geschichte interessiert die Steinbachs- Kohorte nicht,
Mit ihrem Hinweis, dass Polen im Frühjahr Mobilgemacht hatte, unterschlägt sie, dass es eine Teilmobilmachung war, eine Vorsichtsmanahme, gegen einen möglichen Überfall auf Danzig.
Die Besetzung der Tcheches- Slowakei, des Memellandes, der Anschluss Öestereichs, deuteten daraufhin, dass Hitler und seine Vasalen mit Polen ebenso brutal verfahren würde.
Polen hatte für einen Angriffskrieg keine Chance. Ein 25 Millionen Volk, dass schlecht gerüstet war- konnte gegen 75-80 Millionen Deutsche, mit ihrer modernen Armee und den paramilitärischen Verbänden keinen Krieg wagen, zumal es eine Rundumverteidigung durchhalten musste. Auch das wird niemals erwähnt. Im Osten lauerten Litauen und die Sowjetunion, im Süden die Tschechen und Oesterreich, Im Nordosten war Finnland ein Partner Hitlers, Auf keinem Wege durch Europa konnte Nachschub nach Polen transportiert werden. Die Deutsche Kriegsmarine war mit den schweren Kreuzern, den Zersörern und U-Booten in der Lage die Ostsee zu blockieren. Das halbe dutzend polnische Kriegsschiffe war nicht in der Lage die Seewege freizuhalten.
Diese Zusammenhänge werden in den Diskussionen nicht einmal berührt.
Gerhard Jeske